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Gewässerschutz

Gemeinsam mit den Landwirten ist es über die Jahre gelungen, Belastungen durch Einträge in Grund- und Oberflächengewässer in Deutschland zu verringern.

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Biologische Vielfalt

Die intensive Landwirtschaft leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer Vielfalt von Ökosystemen, nicht zuletzt durch ihren (im Vergleich zum ökologischen Landbau) geringeren Flächenverbrauch.

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Schau ins Feld!

Wie sieht Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus? An keinem anderen Ort kann man das deutlicher zeigen, als auf dem Acker selbst. So entstand 2015 die Idee zur Mitmach-Aktion „Schau ins Feld!“, die der IVA im Rahmen seiner Initiative „Die Pflanzenschützer“ ausrief.

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Sachkunde

Im Rahmen der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes trat im Juli 2013 die neue Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung in Kraft. Durch die neue Verordnung soll das bisher schon hohe Schutzniveau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter angehoben werden.

Agra-Europe · AgE-Ticker:
Kabinettsbeschluss: Tierärztliche Leistungen werden teurer
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25.05.2022 - 15:36
Kabinettsbeschluss: Tierärztliche Leistungen werden teurer

BERLIN. Die Neufassung der Tierärztegebührenordnung (GOT) hat das Bundeskabinett heute beschlossen. Es ist die erste grundlegende Novellierung der Gebührenordnung seit mehr als 20 Jahren. Tierärztliche Leistungen werden damit teurer, ohne dass laut Bundeslandwirtschaftsministerium die Mehrkosten für die Tierhalter beziffert werden könnten. Der Bundesrat muss die Verordnung noch beschließen. In Krafttreten soll sie im Oktober dieses Jahres.

Nach Angaben des Agraressorts passt die Verordnung die tierärztlichen Leistungen sowohl an den veterinärmedizinischen Erkenntnisstand als auch die Gebührensätze an die wirtschaftlichen Erfordernisse für den Betrieb einer Tierarztpraxis an. Moderne Untersuchungsverfahren wie die Kernspintomografie seien für viele Tiere „ein Segen“, erläuterte das Ministerium. Solche Verfahren müssten die Tierärzte angemessen abrechnen können.

Zwar würden die Kosten für die Behandlung von Tieren überwiegend steigen. Das ermögliche jedoch den Fortbestand vieler Tierarztpraxen und erhöhe die Attraktivität der kurativen Tätigkeit, der tierärztlichen Notdienste sowie der flächendeckenden tierärztlichen Nutztierbetreuung. Die Anpassung der Gebührensätze erfolge auf wissenschaftlicher Basis, betonte das Ministerium. Eine Studie der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) habe ergeben, dass die einfachen Gebühren nicht mehr ausreichten. AgE

„EU-Solidaritätsrouten“: Transportkommissarin drängt auf flexiblere Kontrollen an ukrainischer Grenze
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25.05.2022 - 15:27
„EU-Solidaritätsrouten“: Transportkommissarin drängt auf flexiblere Kontrollen an ukrainischer Grenze

BRÜSSEL. Die Notwendigkeit einer flexibleren Auslegung der Veterinär- und Pflanzengesundheitsvorschriften für Güter, die die Grenze zwischen der Ukraine und der Europäischen Union überqueren, hat EU-Transportkommissarin Adina Valean betont. Wie die Rumänin gestern beim Agrarratstreffen in Brüssel beklagte, ist es in Teilen nach wie vor der Fall, dass ganze Konvois wegen einer fehlenden Bescheinigung für Frachtarten, für die solche Bescheinigungen gar nicht erforderlich sind, „vier oder manchmal sogar zehn Tage“ aufgehalten werden. Valean erklärte, dass sie bereits im Rahmen des Aktionsplans zu den „EU-Solidaritätsrouten“ gefordert habe, dass die Kontrollen am Bestimmungsort und nicht an den ohnehin schon überlasteten Grenzübergängen durchgeführt werden sollten.

