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Agra-Europe · AgE-Ticker:
Ukraine: Befristete Aussetzung der EU-Zölle kann zeitnah in Kraft treten
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
19.05.2022 - 15:09
Ukraine: Befristete Aussetzung der EU-Zölle kann zeitnah in Kraft treten

BRÜSSEL. Sämtliche Einfuhrzölle und Zollkontingente für ukrainische Lieferungen in die Europäische Union werden für ein Jahr aufgehoben. Das Europaparlament stimmte dem betreffenden Kommissionsvorschlag heute mit großer Mehrheit zu. Die Maßnahme können nun zeitnah in Kraft treten; und zwar ab dem Tag nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt.

Befürchtungen einzelner Akteure, die Handelserleichterungen könnten die Gefahr der Einschleppung der in der Ukraine grassierenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) erhöhen, widersprach eine Sprecherin der Kommission. Gegenüber AGRA-EUROPE betonte sie, dass die Einfuhren von Schweinefleisch momentan aufgrund des Seuchenschutzes ohnehin ausgesetzt seien.

Die Abgabenentlastung betrifft vor allem Produkte, die im Rahmen des vertieften und umfassenden Freihandelsabkommens der EU mit der Ukraine (DCFTA) noch keine vollständige Zollfreiheit genießen. Genannt werden im Einzelnen Obst und Gemüse, die dem Einfuhrpreissystem unterliegen, sowie landwirtschaftliche Produkte und Verarbeitungserzeugnisse, für die bislang Zollkontingente gelten.

Auch für Industriewaren, für die die Zölle bis Ende 2022 ohnehin abgebaut worden wären, soll nun früher die Abgabenfreiheit gelten. Außerdem wurde die Aussetzung aller Antidumping- und Schutzmaßnahmen der EU gegenüber ukrainischen Stahllieferungen - ebenfalls für ein Jahr - gebilligt.

Ausgehend von den Einfuhren aus der Ukraine im Jahr 2021 ist nach Schätzung der Brüsseler Behörde mit einem Verlust an Zolleinnahmen von knapp 31 Mio Euro zu rechnen. Darüber hinaus wird der Verlust an Antidumpingzöllen auf etwa 35 Mio Euro veranschlagt. Brüssel stellte allerdings klar, dass die Einbußen sehr wahrscheinlich niedriger ausfallen dürften, da die Einfuhren aus der Ukraine durch den Krieg bereits jetzt schon deutlich beeinträchtigt seien. AgE

Schweiz: Verfahren für Ausnahmen bei der Swissness vereinfacht
Agra-Europe · Neuigkeiten:
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19.05.2022 - 12:44
Schweiz: Verfahren für Ausnahmen bei der Swissness vereinfacht

BERN. Die Schweizer Regierung hat die Regeln für die Verwendung von Herkunftsangaben für heimische Lebensmittel geändert und das bestehende System der Ausnahmen vereinfacht. In der Swissness-Gesetzgebung wird festgehalten, unter welchen Voraussetzungen die Bezeichnung „Schweiz“ und das Schweizer Kreuz auf Lebensmitteln verwendet werden darf. Ausnahmen sind beispielsweise möglich, wenn Produkte für bestimmte Verwendungszwecke in der Schweiz nicht verfügbar sind. Die Liste dieser Produkte wurde bislang vom Bund festgelegt; dieses Verfahren soll nun einfacher, flexibler und transparenter werden. Ab dem kommenden Jahr werden die Organisationen der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft selbst die Verfügbarkeit von Rohstoffen festlegen.

