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Gewässerschutz

Gemeinsam mit den Landwirten ist es über die Jahre gelungen, Belastungen durch Einträge in Grund- und Oberflächengewässer in Deutschland zu verringern.

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Biologische Vielfalt

Die intensive Landwirtschaft leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer Vielfalt von Ökosystemen, nicht zuletzt durch ihren (im Vergleich zum ökologischen Landbau) geringeren Flächenverbrauch.

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Schau ins Feld!

Wie sieht Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus? An keinem anderen Ort kann man das deutlicher zeigen, als auf dem Acker selbst. So entstand 2015 die Idee zur Mitmach-Aktion „Schau ins Feld!“, die der IVA im Rahmen seiner Initiative „Die Pflanzenschützer“ ausrief.

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Sachkunde

Im Rahmen der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes trat im Juli 2013 die neue Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung in Kraft. Durch die neue Verordnung soll das bisher schon hohe Schutzniveau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter angehoben werden.

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EU-Düngeprodukte-Verordnung 2019/1009

Die neue europäische Düngeprodukte-Verordnung (EU) 2019/1009 vom 16. Juli 2019 befand sich in einer dreijährigen Implementierungsphase. Am 16. Juli 2022 tritt sie nun vollständig in Kraft und wird die derzeit geltende Düngemittelverordnung (EG) 2003/2003 ersetzen. Dadurch wird der Markt für Düngeprodukte auf europäischer Ebene stärker als bisher harmonisiert und der Regelungsbereich auf weitere Produktgruppen ausgeweitet.

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Agra-Europe · AgE-Ticker:
: Conzen kritisiert Vorstoß der EU-Kommission scharf
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12.08.2022 - 16:03
: Conzen kritisiert Vorstoß der EU-Kommission scharf

BONN. Scharfe Kritik an den Plänen der EU-Kommission, die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln für die ackerbaulichen Belange in erheblichem Umfang einzuschränken, hat der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), Bernhard Conzen, jetzt nochmals geübt. Dieser Vorstoß erfolge „ohne jedes Gespür“, sagte Conzen heute im Gespräch mit Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen. „In der Brüsseler Bürokratie hat man ganz offensichtlich keine Ahnung davon, wie moderne und nachhaltige Feldbewirtschaftung funktioniert“, monierte der RLV-Präsident. Die Sicherstellung der Ernteerträge setze einen gezielten und wohl abgewogenen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln voraus.

Conzen kündigte an, dass sich der RLV jetzt darauf konzentriere, in Einzelgesprächen mit Mitgliedern des Europaparlaments und derzeit in Planung befindlichen Aktionen in Brüssel auf „die unsinnigen und fachlich völlig unausgewogenen Vorschläge der EU-Kommission“ zu reagieren. Er rief außerdem dazu auf, sich an der Bürgerkonsultation der EU-Kommission zu beteiligen. Dort könne jetzt jeder mit geringem Aufwand seine Betroffenheit direkt bei der EU zum Ausdruck bringen.

Anders wertet Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies die Brüsseler Pläne, insbesondere das vorgesehene Komplettverbot von Pflanzenschutzmitteln in unterschiedlichen Schutzgebieten. „Es ist richtig, den Einsatz von Pflanzenschutzmittel zu reduzieren“, betonte der Ressortchef.Die geplante Verordnung der EU Kommission zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln würde aber gravierende Änderungen der Landwirtschaft in den aufgeführten Bereichen mit sich bringen. Bei einigen Passagen gebe es noch erheblichen Klärungsbedarf, stellte der SPD-Politiker fest.

So habe Niedersachsen beispielsweise für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten praxisgerechtere Lösungen entwickelt, die bei einer Realisierung der Brüsseler Pläne nicht mehr umsetzbar wären, erklärte der Minister. Im Übrigen wären dann auch die Mittel des ökologischen Landbaus von einer Anwendung ausgenommen. „Es muss klug abgewogen werden, mit welchen Regelungen man den Pflanzenschutzmitteleinsatz so reduziert, dass er der Natur mehr Raum lässt, aber auch eine Bewirtschaftung der Flächen möglich bleibt“, mahnte Lies. Zudem müsse darüber gesprochen werden, wie ein finanzieller Ausgleich für die Landwirte möglich sei. AgE