Ziel müsse es sein, der von der russischen Invasion gebeutelten Ukraine bei den Agrarexporten, aber auch bei der Einfuhr der von ihr benötigten Güter - wie humanitäre Hilfen oder Tierfutter sowie Düngemittel - zu unterstützen, sagte Valean. Sie wies darauf hin, dass mit der nächsten Ernte in der Ukraine weitere 50 Mio t Getreide erwartet würden. Leider seien durch die Kriegshandlungen auch die Lagerkapazitäten in der Ukraine in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass nach gegenwärtigem Stand dort nur die Hälfte der Ernte eingelagert werden könne. Daher sei es entscheidend, Lagerkapazitäten in der EU für Getreide aus der Ukraine bereitzustellen.

Vor dem Krieg habe die Ukraine bis zu 5 Mio t Getreide pro Monat über die Schwarzmeerhäfen exportiert, erklärte die Transportkommissarin. Diese müssten nun auf die Schiene, die Straße und die Binnenschifffahrt umgelenkt werden, um zu den EU-Häfen für den weiteren Export in Drittstaaten zu gelangen. Laut Valean hat die Ukraine im April lediglich 1,2 Mio t Getreide exportieren können. Ziel sei es, mindestens 3 Mio t, idealerweise sogar 4 Mio t monatlich auszuführen. Nur dann verfüge das Land über hinreichend Lagerraum für die nächste Ernte. AgE

Umbau der Tierhaltung: Branche verliert Vertrauen in die Politik
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25.05.2022 - 14:50
Umbau der Tierhaltung: Branche verliert Vertrauen in die Politik

BERLIN. Immer weniger Landwirte trauen der Politik den Umbau der Tierhaltung zu. Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) machte heute das Fehlen klarer Aussagen des Bundeslandwirtschaftsministeriums zu den Empfehlungen der Borchert-Kommission dafür verantwortlich. Es sei weiter völlig unklar, wie Zielkonflikte für dringend erforderliche Investitionen aufgelöst und wie der Umbau finanziert werden solle. „Der Glaube an eine starke Führungsrolle der Regierung schwindet von Tag zu Tag“, stellte der Dachverband für die deutsche Rinder- und Schweineproduktion fest.

Seinen Angaben zufolge ist die Wirtschaftlichkeit der Schweinehaltung derzeit nicht mehr gegeben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und damit einhergehende Spekulationen an den Rohstoffmärkten hätten zu historischen Preissteigerungen für Futtermittel, Energie und andere Betriebsmittel geführt. Die Markterlöse reichten nicht für die dringend erforderliche Eigenkapitalbildung. Teilweise fehlten bereits die Mittel für den Futtereinkauf.

Gleichzeitig werde die Transformation der Landwirtschaft und dabei insbesondere der Tierhaltung forciert, erklärte der BRS. Dies führe zu weiteren Kostensteigerungen, die derzeit am Markt nicht abbildbar seien. Auch die Preissensibilität der Verbraucher steige wieder, so dass Eigenmarken des Lebensmitteleinzelhandels verstärkt nachgefragt würden.

„Es besteht das Risiko, dass die Landwirte auf den Kosten des Umbaus sitzen bleiben“, warnt der Bundesverband. Ohne bessere Perspektiven seien die Folgen absehbar: eine wachsende Zahl von Betriebsaufgaben und steigende Importe. „Nachhaltig ist das nicht“, stellte der Bundesverband fest. Die Entwicklung sei nicht nur fatal für die Tierhalter und die gewünschte regionale Erzeugung, sondern auch für die Unternehmen aus dem vor- und nachgelagerten Bereich. AgE

Stegemann: Bund lässt Obst- und Gemüsebauern bei Gaslieferstopp allein
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25.05.2022 - 12:15
Stegemann: Bund lässt Obst- und Gemüsebauern bei Gaslieferstopp allein

BERLIN. Der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, wirft der Bundesregierung vor, den heimischen Obst- und Gemüsebau bei Eintreten einer Gasmangellage fallen lassen zu wollen. Er bezieht sich dabei auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage seiner Fraktion zur Sicherung der Lebensmittelversorgung bei einem Lieferstopp des russischen Erdgases.

