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Gewässerschutz

Gemeinsam mit den Landwirten ist es über die Jahre gelungen, Belastungen durch Einträge in Grund- und Oberflächengewässer in Deutschland zu verringern.

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Biologische Vielfalt

Die intensive Landwirtschaft leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer Vielfalt von Ökosystemen, nicht zuletzt durch ihren (im Vergleich zum ökologischen Landbau) geringeren Flächenverbrauch.

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Schau ins Feld!

Wie sieht Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus? An keinem anderen Ort kann man das deutlicher zeigen, als auf dem Acker selbst. So entstand 2015 die Idee zur Mitmach-Aktion „Schau ins Feld!“, die der IVA im Rahmen seiner Initiative „Die Pflanzenschützer“ ausrief.

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Sachkunde

Im Rahmen der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes trat im Juli 2013 die neue Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung in Kraft. Durch die neue Verordnung soll das bisher schon hohe Schutzniveau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter angehoben werden.

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EU-Düngeprodukte-Verordnung 2019/1009

Die neue europäische Düngeprodukte-Verordnung (EU) 2019/1009 vom 16. Juli 2019 befand sich in einer dreijährigen Implementierungsphase. Am 16. Juli 2022 tritt sie nun vollständig in Kraft und wird die derzeit geltende Düngemittelverordnung (EG) 2003/2003 ersetzen. Dadurch wird der Markt für Düngeprodukte auf europäischer Ebene stärker als bisher harmonisiert und der Regelungsbereich auf weitere Produktgruppen ausgeweitet.

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Agra-Europe · AgE-Ticker:
Naturschutz: Startschuss für das „Dialognetzwerk zukunftsfähige Landwirtschaft“
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02.12.2022 - 15:52
Naturschutz: Startschuss für das „Dialognetzwerk zukunftsfähige Landwirtschaft“

BERLIN. Der Startschuss für das „Dialognetzwerk zukunftsfähige Landwirtschaft“ ist gefallen. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir gab diesen gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatsekretärin des Umweltministeriums, Bettina Hoffmann, die Bundesministerin Steffi Lemke vertrat, heute in Berlin. Den beiden Ministerien zufolge soll das neu geschaffene ehrenamtlich arbeitende Beratungsgremium über einen Zeitraum von vier Jahren Sichtweisen aus der Praxis in die Politikgestaltung einbringen. Das aus insgesamt 50 Landwirten und Naturschützern bestehende Netzwerk soll durch seine Arbeit zu der Entwicklung einer „zukunftsfesten“ und nachhaltigen Landwirtschaft beitragen.

„Miteinander diskutieren und voneinander lernen wollen - diese Bereitschaft der Netzwerk-Mitglieder ist die Grundlage, damit der Wandel zu einer nachhaltigen und damit zukunftsfesten Landwirtschaft gelingt“, erklärte Özdemir. Mithilfe des Beratungsgremiums würden praxistaugliche Lösungen geschaffen, um sowohl den Betrieben eine wirtschaftliche Perspektive zu geben als auch die Ziele des Arten- und Klimaschutzes zu erreichen.

Hoffmann stellte fest, Dürreereignisse und Starkregen zeigten, dass die Landwirtschaft in besonderer Weise auf intakte natürliche Lebensgrundlagen angewiesen sei. „Wir müssen deshalb für unsere Landwirtschaft die Grundlagen schaffen, damit sie Teil der Lösung für diese großen ökologischen Krisen unserer Zeit sein kann. Diese Lösungen wollen wir gemeinsam mit der Praxis voranbringen“, so die Grünen-Politikerin.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium hatten gemeinsam aufgerufen, sich für das neue Netzwerk zu bewerben. Mehr als 350 Bewerbungen waren eingegangen, aus denen die Mitwirkenden anhand von Kriterien wie unter anderem Standort, Betriebsform und Betriebsausrichtung ausgewählt wurden. Ziel des Dialognetzwerkes ist es laut den beiden Ressorts, Einblicke in die unterschiedlichen Alltagsrealitäten und Praxiserfahrungen im Bereich der Landwirtschaft und des Naturschutzes zu erlangen und in die Arbeit der Ministerien einfließen zu lassen sowie sich darüber in offener, vertrauensvoller und zugleich vertraulicher Atmosphäre auszutauschen. Damit werde eine neue Form der gemeinsamen Beteiligungskultur angestrebt.

