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Agra-Europe · AgE-Ticker:
: EU-Kommission schlägt Zulassung zunächst für ein Jahr vor
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
06.10.2022 - 14:54
: EU-Kommission schlägt Zulassung zunächst für ein Jahr vor

BRÜSSEL. Die Europäische Kommission will die am 15. Dezember auslaufende Zulassung des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Glyphosat zunächst um genau ein Jahr verlängern. Über den Vorschlag werden die Mitgliedstaaten im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF) am Donnerstag oder Freitag kommender Woche zu befinden haben. Der vor kurzem vorgelegte Entwurf basiert auf aktuellen Zulassungskriterien. Die Kommission will den Prüfbehörden „ausreichend Zeit“ für eine Neubewertung geben.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hatten bereits im Mai dieses Jahres mitgeteilt, dass sie erst im Juli 2023 in der Lage seien, eine finale Stellungnahme an die Mitgliedstaaten und die EU-Kommission zu übermitteln. Ursprünglich war eine Präsentation der Ergebnisse einer Neubewertung spätestens im Herbst dieses Jahres anvisiert worden. Diese Frist sei aufgrund der umfangreichen Rückmeldungen im Bewertungsprozess nicht einzuhalten, so die damalige Erklärung der EFSA und der ECHA.

Insgesamt rechnen Beobachter in Brüssel nicht damit, dass der Entwurf der Brüsseler Behörde über eine Verlängerung von einem Jahr abgelehnt wird. Eine Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage zum Abstimmungsverhalten der Bundesregierung steht noch aus. Sollte es in dem Gremium allerdings keine qualitative Mehrheit für oder gegen die Wiederzulassung geben, obliegt das letzte Wort der Kommission.

Bekanntlich hatte Deutschland bei der letztmalig erfolgten Zulassung 2017 unter dem damaligen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU zum Ärger des Koalitionspartners SPD für eine Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffs für fünf Jahre gestimmt und damit für eine qualitative Mehrheit der „Ja-Sager“ gesorgt. Auch wenn Berlin jetzt unter Beteiligung der Grünen in der Bundesregierung gegen eine Zulassung stimmen sollte, ist eine Ablehnung des Kommissionsvorschlags eher unwahrscheinlich. Der Wegfall des Vereinigten Königreichs als Befürworter des Wirkstoffs dürfte ebenfalls nichts daran ändern.

Bei der maßgeblichen Ausschusssitzung hatten sich 2017 neben Deutschland 17 weitere EU-Staaten für die Wiederzulassung von Glyphosat ausgesprochen, darunter Spanien, Polen, die Niederlande, Dänemark und Rumänien. Dagegen hatten neun Länder gestimmt, darunter Frankreich, Italien und Österreich. Portugal hatte sich zuletzt als einziges EU-Land enthalten. AgE/kl

: Eckpunkte für eine Nationale Biomassestrategie
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06.10.2022 - 12:13
: Eckpunkte für eine Nationale Biomassestrategie

BERLIN. Eckpunkte für eine Nationale Biomassestrategie haben das Bundeswirtschafts-, das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium heute vorgelegt. Ziel ist eine nachhaltige Biomasseerzeugung und -nutzung, die sich konsequent an den Klima-, Umwelt- und Biodiversitätszielen orientieren soll. Den Handlungsrahmen bilden dabei das nachhaltig verfügbare Biomassepotential, der Erhalt natürlicher Ökosysteme sowie der Vorrang der Ernährungssicherheit.

Die Strategie der drei grün geführten Ressorts soll die inhaltliche Grundlage für die künftige biomassebezogene Politik der Bundesregierung bilden. Mit der Priorisierung der stofflichen Nutzung, einem Vorrang der Mehrfachnutzung sowie der Nutzung des Biomasseanteils an biogenen Abfallstoffen werden drei Leitprinzipien formuliert. Angestrebt wird die konsequente Kaskaden- und Mehrfachnutzung von Biomasse. Es gehe darum, stets der stofflichen Nutzung Vorrang zu geben, die eine möglichst langfristige Kohlenstoffbindung ermögliche, und erst am Ende der Kaskade energetische Nutzungen in den Blick zu nehmen, heißt es in dem Papier. Dabei seien immer die effizientesten Dekarbonisierungsoptionen einzusetzen.