: Ersatz von Erdgas kurzfristig kaum möglich
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12.08.2022 - 14:14
: Ersatz von Erdgas kurzfristig kaum möglich

BERLIN. In der Ernährungsindustrie ist der Wechsel von Erdgas auf andere Energieträger kurzfristig nur sehr begrenzt möglich. Darauf hat der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Peter Feller, heute in Berlin unter Berufung auf Ergebnisse einer aktuellen Branchenumfrage unter 65 Unternehmen hingewiesen. „Das technische Potential für einen ‚Fuel Switch‘ liegt mit Blick auf den kommenden Winter bei etwa 8 % bis 10 %. Dabei wird vor allem Heizöl als alternativer Brennstoff angeführt“, erklärte Feller.

Außerdem ergab die BVE-Umfrage, dass kostspielige technische Umsetzungen und behördliche Genehmigungsverfahren von der Branche als Hürden empfunden würden. Für die Umstellung auf klimafreundliche Energieträger und die damit verbundene Dekarbonisierung der Produktionsprozesse benötigten die Unternehmen eine mehrjährige Vorlaufzeit.

Gleichwohl bestehen Feller zufolge neben der Substitution von Energieträgern weitere Potentiale, um den Erdgasverbrauch der Branche für Raum- und Prozesswärme zu optimieren und damit zu verringern. Dafür seien oft keine oder nur geringe Investitionen erforderlich. Die Sensibilisierung der Mitarbeiter für das Thema Energieeinsparung sei ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg.

Laut BVE gehört die Ernährungsindustrie zu den größten Erdgasverbrauchern im verarbeitenden Gewerbe: Rund 38 TWh würden jährlich für thermische Prozesse und Stromerzeugung genutzt. Wegen einer drohenden Gasmangellage durch die Drosselung russischer Erdgaslieferungen, stelle sich für die Branche die Frage nach Reduktionspotentialen.

Der niederländische TTF-Gaskontrakt zur Lieferung im September 2022 wurde heute gegen 13.30 Uhr für 203,55 Euro/MWh gehandelt. Im März war für diesen Kontrakt ein Rekordhoch von 270 Euro/MWh verzeichnet worden. Unterdessen rechnen die Marktakteure für das kommende Jahr mit rückläufigen Gaspreisen. Der Future mit Fälligkeit im August 2023 kostete zuletzt 185 Euro/MWh, legte damit aber im Vergleich zum Abrechnungskurs vom vergangenen Freitag um 21 % zu. AgE

: Bundesregierung verteidigt Differenzierung der Unterstützungsleistung
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12.08.2022 - 13:42
: Bundesregierung verteidigt Differenzierung der Unterstützungsleistung

BERLIN. Die Bundesregierung hat die Differenzierung bei der Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe, mit der für diese die Folgen des Ukraine-Krieges finanziell abgemildert werden sollen, erneut verteidigt. Im Fokus stand dabei, dass Gemüse- und Obstbaubetriebe im Unterglasanbau nicht zu den Begünstigten im Rahmen der sogenannten Anpassungsbeihilfe zählen. Diese Regelung erklärte die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion jetzt damit, dass die Beihilfe an ein Nachhaltigkeitskriterium geknüpft sei.

Voraussetzung sei, dass die Betriebe 2021 eine sogenannte Greening-Prämie für bestimmte nachhaltige Landbewirtschaftungsmethoden erhalten hätten, erläutert die Bundesregierung. Da zur Prüfung dieses Nachhaltigkeitskriteriums auf vorhandene Daten zugegriffen werden könne, könne die Auszahlung unbürokratisch im antraglosen Verfahren erfolgen.

Der energieintensive Obst- und Gemüsebau mit geschützter Produktion erfülle in der Regel nicht die Voraussetzungen für die Greening-Prämie und könne deshalb keine Agrarerzeugeranpassungsbeihilfe bekommen, stellt die Bundesregierung klar. Für diesen und andere Betriebszweige, für die das Nachhaltigkeitskriterium der Anpassungsbeihilfe nicht in Betracht komme, werde aber ein Kleinbeihilfenprogramm vorbereitet.