Laut dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) ist diese Neuregelung das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Land- und Ernährungswirtschaft und den Verbraucherschutzorganisationen. Der Prozess sei vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) koordiniert worden und lehne sich an das bestehende Verfahren für Industrieprodukte an. Gemäß diesem Mechanismus liege es künftig in der Verantwortung der Branchenakteure festzulegen und zu kommunizieren, welche Rohstoffe in der Schweiz nicht oder nicht in genügender Menge verfügbar seien, so das Departement. Dazu werde von der Agrarbranche und der Lebensmittelwirtschaft eine entsprechende Liste veröffentlicht und stetig aktualisiert. Begleitend soll das WBF nach eigenen Angaben die Auswirkungen der vorliegenden Änderungen evaluieren. Ein entsprechender Bericht wird dem Bundesrat bis Ende 2026 vorgelegt.

Die Swissness-Gesetzgebung ist seit Anfang 2017 in Kraft. Sie hat dem BLW zufolge zum Ziel, die Bezeichnung „Schweiz" und die Verwendung des Schweizer Kreuzes besser zu schützen und Missbrauch zu verhindern, damit der Wert der „Marke Schweiz“ langfristig erhalten bleibt. In der Swissness-Gesetzgebung werden die Anforderungen definiert, die Waren oder Dienstleistungen erfüllen müssen, damit sie als „schweizerisch“ gekennzeichnet werden dürfen. Wer diese Kriterien erfüllt, darf die Schweizer Herkunftsangabe benutzen. AgE

Mobilfunkmasten: Bauernverband einigt sich mit Bundesgesellschaft auf Mustervertrag
Agra-Europe · Neuigkeiten:
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19.05.2022 - 09:46
Mobilfunkmasten: Bauernverband einigt sich mit Bundesgesellschaft auf Mustervertrag

BERLIN. Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH des Bundes (MIG) und der Deutsche Bauernverband (DBV) haben sich auf einen Mustervertrag für die Bereitstellung von Grundstücken für den geförderten Mobilfunkausbau verständigt. Anhand des Mustervertrages können künftig Einzelverträge mit Grundstückseigentümer ohne aufwändige Verhandlungen abgeschlossen werden. „Gerade für eine Vielzahl land- und forstwirtschaftlicher Betriebe ist für die Nutzung der Digitalisierungspotentiale eine öffentlich geförderte flächendeckende Erschließung auch in dünnbesiedelten ländlichen Räumen unerlässlich“, erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken heute in Berlin. Für den DBV sei wichtig gewesen, aus Sicht der Grundstückseigentümer dafür auch ausgewogene Mietverträge und unter Berücksichtigung der Förderung angemessene Mietpreise sicherzustellen.

„Ich freue mich, dass die MIG den Deutschen Bauernverband als wichtigen und starken Partner für den geförderten Mobilfunkausbau gewonnen hat, weil unversorgte Gebiete fast ausschließlich in ländlichen Regionen liegen“, stellte MIG-Geschäftsführer Ernst Ferdinand Wilmsmann zu der Einigung fest. Der Mustervertrag erleichtere die Akquise geeigneter Grundstücke vor Ort. „Damit können wir den geförderten Ausbau beschleunigen“, so Wilmsmann.

MIG und DBV bekräftigen zugleich das gemeinsame Bestreben, den dringend notwendigen flächendeckenden Mobilfunkausbau mit öffentlichen Mitteln für Investitionen in die digitale Infrastruktur voranzubringen, damit die Menschen in ländlichen Regionen von den Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung ebenfalls profitierten. Dafür sollen bis 2025 insbesondere im ländlichen Raum durch die MIG Funkmaststandorte gefördert werden.

Der Mustervertrag enthält laut Bauernverband zu den wesentlichen Inhalten faire Regelungen, unter anderem zur Vertragslaufzeit, eine umfassende Haftungsregelung, eigenständige Rückbaubürgschaften sowie Empfehlungen zu Miethöhen und deren Anpassungen während der Vertragslaufzeit. Der DBV kündigte an, seinen Landes-, Regional- und Kreisbauernverbänden diesen Mustervertrag als Beratungsgrundlage für ihre Mitglieder zur Verfügung zu stellen. Dieser habe Empfehlungs- und Orientierungscharakter und beinhalte keine verbindlichen Vorgaben für die Vertragsverhandlungen im Einzelfall. Für eine Beratung oder Prüfung von Angeboten zur Anmietung von Grundstücken für Funkmaststandorte stehen den Verbandsmitgliedern laut DBV die Kreis- und Landesbauernverbände zur Verfügung.

