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Gewässerschutz

Gemeinsam mit den Landwirten ist es über die Jahre gelungen, Belastungen durch Einträge in Grund- und Oberflächengewässer in Deutschland zu verringern.

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Biologische Vielfalt

Die intensive Landwirtschaft leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer Vielfalt von Ökosystemen, nicht zuletzt durch ihren (im Vergleich zum ökologischen Landbau) geringeren Flächenverbrauch.

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Schau ins Feld!

Wie sieht Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus? An keinem anderen Ort kann man das deutlicher zeigen, als auf dem Acker selbst. So entstand 2015 die Idee zur Mitmach-Aktion „Schau ins Feld!“, die der IVA im Rahmen seiner Initiative „Die Pflanzenschützer“ ausrief.

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Sachkunde

Im Rahmen der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes trat im Juli 2013 die neue Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung in Kraft. Durch die neue Verordnung soll das bisher schon hohe Schutzniveau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter angehoben werden.

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EU-Düngeprodukte-Verordnung 2019/1009

Die neue europäische Düngeprodukte-Verordnung (EU) 2019/1009 vom 16. Juli 2019 befand sich in einer dreijährigen Implementierungsphase. Am 16. Juli 2022 tritt sie nun vollständig in Kraft und wird die derzeit geltende Düngemittelverordnung (EG) 2003/2003 ersetzen. Dadurch wird der Markt für Düngeprodukte auf europäischer Ebene stärker als bisher harmonisiert und der Regelungsbereich auf weitere Produktgruppen ausgeweitet.

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Agra-Europe · AgE-Ticker:
Olivenöl: Internationaler Rat prognostiziert kräftigen Produktionsrückgang
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03.02.2023 - 17:16
Olivenöl: Internationaler Rat prognostiziert kräftigen Produktionsrückgang

MADRID. Die globale Erzeugung von Olivenöl wird 2022/23 im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 23 % auf 2,6 Mio t sinken. Davon geht der Internationaler Olivenölrat (IOC) in Madrid aus. Nach seiner aktuellen Schätzung werden davon in der noch bis einschließlich September dieses Jahres dauernden Vermarktungssaison 1,7 Mio t Olivenöl auf die EU entfallen; das wäre im Vergleich zu 2021/22 sogar ein Minus von 35 %. Als Begründung dafür führt der Olivenölrat Ertragseinbußen durch Hitzewellen, Dürre und Brände sowie Überschwemmungen an.

Im Einzelnen dürfte die Olivenölerzeugung in Spanien, dem weltweit wichtigsten Produzenten, laut IOC 2022/23 im Vorjahresvergleich um 73 % auf nur noch 750 000 t sinken. Für Italien, den zweitgrößten Erzeuger in der EU, wird eine Abnahme um 49 % auf 220 500 t Olivenöl erwartet. Auch die Ölmühlen in Portugal werden im laufenden Vermarktungsjahr weniger Oliven pressen als 2021/22; dort wird mit einem Aufkommen von 100 000 t Olivenöl gerechnet, was einem Minus von 20 % entsprechen würde. Dagegen wird für Griechenland wegen des günstigen Wetters ein Zuwachs um 55 % auf 350 000 t Olivenöl prognostiziert.

Wie der OIC mit Blick auf die Türkei ausführt, deuten die ersten Produktionsschätzungen dort auf eine Rekordernte von 400 000 t Olivenöl hin. Damit würde das Land auf den zweiten Platz in der Weltrangliste der Erzeugerländer hinter Spanien und vor Italien, Tunesien und Griechenland vorrücken. Lokale Experten begründen diesen Erfolg vor allem mit der staatlich geförderten Ausweitung der Olivenhaine und Investitionen in innovative Technik.