Auch der Zentralverband Gartenbau (ZVG) zeigte sich über die darin enthaltenen Aussagen des Bundeslandwirtschaftsministeriums irritiert. Dieses hatte in seiner Antwort angedeutet, dass der regionale deutsche Anbau durch Länder ersetzt werden könnte, die aufgrund ihrer klimatischen Bedingungen oder ihrer Konditionen bei Gaslieferungen nicht diese Probleme hätten. Die Auswirkungen einer Gasmangellage seien für den deutschen Obst- und Gemüsesektor ohnehin als „mäßig bis gering“ einzuschätzen, so die Ansicht des Agrarressorts.

„Fragen der Nachhaltigkeit und der Verfügbarkeit dieser für die Ernährungssicherheit wesentlichen Frage scheinen bei der Ampel keine Bedeutung zu haben. Das ist ein Schlag ins Gesicht der vielen familiengeführten Betriebe“, konstatierte Stegemann. Laut Ampel wären in Deutschland rund 1 020 Betriebe betroffen. Aber, ob diese Zahl überhaupt noch haltbar sei, bleibe fraglich, erklärte der CDU-Politiker. Ihm zufolge stammen die Daten aus dem Jahr 2015 und er vermutet, dass dieser Wert mittlerweile deutlich höher sein könnte.

Dieser Ansicht ist auch ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Nach seiner Überschlagsrechnung wären deutlich mehr Betriebe von Gasmangel betroffen als das Bundeslandwirtschaftsministerium in seiner Antwort darstellt. Übersehen werde dabei, dass zum einen die Umrüstung auf Gas in den vergangenen Jahren auch auf Anraten der Politik vorangetrieben worden sei, stellte Fleischer fest. Zum anderen könne der Gaspreis nicht allein betrachtet werden. Wechselwirkungen mit anderen fossilen Heizträgern, aber auch erneuerbaren Energien zeichneten sich bereits ab.

Kein Verständnis hat der ZVG-Generalsekretär für den Verweis der Bundesregierung auf die Möglichkeit, den durch Gasmangel entstehenden Produktionsausfall bei deutschem Gemüse durch Importe aus dem EU-Raum zu kompensieren, mit entsprechenden Preissteigerungen für den Verbraucher. Dies konterkariere die aktuellen Bemühungen der Politik, die Inflation für die Bevölkerung abzufedern, so Fleischer. Außerdem widerspreche es den Zusagen von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, die regionale Landwirtschaft zu fördern.

„Der Erhalt oder gar die Zukunft der Gartenbaubetriebe in Deutschland spielen in der Antwort der Bundesregierung keine Rolle“, beklagte der ZVG-Generalsekretär. Der regionale, deutsche Anbau werde zugunsten der EU-Wettbewerber hintenangestellt. Nachhaltigkeitsfragen bei längerer Logistik würden komplett ausgeblendet, ebenso mögliche EU-weite Versorgungsengpässe. „Solche Signale kommen für die hiesigen Unterglasproduzenten zum absoluten Unzeitpunkt“, so Fleischer. AgE

Ernährungskrise: Von der Leyen wirft Russland Erpressung vor
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25.05.2022 - 10:59
Ernährungskrise: Von der Leyen wirft Russland Erpressung vor

DAVOS. Mit deutlichen Worten hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Dr. Ursula von der Leyen, Russland im Hinblick auf die sich zuspitzende globale Ernährungskrise „Erpressung“ der Weltgemeinschaft vorgeworfen. Wie die frühere Bundesverteidigungsministerin in ihrer gestrigen Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos feststellte, nutzt Russland „Hunger und Getreide, um Macht auszuüben“. Konkret warf sie der Regierung in Moskau vor, bei der Invasion in die Ukraine in einem der „fruchtbarsten Länder der Welt“ gezielt die Nahrungsversorgung für den Weltmarkt zu sabotieren.