Die Förderhöhe nach der Anpassungsbeihilfe und nach der Kleinbeihilfe richte sich nach einheitlichen Parametern, so die Bundesregierung. Die Höhe der Beihilfen berücksichtige das Ausmaß der Marktstörung infolge des Krieges auf die unterschiedlichen landwirtschaftlichen Sektoren. Sowohl für die Anpassungs- als auch für die Kleinbeihilfe komme eine Förderobergrenze von 15 000 Euro pro Unternehmen zur Anwendung.

Dass auch die Legehennenhaltung nicht zu den Sektoren gehört, die eine Anpassungsbeihilfe erhalten, erklärt die Bundesregierung damit, dass nur Marktstörungen infolge des Krieges in der Ukraine berücksichtigt würden. Das Thünen-Institut habe in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die Mehrkosten von Legehennenbetrieben infolge des Tötungsverbots für männliche Küken nicht auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen seien.

Die Anpassungsbeihilfe umfasst insgesamt 180 Mio Euro aus EU- und Bundestöpfen. Sie soll bis zum 30. September ausgezahlt werden. Anspruchsberechtigt sind Betriebe der Hühner-, Puten-, Enten- und Gänsemast sowie der Schweinemast, Ferkelaufzucht und Sauenhaltung, ebenso des Freilandgemüsebaus und -obstbaus sowie des Wein- und Hopfenbaus. AgE

: Wetterdienst sieht irreversible Schäden bei Herbstkulturen
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12.08.2022 - 13:13
: Wetterdienst sieht irreversible Schäden bei Herbstkulturen

OFFENBACH. Die anhaltende Trockenheit in Deutschland dürfte kaum noch Auswirkungen auf die zu Ende gehende Halmgetreideernte haben, dafür aber umso mehr auf Mais und Zuckerrüben, deren Wasserbedarf im Laufe des Sommers deutlich ansteigt. Davon geht der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Rückblick auf den Monat Juli aus. Bei diesen Pflanzen, deren Ernte erst im Herbst anstehe, seien in den letzten Wochen immer deutlicher teils irreversible Schäden sichtbar geworden. Inzwischen werde in einigen Regionen der erste Körnermais als Silomais gehäckselt, um wenigstens die Grünmasse noch retten zu können, da der Kornertrag erheblich zu niedrig wäre.

Die seit Mai 2022 deutlich zu trockene Witterung hat dem Wetterdienst zufolge in Verbindung mit überdurchschnittlichen Temperaturen und Sonnenstunden die Böden stark austrocknen lassen, wobei die Bodenfeuchte einen ähnlichen Verlauf genommen hat wie im Dürrejahr 2018. Die anhaltende Trockenheit habe sich auch wieder zunehmend negativ auf die Landwirtschaft ausgewirkt, allerdings bisher noch nicht ganz so gravierend wie 2018. Besonders stark seien die Böden im Osten und in den Beckenlagen des Südwestens ausgetrocknet, so die Wetterexperten. Im äußersten Norden und Süden habe die Bodenfeuchte hingegen nicht ganz so niedrige Werte erreicht.

Auch das Grünland sei im Juli zusehends verdorrt und werde seinem Namen vielerorts angesichts einer verbreiteten Braunfärbung nicht mehr gerecht, berichtete der DWD. Gebietsweise sei einer der üblichen Grünlandschnitte ausgefallen. Nicht besser sehe es bei vielen Bäumen und Sträuchern aus, wo der Trockenstress immer deutlicher sichtbar werde. Im Obstbau seien teils Schäden durch Überhitzung der Früchte bei gleichzeitigem Wassermangel hinzugekommen, der sogenannte Sonnenbrand.

Laut DWD hatte die Austrocknung der Böden bereits im Frühling begonnen. Nach einem großteils überdurchschnittlich nassen Winter seien die Startbedingungen in die Vegetationsperiode 2022 von der Bodenfeuchte her gut gewesen. Doch bereits der ungewöhnlich sonnige und niederschlagsarme März habe für eine deutlich unter das Mittel sinkende Bodenfeuchte gesorgt. Im April sei die Situation vorübergehend entspannt gewesen, ehe im Mai eine zunehmend tieferreichende Austrocknung der Böden begonnen habe. Diese habe sich dann über den Sommer hinweg mit wenigen Unterbrechungen bis zum jetzigen Zeitpunkt fortgesetzt. AgE

: Südzucker hebt Ergebnisprognose an
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12.08.2022 - 09:06
: Südzucker hebt Ergebnisprognose an