Aufgrund der voraussichtlich global rückläufigen Angebotsmenge 2022/23 rechnen die Fachleute in Madrid mit einer weiteren Verteuerung des Olivenöls. Die Nachfrage dürfte zwar im Vorjahresvergleich um 7 % eingeschränkt werden, aber dennoch sei mit einem kräftigen Abbau der Lagerbestände um 86 % auf ein sehr niedriges Niveau zu rechnen, hieß es. AgE/kk

Körnerleguminosen: Anbau von Erbsen und Ackerbohnen kräftig ausgedehnt
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03.02.2023 - 16:10
Körnerleguminosen: Anbau von Erbsen und Ackerbohnen kräftig ausgedehnt

BONN. Die Produktion von Hülsenfrüchten hat in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen. Wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) heute berichtete, wurden 2022 hierzulande nach vorläufigen amtlichen Zahlen rund 322 000 t Erbsen - ohne Frischerbsen - geerntet. Im Zehn-Jahres-Vergleich wurde die Erntemenge damit um 148 % gesteigert. Die Anbaufläche von Erbsen ist im Vergleich zu 2013 sogar noch kräftiger gewachsen; mit zuletzt rund 107 000 ha war diese fast dreimal so groß wie 2013. Die Ernte von Ackerbohnen betrug 2022 etwa 246 000 t. Damit fiel sie gut viermal so groß aus wie vor zehn Jahren. Ackerbohnen wurden zuletzt auf rund 71 000 ha angebaut; das war ebenfalls mehr als viermal so viel wie 2013.

Den Anbau und die Erntemenge von Süßlupinen haben die deutschen Landwirte laut BZL in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Zur Ernte 2022 wurden auf 32 000 ha Süßlupinen angebaut; die Produktionsmenge belief sich auf 56 000 t. Auch der Sojabohnenanbau erfreut sich wachsender Beliebtheit. Mit 128 000 t wurden im vorigen Jahr dreimal so viele Sojabohnen von den Feldern geholt wie 2016. Dabei waren bundesweit insgesamt rund 51 000 ha mit dieser Öl- und Eiweißpflanze bestellt worden. AgE/ri

Rote Gebiete: Backhaus: Wir haben ein Problem mit Nitrat im Grundwasser
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03.02.2023 - 14:20
Rote Gebiete: Backhaus: Wir haben ein Problem mit Nitrat im Grundwasser

SCHWERIN. Gegen die erneute Kritik des Berufsstandes an der Landesdüngepolitik hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus gewehrt. Er bezog sich dabei auf einzelne Berichte verschiedener Medien zur Pressekonferenz des Landesbauernverbandes. „Fakt ist, wir haben ein Problem mit Nitrat im Grundwasser und das weiß auch der Bauernverband“, erklärte der Minister heute in einer Presseverlautbarung. Der Landesbauernverband hatte gestern vor Journalisten ein „Ausstiegsszenario“ aus den rigiden Düngevorgaben für Landwirte mit Flächen in Roten Gebieten gefordert und hierzu schnelle Gespräche mit dem Minister angemahnt.

Backhaus bezeichnete es als „vollkommen nachvollziehbar“, dass die Debatte um die Düngelandesverordnung von Anfang an emotional geführt worden sei. „Ich muss mich allerdings sehr wundern, dass immer wieder Unwahrheiten verbreitet werden, die jeglicher fachlicher Grundlage entbehren und nicht nur die Arbeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diskreditieren, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger falsch informieren und verunsichern“, so der Minister.

Der SPD-Politiker erinnerte daran, dass ein vom Landesbauernverband in Auftrag gegebenes Gutachten für einen Großteil der mit Nitrat belasteten Grundwassermessstellen dargelegt habe, dass die Zustromgebiete in den allermeisten Gebieten zwischen 80 % und 100 % landwirtschaftlich genutzt worden seien. Der Minister warf dazu die Frage auf, was „es da noch zu diskutieren“ gebe. Backhaus rief den Berufsstand auf, endlich gemeinsam ins Handeln zu kommen. Er stellte klar, dass es ihm nicht um die Schuldfrage gehe. Alle profitierten von der harten Arbeit der Landwirte. AgE/fl

Wolfsabschuss: EU-Kommission steht Mitgliedstaaten nicht im Weg
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03.02.2023 - 13:15
Wolfsabschuss: EU-Kommission steht Mitgliedstaaten nicht im Weg

BRÜSSEL. Die Mitgliedstaaten haben im Rahmen der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie die Möglichkeit, zum Schutz von „sozio-ökonomischen Interessen“ Ausnahmen von den strengen Vorgaben zum Schutz des Wolfes zuzulassen. Darauf hat die Europäische Kommission nochmals hingewiesen. Die Behörde werde den Regierungen bei der Nutzung des gesetzlichen Spielraums „nicht im Weg stehen“, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage von AGRA-EUROPE.

