flusslandschaft_1605471xl_depositphotos.jpg

Gewässerschutz

Gemeinsam mit den Landwirten ist es über die Jahre gelungen, Belastungen durch Einträge in Grund- und Oberflächengewässer in Deutschland zu verringern.

bluehstreifen_7665_ck.jpg

Biologische Vielfalt

Die intensive Landwirtschaft leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer Vielfalt von Ökosystemen, nicht zuletzt durch ihren (im Vergleich zum ökologischen Landbau) geringeren Flächenverbrauch.

iva_pflanzenschutz_201708_highres-6857.jpeg

Schau ins Feld!

Wie sieht Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus? An keinem anderen Ort kann man das deutlicher zeigen, als auf dem Acker selbst. So entstand 2015 die Idee zur Mitmach-Aktion „Schau ins Feld!“, die der IVA im Rahmen seiner Initiative „Die Pflanzenschützer“ ausrief.

sachkunde.jpg

Sachkunde

Im Rahmen der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes trat im Juli 2013 die neue Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung in Kraft. Durch die neue Verordnung soll das bisher schon hohe Schutzniveau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter angehoben werden.

Agra-Europe · AgE-Ticker:
Sachsen: Krawczyk: Berlin schafft „neue Potemkinsche Dörfer“
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
27.01.2022 - 13:33
Sachsen: Krawczyk: Berlin schafft „neue Potemkinsche Dörfer“

DRESDEN. Der Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes (SLB), Torsten Krawczyk, befürchtet, dass die aus seiner Sicht hoch gesteckten Ziele des neuen Bundeslandwirtschaftsministers Cem Özdemir die Lage der sächsischen Landwirtschaft zusätzlich erschweren werden. Wie Krawczyk heute bei der digitalen Jahresauftakt-Pressekonferenz des SLB erklärte, ist es in Sachsen noch nicht einmal gelungen, sich mit dem Agrarministerium in Dresden auf vernünftige und praktikable Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen zu verständigen. Unterdessen würden in Berlin bereits „neue Potemkinsche Dörfer geschaffen“.

Der Landesregierung warf Krawczyk vor, nicht zum fachlichen Austausch mit dem Berufsstand bereit gewesen zu sein und dessen Kritik und die Anregungen nicht zum Anlass für Veränderungen genommen zu haben. „Wenn unsere sächsischen Landwirte den hohen Anforderungen an Umwelt- und Naturschutz gerecht werden sollen, dann hat der Freistaat im Austausch mit dem Berufsstand dafür zu sorgen, dass diese gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft öffentliche Anerkennung erfahren und sie vor allem eine angemessene Honorierung verdienen“, so der SLB-Präsident. Nur eine langfristige und verlässliche Perspektive signalisiere allen Bauern, dass es sich lohne, die zusätzlichen Aufwendungen aufzubringen.

Planungssicherheit fehlt Krawczyk zufolge auch beim Düngerecht. „Hier haben wir zum Jahresende fristgemäß den Normenkontrollantrag zur gerichtlichen Feststellung der Unwirksamkeit der Sächsischen Düngerechtsverordnung beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Bautzen eingereicht“, berichtete der Verbandspräsident. Als Antragsteller träten sowohl Bewirtschafter und teilweise Eigentümer von betroffenen Flächen als auch Verpächter auf. Laut SLB-Hauptgeschäftsführer Manfred Uhlemann wird in den nächsten Wochen eine ausführliche Begründung des Normenkontrollantrages erarbeitet und dann nachgereicht. Die nach wie vor „willkürliche Maßregelung“ aus Brüssel und Berlin führe dazu, dass die Verordnungen zur Ausweisung der Roten Gebiete jährlich neu geschrieben werden müssten. In der Folge entfielen erneut regelrelevante Flächen, während andere hinzukämen. AgE

GFFA-Fachpodium: Nick: Bodenschutz ist globale Aufgabe
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
27.01.2022 - 12:04
GFFA-Fachpodium: Nick: Bodenschutz ist globale Aufgabe

BERLIN. Auf die globale Dimension des Schutzes landwirtschaftlicher Böden hat die Parlamentarische Staatssekretärin vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Ophelia Nick, hingewiesen. Es handele sich um eine Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden könne, betonte die Grünen-Politikerin in ihrem Grußwort zum Fachpodium „Securing #soilidity. Herausforderungen und Lösungen für eine nachhaltige Landnutzung“, das heute im Rahmen des 14. Global Forum for Food and Agriculture 2022 (GFFA) stattfand.