MANNHEIM. Angesichts einer fortgesetzt positiven Entwicklung hat die Südzucker AG die Prognosen für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und des operativen Konzernergebnisses im noch bis Ende Februar 2023 laufenden Geschäftsjahr angehoben. Das Konzern-EBITDA wird nun in einer Bandbreite zwischen 810 Mio Euro und 910 Mio Euro gesehen; die bisherige Vorhersage lautete 760 Mio Euro bis 860 Mio Euro. Das operative Konzernergebnis wird nach der jetzigen Einschätzung der Unternehmensleitung zwischen 450 Mio Euro und 550 Mio Euro liegen; das sind ebenfalls 50 Mio Euro mehr als bisher prognostiziert. Im Geschäftsjahr 20021/22 wurden ein EBITDA von 692 Mio Euro und ein Konzernergebnis von 332 Mio Euro erzielt.

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2022/23, das noch bis Ende dieses Monats dauert, rechnet die Südzucker AG mit einem „deutlichen Anstieg“ des EBITDA und operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahresniveau, als diese sich auf 157 Mio Euro beziehungsweise 85 Mio Euro beliefen. Die Verbesserungen würden dabei maßgeblich durch das Segment CropEnergies getragen, hieß es.

Mit Blick auf das gesamte Firmenjahr 2022/23 geht die Konzernführung jetzt von einem Umsatz von 8,9 Mrd Euro bis 9,3 Mrd Euro aus, nach lediglich 7,6 Mrd Euro im Vorjahr. Der seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres bis heute andauernde Ukraine-Krieg habe zu einer nochmaligen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten geführt, berichtete das Unternehmen. Die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer dieser temporären Ausnahmesituation seien weiterhin nur schwer abschätzbar. Daneben bestünden auch weiterhin Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Den Prognosen liegen laut Südzucker unverändert die Annahmen zugrunde, dass der Ukraine-Krieg temporär und regional begrenzt bleibt, die physische Versorgung mit Energie und Rohstoffen weiterhin gewährleistet ist und sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2022/23 die Absatz- und Beschaffungsmärkte wieder teilweise normalisieren. Dabei wird zudem davon ausgegangen, dass die Ausrufung der Alarmstufe des Gas-Notfallplans in Deutschland keine deutlichen negativen Preiswirkungen haben wird. Auch der „von uns erwarteten“ Weitergabe der insbesondere im Rohstoff- und Energiebereich deutlich gestiegenen Preise in neue Kundenkontrakte werde eine entscheidende Bedeutung zukommen, so der Konzern. Der Bericht für das zweite Firmenjahrquartal wird am 13. Oktober 2022 veröffentlicht. AgE

: Neugeschäft mit Programmkrediten kräftig gestiegen
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11.08.2022 - 15:04
: Neugeschäft mit Programmkrediten kräftig gestiegen

FRANKFURT. Das Interesse an den Programmkrediten der Landwirtschaftlichen Rentenbank ist im ersten Halbjahr 2022 deutlich gestiegen. Wie die Förderbank heute mitteilte, ist das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum um nahezu ein Drittel auf 3,782 Mrd Euro gewachsen. Besonders kräftig legte die Fördersparte „Erneuerbare Energien“ zu, und zwar um 126 % auf 1,000 Mrd Euro. Zurück ging in der ersten Jahreshälfte allerdings das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung. Mit 74,3 Mio Euro bewegte sich dieses um 21 % unter dem entsprechenden Vorjahresniveau von 94,1 Mio Euro. Ausschlaggebend dafür waren laut Rentenbank insbesondere die höheren Zinszuschüsse, die im Rahmen der Fördertätigkeit bei den Programmkrediten gewährt wurden.

In der Fördersparte „Erneuerbare Energien“ legten im Neugeschäft die Finanzierungen für Windkraftanlagen am stärksten zu; sie erhöhten sich von 291 Mio Euro auf 750 Mio Euro. Die Biogas-Finanzierungen verdoppelten sich auf rund 105 Mio Euro. Der Rentenbank zufolge macht sich bei den erneuerbaren Energien weiterhin die Einführung einer Darlehensvariante mit Zinsbindung über zehn Jahre im September 2020 bemerkbar. Seit Anfang April 2022 bietet das Frankfurter Finanzinstitut die langfristigen Zinsbindungen in allen Fördersparten an.