Mit der Strategie soll außerdem dem erhöhten Nutzungsdruck - etwa auf Naturschutzflächen - sowie der Konkurrenz um Flächen zur Lebensmittelerzeugung begegnet werden. In diesem Sinn ist die Nationale Biomassestrategie auch Teil der notwendigen agrar-ökologischen Transformation. Auch die im novellierten Bundes-Klimaschutzgesetz verankerte Stärkung der Klimaschutzfunktion natürlicher Ökosysteme wie Wälder und Moore soll mit der Strategie erreicht werden.

Laut Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck soll die Biomassestrategie sicherstellen, dass Biomasse zukünftig nur noch in nachhaltig verfügbaren Mengen, gezielter für den Klimaschutz und die Transformation der Wirtschaft in Richtung Treibhausgasneutralität eingesetzt wird. Damit schaffe man langfristig verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen, auch in ländlichen Räumen. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir bezeichnete die Biomassestrategie als ein wichtiges Instrument, um nachhaltig erzeugte Biomasse gezielt und systemdienlich nutzbar zu machen und ihre Potentiale zu sichern. Um einen messbaren und nachhaltigen Beitrag zu Klima- und Biodiversitätsschutz zu leisten, müsse genau abgewogen werden, wofür die knapp bemessene Ressource Biomasse verwendet werden solle, erklärte Umweltministerin Steffi Lemke. AgE/rm

: Einkommen der Landwirte 2021 gestiegen
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06.10.2022 - 11:17
: Einkommen der Landwirte 2021 gestiegen

ETTENHAUSEN. Die Landwirte in der Schweiz haben im vergangenen Jahr mehr verdient als 2020. Das zeigt eine zentrale Auswertung von Buchhaltungsdaten, die turnusgemäß von der Forschungsanstalt Agroscope vorgenommen wurde. Demnach lag das landwirtschaftliche Einkommen im Jahr 2021 bei durchschnittlich 80 700 sfr (82 718 Euro) pro Betrieb; das waren 1,9 % mehr als im Vorjahr. Der landwirtschaftliche Arbeitsverdienst pro Vollzeit-Familienarbeitskraft betrug 59 800 sfr (61 295 Euro) und übertraf den Vergleichswert um 2,0 %.

Hinter diesem Einkommensanstieg verbirgt sich laut Agroscope eine uneinheitliche Entwicklung. Während der Pflanzenbau 2021 mit widrigen Witterungsverhältnissen zu kämpfen hatte, führten in Teilen der Tierproduktion die gestiegenen Preise zu höheren Erträgen. Die Märkte für Rindfleisch und Milch seien beispielsweise durch eine hohe Nachfrage einem bei knappen Angebot geprägt gewesen. Das habe die Preise ansteigen lassen, was bei nahezu stabil gebliebenen Produktionsmengen zu höheren Erträgen geführt habe.

Zudem habe die Produktion von Eiern und Geflügelfleisch zugelegt, weil Geflügelerzeugnisse mit Schweizer Herkunft zunehmend gefragt gewesen seien, so die Forschungsanstalt. Das habe den Betrieben höhere Erträge eingebracht. Anders sei hingegen die Entwicklung am Schweinemarkt verlaufen. Dort habe ein Überangebot die Preise stark sinken lassen, was die Erträge aus der Schweinehaltung verringert habe.

Für die Ackerbauern war 2021 nach Angaben von Agroscope ein Extremwetterjahr. Spätfröste, übermäßige Regenmengen und Hagel hätten sich negativ auf den Pflanzenbau ausgewirkt. Sowohl im Acker- und Futterbau als auch im Obst-, Wein- und Gemüsebau seien die Ernten aufgrund der schwierigen Witterungsbedingungen quantitativ und qualitativ schlecht ausgefallen; das habe auf die Erträge der Landwirte gedrückt.