Laut Nick muss mit dem Schutz der Böden auch ein Beitrag zur Umsetzung des Rechts auf Nahrung sowie dem Kampf gegen den Klimawandel und dem Schutz der Biodiversität geleistet werden. Wenn die „gewaltigen Herausforderungen“ im Dreieck von Landwirtschaft, Ernährung und Klimawandel bewältigt werden sollten, müsse man sich künftig an „agrarökologischen Prinzipien und Methoden“ orientieren. Diese unterstützten die Entwicklung einer anpassungs- und widerstandsfähigen Landwirtschaft.

Die Direktorin des Departments für Geografie der Universität München, Prof. Julia Pongratz, wies daraufhin, dass viele Länder eine CO2-Entnahme durch Landnutzung in ihre Klimaschutzpläne geschrieben hätten. Die Potentiale der Methoden seien teilweise nicht zu vernachlässigen; dennoch dürfe nicht vergessen werden, dass „wir als allerwichtigsten Punkt des Klimaschutzes unsere Emissionen substantiell, nachhaltig und langfristig reduzieren müssen“. Die Kohlenstoffspeicherung im Rahmen der Landnutzung könne jedoch sicherlich dazu beitragen, die schwer vermeidbaren Emissionen zu kompensieren.

Gebraucht wird laut Pongratz zunächst eine umfassende Bewertung der Maßnahmen zur CO2-Entnahme in der Landnutzung. Damit könne die Wissensgrundlage gelegt werden, auf der politische Entscheidungen für bestimmte Pfade getroffen werden könnten. Vor allem müsse sich auch mit der Frage der Umsetzbarkeit beschäftigt werden. Die größten Potentiale nützten nichts, wenn Nahrungs- oder Wasserversorgung gefährdet würden oder die Biodiversität unter Monokulturen leide. Kein Ziel der Nachhaltigkeit dürfe auf der Strecke bleiben. AgE

Landwirtschaft und Naturschutz: Rukwied und Niebert betonen Kooperationsbereitschaft
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
27.01.2022 - 12:01
Landwirtschaft und Naturschutz: Rukwied und Niebert betonen Kooperationsbereitschaft

BERLIN. Ihren Willen zu gemeinsamen Lösungsansätzen von Landwirtschaft und Naturschutz haben die Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Joachim Rukwied und Prof. Kai Niebert, bekräftigt. „Wir setzen auf Kooperation“, sagte Rukwied zum Auftakt zum heutigen gemeinsamen Forum von DBV und DNR. Bauern müssten künftig „mit mehr Naturschutz Geld verdienen“.

Laut Niebert verbindet beide Seiten das Ziel, Naturschutz und Naturnutzung zu verbinden: „Wir wollen aus Naturnutzern Naturschützer machen“, so der Verbandspräsident. Voraussetzungen dafür seien klare Zielvorgaben der Politik, eine enge Zusammenarbeit von Naturschützern und ‑nutzern sowie eine ausreichende Finanzierung von Agrarumweltmaßnahmen. Eine wichtige Aufgabe sieht Niebert zudem darin, einen Verbleib der Flächen in den Händen der Landwirte zu gewährleisten, wenn es um die Erschließung neuer Einkommensquellen gehe, beispielsweise im Bereich der Energieerzeugung

Sowohl Rukwied als auch Niebert stellten klar, dass die nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln auch künftig die wichtigste Aufgabe der Bauern bleiben werde. „Ernährungssicherung steht weiter im Mittelpunkt“, unterstrich Rukwied. Für Niebert ist die Erhaltung einer regionalen und nachhaltigen Lebensmittelproduktion ein wesentlicher Bestandteil eines Umbaus des Agrar- und Ernährungssystems, wie ihn die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) empfiehlt. AgE

Nordzucker: Kampagne 2021/22 in den meisten Werken abgeschlossen
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
27.01.2022 - 11:20
Nordzucker: Kampagne 2021/22 in den meisten Werken abgeschlossen