Wie der Bauernverband außerdem feststellte, übernimmt die MIG im Rahmen der Mobilfunkförderung auch die Standortvorbereitung für die Errichtung eines Mobilfunkmasts. Diese umfasse die Identifikation funktechnisch geeigneter Standorte für neue Mobilfunkmasten oder -stationen sowie die Akquise und vorvertragliche Sicherung solcher Grundstücke, auf denen die geförderte Mobilfunkinfrastruktur errichtet werden solle. Anhand des Mustervertrages könnten künftig die konkreten Verträge für die einzelnen Grundstücke einfacher abgeschlossen werden. Sobald die Standortvorbereitung abgeschlossen sei, veröffentliche die MIG einen Förderaufruf unter www.netzda-mig.de. Interessierte Unternehmen könnten sich darum bewerben, auf dem jeweiligen Grundstück einen geförderten Mobilfunkmast zu errichten.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies anlässlich der Eingiung von DBV und MIG darauf hin, dass die Bundesregierung über 1 Mrd Euro bereitstelle, um Versorgungslücken beim Mobilfunk zu schließen. Das Mobilfunkförderprogramm des Bundes werde von der MIG umgesetzt. Das Ministerium ist Mitglied im Beirat der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft. AgE

Illegale Rodungen: EU-Petitionsausschuss fordert Waldbeobachtungsstelle
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19.05.2022 - 07:59
Illegale Rodungen: EU-Petitionsausschuss fordert Waldbeobachtungsstelle

BRÜSSEL. Die Einrichtung einer europäischen Waldbeobachtungsstelle soll bei der Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags helfen. Auf die Einrichtung einer solchen Behörde drängt der Petitionsausschuss des Europaparlaments in einem von ihm diese Woche angenommenen Entschließungsentwurf. Nach Ansicht des Gremiums könnten eine solche Beobachtungsstelle und andere Verbesserungen bei der Datenerfassung dazu beitragen, zwischen legalem und illegalem Holzeinschlag zu unterscheiden. Daten- und Bildmaterial sollten durch Inspektionen vor Ort ergänzt werden. Betont wird auch die Notwendigkeit einer zeitnahen und häufigen Erhebung vergleichbarer Daten in den Mitgliedstaaten.

Des Weiteren sollte nach dem Willen des Petitionsausschusses in der EU künftig eine einheitliche Definition des illegalen Holzeinschlages gelten. Auch pocht das Gremium darauf, die Sanktionen für den illegalen Holzeinschlag in den Mitgliedsländern strenger auszugestalten. Gefordert werden außerdem mehr Ressourcen und Personal für die Strafverfolgung, damit diese effektiv durchgeführt werden kann. Darüber hinaus müsse der Schutz von Umweltaktivisten, Whistleblower, von für die Waldbewirtschaftung verantwortliches Personal und von investigativen Journalisten deutlich verbessert werden.

Im Hinblick auf die internationale Ebene empfehlen die Abgeordneten der EU-Kommission, ihre Handelspolitik zu nutzen, um den illegalen Holzeinschlag zu bekämpfen und die Schaffung einer global harmonisierten Definition für die illegale Holzgewinnung zu fördern. In dem Zusammenhang verweist der Ausschuss auf die laufenden Verhandlungen über neue Regeln für entwaldungsfreie Produkte, die eine gute Gelegenheit böten, auf diese Ziele hinzuarbeiten.