Die Direktzahlungen pro Betrieb erhöhten sich 2021 im Durchschnitt leicht, weil sich der Strukturwandel hin zu flächenmäßig größeren Höfen fortsetzte. Insgesamt überwogen Agroscope zufolge im Berichtsjahr auf der Ertragsseite die positiven Effekte, insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der Milch- und Rindfleischproduktion. Da insgesamt die Erträge leicht angestiegen und die Aufwände stabil geblieben seien, habe sich unter dem Strich ein Plus beim durchschnittlichen Einkommen ergeben. AgE/jo

: Belgische Fleischwirtschaft zieht vor Verfassungsgerichtshof
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06.10.2022 - 10:38
: Belgische Fleischwirtschaft zieht vor Verfassungsgerichtshof

BRÜSSEL. Die belgische Fleischwirtschaft hat den belgischen Verfassungsgerichtshof aufgefordert, die Rechtmäßigkeit des seit Februar 2022 in Flandern verschärften Tierschutzgesetzes zu prüfen. Dabei geht es um einen Erlass des flämischen Tierschutzministers Ben Weyts, der erheblich härtere Strafen für Privatpersonen und Unternehmen bei Verstößen vorsieht.

Das flämische Parlament hatte den betreffenden Erlass zum Beginn dieses Jahres einstimmig durchgewunken. Damit wurde das Strafmaß für Verstöße gegen das Tierschutzgesetz einheitlich auf eine Freiheitsstrafe von acht Tagen bis fünf Jahren und/oder eine Basisgeldstrafe von 52 Euro bis 100 000 Euro angehoben. Der vom Richter festgesetzte Betrag wird allerdings noch mit einem von den Gerichtsgebühren abhängigen Faktor vervielfacht, der aktuell bei acht liegt.

Vor der Neuregelung gab es zwei Strafkategorien, abhängig von der Schwere der Vergehen: Für die Misshandlung und Vernachlässigung von Tieren reichte die Bandbreite der Freiheitsstrafe nur von einem Monat bis zu drei Monaten und die Basisgeldstrafe lediglich von 52 Euro bis 500 Euro. Auch damals wurde die Basisgeldstrafe durch einen vom Gericht festzulegenden Faktor vervielfacht. Die schwersten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, wozu zum Beispiel die Tötung oder Verstümmelung von Tieren zählten, wurden indes mit Haftstrafen von einem Monat bis zu sechs Monaten und/oder einer Geldstrafe von 52 Euro bis 2 000 Euro geahndet, wobei das Gericht ebenfalls Multiplikatoren festlegte.

Der Verband der belgischen Fleischwirtschaft (FEBEV), der Verband der industriellen Geflügelschlachter (VIP), der Verband des Belgischen Kalbfleischsektors (BVK) und der Verband der Haustierzüchter (Ani-zoo) berufen sich nun bei der Anrufung des Verfassungsgerichtshofs in dieser Sache auf eine Stellungnahme des Staatsrats, der bereits den Entwurf des Dekretes kritisiert hatte. Die Prüfer hatten bemängelt, dass die weite „Spreizung“ des Strafmaßes der Willkür Vorschub leisten könnte. Die Strafe für weniger schwerwiegende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz könne dadurch „unverhältnismäßig hoch“ ausfallen. „Insbesondere stellt sich die Frage, ob für Versäumnisse der Verwaltung die gleiche Strafdrohung gelten sollte wie für Tierquälerei“, gab der Staatsrat außerdem zu bedenken. AgE/kk

: Bundesregierung für Pflanzenschutzverbot
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06.10.2022 - 09:17
: Bundesregierung für Pflanzenschutzverbot

BERLIN. In Schutzgebieten von hoher naturschutzfachlicher Bedeutung befürwortet die Bundesregierung ein Anwendungsverbot für Pflanzenschutzmittel. Konkret stellt die Regierung klar, dass sie weiterhin die betreffende Aussage des Bundesumweltministeriums aus dem Jahr 2019 vertrete. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor, in der nach den Auswirkungen der Vorschläge der Europäischen Kommission zur Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes gefragt wird.