Zudem warf die Brüsseler Kommissionschefin der Russischen Föderation vor, seine eigenen Exportüberschüsse als eine Form der Erpressung zurückzuhalten. So seien Getreidelieferungen gestoppt worden, um die Weltmarktpreise steigen zu lassen. „Weizen wird gegen politische Unterstützung gehandelt“, beklagte die Kommissionspräsidentin. Des Weiteren fühlt sich von der Leyen von dem Umstand, dass die Armee des Kremls in den von Russland besetzten Teilen der Ukraine die Getreidebestände und Maschinen konfisziert, an „eine dunkle Vergangenheit“ erinnert.

In diesem Zusammenhang verwies die Kommissionspräsidentin an die Zeiten der sowjetischen Beschlagnahme der Ernten und der daraus resultierenden „verheerenden Hungersnot der 1930er Jahre“. Darüber hinaus bombardiere die russische Artillerie bewusst Getreidelager. Zudem würden russische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer ukrainische Schiffe mit Weizen und Sonnenblumensaat blockieren.

Die Folgen dieser „schändlichen Handlungen“ seien für alle sichtbar. Weltweit schieße der Weizenpreis in die Höhe. Hierunter würden vor allem schwache Länder und ohnehin schon von Hungersnot gefährdete Bevölkerungsgruppen leiden. Beispielsweise seien die Brotpreise im Libanon zuletzt um 70 % gestiegen.

Derzeit würden rund 20 Mio t Weizen in der Ukraine blockiert, stellte von der Leyen fest. Etwa 5 Mio t Weizen würden pro Monat im Normalfall exportiert. Heute seien nur mehr 200 000 t bis 1 Mio t. „Wenn wir diese Bestände mobilisieren, können wir der Ukraine dringend benötigte Einnahmen verschaffen und dem Welternährungsprogramm den dringend benötigten Nachschub“, erklärte die Kommissionspräsidentin. AgE

Brüssel zum GAP-Strategieplan: BUND-Chef Bandt: Handlungsauftrag für das Landwirtschaftsministerium
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24.05.2022 - 16:11
Brüssel zum GAP-Strategieplan: BUND-Chef Bandt: Handlungsauftrag für das Landwirtschaftsministerium

BERLIN. Als Handlungsauftrag für das Bundeslandwirtschaftsministerium versteht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Schreiben der Europäischen Kommission zum deutschen Strategieplan zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). „Es bleibt viel zu tun für das Bundeslandwirtschaftsministerium, wenn Landwirtschaft ökologischer und krisenfest werden soll, erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt in Berlin. Zusammen mit der Agrarministerkonferenz und dem Bundesrat müsse Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir schnell entscheiden, „was noch 2022 geändert und was spätestens 2023 nachgebessert werden muss“.

Gerade beim Klimaschutz und beim Ausbau des Ökolandbaus ist dem BUND-Vorsitzenden zufolge „noch viel Luft nach oben“. Bandt kritisiert, dass die Bundesregierung zwar 30 % Ökoflächen bis 2030 anstrebe, laut Strategieplan jedoch bis Ende 2027 nur 14 % erreichen wolle. Dies sei augenscheinlich ebenso unzureichend wie die Planungen zum Schutz der Moore vor Entwässerung und der Gewässer durch Uferrandstreifen, die deutlich zu gering bemessen seien.

„Die Bundesregierung muss die Agrarmilliarden aus Brüssel zukünftig besser nutzen, um die sozial-ökologische Transformation der Landwirtschaft in Deutschland voranzubringen“, mahnte Bandt. Die vorgesehenen Finanzmittel für die neuen Öko-Regelungen seien zu knapp bemessen. „Die Prämien müssen so hoch sein, dass viele Landwirtinnen und Landwirte gerne mitmachen“, fordert der BUND-Chef.