Gleichzeitig wird die Kommission aufgefordert, die Einhaltung bestehender Rechtsvorschriften wie unter anderem der EU-Holzverordnung, der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie und der Richtlinie über die Erhaltung wildlebender Vogelarten sowie der Aarhus-Verordnung aktiv zu überwachen. Eine Umsetzungslücke in der EU-Gesetzgebung könne zu Umweltkriminalität und -zerstörung beitragen, warnen die Abgeordneten.

Neben dem Entschließungsentwurf nahm der Ausschuss auch eine mündliche Anfrage zum selben Thema an. Darin wird die Kommission gebeten, zu erläutern, wie sie das Ausmaß des illegalen Holzeinschlags in der EU bewertet und wie sie die Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Wiederherstellung der betroffenen Gebiete überwacht. Außerdem wird gefragt, in welcher Form die Kommission die Mitgliedstaaten bei der Wiederherstellung von Forstflächen unterstützt und wann diese die Waldbewirtschaftungspläne der Mitgliedstaaten im Detail überprüfen werde. AgE

Biokraftstoffpolitik: Kaniber: Bundesumweltministerin Lemke missachtet Fakten
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18.05.2022 - 15:56
Biokraftstoffpolitik: Kaniber: Bundesumweltministerin Lemke missachtet Fakten

MÜNCHEN. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist strikt gegen ein baldiges Aus für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse. „Heimische Biokraftstoffe sind nicht nur ein wesentliches Standbein des Klimaschutzes im Verkehr, sie ermöglichen auch eine Reduktion von Sojafuttermittelimporten aus Drittländern“, kontert Kaniber Pläne von Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die Kappungsgrenze für Biokraftstoffe vom Acker bis 2030 auf null zu drücken. „Wenn Frau Lemke der Auffassung ist, dass heimische Biokraftstoffe in Konkurrenz zu unserer Lebensmittelproduktion stehen, dann führt sie die Debatte offenbar nur für den Beifall in der eigenen Anhängerschaft, aber nicht mit Fakten. Denn sie müsste es eigentlich besser wissen“.

Und wo die Bundesumweltministerin mit einer „zweifelhaften Klimaleistung“ der heimischen Biokraftstoffe argumentiere, missachte sie Zahlen ihrer eigenen Regierung, erklärte Kaniber. So sei laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Jahr 2020 die beeindruckende Menge von 13,1 Mio t Kohlendioxid durch den Einsatz von Biokraftstoffen eingespart worden. „Die Bundesumweltministerin sägt mit ihrer Äußerung gerade an dem einzigen Ast, der den Klimaschutz im Verkehrssektor maßgeblich trägt und betreibt ideologische Symbolpolitik, die nichts mit einer Klimaschutzpolitik im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens zu tun hat“, so die CSU-Politikerin. AgE

Österreich: Neuer Landwirtschaftsminister Totschnig vereidigt
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18.05.2022 - 15:12
Österreich: Neuer Landwirtschaftsminister Totschnig vereidigt

WIEN. Der neue österreichische Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat sein Amt angetreten. Er wurde heute in Wien von Bundespräsident Alexander van der Bellen vereidigt. Totschnig war seit August 2017 Direktor des Österreichischen Bauernbundes. Er folgt auf Elisabeth Köstinger, die am Montag vergangener Woche überraschend ihren Rücktritt erklärt hatte.

„Dass ich mich als Bundesminister künftig für Österreichs Land-, Forst- und Wasserwirtschaft wie auch für unsere Regionen einbringen darf, ist ein großes Privileg, denn das sind unsere Lebensgrundlagen“, sagte Totschnig, der nach seiner Vereidigung dem Nationalrat seine Werte und Ziele skizzierte. Der neue Minister hob hervor, dass die Bauern vor großen Herausforderungen stünden, die vom technologischen und strukturellen Wandel über den Klimawandel bis hin zu den steigenden Ansprüchen der Gesellschaft und des Marktes reichten. Hinzu kämen aktuell die enormen Betriebsmittelkosten, die den Agrarsektor zusätzlich unter Druck setzten.