Die Auswirkungen der Vorschläge der EU-Kommission sind derweil nach Einschätzung der Bundesregierung noch nicht abzusehen. Es handele sich um einen Verordnungsvorschlag, an dem es im Rahmen der Verhandlungen auf EU-Ebene noch weitere Anpassungen geben werde, heißt es unter anderem zur Begründung. Aufgrund dessen könnten keine Angaben beispielsweise zur Art und zum Umfang der betroffenen Flächen, den Auswirkungen auf Ernten und die Ertragssicherheit oder die Lebensmittelpreise getroffen werden.

Die Erstellung einer Folgenabschätzung zu einer Einschränkung der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist gemäß der Antwort zum gegenwärtigen Stand des Verfahrens nicht vorgesehen und wird von der Bundesregierung aufgrund der „nicht absehbaren Fortentwicklung“ des Rechtstextes auch nicht für sinnvoll gehalten.

Hinsichtlich der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Flächen der öffentlichen Hand, also etwa in Parks oder auf Spiel- und Sportplätzen, erwartet die Regierung von einem grundsätzlichen Verbot einen positiven ökologischen Effekt, aber keine negativen ökonomischen Auswirkungen. Auch in diesem Zusammenhang ist laut der Antwort keine Folgenabschätzung geplant. AgE/pk

: 300 Euro-Energiepreispauschale auch für SVLFG-Rentenbezieher
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05.10.2022 - 15:20
: 300 Euro-Energiepreispauschale auch für SVLFG-Rentenbezieher

BERLIN. Die heute vom Bundeskabinett beschlossene Energiepreispauschale für Renten- und Versorgungsbezieher schließt auch die Landwirtschaft ein. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, werden die jeweils 300 Euro bis zum 15. Dezember 2022 auch an die rund 456 000 Rentenbezieherinnen und Rentenbezieher bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ausgezahlt.

Die Unterstützung wird Personen gewährt, die am Stichtag 1. Dezember 2022 eine Alters-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente beziehen. Der Bund stellt dafür im Bereich der SVLFG insgesamt 137 Mio Euro zur Verfügung. Die Mittel kommen aus dem Bundeshaushalt, ohne dass bislang festgelegt ist, aus welchem Einzelplan. Allerdings ist wohl sichergestellt, dass sie nicht durch Ausgabenkürzungen an anderer Stelle im Etat des Bundeslandwirtschaftsministeriums gegenfinanziert werden müssen.

Ressortchef Cem Özdemir sprach von einem „guten Tag für unsere Landwirtinnen und Landwirte, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben und jetzt eine Rente beziehen“. Mit der Kabinettsentscheidung sei klar, dass SVLFG-Rentner fest mit dieser Unterstützung rechnen könnten. Özdemir verwies auf das Einvernehmen, dass er in der Frage Berücksichtigung der Rentner mit seinen Kabinettskollegen Hubertus Heil und Christian Lindner erzielt habe. Damit würden Rentnerinnen und Rentner ebenso eine Entlastung von den hohen Energiepreisen erhalten wie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land. „Diese Wertschätzung haben sie verdient", so der Grünen-Politiker. AgE/rm

: Kritik an Konsultationen reißt nicht ab
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05.10.2022 - 13:53
: Kritik an Konsultationen reißt nicht ab

BRÜSSEL. An den im Zusammenhang mit der Überarbeitung des europäischen Gentechnikrechts durchgeführten Konsultationen der Europäischen Kommission ist ein weiteres Mal Kritik laut geworden. Nach dem für die gesamte Öffentlichkeit zugänglichen Prozess ist nun die gezielte Befragung der Interessengruppen unter Beschuss geraten. In einem offenen Brief an die zuständige Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides fordern zahlreiche Umwelt- und Landwirtschaftsverbände, die ihrer Meinung nach mangelhaften Teile der Konsultationen zu wiederholen. Die gezielte Befragung der Interessengruppen weise grundlegende Fehler auf und könne somit keine solide Basis für Entscheidungen bezüglich der Regulierung von gentechnisch veränderte Organismen (GVO) darstellen, heißt es zur Begründung.