Im ersten Themenjahr stehen Klimaschutz und Klimaanpassung sowie die Stärkung der Resilienz in der Landwirtschaft im Mittelpunkt. An der Auftaktveranstaltung nahmen auch der Agrarökonom Prof. Harald Grethe von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG), Hubertus Paetow, spwie die Klimaforscher Prof. Hermann Lotze-Campen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Dr. Axel Don vom Thünen-Institut für Agrarklimaschutz teil. AgE/nr

Biologika: Corteva Agriscience übernimmt Stoller-Gruppe
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02.12.2022 - 14:16
Biologika: Corteva Agriscience übernimmt Stoller-Gruppe

MÜNCHEN. Das US-Amerikanische Saatgut- und Agrarchemieunternehmen Corteva Agriscience hat heute die Übernahme der Stoller Group für einen Gesamtkaufpreis von 1,2 Mrd Euro bekanntgegeben. Die auf Biologika spezialisierte Stoller Group mit Sitz in Houston wird in der gemeinsamen Presseerklärung der beiden Unternehmen als „weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung von Biostimulanzien und der Pflanzenphysiologieforschung“ bezeichnet. Corteva möchte laut eigenen Angaben durch die Übernahme der Texaner ihr Engagement unterstreichen, biologische Produkte für Landwirte bereitzustellen.

„Biologische Produkte bieten den Landwirten nachhaltigere und damit vorteilhafte Werkzeuge, die die Pflanzenschutztechnologien ergänzen“, erklärte der CEO von Corteva, Chuck Magro. Stoller sei mit einem diesjährig prognostizierten Umsatz von 400 Mio Euro ein führendes Unternehmen der Biologika-Branche, erziele attraktive Wachstums- und Betriebsmargen und biete eine Plattform für den Ausbau von Cortevas eigenem Biologika-Geschäft, so Magro. Auch der CEO der Stoller Group, Guillermo de la Borda, zeigte sich mit der Vereinbarung zufrieden. „Wir sind stolz darauf, unsere Kräfte mit Corteva zu bündeln, da wir die Vision teilen, Landwirten dabei zu helfen, erfolgreich die nahrhaften Lebensmittel anzubauen, auf die die Welt angewiesen ist", erklärte de la Borda.

Corteva erwartet, dass Biologika bis zum Jahr 2035 etwa 25 % des gesamten Pflanzenschutzmarktes ausmachen. Ziel sei es daher, den Konzern zu einem der größten Akteure auf dem im „hohen einstelligen Bereich wachsenden“ Markt zu machen, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung beider Unternehmen. Stoller ist bereits die zweite Übernahme Cortevas im Bereich der Biologika in diesem Jahr; zuvor hatte das Unternehmen das spanische Mikrobiologie-Technik Unternehmen Symborg erworben. Das amerikanische Unternehmen Corteva Agriscience mit Sitz in Midland entstand 2019 als Ausgründung des Chemierkonzerns DowDuPont Inc. AgE/nr

Brandenburg: Moorschutz zusammen mit der Landwirtschaft
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02.12.2022 - 13:04
Brandenburg: Moorschutz zusammen mit der Landwirtschaft

MÜNCHEBERG. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) sieht den Moorschutz in Brandenburg auf einem guten Weg. „Das Ziel für Brandenburg, mit Moorschutzmaßnahmen seine Emissionen bis 2030 um 11,4 % zu senken, halte ich für erreichbar“, erklärte Dr. Axel Behrendt, Leiter der ZALF-Forschungsstation in Paulinenaue, heute in Müncheberg. Doch dafür brauche man die Unterstützung der heimischen Landwirtschaft.

Wenn Moorschutzprojekte auf Flächen von Landwirtinnen und Landwirten ausgeführt würden, „muss ein finanzieller Ausgleich durch den Staat geschaffen werden“, betonte Behrendt. Dafür gebe es Fördergelder vom Brandenburger Agrar- und Klimaschutzministerium (MLUK). Laut ZALF setzt die Landnutzung von Mooren in Brandenburg jedes Jahr rund 6,2 Mio t CO2-Äquivalente sowie im Moorboden gebundene Nährstoffe frei.