„Genau beobachtet“ wird in Brüssel derzeit die Situation in Schweden. Gegen das Land wurde im Zusammenhang mit der Bejagung von Wölfen 2011 ein Vertragsverletzungsverfahren eröffnet, das nach wie vor nicht abgeschlossen ist. 2015 wurde Stockholm eine zusätzliche begründete Stellungnahme übersandt, in der neben einer „systematischen“ und wiederkehrenden Bejagung auch mangelnde Kontrollen sowie unzureichende Belege hinsichtlich der Auswirkungen auf die Wolfspopulation kritisiert wurden. Seitdem hat es in der Sache allem Anschein nach wenig Bewegung gegeben.

Von Seiten der Kommission hieß es nun, die schwedische Wolfspopulation werde derzeit als „gefährdet“ eingestuft. Daher müsse bei der Genehmigung von Abschüssen mit großer Sorgfalt vorgegangen werden. Schweden müsse sicherstellen, dass die Entnahmen den Vorgaben der FFH-Richtlinie genügten, keine negativen Auswirkungen auf den Erhaltungszustand der Art hätten und das Alternativen ausreichend berücksichtigt würden. AgE/pk

 

Weltmarktpreise: FAO-Preisindex im Januar weiter rückläufig
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03.02.2023 - 11:58
Weltmarktpreise: FAO-Preisindex im Januar weiter rückläufig

ROM. Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse haben zu Beginn des neuen Jahres unter dem Strich erneut nachgegeben. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) heute in Rom mitteilte, verringerte sich der von ihr berechnete Preisindex im Januar 2023 gegenüber dem Vormonat um 0,8 % auf 131,2 Punkte.

Im Einzelnen meldete die FAO bezogen auf den Berichtsmonat den größten Rückgang im Vormonatsvergleich mit 2,9 % für ihren Pflanzenölpreisindex. Dabei hätten die Notierungen für Palm- und Sojaöl wegen einer global nachlassenden Importnachfrage nachgegeben. Außerdem hätten sich Sonnenblumen- und Rapsöl als Reaktion auf ein umfangreiches Exportangebot verbilligt. Darüber hinaus wurde für den FAO-Subindex für Milcherzeugnisse ein Minus von 1,4 % verzeichnet. Nach Angaben der Fachleute in Rom schwächten sich die Notierungen für Butter und Milchpulver im Zuge einer nachlassenden Nachfrage der wichtigsten Importländer und wegen eines größeren Angebots neuseeländischer Ware ab. Dagegen habe sich Käse etwas verteuert.

Abwärts ging es im Januar dieses Jahres auch mit dem FAO-Subindex für Zucker, nämlich im Vergleich zum Dezember 2022 um 1,1 %. Als Auslöser werden vor allem die rasch voranschreitende Ernte in Thailand und das günstige Wetter für die Zuckerrohrkulturen in Brasilien angeführt. Derweil präsentierte sich der FAO-Fleischpreisindex mit einem Minus von 0,1 % noch knapp behauptet. Wie die FAO dazu feststellte, sorgte das umfangreiche Angebot an Geflügel-, Schweine- und Rindfleisch für Preisdruck. Dagegen habe sich Schaffleisch als Folge einer intensiveren Nachfrage am Weltmarkt verteuert.