Aufgrund der höheren Nachfrage nach Maschinen- und Betriebsmittelfinanzierungen stieg im Berichtszeitraum das Neugeschäft in der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“  um 42 % auf 432 Mio Euro. Ebenfalls sehr dynamisch entwickelte sich die Förderung in der Sparte „Ländliche Entwicklung“; das Neugeschäft erhöhte sich hier um 56 % auf 914 Mio Euro. Zurückzuführen ist dies nach Angaben der Rentenbank auf die stärkere Nachfrage der Landesförderinstitute nach Globaldarlehen. Rückläufig war im ersten Halbjahr 2022 das Neugeschäft in der Fördersparte „Landwirtschaft“; hier wurde ein Minus von 15 % auf 1,104 Mrd Euro verzeichnet. Weniger nachgefragt wurden von den Betrieben insbesondere Programmkredite für Wirtschaftsgebäude.

Die Rentenbank bietet nach eigenen Angaben auch eine Innovations- und Start-up-Förderung. Um innovativen und nachhaltigen Ideen den Weg in den Markt noch schneller zu ebnen, werde die Unterstützung des gesamten „Start-up-Ökosystems“ genutzt, beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium. „Mit der Teilnahme an den ‚Growth Alliance‘-Programmen erhöhen die von uns finanziell bereits geförderten Start-ups ihre Erfolgschancen im Markt beträchtlich. Wir wiederum bekommen durch die Programme Kontakt zu weiteren aussichtsreichen Start-ups, die wir finanziell fördern können“, erklärte die Sprecherin des Vorstandes der Rentenbank, Nikola Steinbock. AgE

: K+S profitiert von hohen Kalipreisen
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11.08.2022 - 14:49
: K+S profitiert von hohen Kalipreisen

KASSEL. Der Düngemittelhersteller K+S hat im zweiten Quartal 2022 an seinen „sehr guten“ Jahresstart angeknüpft und dabei weiterhin maßgeblich im Kundensegment Landwirtschaft profitiert. Wie das Unternehmen heute in Kassel mitteilte, stieg der Umsatz von April bis Juni dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 846 Mio Euro auf 1,51 Mrd Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) versechsfachte sich auf 706 Mio Euro; im zweiten Quartal 2021 waren lediglich 112 Mio Euro erzielt worden. Damit kletterte der Konzernumsatz im ersten Halbjahr des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 874 Mio Euro auf 2,27 Mrd Euro und das betreffende EBITDA um 993 Mio Euro auf 1,23 Mrd Euro.

Laut Geschäftsbericht entfielen im zweiten Quartal 2022 allein 1,24 Mrd Euro auf das Kundensegment Landwirtschaft; im Vorjahresvergleich bedeutete dies ein Plus von 810 Mio Euro. Die Geschäftsführung begründete die positive Entwicklung vor allem mit höheren Preisen. Trotz anhaltender Einschränkungen in der Logistik habe sich der Absatz annähernd stabil entwickelt. Preisbedingte Nachfragerückgänge in Westeuropa seien durch höhere Verkaufsmengen in Ost- und Nordeuropa mehr als ausgeglichen worden.

Für das Gesamtjahr 2022 erwartet die K+S trotz ungünstigerer Rahmenbedingungen weiterhin ein EBITDA von insgesamt 2,3 Mrd Euro bis 2,6 Mrd Euro, nach lediglich 969 Mio Euro im Vorjahr. Dieser Prognose liegt nun allerdings die Annahme zugrunde, dass es zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Erdgas und zu einer Gasumlage im vierten Quartal des Geschäftsjahres kommen dürfte. AgE

: Trockenheit wird regional zum Problem
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11.08.2022 - 12:05
: Trockenheit wird regional zum Problem

KIEW. Die in Westeuropa grassierende Trockenheit hat offenbar auch Teile der Ukraine im Griff. Analysten äußern Zweifel, dass die zuletzt einzelne, noch nach oben gesetzte Ernteprognosen für das von Russland angegriffene Land zu halten sind. Wie der Ukrainische Agrarrat (VAR) berichtete, herrscht beispielsweise im westukrainischen Oblast Winnyzja „katastrophaler Feuchtigkeitsmangel“. In Teilen der Region Kirowohrad habe es sogar seit November 2021 keine ausreichenden Niederschläge gegeben.