BRAUNSCHWEIG. Nordzucker hat in den meisten Werken die Zuckergewinnung aus Zuckerrüben und Zuckerrohr „erfolgreich“ abgeschlossen. Die Kampagne sei in Finnland und Litauen noch im alten Jahr, in Polen und der Slowakei in der ersten Januardekade und in Deutschland in den vergangenen zehn Tagen beendet worden, teilte der Konzern heute in Braunschweig mit. In Dänemark und Schweden seien die Verarbeitungsstätten allerdings noch in Betrieb. Im Durchschnitt aller Werke werde man auf eine Kampagnendauer von 122 Tagen kommen. In Deutschland, Dänemark und Litauen seien außerdem in den ersten Tagen der Kampagne wieder Ökorüben zu Biozucker verarbeitet worden.

Ausreichende und gut verteilte Niederschläge während des Sommers in fast allen europäischen Anbauregionen haben laut Nordzucker in der zu Ende gegangene Kampagne zu überdurchschnittlichen Rüben- und Zuckererträgen geführt. Erzeugt worden seien im Schnitt 12,8 t Zucker pro Hektar. In Deutschland sei sogar mit durchschnittlich fast 80 t Rüben und einem Zuckergehalt von etwa 18 % einer der höchsten jemals erreichten Zuckererträge erzielt worden, nämlich 14,2 t/ha. Im Fünfjahresmittel waren es laut Konzernangaben 73 t beziehungsweise 13,3 t. Insgesamt beziffert das Unternehmen die von ihm verarbeitete Menge auf 17 Mio t Zuckerrüben, davon 184 000 t Ökorüben. Außerdem kamen 5,3 Mio t Zuckerrohr in die Zuckerfabriken.

Vorstandschef Dr. Lars Gorissen verwies auf die Erlöse für die Zuckerrübenerzeuger. „Bei den variablen Zuckerrübenverträgen mit unseren Anbauern werden die besten Preise seit dem Ende der Zuckermarktordnung und spürbar höhere Preise als im Fixpreis-Modell erreicht“, betonte er. Die Wettbewerbsfähigkeit und die attraktive Rolle der Zuckerrübe in der ackerbaulichen Fruchtfolge werde damit bestätigt. Das für das operative Tagesgeschäft zuständige Vorstandsmitglied Axel Aumüller hob hervor, dass im guten Zusammenspiel aller Unternehmensbereiche von Landwirtschaft, Einkauf über Produktion und Logistik bis zum Vertrieb und Marketing Herausforderungen aufgrund logistischer Engpässe hätten gelöst werden können. An allen Standorten in Europa und Australien „können wir mit dem Verlauf und Ergebnis zufrieden sein“, sagte Aumüller. AgE

Landtourismus: Mitarbeitergewinnung und Qualitätssicherung die Herausforderungen
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
27.01.2022 - 09:06
Landtourismus: Mitarbeitergewinnung und Qualitätssicherung die Herausforderungen

BERLIN. Die Mitarbeitergewinnung und die Qualitätssicherung sind nach Einschätzung der Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland (BAG), Ute Mushardt, mittelfristig die zentralen Herausforderungen im Landtourismus. Auch wenn kleinere Betriebe bislang weniger stark von der Abwanderung von Beschäftigten betroffen seien, klagten viele über die Suche nach guten Mitarbeitern, sagte Mushardt beim Forum „Perspektive Landtourismus 2025“, das die BAG und der Deutsche Bauernverband (DBV) gestern virtuell veranstaltet haben. Die Mitarbeitergewinnung sei keine Frage des Geldes, denn, so Mushardt, „wir sind bereit, gut zu zahlen“. Benötigt würden aber bessere Rahmenbedingungen, beispielsweise eine flexible Arbeitszeitregelung bei Minijobs.

Eine große Rolle spiele für viele Betriebe das Thema „Qualitätssicherung“. Dafür notwendig seien zumeist größere Investitionen, etwa in die Modernisierung von Ferienwohnungen. „Im Gespräch mit Kollegen begegnet mir aber große Zurückhaltung bei größeren Investitionen“ berichtete die BAG-Vorsitzende. Es sei zu befürchten, dass ein Aufschieben von Investitionen zu Qualitätsverlusten bei den Angeboten führen könne.