In dem Bundesland werden aktuell Maßnahmen für eine klimafreundliche und gleichzeitig landwirtschaftliche Nutzung von Moorflächen im Projekt „KlimaMoor“ untersucht. Es zielt laut ZALF darauf ab, etwa 20 großflächige Moore wiederzuvernässen. Um die Flächen auch weiterhin wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen, arbeiten die acht Projektpartner eng mit Brandenburger Landwirtinnen und Landwirten zusammen. Diese bewirtschaften im Projekt ihre Flächen weiter und entscheiden selbst, welche Empfehlungen des Forschungsteams sie für ihre Standorte übernehmen. Das Projekt „KlimaMoor“ wurde 2021 gestartet. Finanziert wird das Forschungsvorhaben vom Brandenburgischen Landwirtschaftsministerium. AgE/np

Pflanzenschutzmittel: Landwirte in Baden-Württemberg verringern den Einsatz
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02.12.2022 - 12:09
Pflanzenschutzmittel: Landwirte in Baden-Württemberg verringern den Einsatz

STUTTGART. In Baden-Württemberg haben die Landwirte im Jahr 2020 den Einsatz von Pflanzenschutzmittel verringert. Das zeigt der zweite Bericht zur Anwendung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel, der heute von Landwirtschaftsminister Peter Hauk vorgestellt wurde. Gegenüber der vom Ministerium festgelegten „Baseline“, die als Gradmesser dienen soll, ergab sich im zugrundeliegenden Betriebsmessnetz ein Rückgang um 10 %. Nach Angaben des Ressortchefs betrug die Reduktion gemäß den herangezogenen Marktforschungsdaten sogar 17 %. Angestrebt wird vom Land, bis 2030 die Anwendung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel um 40 % bis 50 % zu senken.

Basis des zweiten Pflanzenschutzmittelberichts sind Daten des neu im Land eingerichteten Betriebsmessnetzes, Marktforschungsdaten sowie weitere Statistiken. Aus diesen Daten wurde die „Baseline“ in Höhe von 2 100 t chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittelwirkstoffe pro Jahr als Mittelwert mehrerer Jahre hergeleitet. Dies entspricht laut Ministerium einer Menge von 2,4 kg je Hektar beziehungsweise 0,24 g je Quadratmeter und Jahr der Fläche im Land, die regelmäßig mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wird. Die angepeilte Reduzierung um 40 % bis 50 % bis zum Jahr 2030 würde einer Abnahme um jährlich rund 900 t entsprechen.

Hauk stellte klar, dass der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel und zur Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung notwendig sei: „Der Pflanzenschutz ist dabei umfassender zu sehen als die bloße Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Leitbild für unsere Betriebe ist der integrierte Pflanzenschutz, mit vorbeugenden Maßnahmen wie Fruchtfolgegestaltung, Sortenwahl und Bodenbearbeitung.“ Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sei immer die letzte Möglichkeit und werde auf das unabdingbar notwendige Maß reduziert, betonte der Minister.

Für den Präsidenten des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg (LBV), Joachim Rukwied, ist es richtig und wichtig, dass die Pflanzenschutzmittelreduktion mit der Landwirtschaft praxisnah in einem Betriebsmessnetz und einer umfassenden Evaluierung der Maßnahmen 2023 und 2027 stattfindet. Das bilde den fach- und sachgerechten Pflanzenschutzmitteleinsatz ab. „Mit diesem kooperativen Ansatz ist Baden-Württemberg Vorreiter in Deutschland und Europa“, hob Rukwied hervor. Der Berufsstand erwarte aber, dass die EU-Kommission diesen baden-württembergischen Weg nicht gefährde und ihren eigenen Vorschlag zur Pflanzenschutzmittelreduktion zurückziehe. AgE/jo

Abkommen mit Südkorea: Gegenseitige Anerkennung von insgesamt 85 geografischen Angaben
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02.12.2022 - 07:43
Abkommen mit Südkorea: Gegenseitige Anerkennung von insgesamt 85 geografischen Angaben

BRÜSSEL Die Europäische Union und Südkorea haben sich im Rahmen des aktuellen Handelsvertrages auf die gegenseitige Anerkennung von insgesamt 85 geografischen Angaben verständigt. Wie die Kommission nach der in Brüssel getroffenen Übereinkunft zwischen EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis und dem südkoreanischen Handelsminister Ahn Dukgeun mitteilte, sollen künftig zusätzliche 44 geografische Angaben der EU in Südkorea und im Gegenzug zusätzliche 41 koreanische Schutzbezeichnungen in der Union anerkannt werden. Bisher sind im Rahmen des seit elf Jahren in Kraft befindlichen Handelsabkommens in der Summe bereits 226 geografische Angaben der EU und Südkoreas geschützt.