Ebenso schwierig ist die Situation nach Darstellung des Agrarrates im Kiewer Raum und auch im Süden, beispielsweise im Oblast Odessa, wo es seit drei Monaten kaum geregnet habe. Während die frühen Kulturen wie Gerste, Raps und teilweise Weizen ihm zufolge noch „mit einem blauen Auge“ davongekommen sind, rechnen Praktiker bei Folgekulturen wie Mais, Zuckerrüben oder Sonnenblumen gebietsweise mit deutlichen Einschnitten bei den Erträgen.

Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der kriegsbedingten Verwerfungen rechnet VAR in den von der Trockenheit betroffenen Gebieten bei den späten Feldfrüchten mit Ertragsrückgängen zwischen 20 % und 40 %. Hinzu kämen trockenheitsbedingte Probleme bei der anstehenden Aussaat beim Winterraps zur Ernte 2023. Der Verband ist daher skeptisch, ob die geplanten Flächen beim Raps in diesem Jahr auch in vollem Umfang bestellt werden können, zumal sich die optimalen Zeitfenster dafür bald schließen dürften. AgE

: Deutsches Maiskomitee: Erste Bestände vertrocknet
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10.08.2022 - 16:40
: Deutsches Maiskomitee: Erste Bestände vertrocknet

BONN. Die anhaltende Trockenheit mit hohen Temperaturen setzt den Maisbeständen zu. Wie das Deutsche Maiskomitee (DMK) heute in Bonn berichtete, vertrocknen die Pflanzen vor allem auf leichten Standorten zunehmend von unten. Angesichts des Erntebeginns in dieser Woche raten die Fachleute den Landwirten, darauf zu achten, dass der Mais nicht zu trocken wird, damit er im Silo noch ordentlich verdichtet werden kann.

Dem DMK zufolge haben vor allem der ausbleibende Regen zur Blüte und die sehr geringen Bodenwasservorräte dazu geführt, dass die Kolben nicht oder nur teilweise befruchtet wurden. Außerdem mache die aktuelle Trockenheit den Maispflanzen zu schaffen. Wenn keine Kolben ausgebildet wurden, wird die Ernte bei 26 % bis 28 % Trockensubstanz (TS) empfohlen. Bei späteren Erntezeitpunkten bestehe nämlich die Gefahr, dass sich das Erntegut nicht verdichten lasse und es zu Fehlgärungen komme.

Indes empfiehlt das DMK bei Maisbeständen mit schlecht befruchteten Kolben die Ernte bei 28 % TS. Der Silierprozess lasse sich positiv beeinflussen mit kurzen Häcksellängen und einer dünnen Schichtdicke während der Silobefüllung. Außerdem sollte der Einsatz von Silierhilfsmitteln zur sicheren Konservierung mit einem Berater abgestimmt werden.

Ferner warnte das Maiskomitee, dass trockenheitsgeschädigte Bestände Nitrat eingelagert hätten, das während des Silierens zu giftigen Gasen umgewandelt werden könne. Wenn diese rotbraun-orangen Gase aus dem Silo entwichen, sei unbedingt Abstand zu halten, da sie zu schweren Atemwegsschäden führen könnten. Von einem aktiven Ablassen der Gase aus dem Silostock sollte abgesehen werden. Die betroffene Silage könne erst nach acht Wochen Silierdauer bedenkenlos verfüttert werden.

Zudem empfehlen die Bonner Fachleute, die Inhaltsstoffe von kolbenarmer Maissilage zu ermitteln. Besonders der energetische Futterwert könne aufgrund von niedrigen Stärkegehalten und höheren Faseranteilen deutlich verringert sein.