Unterdessen verzeichnete die Organisation für die Getreidepreise im Januar 2023 im Vergleich zum Vormonat ein marginales Plus von 0,1 %. Die Marktexperten begründeten dies vor allem mit der deutlichen Verteuerung von Reis. Derweil hätten die Maisnotierungen geringfügig zugelegt, weil brasilianische Ware am Weltmarkt rege nachgefragt worden sei. Außerdem habe Trockenheit in Argentinien für Spekulationen über Ertragseinbußen geführt. Derweil seien die internationalen Weizenpreise gesunken, weil die Erzeugung in Australien und Russland die Erwartungen der Marktakteure übertroffen habe. AgE/kk

Schweiz: Sonderbehandlung für Genschere in Sicht
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02.02.2023 - 17:21
Schweiz: Sonderbehandlung für Genschere in Sicht

BERN. Beim Umgang mit neuen Züchtungsverfahren wie CRISPR/Cas zeichnet sich in der Schweiz ein künftiger Weg ab. Die Beratende Kommission für Landwirtschaft (BEKO) kommt in ihrer Beurteilung des gestern von der Regierung vorgelegten Berichts „Regulierung der Gentechnik im Außerhumanbereich“ mehrheitlich zum Schluss, dass eine Sonderbehandlung neuer gentechnischer Verfahren mit einer risikobasierten Zulassungsregelung gerechtfertigt ist.

Damit Pflanzen, die mit den neuen Verfahren gezüchtet werden, Mehrwerte bilden könnten, sollten diese im Gentechnik-Gesetz speziell geregelt und nicht generell als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) behandelt werden, so der Vorschlag der BEKO. Zu bevorzugen sei eine noch zu definierende, fallspezifische Vorgehensweise, die Elemente der Prozess- und der Produktezulassung aufnehme.

Für die BEKO sind die Nutzung von Produktionspotentialen und die Umsetzung des technologischen Fortschritts von entscheidender Bedeutung. Die Pflanzenzüchtung könne mit Pflanzensorten, die beispielsweise robust oder resistent gegen Krankheiten und Schädlinge oder aber ressourceneffizient sowie tolerant gegenüber Hitze- oder Trockenstress seien, einen wesentlichen Beitrag zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit leisten. Hervorgehoben wird auch, dass mit den neuen Verfahren hierzu relativ einfach rasche Züchtungserfolge realisiert werden könnten, und zwar ohne die Einführung artfremder Gene.

Die zu treffenden Regelungen im neuen Gentechnikrecht sollten laut BEKO mit der EU abgestimmt werden, um Handelshemmnisse oder Wettbewerbsnachteile für die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft zu vermeiden. Zudem legt die Kommission bei der künftigen Nutzung von Gentechnik großen Wert auf eine hohe Markttransparenz und die Wahrung der Wahlfreiheit in der Produktion und beim Kaufentscheid der Konsumenten. Die dafür notwendigen Kennzeichnungsregelungen und das Ausweisen von Mehrwerten für den Konsumenten, die Umwelt oder die Landwirtschaft sowie deren Kostenfolgen müssten daher soweit wie möglich aufgezeigt werden.

Seit Ende 2005 gilt in der Schweiz aufgrund einer Volksabstimmung ein Moratorium für den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO), unter das auch die neuen gentechnischen Verfahren fallen. Erst im vergangenen Frühjahr war das Moratorium ohne Ausnahmen um weitere vier Jahre verlängert worden. Gleichzeitig wurde die Regierung damit beauftragt, bis Mitte 2024 einen Vorschlag für eine risikobasierte Regelung der neuen Züchtungsverfahren vorzulegen.

In ihrem Bericht schlägt die Regierung Eckwerte vor, um den Besonderheiten der neuen gentechnischen Verfahren Rechnung zu tragen. Dabei soll geprüft werden, ob und inwieweit solche Verfahren und Produkte verfassungskonform vom bisherigen Geltungsbereich des Gentechnik-Gesetzes ausgenommen werden können. Zudem müssten Fragen zur Kennzeichnung der gentechnisch mit neuen und alten Methoden veränderten Organismen erörtert werden. Gleiches gelte für die Koexistenz dieser Organismen auf dem Feld, heißt es. Schließlich werde es darum gehen, die regulatorischen Entwicklungen auf EU-Ebene zu beobachten und Fragen der Vereinbarkeit mit dem Recht der Welthandelsorganisation (WTO) und internationalen Abkommen zu erörtern. AgE/jo

Rabobank-Prognose: Perspektiven für EU-Schweinehalter hellen sich auf
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02.02.2023 - 16:54
Rabobank-Prognose: Perspektiven für EU-Schweinehalter hellen sich auf