Zu den neuerdings in dem südostasiatischen Land geschützten EU-Produkten zählt unter anderem das aus Deutschland stammende „Lübecker Marzipan“ sowie italienischer „Prosecco“ und niederländischer „Gouda Holland“. Zu den ab sofort in der EU ebenfalls mit dem Siegel einer geografischen Angabe verzeichneten Produkten aus Südkorea gehören der schwarze Reis namens „Jindo Geomjeong Ssal“, die Apfelsorte „Muju Sagwa“ und die Kastanie „Chungju Bam“ sowie der Wein „Muju Meoru“.

Das Handelsabkommen zwischen der EU und der Republik Korea wurde ab Juli 2011 zunächst vorläufig angewendet und trat nach der Ratifizierung durch die EU-Länder im Dezember 2015 vollständig in Kraft. Es handelte es sich um das erste Handelsabkommen der Union mit einem asiatischen Land. Dabei ging diese Übereinkunft laut der Kommission bei der Beseitigung von Handelshemmnissen „weiter als alle bisherigen EU-Abkommen“ und führte erstmals ein Kapitel zu Handel und nachhaltiger Entwicklung ein. Zudem seien der Arbeitsschutz sowie der Umwelt- und Klimaschutz in die bilateralen Handelsbeziehungen integriert worden.

Die europäische Agrarbranche profitierte von dem Abkommen. Der Anteil landwirtschaftlicher Erzeugnisse an den Gesamtausfuhren der EU nach Südkorea stieg von 5,3 % im Jahr 2011 auf 7,6 % im vorigen Kalenderjahr. Zu den wesentlichen Agrarexportprodukten der EU zählen Schweinefleisch, Spirituosen und Weine, Milchprodukte, Stärke, Schokolade und Süßwaren. Die EU-Mitgliedsländer wiederum importieren an Nahrungsmitteln vor allem südkoreanische Weizenprodukte, Gemüse, Obst, Suppen, Saucen, Kaffee und Tee.

Einen Erfolg konnte die EU kürzlich auch bezüglich der Seuchenpolitik mit Südkorea verbuchen. Anfang September akzeptierte die Regierung in Seoul das Konzept zur Regionalisierung der Ausfuhren im Fall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beziehungsweise der Geflügelpest. Davon profitieren der Kommission zufolge mehr als zehn Mitgliedstaaten, darunter neben Deutschland auch Frankreich, Spanien, Dänemark, Polen und die Niederlande. In den kommenden Jahren könnten die betreffenden Lieferungen nach Südkorea um mehr als 1 Mrd Euro zulegen, so die Einschätzung der EU-Behörde. AgE/kl

Carbon Farming: COPA/COGECA fordern Klarheit über Methodik
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01.12.2022 - 13:02
Carbon Farming: COPA/COGECA fordern Klarheit über Methodik

BRÜSSEL. Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) unterstützen die Absicht der EU-Kommission, die Einführung einer Kohlenstoffabscheidung nach einem marktorientierten Ansatz zu strukturieren. Zum gestern von der Brüsseler Behörde vorgelegten Verordnungsentwurf zur Anwendung des Carbon Farming stellen die beiden Dachverbände allerdings fest, dass die meisten methodischen Fragen unbeantwortet blieben und erst später durch Delegierte Rechtsakte entwickelt werden sollen. Kritisch sehen COPA und COGECA auch, dass der Vorschlag die Veröffentlichung sensibler Betriebsdaten einfordert.

Die Dachverbände erinnern daran, dass Praktiken wie die Zugabe von Futtermittelzusätzen, die Entwicklung emissionsarmer Gebäude oder der Einsatz von Präzisionsdüngern einen entscheidenden Einfluss auf die Begrenzung der Emissionen hätten. Daher sei es schwer zu verstehen, warum diese Praktiken, die für die Landwirte zudem mit realen Kosten verbunden seien, nicht in den endgültigen Geltungsbereich der Zertifizierung einbezogen worden seien. Zudem befürchten COPA und COGECA, dass das vorgesehene Akkreditierungssystem mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden sein könnte.