Im vergangenen Jahr waren in Deutschland der amtlichen Schätzung zufolge bezogen auf 35 % Trockenmasse insgesamt gut 104 800 t Silomais eingebracht worden. In den Jahren 2018 und 2019 waren es trockenheitsbedingt nur 86 700 t beziehungsweise 97 500 t gewesen. Zur Ernte 2022 sind in Deutschland laut der amtlichen Statistik 2,03 Mio ha Silomais beziehungsweise Grünmais einschließlich Lieschkolbenschrot angebaut worden. Damit war dieser der Fläche nach die zweitwichtigste Kultur hinter Winterweizen, der auf 2,89 Mio ha kam. AgE

: LSV NRW ruft zur Demonstration vor Ministerium auf
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10.08.2022 - 12:04
: LSV NRW ruft zur Demonstration vor Ministerium auf

BONN. Zu einer großen Traktordemonstration vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Bonn hat für kommenden Montag die Organisation „Land sichert Versorgung“ (LSV) NRW aufgerufen. Wie eine Sprecherin von LSV NRW gegenüber AGRA-EUROPE mitteilte, beginnt die Protestaktion um 11.30 Uhr. Sie rechnet mit bis zu 1 000 Teilnehmern, auch aus anderen Bundesländern. Nicht ausschließen wollte die Sprecherin, dass außerdem Berufskollegen aus den Niederlanden dazustoßen. Die Landwirte erhoffen sich vor dem Bonner Dienstsitz des Bundeslandwirtschaftsministeriums von allen politischen Entscheidungsträgern ein klares Statement zur heimischen Nahrungsmittelproduktion, zur heimischen Ernährungssicherung und eine Absage an den Verordnungsentwurf der EU-Kommission zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln.

Diesen hatte die Brüsseler Behörde bekanntlich Ende Juni vorgelegt. Der Verordnungsvorschlag sieht vor, dass der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel EU-weit bis zum Jahr 2030 um 50 % reduziert wird. Die Verwendung der als gefährlich eingestuften Pestizide soll bis zum Ende dieses Jahrzehnts halbiert werden müssen. Außerdem soll für Natura 2000-Schutzgebiete und für alle ökologisch empfindlichen Gebiete ein Pflanzenschutzmittelverbot gelten.

Eingeladen sind zu der Protestaktion laut „Land sichert Versorgung“ die agrarpolitischen Akteure auf europäischer und auf nationaler Ebene sowie des Landes Nordrhein-Westfalen, darunter der geschäftsführende Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir.

LSV NRW will sich nach eigenen Angaben mit der Demonstration für eine gesicherte Versorgung mit bezahlbaren und nach höchsten Standards produzierten Lebensmitteln starkmachen. Dies sei der Grundpfeiler für Wohlstand und Frieden. Mit dem Vorhaben der EU-Kommission sei eine massive Einschränkung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln verbunden. Damit wären ein sinnvoller Ackerbau und die Erzeugung von dringend benötigtem Getreide auf einer Fläche von 4,6 Mio ha nicht mehr möglich. Aus Gründen der Versorgungssicherheit würde der Importbedarf zwangsläufig weiter steigen. Diese Entwicklung scheine mit Blick auf die Vermeidung weiterer Klima- und Umweltbelastungen verfehlt, betont LSV NRW. Die Organisation mahnt eine ganzheitliche Lösung für den Erhalt von Biodiversität, Natur- und Umweltschutz sowie der Ernährungssicherung an. AgE

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Biodiversität gezielt fördern

Ein Diskussionsbeitrag des IVA und Vorschläge für konkrete Maßnahmen in der Agrarlandschaft.

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Über den Industrieverband Agrar

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 53 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Schädlingsbekämpfung.

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Der Verband

Die Mitgliedsfirmen des IVA entwickeln und vertreiben Pflanzenschutz- und Düngemittel für Landwirtschaft und Gartenbau, Biostimulanzien sowie Schädlingsbekämpfungsmittel für den Hygiene-, Haus- und Gartenbereich.

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Fachbereiche

Im IVA gibt es die Fachbereiche Pflanzenschutz, Pflanzenernährung und Biostimulanzien.

Themen

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Umwelt

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? 

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Ernährung

Die moderne Landwirtschaft sichert die Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln.

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Landwirtschaft in der Praxis

Die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert wächst stetig und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Die Landwirtschaft wird also mehr produzieren müssen, ohne dabei die Umwelt übermäßig zu belasten. Um diese Herausforderung zu meistern, werden Pflanzenschutz - und Düngemittel noch lange unverzichtbar bleiben.

Termine & Veranstaltungen

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Veranstaltungsübersicht

Eine Übersicht über kommende Veranstaltungen des Industrieverbandes Agrar finden Sie hier!