Totschnig will seine Arbeit als Landwirtschaftsminister nach zwei klaren Zielen ausrichten. Zum einen will er die Landwirte bestmöglich durch die Herausforderungen begleiten und unterstützen, zum anderen die Lebensmittelversorgung für die Bevölkerung sichern. „Denn nicht die Politik sorgt für Lebensmittel, sondern unsere Bäuerinnen und Bauern“, betonte der neue Ressortchef. Der Weg zu diesem Ziel führe ganz klar über die Ökosoziale Marktwirtschaft, die sein Kompass sei. „Es geht immer um die Balance zwischen ökonomisch tragbar, ökologisch machbar und sozial ausgewogen“, unterstrich der neue Landwirtschaftsminister.

Nachfolger für Totschnig als Direktor beim Bauernbund ist der bisherige Referent im ÖVP-Parlamentsklub, David Süß. Verbandspräsident Georg Strasser hob hervor, dass Süß breite Fachkompetenz mitbringe. In seiner bisherigen Tätigkeit habe er mit seiner verbindenden Art und politischem Weitblick überzeugt. „David Süß ist ein geschickter Verhandler. Er beherrscht es, unterschiedliche Interessen gekonnt auszutarieren“, so Strasser. AgE

Süßwarenindustrie: Unternehmen kämpfen mit existenzbedrohenden Belastungen
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18.05.2022 - 13:41
Süßwarenindustrie: Unternehmen kämpfen mit existenzbedrohenden Belastungen

BONN. Den deutschen Herstellern von Süßwaren, Knabbergebäck und Speiseeis laufen die Kosten davon. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) wies heute in Bonn darauf hin, dass sich Energie, Agrarrohstoffe, Verpackungen, aber auch Transport und Logistik schon mit der Corona-Pandemie massiv verteuert hätten. Der Ukraine-Krieg verschärfe die Situation drastisch. Diese in dieser Form noch nie dagewesenen Belastungen träfen die Betriebe in der Breite und immer häufiger in existenzbedrohendem Maße, warnte der Verband.

Nach seinen Angaben lagen die Preise beispielsweise für Sonnenblumenöl im April um 151 % über dem Vorjahresmonat, und Butter kostete im Vergleichszeitraum 78,4 % und Palmöl 73,3 % mehr. Weizen hat sich laut BDSI in den zwölf Monaten bis April 2022 um 71,8 % und Magermilchpulver um fast 70 % verteuert. Bei der aktuellen Frühjahrsumfrage des Verbandes meldeten zudem 83 % der Branchenunternehmen Engpässe bei Verpackungsmaterialien, und 72 % der Unternehmen verzeichneten „ernsthafte“ Versorgungsprobleme bei den agrarischen Rohstoffen wie Weizen, Pflanzenöl, Glukose, Eier und Milchpulver.

Wie aus der Umfrage weiter hervorging, stufen neun von zehn Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie die Belastungen des Krieges in der Ukraine als sehr belastend ein. Die aktuell größten Herausforderungen werden in den Preisexplosionen bei Rohstoffen und Energie, aber auch in der Gefahr einer ausbleibenden Gasversorgung gesehen. Nach Einschätzung des BDSI-Vorsitzenden Bastian Fassin ist die dramatische Entwicklung der Branche in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht angekommen.

Fassin rief die Bundesregierung dazu auf, der konsequenten Stärkung der heimischen Wirtschaft oberste Priorität einzuräumen, denn nur dann könnten Arbeitsplätze und Investitionen am Standort Deutschland langfristig gesichert werden. „Immer neue regulatorische Auflagen können in der jetzigen Situation aber gerade die kleineren und mittleren Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie nicht mehr zusätzlich stemmen“, warnte der Verbandschef. AgE

Ukraine-Krieg: Landhandel fordert von Landwirten „Liefertreue“
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18.05.2022 - 13:38
Ukraine-Krieg: Landhandel fordert von Landwirten „Liefertreue“