Laut Mushardt hat die Corona-Pandemie Spuren auch im Landtourismus hinterlassen. Die Liquidität in den Betrieben sei gesunken; Investitionen würden sehr zurückhaltend getätigt und Probleme, wie der Mitarbeiterbedarf, verschärften sich. „Die Qualitätsarbeit auf unseren Ferienbauernhöfen bleibt daher eine wichtige Aufgabe“, betonte die Betriebsleiterin der Nordseeferienhöfe. AgE

Thünen-Studie zum Exportpotential: Tierwohl-Schweinefleisch international kein Selbstläufer
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
27.01.2022 - 09:01
Thünen-Studie zum Exportpotential: Tierwohl-Schweinefleisch international kein Selbstläufer

BERLIN. Zurückhaltend beurteilen Wissenschaftler des Thünen-Instituts die internationalen Marktchancen von deutschem Schweinefleisch, das unter höheren Tierwohlstandards produziert wurde. Zwar könne das Exportpotential für hiesiges Tierwohl-Schweinefleisch nicht abgeschätzt werden, da noch verschiedene Verbraucheruntersuchungen ausstünden. Erste Ergebnisse wiesen allerdings bereits darauf hin, „dass die Vermarktung deutschen Tierwohl-Schweinefleisches auf internationalen Märkten eine Herausforderung darstellen wird“, so Dr. Inken Christoph- Schulz und Rebecca Derstappen vom Thünen-Institut für Marktanalyse gegenüber AGRA-EUROPE.

Im Rahmen der von den beiden Forscherinnen gemeinsam mit Institutsleiter Prof. Martin Banse erarbeiteten Studie wurden in Italien, Polen, Japan und Südkorea Experteninterviews mit Wissenschaftlern sowie Im- und Exporteuren von Schweinefleisch durchgeführt. Die Experten hätten dabei angegeben, dass Tierwohl in allen vier Ländern eher eine untergeordnete Rolle spiele. Zwar sei betont worden, dass die jüngere Generation in Italien und Polen an dem Thema interessiert sei. Dennoch werde das Wissen der Bevölkerung über Tierwohl als sehr begrenzt angesehen.

In Japan und Südkorea werde Tierwohl laut Aussagen der Interviewten nicht in der Gesellschaft thematisiert. Daher hätten die Experten gefolgert, dass weder Verbraucher noch die Fleischindustrie zum jetzigen Zeitpunkt an diesem Thema interessiert seien. Wichtiger als das Tier seien die Herkunft des Fleisches, dessen Qualität und der Preis.

Nach Auffassung von Christoph-Schulz und Derstappen müsste vor allem in Asien Tierwohl als Qualitätsaspekt definiert werden, der beispielsweise den Geschmack oder die Qualität verbessere. „Kriterien wie mehr Platz, die vordergründig nur dem Tier nutzen, werden dagegen nicht ausreichen“, so die Braunschweiger Wissenschaftlerinnen. Sie verwiesen auf die Empfehlungen aller Interviewten, in den jeweiligen Ländern Informationskampagnen durchzuführen, um das Thema „Tierwohl“ den Verbrauchern näher zu bringen. AgE

Zukunftsforum Ländliche Entwicklung: Özdemir würdigt ehrenamtliches Engagement
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
26.01.2022 - 16:28
Zukunftsforum Ländliche Entwicklung: Özdemir würdigt ehrenamtliches Engagement

BERLIN. Für eine stärkere Unterstützung des Ehrenamts hat sich Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir ausgesprochen. „Ich verstehe mich als Anwalt der Engagierten in ländlichen Regionen und Orten“, sagte Özdemir heute bei der Eröffnung des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung. Ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Ehrenamts sei die Gründung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) Mitte 2020 gewesen, deren Vorsitz im Stiftungsrat er Anfang dieses Jahres übernommen habe.