Unterdessen bekräftigte die Union ihre Kritik an der Agrarpolitik von Minister Özdemir. Nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steffen Bilger, hat der Grünen-Politiker „zumindest kein Erkenntnisproblem“, wenn er sich in Brüssel dafür einsetze, das ab 2023 geplante Fruchtwechselgebot im Rahmen der Konditionalität um ein Jahr zu verschieben. Leider sei Özdemir jedoch nicht konsequent, wenn er an der Stilllegung von 4 % der Ackerfläche ab 2023 festhalte. Bilger unterstrich seine Forderung, im Kampf gegen den Hunger umzudenken. Aktuell müsse gelten, Vorrang für die Nahrungsmittelproduktion. AgE

Landwirtschaftliche Berufsbildung: Bauernverband aktualisiert Online-Portal
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24.05.2022 - 14:49
Landwirtschaftliche Berufsbildung: Bauernverband aktualisiert Online-Portal

BERLIN. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat sein Internetportal www.qualitaet-berufsbildung-agrar.de aktualisiert und erweitert. „Eine gute Ausbildungsqualität ist die Voraussetzung dafür, dass das duale Ausbildungssystem in der Landwirtschaft attraktiv und zukunftsfähig bleibt“, erklärte der Bildungsvorsitzende des Verbandes, Werner Schwarz, heute in Berlin. Das aktualisierte Qualitätsportal biete konkrete Impulse für die Ausbildungspraxis und sei ein Gewinn für die Ausbildungsqualität.

Neu ist nach Angaben des DBV die Rubrik „Fit machen für den Job“. Hier sollen erläuternde und für die Umsetzungsarbeit vor Ort nutzbare Informationen zur Vermittlung beruflicher Handlungsfähigkeit angeboten werden. Ausbilder und Prüfer erhielten betriebliche Arbeitsaufgaben, Methoden und Beispiele für die handlungsorientiere Ausbildung und Prüfung. „Auszubildende sollten am Ende ihrer Ausbildung in der Lage sein, berufliche Handlungen selbstständig und eigenverantwortlich zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren“, erläuterte die Mitverfasserin der DBV-Handlungsleitfäden, Helma Ostermayer. Nach ihren Worten schaffen die neuen Handlungsleitfäden eine umsetzbare Grundlage für die Vermittlung dieser beruflichen Handlungsfähigkeit.

Aktualisiert und erweitert wurde dem Bauernverband zufolge auch das umfangreiche „Bildungsglossar“ mit mehr als 300 Fachbegriffen aus dem Bereich der agrarischen Berufsbildung. Die Aktualisierung sei insbesondere vor dem Hintergrund des im Jahr 2020 novellierten Berufsbildungsgesetzes (BBiG) notwendig geworden. Das seit 2017 bestehende Portal informiert laut DBV rund 14 000 Besucher pro Jahr. Alle Inhalte und Materialien seien für die Nutzung mit mobilen Endgeräten optimiert und kostenfrei nutzbar. AgE

Schweden: Rekordanbau an Rapssaat
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24.05.2022 - 14:44
Schweden: Rekordanbau an Rapssaat

STOCKHOLM. Die schwedischen Ackerbauern haben zur Ernte 2022 eine Rekordfläche mit Rapssaat bestellt. Nach Erhebungen der Landwirtschaftsbehörde Jordbrugsverket beläuft sich das Anbauareal dieser Ölfrucht inklusive Sommerungen in diesem Jahr auf 135 100 ha. Das ist gut ein Fünftel mehr als 2021 und zugleich so viel wie noch nie seit Beginn der regelmäßigen Erhebung im Jahr 1965.