BERLIN/HAMBURG. Maßgebliche Voraussetzung für einen funktionierenden Agrarhandel ist die Einhaltung von Verträgen in der gesamten Wertschöpfungskette. Darauf hat der Verband „Der Agrarhandel“ heute aus aktuellem Anlass hingewiesen und die Landwirte zur „Liefertreue“ gemahnt. Gestiegene Energie- und Transportkosten infolge des Ukraine-Krieges träfen nämlich alle Marktbeteiligten gleichermaßen. Die gesamte Wertschöpfungskette von Landwirtschaft, Erfassungshandel, Mühlen, Exportwirtschaft bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel verlasse sich auf die gegenseitige Liefertreue, stellte der Verband klar.

Der Vereinigung zufolge wurden in der laufenden Kampagne aufgrund der attraktiven Preise teilweise mehr als 50 % der Ernte 2022 vorkontrahiert. Wenn die Landwirtschaft aber unter dem Vorwand „höhere Gewalt“ oder „gestörte Geschäftsgrundlage“ nun versuche, sich der Kontraktverpflichtung zu entziehen, würde das über Jahre gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen der Branche und dem Erfassungshandel gestört.

„Der Agrarhandel“ betonte, dass es kein Recht einer Vertragspartei auf ein gewinnbringendes Geschäft gebe. Es könne eben auch dazu kommen, dass ein im Nachhinein verlustreicher Vertrag erfüllt werden müsse. Dies könne sowohl die Landwirtschaft als auch den Erfassungshandel treffen. Das einseitige Abweichen oder die Nichterfüllung von Verträgen führe in der Regel zur Schadenersatzpflicht.

Wie der Verband außerdem erklärte, sichert der Erfassungshandel seine Einkaufspositionen an den Börsen ab. Aufgrund der großen Preissprünge seien dabei Nachschüsse „in einem nie dagewesenen Ausmaß“ angefallen. Wenn die mit der Börsenposition zusammenhängenden Einkäufe von Agrarprodukten nun ausfallen würden, entstünde ein erheblicher finanzieller Schaden, der auszugleichen sei. AgE

Baden-Württemberg: Waldverjüngung nicht durch Rehwildverbiss gefährdet
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18.05.2022 - 13:01
Baden-Württemberg: Waldverjüngung nicht durch Rehwildverbiss gefährdet

STUTTGART. Für die Verjüngung des Waldes in Baden-Württemberg ist der Verbiss durch Rehwild überwiegend kein Problem. Das geht aus der zentralen Auswertung des Forstlichen Gutachtens 2021 hervor, die das Stuttgarter Landwirtschaftsministerium heute vorgestellt hat. Demnach werden die waldbaulichen Ziele für die verbreiteten Nadelbaumarten in aller Regel nicht durch Rehverbiss gefährdet; eine Ausnahme stellt allerdings die Tanne dar. Auch die Buche leidet laut dem Gutachten im Südwesten nur in Ausnahmenfällen so stark unter dem Rehwild, dass die natürliche Verjüngung nicht ohne Schutzmaßnahmen möglich ist. Die übrigen heimischen Laubbaumarten sind gemäß der Auswertung indes tendenziell stärker von Verbiss betroffen als die Nadelbaumarten.

Im Vergleich zu vorangegangenen Jahren wurden beim jüngsten Gutachten deutliche Veränderungen der Verbissintensität in einzelnen Jagdreviere festgestellt. Dem Ministerium zufolge belegt diese Dynamik, dass das Ausmaß des Verbisses lokal nicht als unveränderbar hingenommen werden muss, auch wenn landesweit nur geringfügige Veränderungen erreicht wurden. Anhand der landesweiten Auswertung der Forstlichen Gutachten lassen sich Regionen identifizieren, in denen das Erreichen waldbaulicher Verjüngungsziele anhaltend für bestimmte Baumarten schwierig ist. Diese liegen bei der Eiche in der Rheinebene sowie im Norden bis Nordosten des Landes und bei der Tanne im Wesentlichen im Bereich der Ostabflachung des Schwarzwaldes.

Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Peter Hauk belegt die landesweite Auswertung, dass eine natürliche Verjüngung der meisten Baumarten in der überwiegenden Zahl der baden-württembergischen Jagdreviere möglich und nicht durch Rehwildverbiss gefährdet ist. „Kritisch“ stellt sich dem Minister zufolge allerdings die Situation bei der Eiche dar. Als wärmeliebende, weniger trockenheitsempfindliche und außerdem im Hinblick auf die Biodiversität sehr wertvolle Baumart sei die Eiche eine der wichtigsten Zukunftsbaumarten. Dass rund 85 % der Eichenverjüngungen einer starken oder mittelstaken Verbissintensität durch Rehwild ausgesetzt seien, zwinge zum Handeln.

Orientieren will sich Hauk dabei an Revieren, in denen die Eichenverjüngung gelingt. Es zeige sich, dass Grundeigentümer als Verpächter der Jagdreviere die jagdlichen und waldbaulichen Ziele in ihren Wäldern mit den Jägern besser abstimmen müssten. Dazu habe das Ministerium die Runden Tische Waldumbau und Jagd initiiert, die Lösungsstrategien hierfür erstellten. Darüber hinaus würden derzeit im Wildtierportal Baden-Württemberg auch digitale Werkzeuge zur besseren Abstimmung von waldbaulichen Verjüngungszielen und Rehwildbejagung entwickelt. AgE

Ukraine: FAO: Aufrechterhaltung der Agrarproduktion entscheidend
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17.05.2022 - 17:57
Ukraine: FAO: Aufrechterhaltung der Agrarproduktion entscheidend

BRÜSSEL. Der Chefökonom der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Dr. Máximo Torero, hat die wichtige Bedeutung der Agrarproduktion in der Ukraine auch für die weltweite Ernährungssicherung betont. Wie der Peruaner heute vor dem Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments darlegte, hat seine Organisation deshalb hierzu einen Dreistufenplan aufgelegt. Demnach benötige die Ukraine aktuell vor allem Finanzhilfen sowie technische Unterstützung, um die anstehende Ernte von Wintergetreide und die dann folgende Aussaat durchführen zu können. Gleiches gelte für die Kartoffel- und Gemüseproduktion.

Neben der Sicherstellung der ukrainischen Agrarproduktion müsse zur Bekämpfung der weltweiten Versorgungskrise in einem weiteren Schritt die ukrainische Wertschöpfungskette logistische und technische Unterstützung beim Export erfahren. Im Anschluss sei im Rahmen des Stufenplans vorgesehen, eine präzise Analyse zur Sicherstellung einer ausreichenden Lebensmittelerzeugung durchzuführen, so der FAO-Chefökonom.

Deutliche Kritik übte Torero an Exportrestriktionen einzelner Länder. Sollte beispielsweise Indien seinen gerade angekündigten Exportbann für Weizen tatsächlich umsetzen, werde die globale Versorgungsunsicherheit bei dem wichtigsten Nahrungsgetreide drastisch ansteigen. Kritisch beurteilt der peruanische Wirtschaftswissenschaftler auch die Ausfuhrrestriktionen für indonesisches Palmöl. Diese würden den ohnehin angespannten Markt für Pflanzenöle weiter unter Druck setzen.

Wesentlich für eine sichere Versorgung mit Lebensmittel ist laut Torero eine resilientere landwirtschaftliche Produktion. Gerade ärmere Länder müssten in die Lage versetzt werden, unabhängiger von globalen Marktverwerfungen zu werden. Des Weiteren sei es wichtig, den Landwirten mehr Informationen über die sie betreffende Marktgeschehen, wie unter anderem die Entwicklung der Düngemittelpreise, bereitzustellen. AgE

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