Özdemir bescheinigte der Institution einen guten Start: „Weniger als zwei Jahre nach ihrer Gründung gibt die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt den freiwillig Engagierten schon kräftig Rückenwind.“ Allein 2021 habe sie mehr als 2 700 gemeinnützige Projekte im ganzen Land finanziell unterstützt. Als Stiftungsratsvorsitzender wolle er noch zusätzlich Schub geben: „Wir werden die ländlichen Räume noch stärker in den Fokus rücken.“ Engagement und Ehrenamt seien unverzichtbar für den Zusammenhalt in der Gesellschaft und ein starkes Mittel gegen demokratiefeindliche Kräfte.

Der Grünen-Politiker wies darauf hin, dass Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement gute Rahmenbedingungen und verlässliche Infrastrukturen benötigten. Menschen, die vor Ort Verantwortung übernähmen und sich aktiv für die Demokratie einsetzten, müssten gestärkt werden. „Unser Land, unsere Gesellschaft befindet sich in einem Transformationsprozess, den wir nur gemeinsam mit einer aktiven Zivilgesellschaft meistern können“, betonte Özdemir. Man werde deshalb, Ehrenamt und demokratisches Engagement verlässlich unterstützen. Konkret heiße das, „so wenig Bürokratie wie möglich, leicht zugängliche Fördermöglichkeiten und Planungssicherheit“.

„Engagement für die Gemeinschaft kostet Zeit und Herzblut, aber eben auch Geld“, stellte der Bundeslandwirtschaftsminister fest. Gerade für finanzschwache Kommunen sei das eine Herausforderung. Um diese gezielt zu stärken, wolle man mit einem neuen Modellvorhaben im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) sehen, „welche innovativen Ansätze es gibt und das Wissen teilen“. AgE

Debatte im Bundestag: Ampelkoalition will agrarpolitischen Aufbruch
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
26.01.2022 - 15:19
Debatte im Bundestag: Ampelkoalition will agrarpolitischen Aufbruch

BERLIN. Die Ampelkoalition stellt ihre agrarpolitischen Ziele im Bundestag zur Diskussion. „Landwirtschafts- und Ernährungspolitik im Aufbruch“ lautet der Titel eines gemeinsamen Antrags von SPD, Grünen und FDP, über den die Parlamentarier morgen Nachmittag 40 Minuten debattieren werden.

In dem Antrag listen die Ampelparteien die Kernpunkte aus ihrem Koalitionsvertrag auf. Das reicht von der Ankündigung, noch in diesem Jahr eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung einschließlich Transport und Schlachtung einzuführen, über die Zusage, den tiergerechten Umbau der Nutztierhaltung finanziell zu unterstützen und das Bau- und Genehmigungsrecht anzupassen, bis zum Ziel, den Flächenanteil des Ökolandbaus bis 2030 auf 30 % zu erhöhen.

Aufgeführt werden auch die Vorhaben, den Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz (NAP) weiterzuentwickeln und die Züchtung von robusten Pflanzensorten zu unterstützen. Im Lebensmittelmarkt will man einen „einen fairen Wettbewerb mit fairen Preisen“ gewährleisten. Dazu wollen die Koalitionsfraktionen die kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht und Fusionskontrolle im Bundeskartellamt stärken, gegen unfaire Handelspraktiken vorgehen und prüfen, ob der Verkauf von Lebensmitteln unter Produktionskosten unterbunden werden kann.

Die Koalition spricht in ihrem Antrag von einem „dringend notwendigen Aufbruch“ hin zu einer klima-, umwelt- und tiergerechten und ökonomisch tragfähigen Landwirtschaft sowie einer zukunftsfähigen und gesunden Ernährungspolitik. Landwirten werde damit ein Weg geebnet, „der ihnen Planungssicherheit ermöglicht“. Die nationale und die europäische Agrarpolitik müssten künftig die Belange des Umwelt- Tier- und Klimaschutzes sowie die ökonomischen Interessen der Landwirte stärker berücksichtigen. AgE

Transformation der Landwirtschaft: Rukwied fordert „smarte Lösungen“ statt pauschaler Reduktionsvorgaben
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
26.01.2022 - 13:18
Transformation der Landwirtschaft: Rukwied fordert „smarte Lösungen“ statt pauschaler Reduktionsvorgaben

BERLIN. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, hat der Europäischen Union vorgeworfen, beim Umbau der Landwirtschaft aufs „falsche Pferd“ zu setzen. Rukwied bezeichnete heute bei einer DBV-Fachtagung zu dem Thema die im Rahmen der Transformationsstrategien wie Farm-to-Fork formulierten starren Reduktionsziele zum Pflanzenschutz- und Düngereinsatz als „Konzepte aus dem letzten Jahrhundert“.