Der Präsident der EU-Gruppe der Internationalen Vereinigung ökologischer Landbaubewegungen (IFOAM Organics Europe), Jan Plagge, machte indes deutlich, dass der Kommissionsvorschlag auch die Bemühungen von Vorreitern wie den Bauern im Ökolandbau anerkennen solle. Diese würden schon lange ihre Kohlenstoffvorräte in den Böden verbessern. Schließlich sei die Bodengesundheit ein Eckpfeiler des ökologischen Landbaus, so Plagge. Daher wendeten Biobauern Praktiken an, die die Bodenfruchtbarkeit verbesserten und die organischen Kohlenstoffvorräte im Boden erhöhten. Das von der Kommission vorgebrachte Schlagwort der „Zusätzlichkeit“ sollte nach Plagges Ansicht nicht solche Landwirte benachteiligen, die bereits im Rahmen einer zertifizierten Nachhaltigkeitsregelung wie dem EU-Bio-Siegel tätig seien.

Als einen wichtigen Schritt zur Erreichung der europäischen Klimaziele, bezeichnete der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, die Pläne der EU-Behörde. Da nur die Land- und Forstwirtschaft auf natürliche Weise Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden und damit zur geplanten Klimaneutralität beitragen könne, sei es umso wichtiger ein einheitliches und transparentes Zertifizierungssystem für ganz Europa aufzubauen. Hier sehe man insbesondere in der Bestimmung der „Zusätzlichkeit“ noch Verbesserungspotential.

Mittels der sogenannten „Zusätzlichkeit“ hat die Kommission klargestellt, dass die Maßnahmen zur Kohlenstoffentfernung über die Standardpraktiken und die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen müssen. Der bevorzugte Weg, dies nachzuweisen, ist laut Kommission eine im nationalen Rahmen festzulegende standardisierte Ausgangsbasis, also eine sogenannte Basislinie, beispielsweise zum Kohlenstoffgehalt der Böden. Damit könnten die Standardpraktiken sowie die rechtlichen und Marktbedingungen, unter denen die Tätigkeit stattfinde, genau erfasst werden. AgE/kl

Rote Gebiete: BBV fordert Nachbesserungen an der Düngeverordnung
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01.12.2022 - 12:04
Rote Gebiete: BBV fordert Nachbesserungen an der Düngeverordnung

MÜNCHEN. Nachbesserungen sowie Übergangs- und Härtefallregelungen bei den Gebietskulissen der nitratbelasteten und eutrophierten Gebiete in der neuen Düngeverordnung hat der Bayerische Bauernverband (BBV) angemahnt. Seit heute ist die überarbeitete Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung (AVDüV) in Kraft. Nach den Worten von BBV-Umweltpräsident Stefan Köhler bestätigen die vollzogenen Änderungen der AVDüV, dass die Kritik der Landwirte zur bisherigen Gebietsabgrenzung gerechtfertigt war. Aus seiner Sicht gibt es in den nun geltenden bundesweiten Vorgaben sowie in der bayerischen Umsetzung weiterhin zahlreiche Defizite.

Zwingend notwendig sind für den BBV nun ein praxistauglicher Vollzug, Härtefallregelungen und einzelbetriebliche Ausnahmen. Zudem brauche es schnellstmögliche Transparenz und Informationen für die betroffenen Landwirte. Der Landesbauernverband wies darauf hin, dass Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder hier bereits Lösungen im Sinne der Betriebe angekündigt habe.

Gemeinsam mit der Landesregierung setzt der Berufsstand laut BBV darauf, zügig Härtefall- sowie Übergangsregelungen für einen praxistauglichen Vollzug auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus seien umgehend ausreichend Messstellen für die nächste Überprüfung der Gebietskulisse im Jahr 2025 zu schaffen. Hier brauche es ebenfalls frühzeitige Transparenz gegenüber den Landwirten.