Dem steht andererseits ein Negativrekord beim Getreideanbau gegenüber: Laut Jordbruksverket blieb die Aussaatfläche hier mit insgesamt 960 500 ha um fast 40 000 ha unter dem Vorjahresniveau. Der Umfang der in diesem Jahr mit Getreide bestellten Flächen soll damit der kleinste seit 1860 sein. Die schwedischen Landwirte reduzierten vor allem den Anteil von Weizen und Hafer in ihren Fruchtfolgen, während der Anbau von Gerste mit 277 200 ha nahezu stabil blieb.

Die Landwirtschaftsbehörde gibt jedoch zu bedenken, dass der Weizen mit 465 700 ha auch 2022 immer noch flächenmäßig mit Abstand die wichtigste Kultur darstellt. Zudem liege das aktuell mit Weizen bestellte Areal immer noch über dem langjährigen Durchschnitt. AgE

Sonnenblumensaat: Globale Ernteaussichten haben sich verschlechtert
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24.05.2022 - 11:55
Sonnenblumensaat: Globale Ernteaussichten haben sich verschlechtert

LONDON. Die globale Ernte an Sonnenblumensaat in der kommenden Vermarktungssaison dürfte noch kleiner ausfallen als bislang angenommen. Der Internationale Getreiderat (IGC) in London geht aktuell von 50,8 Mio t Sonnenblumensaat aus, die 2022/23 gedroschen werden dürften. Im April hatte der Getreiderat noch mit 600 000 t mehr gerechnet. Der neuen Vorhersage zufolge würde das Vorjahresergebnis um 6 Mio t oder 10,5 % verfehlt. Das langjährige Mittel würde allerdings nur geringfügig unterschritten.

Der Getreiderat geht nun im Einzelnen davon aus, dass die ukrainischen Landwirte dieses Jahr 9,6 Mio t an Sonnenblumensaat von den Feldern holen werden, nach schätzungsweise noch 16,4 Mio t im vergangenen Jahr. Der Krieg schränke sowohl die Anbaufläche als auch das Ertragspotential ein, stellt der IGC fest. Nach offiziellen Daten vom 12. Mai hätten die Landwirte in der Ukraine nur auf 3,3 Mio ha Sonnenblumen ausgesät und damit gegenüber dem Stand vom Vorjahreszeitpunkt um fast 30 % zurückgelegen.

Die diesjährige Erzeugung von Sonnenblumensaat in Russland sehen die Londoner Fachleute aktuell bei 15,1 Mio t; das wären 700 000 t weniger als im Vorjahr. Als Begründung für den erwarteten Rückgang führen sie eine kleinere Erntefläche und geringere Erträge an.

Hinsichtlich der Produktion von Sonnenblumensaat in der Europäischen Union geht der IGC im Einklang mit der jüngsten Vorhersage der EU-Kommission dagegen von einer Rekordmenge von 11,2 Mio t aus; im vorigen Jahr waren 700 000 t weniger geerntet worden. Für die Ausweitung des Sonnenblumenanbaus gegenüber 2021 um schätzungsweise mehr als 4 % dürften laut IGC vor allem bisherige Brachflächen unter den Pflug genommen worden sein. Die Versorgung in der EU mit Produkten aus Sonnenblumensaat solle 2022/23 vermehrt aus eigener Erzeugung gedeckt werden, weil mit einem deutlichen Rückgang entsprechender Lieferungen aus der Ukraine zu rechnen sei, erklärte der Getreiderat. AgE

Ukraine-Krieg: EU-Landwirte bauen deutlich mehr Sonnenblumen an
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23.05.2022 - 16:47
Ukraine-Krieg: EU-Landwirte bauen deutlich mehr Sonnenblumen an

BRÜSSEL. Die Landwirte in der Europäischen Union dürften angesichts des Ukraine-Krieges und der daraus resultierenden Verknappung an Sonnenblumenssat beziehungsweise -öl eine deutliche Ausweitung des Anbaus dieser Kultur vornehmen. Wie die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) heute unter Berufung auf Angaben der EU-Kommission in Berlin berichtete, sollen zur diesjährigen Ernte in den 27 Mitgliedstaaten insgesamt rund 4,7 Mio ha mit Sonnenblumensaat gedrillt werden; das wären fast 200 000 ha mehr als 2021. Der EU-Dachverband der Getreidehändler (COCERAL) war in seiner März-Vorhersage von nur 4,47 Mio ha ausgegangen.