Nötig seien stattdessen „smarte Lösungen“ für eine nachhaltigere und zugleich produktive Landwirtschaft, erklärte der DBV-Präsident. Er plädiert für die Weiterentwicklung der nachhaltigen Bodenbearbeitung, den Einsatz digitaler Anwendungen sowie von Smart-Farming-Technologien, die mit geringerem ökologischen und klimatischen Fußabdruck unverändert hohe Erträge und Qualitäten ermöglichen.

Rukwied sieht die EU zugleich in der Pflicht, für einen stärkeren Schutz der heimischen Landwirtschaft zu sorgen. Hierzulande werde längst nach höheren Nachhaltigkeitsstandards als im Rest der Welt gewirtschaftet, stellte der Verbandspräsident klar. Die EU dürfe deshalb keine Einfuhren von Waren zulassen, die diese Standards unterlaufen würden. Dies müsse entweder in entsprechenden Nachhaltigkeitskategorien von Handelsabkommen oder in Form einer „Food-Border-Tax“ festgeschrieben werden, forderte Rukwied.

Der Landhändler Ludwig Striewe von der BAT Agrar GmbH befürchtet, dass die Umsetzung der EU-Nachhaltigkeitsstrategien ohne Beachtung der Folgeeffekte wenig Nutzen für den Klimaschutz, dafür aber eine deutliche Gefährdung der Ernährungssouveränität der europäischen Länder nach sich ziehen wird. Nach einer Studie der Universität Kiel würde die Farm-to-Fork-Strategie bis 2030 zwar EU-weit jährlich insgesamt 109 Mio t Treibhausgas-(THG)-Emissionen einsparen. Dem stünden aber durch einen höheren Flächenbedarf in der EU sowie Leakage-Effekte durch Produktionsverlagerung zusätzliche THG-Emissionen von 104 Mio t gegenüber.

Die überschaubare Nettovermeidung von 5 Mio t THG würde Striewe zufolge jedoch unter anderem mit einer um mindestens 50 Mio t kleineren Getreideproduktion erkauft, womit die EU kein Netto-Getreideexporteur mehr wäre. Auch in vielen anderen Produktgruppen werde die EU ihren Status als Selbst- beziehungsweise Drittlandversorger einbüßen, warnte der Getreidehändler. Für ihn ist derzeit noch völlig unklar, wer die in der EU entstehende Produktionslücke international füllen wird.

Angesichts dieser Aussichten und auch in Anbetracht der aktuell sehr engen weltweiten Getreidebilanzen vermisst Striewe in der Diskussion um die Transformation der Landwirtschaft die Beachtung und Sicherstellung der europäischen Ernährungssicherung. Der Händler forderte die Politik deshalb auf, sich ehrlich zu machen und das Thema Ernährungssicherung in ihren Überlegungen gleichrangig zum Klima-, Natur- und Artenschutz zu behandeln. AgE

Ökolandbau: Bio Austria fordert bessere Ausschöpfung des vorhandenen Potentials
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
26.01.2022 - 13:10
Ökolandbau: Bio Austria fordert bessere Ausschöpfung des vorhandenen Potentials

WIEN. Der österreichische Ökoverband Bio Austria hat an die Politik appelliert, ihre Gestaltungsmöglichkeiten gezielter zu nutzen, um das Potential der Biolandwirtschaft für die elementaren Herausforderungen der Klima- und Biodiversitätskrise voll auszuschöpfen. Notwendig seien konsistente politische Entscheidungen, betonte Obfrau Gertraud Grabmann gestern bei der Eröffnung der Online-Bauerntage des Verbandes.