Der BBV erinnerte daran, dass sich die EU-Kommission und die Bundesregierung darauf verständigt hätten, die Ausweisung der Roten Gebiete ausschließlich an Grundwassermesswerten festzumachen und nicht mehr am Einfluss der aktuellen Landbewirtschaftung auf die Grundwasserqualität. Dafür reichten die derzeit vorhandenen Messstellen im Freistaat jedoch nicht aus. Söder habe hier wiederholt einen schnellen Ausbau des Messnetzes in Bayern zugesagt. AgE/fl

Pflanzenschutzanwendung: EU-Umweltausschuss jetzt offiziell federführend
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01.12.2022 - 11:58
Pflanzenschutzanwendung: EU-Umweltausschuss jetzt offiziell federführend

BRÜSSEL/STRASSBURG. Der Umweltausschuss im Europaparlament wird nun auch offiziell in wesentlichen Punkten die federführende Zuständigkeit zur geplanten Pflanzenschutzanwendungsverordnung behalten. Ein entsprechender Vorschlag aus der Konferenz der Ausschussvorsitzenden traf bei der Mehrheit der Fraktionsvorsitzenden in der vorigen Woche im Europaparlament auf Zustimmung. Der Forderung des Vorsitzenden vom Landwirtschaftsausschuss, Norbert Lins, nach einer gleichberechtigt geteilten Kompetenz der beiden Gremien zu dem im Juli vorgelegten Kommissionsvorschlag wurde damit nicht entsprochen. Lins bezeichnete das Vorgehen des Umweltausschusses jüngst als „Foulspiel“.

Wie aus dem Beschluss hervorgeht, obliegen zwei der für die Landwirtschaft wesentlichen Punkte - die Empfehlungen an das Plenum zum vorgeschlagenen Reduktionsziel und zu dem Anwendungsverbot in sensiblen Gebieten - den Umweltpolitikern. Allerdings war die Kommission bekanntlich vor kurzem in einem Arbeitspapier an den Rat teilweise von einem Komplettverbot abgerückt.

Im Einzelnen sollen die EU-Agrarpolitiker für Bereiche zuständig sein, bei denen der Verordnungsvorschlag die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) betrifft. Dies gilt unter anderem für die Ausgestaltung der GAP-Strategiepläne. Nach dem Willen der Kommission ist vorgesehen, über dieses Instrument den Landwirten Anreize zur Senkung des chemischen Pflanzenschutzes anzubieten. In dieser Frage soll der Landwirtschaftsausschuss die alleinige Zuständigkeit erhalten.

Eine Teilkompetenz wird den Agrarpolitikern beispielsweise für den Bereich „Anwendungsgeräte bei beruflicher Verwendung" zugesprochen. Auch die Themen „Aufzeichnungen über vorbeugende Maßnahmen“ und „Eingriffe zum Pflanzenschutz durch entsprechende Maßnahmen“ sollen laut dem erzielten Kompromiss anteilig bearbeitet werden. Gleiches gilt für die „Inspektion von Ausbringungsgeräten“.

Bekanntlich will die Kommission mit der Pflanzenschutzanwendungsverordnung, die den 2009 beschlossenen „Aktionsrahmen der Gemeinschaft für die nachhaltige Verwendung von Pestiziden“ ersetzen soll, den chemischen Wirkstoffeinsatz in der EU bis 2030 halbieren. Unklar ist dabei weiterhin das Referenzjahr. Im Gespräch ist das Jahr 2019. AgE/kl

Nachspiel zu Talkrunde: Konrad lädt Schauspieler auf Landwirtschaftsbetrieb ein
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01.12.2022 - 11:44
Nachspiel zu Talkrunde: Konrad lädt Schauspieler auf Landwirtschaftsbetrieb ein

BERLIN. Die Diskussion rund um die Talksendung „3nach9“ hat nun auch die politische Ebene in Berlin erreicht. Die am vergangenen Freitag (25.11.) im NDR-Fernsehen ausgestrahlte Sendung hatte aufgrund der dortigen Aussagen der Schauspieler Hannes Jaenicke und Sky du Mont zur Milchviehhaltung zu einem großen Aufschrei im Berufsstand gesorgt. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Carina Konrad, hat nun du Mont auf einen Landwirtschaftsbetrieb eingeladen. In einem Brief an den Schauspieler, der AGRA-EUROPE vorliegt, schreibt Konrad, sie wolle ihm dort zeigen, wie hart und gewissenhaft die Landwirte arbeiteten. Zugleich wolle sie dem Schauspieler ihre Sicht zum Tierwohl und zur Tierhaltung schildern.

Du Mont hatte in der Talksendung von Kühen als „stehenden Milchtanksäulen“ gesprochen, die „ständig medikamentös behandelt und hochgezüchtet“ würden. Kälber würden in Container geworfen, bis es „mehrere Schichten“ gebe und die unteren erstickten.