UTRECHT. Die Rabobank erwartet jetzt für das zweite Quartal 2023 im Vergleich zum Jahresbeginn einen weiteren Preisanstieg am EU-Markt für Schweinefleisch. Zwar dürfte die saisonal geringere Nachfrage nach Schweinefleisch zunächst für einen leichten Preisdruck sorgen. Allerdings sei für 2023 in den EU-Ländern und im Vereinigten Königreich mit einem weiteren Rückgang der Schweinefleischerzeugung zu rechnen, erklärten die Banker. Die betreffende Abnahmerate im Vergleich zu 2022 wird bei 3 % bis 4 % gesehen.

Unterdessen hätten sich die Ferkelpreise bereits deutlich erholt, so die Rabobank. Als Auslöser werden das geringere Angebot und die saisonbedingt intensivere Nachfrage angeführt. Der Markt zeige Vertrauen in einen weiteren Anstieg der Fleischpreise, schlussfolgern die niederländischen Analysten.

Allerdings stehen die Gewinnspannen der Schweineerzeuger den Bankern zufolge aktuell noch unter Druck, obwohl die durchschnittlichen Schlachtkörperpreise in der Gemeinschaft in der ersten Woche des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 54 % höher lagen. Grund seien die immer noch hohen Kosten für Betriebsmittel.

Allerdings sind die Preise für Agrarrohstoffe zur Herstellung von Futtermitteln nach Angaben der Rabobank in den vergangenen drei Monaten deutlich gesunken. So habe sich Mais im Rotterdamer Hafen in der ersten Januarwoche im Vergleich zu Ende Oktober 2022 um 14 % verbilligt. Gleichzeitig seien die Futterweizenpreise um 11 % gesunken. Die Bank geht von einem weiteren Rückgang der Futtermittelpreise aus, was für zusätzliche Kostenentlastungen bei den Schweinebetrieben sorgen würde. AgE/kk

Rote Gebiete: Kurreck drängt auf schnelle Gespräche mit Backhaus
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02.02.2023 - 13:47
Rote Gebiete: Kurreck drängt auf schnelle Gespräche mit Backhaus

LÜBESSE. Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern fordert ein „Ausstiegsszenario“ für Landwirte mit Flächen in den Roten Gebieten. Hier müsse es schnelle Gespräche mit Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus geben, mahnte Landesbauernpräsident Detlef Kurreck heute vor Journalisten in Lübesse. „Wir Landwirte wollen etwas für die Verbesserung des Gewässerschutzes tun. Die Frage ist nur, wie diese Bemühungen honoriert werden“, betonte Kurreck. Wenn beispielsweise ein Landwirt über drei Jahre hinweg nachweisen könne, dass er die Vorgaben einhalte und kein zusätzliches Nitrat in das Grundwasser emittiere, müsse er aus der Einstufung in ein Rotes Gebiet wieder herauskommen.

Der Landesbauernpräsident bekräftigte zudem, dass die Landwirte bereit seien, noch mehr zu tun, um die großen Herausforderungen der Zeit zu bewältigen. Um jedoch das notwendige Tempo aufnehmen zu können, müssten die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Dazu zählt Kurreck auch, Reglementierungen und Strafen in Motivation zu wandeln, insbesondere bei der Ausweisung der Roten Gebiete.

Positiv bewertete der Bauernpräsident Mecklenburg-Vorpommerns die Zusammenarbeit mit den Verarbeitungsbetrieben. Auch wenn die Marktmechanismen weiterhin die Zusammenarbeit bestimmten, sei die Wertschätzung gegenüber den Produkten gewachsen. Das sei in Gesprächen auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) deutlich geworden.

Als „ein gutes Beispiel“ für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Branchen sieht Kurreck die Initiative Tierwohl (ITW). Umso kritischer sähen die Branchenvertreter, dass Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir diesen Weg nicht weitergehe, sondern beispielsweise mit dem staatlichen Tierwohllabel sogar konterkariere. Dieses gehe aber nicht weit genug. Die Verbraucher erführen bei zu wenigen Produkten die tatsächliche Herkunft.