Irritiert zeigte sich Grabmann von den ursprünglichen Plänen des Wiener Landwirtschaftsministeriums für Bio im kommenden Agrarumweltprogramm (ÖPUL), die bei Umsetzung eine massive Schwächung bedeutet hätten. „Die Regierung bleibt aber auch mit dem, was sie letztlich im Rahmen des Strategieplans zu Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgelegt hat, klar hinter ihrem eigenen Anspruch aus dem Regierungsprogramm, Bio zu stärken, zurück“, kritisierte die Obfrau. Diese Entwicklung mute auch deswegen seltsam an, weil die EU-Kommission zeitgleich die Biolandwirtschaft europaweit als Schlüsselinstrument gegen den Klimawandel und die Biodiversitätsrückgang stärken wolle.

Eine potentielle Hürde auf dem Weg zu einer aus ihrer Sicht notwendigen Ökologisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft sieht Grabmann in der Diskussion darüber, das strenge EU-Gentechnikrecht bei den neuen Züchtungstechniken aufzuweichen. Mit einem solchen Vorgehen riskiere man auf EU-Ebene, die eigenen Zielsetzungen in Bezug auf Bio und den Green Deal beziehungsweise die Farm-to-Fork-Strategie zu gefährden. Dass dies auch ein Problem für die Biolandwirtschaft darstelle, liege auf der Hand.

Als zunehmend problematisch hat sich nach Ansicht der Verbandschefin in jüngster Vergangenheit die Harmonisierung von EU-Recht in Bezug auf die Ökolandwirtschaft erwiesen. Hier müssten „praxisgerechte Regelungen mit Augenmaß“ gefunden werden. Gebraucht werde die richtige Balance zwischen einer Harmonisierung, die einen fairen Wettbewerb sicherstelle, und der notwendigen Flexibilität, die eine Anwendung der Bestimmungen unter den jeweiligen lokalen Verhältnissen ermögliche. AgE

IVA-Zukunftsforum_Webbanner_nur Hashtag_bearbeitet-1.jpg

IVA-Zukunftsforum 2021

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) lud am 18. November 2021 in Berlin und per Livestream ein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten die Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Aktuelles aus Magazin und Newsroom

Lesen Sie direkt einen unserer neuesten Beiträge oder stöbern Sie im IVA-Magazin oder unserem Newsroom nach weiteren interessanten Themen.

shutterstock_1363483409.jpg
Magazin
Umwelt & Verbraucher
27.01.2022
Superfood Camu Camu
Intelligente Landwirtschaft_1053263016.M_istockjpg.jpg
Pressemitteilung
20.01.2022
Innovationen entscheidend für Erfolg des europäischen Green Deal
1 IMG_9027.JPG
Magazin
Haus & Garten
25.01.2022
Exotische Gehölze: attraktiv und auch ökologisch nicht wertlos

Über den Industrieverband Agrar

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 54 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Schädlingsbekämpfung.

Weizenähren_in_der_H_594304_adpic.jpg

Der Verband

Die Mitgliedsfirmen des IVA entwickeln und vertreiben Pflanzenschutz- und Düngemittel für Landwirtschaft und Gartenbau, Biostimulanzien sowie Schädlingsbekämpfungsmittel für den Hygiene-, Haus- und Gartenbereich.

02_00 Fachbereiche.jpg

Fachbereiche

Im IVA gibt es die Fachbereiche Pflanzenschutz, Pflanzenernährung und Biostimulanzien.

Themen

Erde in Gras Fotolia_12451879_XL.jpg

Umwelt

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? 

Farmer mit Kartoffeln_167896817_adobestock Kopie.jpeg

Ernährung

Die moderne Landwirtschaft sichert die Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln.

Ernten_46799520L_istock Kopie.jpg

Landwirtschaft in der Praxis

Die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert wächst stetig und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Die Landwirtschaft wird also mehr produzieren müssen, ohne dabei die Umwelt übermäßig zu belasten. Um diese Herausforderung zu meistern, werden Pflanzenschutz - und Düngemittel noch lange unverzichtbar bleiben.

Termine & Veranstaltungen

ZAM-Event-Veranstalungen-IVA-Keyvisual-538px-x-1920px-V1.jpg

Veranstaltungsübersicht

Eine Übersicht über kommende Veranstaltungen des Industrieverbandes Agrar finden Sie hier!

Aktuelle Stellenangebote

Haben Sie Interesse, in unserem Team mitzuarbeiten? Hier finden Sie aktuelle Stellenangebote des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA). Details und Kontaktinformationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Ausschreibung.