Konrad betonte, dass ihr insbesondere Transparenz für Konsumenten eine „Herzensangelegenheit“ sei. Daher setze sich die Ampelkoalition für ein Tierwohllabel ein, um einheitliche Standards für die Landwirtschaftsbetriebe zu schaffen. Dadurch gelinge es, das wichtige Thema Tierwohl in den öffentlichen Diskurs zu bringen und Anreize für tierhaltende Betriebe zu schaffen, in Tierwohl zu investieren.

Indes teilte der Kreisbauernverband Northeim-Osterrode im Landvolk Niedersachsen auf Facebook mit, dass er Jaenicke und du Mont zu einer offenen, sachlichen und faktenbasierten Diskussion auf einen konventionellen Betrieb eingeladen habe, um sich vor Ort ein Bild machen zu können. Dem Kreisbauernverband zufolge hat du Mont dieses Treffen für Mitte Januar zugesagt. AgE/fl

Großbritannien : Lebensmittel verteuern sich um 12,4 Prozent
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01.12.2022 - 09:51
Großbritannien : Lebensmittel verteuern sich um 12,4 Prozent

LONDON. Auch im Vereinigten Königreich haben sich Nahrungsmittel im November deutlich verteuert. Laut dem jetzt vorgelegten Monatsindex des British Retail Consotrium (BRC) und des Marktforschungsinstituts NielsenIQ kletterte die Lebensmittelinflation im Berichtsmonat auf 12,4 %; das ist die höchste Inflationsrate in der Kategorie Lebensmittel seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Oktober hatte die Teuerungsrate bei 11,6 % gelegen. Als Ursache für die Teuerung nennen die Fachleute die gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel.

Aus Sicht von BRC-Geschäftsführerin Helen Dickinson sieht der Winter „zunehmend düster“ aus, da der Preisdruck unvermindert anhält. Die Lebensmittelpreise seien weiter in die Höhe geschnellt, vor allem bei Fleisch, Eiern und Molkereiprodukten. Ausschlaggebend dafür seien die rasant gestiegenen Energiekosten sowie die höheren Aufwendungen für Tierfutter und Transport. Auch Kaffee habe sich gegenüber dem Vormonat deutlich verteuert.

Dickinson erwartet in diesem Jahr eine eher gedämpfte Weihnachtsstimmung im Königreich, da sich die britischen Haushalte bei ihren saisontypischen Ausgaben auf das Wesentliche konzentrieren dürften. Mike Watkins, Leiter für den Bereich Einzelhandel und Business Insight bei NielsenIQ, geht davon aus, dass die Kunden zu Weihnachten ihr Budget stärker kontrollieren werden als jemals zuvor seit Beginn der Kostenexplosion bei der Lebenshaltung. Nach seiner Einschätzung werden die Preise weiter steigen und die Kosten für Weihnachten in diesem Jahr somit höher liegen als je zuvor. AgE/fl

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Biodiversität gezielt fördern

Ein Diskussionsbeitrag des IVA und Vorschläge für konkrete Maßnahmen in der Agrarlandschaft.

Aktuelles aus Magazin und Newsroom

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Magazin
Forschung & Technik
02.12.2022
Viel Luft nach oben
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Mehr Innovationen für Pflanzenschutz in Europa
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Umwelt & Verbraucher
29.11.2022
Pflück auf!

Über den Industrieverband Agrar

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 54 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien, Pflanzenzüchtung und Schädlingsbekämpfung.

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Der Verband

Die Mitgliedsfirmen des IVA entwickeln und vertreiben Pflanzenschutz- und Düngemittel für Landwirtschaft und Gartenbau, Biostimulanzien, Schädlingsbekämpfungsmittel für den Hygiene-, Haus- und Gartenbereich und sind im Bereich Pflanzenzüchtung aktiv.

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Fachbereiche

Im IVA gibt es die Fachbereiche Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Pflanzenzüchtung.

Themen

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Umwelt

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? 

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Ernährung

Die moderne Landwirtschaft sichert die Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln.

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Landwirtschaft in der Praxis

Die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert wächst stetig und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Die Landwirtschaft wird also mehr produzieren müssen, ohne dabei die Umwelt übermäßig zu belasten. Um diese Herausforderung zu meistern, werden Pflanzenschutz - und Düngemittel noch lange unverzichtbar bleiben.

Termine & Veranstaltungen

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Veranstaltungsübersicht

Eine Übersicht über kommende Veranstaltungen des Industrieverbandes Agrar finden Sie hier!