Der bisher im Jahr 2013 markierte EU-Höchstwert an Sonnenblumenflächen von 4,6 Mio ha würde den Kommissionszahlen zufolge übertroffen. Dies sei angesichts einer unklaren Aussaat- und Pflegesituation des Sonnenblumenanbaus in der Ukraine als Folge des anhaltenden Krieges ein wichtiges Signal für die Marktversorgung der europäischen Ölmühlen, stellte die UFOP fest.

Flächenmäßig größter Produzent innerhalb der EU-27 ist Rumänien, das gemäß der Kommissionsprognose für Sonnenblumen ein Flächenplus von 56 000 ha auf rund 1,3 Mio ha erwartet. Auf Platz zwei folgt Bulgarien mit aktuell avisierten 875 000 ha. Damit würde die Anbaufläche dort um 4,4 % ausgeweitet. Auch Frankreich wird es nach den jüngsten Angaben der EU-Kommission bei dieser Ölsaat auf einen Zuwachs der Flächen von 4,4 % bringen, und zwar auf 729 000 ha. In Ungarn und in Spanien soll das Sonnenblumenareal im Vergleich zu 2021 um schätzungsweise jeweils 4,5 % zulegen, nämlich auf 680 000 ha beziehungsweise auf 654 000 ha.

Wie die UFOP außerdem feststellte, zeichnet sich auch ein deutlicheres Plus - allerdings auf niedrigem Niveau - in Deutschland ab. Nach der Recherche der Agrarmarkt Informations-GmbH werde die Anbaufläche für Sonnenblumen hierzulande um 5,3 % auf etwa 40 000 ha vergrößert.

Im Hinblick auf die Erntemenge geht die EU-Kommission in ihrer Prognose laut der Förderunion von Erträgen in Höhe von 23,8 dt/ha im Gesamtdurchschnitt aus, was ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von knapp 2 % bedeuten würde. Demnach würde das Gesamtergebnis bei 11,2 Mio t liegen, verglichen mit geschätzten knapp 10,7 Mio t im vergangenen Jahr. COCERAL hatte im März dagegen noch einen Rückgang der EU-Produktion von Sonnenblumensaat auf weniger als 10 Mio t vorausgesagt. AgE

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Biodiversität gezielt fördern

Ein Diskussionsbeitrag des IVA und Vorschläge für konkrete Maßnahmen in der Agrarlandschaft.

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Über den Industrieverband Agrar

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 53 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Schädlingsbekämpfung.

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Der Verband

Die Mitgliedsfirmen des IVA entwickeln und vertreiben Pflanzenschutz- und Düngemittel für Landwirtschaft und Gartenbau, Biostimulanzien sowie Schädlingsbekämpfungsmittel für den Hygiene-, Haus- und Gartenbereich.

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Fachbereiche

Im IVA gibt es die Fachbereiche Pflanzenschutz, Pflanzenernährung und Biostimulanzien.

Themen

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Umwelt

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? 

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Ernährung

Die moderne Landwirtschaft sichert die Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln.

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Landwirtschaft in der Praxis

Die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert wächst stetig und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Die Landwirtschaft wird also mehr produzieren müssen, ohne dabei die Umwelt übermäßig zu belasten. Um diese Herausforderung zu meistern, werden Pflanzenschutz - und Düngemittel noch lange unverzichtbar bleiben.

Termine & Veranstaltungen

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Veranstaltungsübersicht

Eine Übersicht über kommende Veranstaltungen des Industrieverbandes Agrar finden Sie hier!