Der Landesbauernpräsident zeigte sich überzeugt, dass ohne eine regionale Produktion von tierischen Erzeugnissen durch landwirtschaftliche Tierhalter im eigenen Land bald ein Großteil des Fleisches aus dem Ausland importiert werden muss. Dies sei dann aber zu unklaren und schlechteren Bedingungen für Mensch, Tier und Umwelt erzeugt worden. AgE/fl

Aktionstag: Weltfeuchtgebietstag: Wiederherstellung im Fokus
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02.02.2023 - 12:16
Aktionstag: Weltfeuchtgebietstag: Wiederherstellung im Fokus

GLAND. Degradierte Feuchtgebiete müssen schnellstmöglich wiederhergestellt werden. Das ist die Botschaft des heutigen „Welttages der Feuchtgebiete“. Das Sekretariat der Internationalen Feuchtgebietskonvention (Ramsar Konvention) ruft mit dem diesjährigen Motto zum Handeln auf: Feuchtgebiete gehen den Initiatoren zufolge dreimal schneller verloren als Wälder. Die Zeit dränge, weil menschliche Aktivitäten die Zerstörung vorantrieben und die dort lebenden Arten vom Aussterben bedroht seien. Um diese wertvollen Ökosysteme wiederherzustellen, sollte unter anderem ein Renaturierungsplan entwickelt werden, die lokalen Akteure eingebunden und klare Zugangsregeln für die Gebiete definiert werden, schlägt die Organisation vor.

Der Aktionstag findet seit 1997 statt, um das Bewusstsein für Feuchtgebiete zu schärfen, ihren raschen Verlust umzukehren und Schutzmaßnahmen zu fördern. Feuchtgebiete sind nach Definition der Ramsar-Konvention solche Landflächen, die permanent oder saisonal mit Wasser gesättigt oder geflutet sind. Dazu zählen demnach unter anderem Moore, Auen oder Mangroven. Sie gehören zu den vielseitigsten und gelten zugleich als die am stärksten bedrohten Ökosysteme der Erde. Ihr Schutz ist mit Blick auf die vielfältigen Funktionen besonders bedeutend, da sie Lebensraum für Tiere und Pflanzen darstellen und den Menschen wichtige Dienstleistungen bieten. Unter anderem filtern sie Trinkwasser und leisten als langfristige Kohlenstoffsenken einen hohen Beitrag zum Klimaschutz.

Am 30. August 2021 hat auch die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) den 2. Februar zum Internationen Tag der Feuchtgebiete ausgerufen und ihm dadurch mehr Gewicht verliehen. Er erinnert an den Jahrestag der „Konvention über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung“, die 1971 in der iranischen Stadt Ramsar von damals 18 Vertragsstaaten verabschiedet worden war. Aktuell gehören der Konvention 172 Vertragsstaaten an, die laut dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) derzeit 2 471 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung gemeldet haben. Deutschland ist seit 1976 Mitgliedsstaat des völkerrechtlichen Abkommens; nach Angaben des BfN wurden hierzulande bisher 35 Ramsar-Gebiete ausgewiesen. AgE/np

EU-Subventionspolitik: FDP-Vorstandsmitglied Körner: Biotech statt Biomilch
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02.02.2023 - 10:43
EU-Subventionspolitik: FDP-Vorstandsmitglied Körner: Biotech statt Biomilch

BRÜSSEL. Hart ins Gericht mit der Politik der EU-Kommission ist jetzt der FDP-Europaabgeordnete Moritz Körner gegangen. In einem Beitrag für „Welt online“ mahnt der Liberale die Brüsseler Beamten an, mehr Bürokratie abzubauen als sie zu schaffen. Statt Subventionen sollten laut dem FDP-Vorstandsmitglied Forschung und Entwicklung zum größten Posten des EU-Haushalts gemacht werden: „Also vereinfacht gesprochen: Die EU sollte sich mehr auf Biotech als auf Biomilch konzentrieren.“

Scharfe Kritik übt Körner auch an Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen. Sie wolle mit einem neuen EU-Fonds auf den protektionistischen „Inflation Reduction Act“ (IRA) der USA antworten. Dieser Fonds solle durch neue gemeinsame Schulden Subventionen in der EU finanzieren. Der FDP-Politiker gibt aber zu bedenken, dass der IRA nicht der Beginn einer protektionistischen US-Wirtschaftspolitik sei, sondern eine Gegenreaktion der Amerikaner auf die interventionistische EU-Politik der vergangenen Jahre.

Als US-Präsident Joe Biden 2021 sein Amt angetreten habe, habe die EU bereits fast 600 Mrd Euro für die Finanzierung des Green Deals verplant - mit dem klaren Ziel, der europäischen Cleantech-Branche durch Subventionen unter die Arme zu greifen. Werden die Subventionen der Mitgliedstaaten dazugerechnet, sind laut Körner die in zehn Jahren auszugebenden 369 Mrd $ (338 Mrd Euro) der Amerikaner „bestenfalls Peanuts“. Und die Ansiedlungsanforderungen des neuen US-Gesetzes könnten nicht unabhängig von der geplanten CO2-Grenzsteuer gesehen werden, mit der die EU ihre Unternehmen vor der günstigeren, weniger klimabewussten Konkurrenz aus Drittstaaten schützen wolle.

Die EU sei also nicht Opfer, sondern Auslöser der neuen amerikanischen Subventionspolitik, stellt Körner klar. Eine Subventionspolitik, von der die EU als Freihandelspartner der USA heute nicht negativ betroffen wäre, „hätten deutsche Chlorhuhn-Angstmacher die EU-US-Freihandelsvertragsverhandlungen vor Jahren nicht absichtlich zu Fall gebracht“.

Die EU brauche keine weiteren Geldtöpfe, so der Liberale. Er warnt vor einer weiteren Subventionspolitik: Ineffiziente Betriebe würden im Markt gehalten, kostensenkende Innovationen behindert und ein „desaströser Inflationsturbo“ entfacht. „Wer verhindern möchte, dass europäische Cleantech-Unternehmer irgendwann - ähnlich wie manche Landwirte - zwei Drittel ihres Einkommens aus Subventionen beziehen, möge deshalb rechtzeitig die Budget-Reißleine ziehen.“ Die deutsche Solarbranche sei schon einmal an falscher Subventionspolitik zu Grunde gegangen.

Allein zwischen 2019 und 2021 ist nach Angaben des FDP-Politikers der Schuldenstand der EU-Mitgliedstaaten um 1 885 Mrd Euro gestiegen. Bis heute sei die Einnahmenseite der bestehenden EU-Schuldentöpfe nicht endgültig geklärt. Die neuen EU-Schulden beschränkten die Handlungsfähigkeit zukünftiger Generationen erheblich und mache die EU abhängiger von internationalen Geldgebern. AgE/ri

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Biodiversität gezielt fördern

Ein Diskussionsbeitrag des IVA und Vorschläge für konkrete Maßnahmen in der Agrarlandschaft.

Aktuelles aus Magazin und Newsroom

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Hohe Düngerpreise: Über Risiken und Nebenwirkungen

Über den Industrieverband Agrar

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 51 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien, Pflanzenzüchtung und Schädlingsbekämpfung.

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Der Verband

Die Mitgliedsfirmen des IVA entwickeln und vertreiben Pflanzenschutz- und Düngemittel für Landwirtschaft und Gartenbau, Biostimulanzien, Schädlingsbekämpfungsmittel für den Hygiene-, Haus- und Gartenbereich und sind im Bereich Pflanzenzüchtung aktiv.

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Fachbereiche

Im IVA gibt es die Fachbereiche Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Pflanzenzüchtung.

Themen

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Umwelt

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? 

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Ernährung

Die moderne Landwirtschaft sichert die Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln.

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Landwirtschaft in der Praxis

Die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert wächst stetig und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Die Landwirtschaft wird also mehr produzieren müssen, ohne dabei die Umwelt übermäßig zu belasten. Um diese Herausforderung zu meistern, werden Pflanzenschutz - und Düngemittel noch lange unverzichtbar bleiben.

Termine & Veranstaltungen

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Veranstaltungsübersicht

Eine Übersicht über kommende Veranstaltungen des Industrieverbandes Agrar finden Sie hier!