Nach Angaben der Organisationen basierte die Befragung auf Meinungen und Spekulationen und nicht auf robusten Daten. Die Fragen seien aus voreingenommenen Perspektiven verfasst und zudem - wie die zur Auswahl stehenden Antwortmöglichkeiten - nicht eindeutig gewesen. Kritisiert wird auch, dass es für die postulierten Vorteile der GVO keine verifizierbare Basis gebe. Außerdem pochen die Verfasser des Briefs auf mehr Transparenz. Die eingesetzten Berater befänden sich in einem Interessenkonflikt. Ferner seien die verschiedenen Optionen für die Novelle nicht veröffentlicht worden, so dass der Einfluss der Konsultationen nicht nachvollzogen werden könne. Nicht zuletzt muss laut den Organisationen dafür gesorgt werden, dass Nachhaltigkeitsbewertungen unabhängig von Risikoabschätzungen vorgenommen werden.

„Die Befragung war erschreckend einseitig und erfüllt letztlich nicht die von der EU-Kommission selbst geforderten Standards für eine gezielte Konsultation“, erklärte die Umweltschutzorganisation Global 2000. Daher könnten die Ergebnisse keine solide, seriöse Entscheidungsgrundlage für einen veränderten Rechtsrahmen für neue Gentechnik in der Landwirtschaft sein. Die österreichische Organisation hat ihre Teilnahme an der Befragung nach eigenen Angaben zurückgezogen. Bereits die öffentliche Konsultation sei durch mangelnde Transparenz sowie irreführende Fragen und Antwortmöglichkeiten gekennzeichnet gewesen, die allesamt darauf abzuzielen schienen, das bestehende EU-Gentechnikrecht zu schwächen.

Aus Deutschland haben den Brief unter anderem der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) unterzeichnet. Auf internationale Ebene sind unter anderem Demeter International, Greenpeace, die Europäische Koordination Via Campesina (ECVC) sowie die EU-Gruppe der Internationalen Vereinigung ökologischer Landbaubewegungen (IFOAM Organics Europe) mit dabei. AgE/pk

: Plagge fordert Unterstützung durch den Bund
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05.10.2022 - 12:44
: Plagge fordert Unterstützung durch den Bund

BERLIN. Mit Blick auf die Ziele für den Ausbau des Ökolandbaus hat der Präsident des Anbauverbandes Bioland, Jan Plagge, an die Bundesregierung appelliert, neue Fördermaßnahmen auf den Weg zu bringen. „Wenn die Bundesländer offensichtlich nicht mitziehen, dann muss der Bund eigene Mittel für den Bio-Ausbau bereitstellen, denn sonst kann die Konsequenz nur das Scheitern des 30 %-Ziels sein“, erklärte Plagge gestern. Die Politik dürfe nun nicht den Fehler machen, aufgrund der schwierigen Lage mit steigenden Preise und Absatzrückgängen im Lebensmittelmarkt die „Bio-Transformation“ zu verlangsamen. Vielmehr müssten die Betriebe jetzt noch besser unterstützt werden, um den Ausbau zu beschleunigen.

Kritik übte der Bioland-Präsident am deutschen Strategieplan zur Umsetzung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Nach Angaben des Verbandes wurde darin das Zwischenziel für den Ausbau des Ökolandbaus im Jahr 2027 um 2 Prozentpunkte auf 12 % abgesenkt; an der Zielmarke von 30 % bis 2030 wird aber festgehalten. „Um in den nächsten acht Jahren auf 30 % Biofläche zu kommen, brauchen wir einen jährlichen Zuwachs von rund 400 000 ha”, rechnete Plagge vor. Mit dem „Schneckentempo“, das sich aus dem Zwischenziel ergebe, sei das bei Weitem nicht zu erreichen.

Ausgehend vom aktuellen Flächenanteil des Ökolandbaus von 11 % wäre nach Einschätzung des Verbandspräsidenten schon ein Zuwachs auf 14 % in den kommenden fünf Jahren nicht ausreichend. Die 12 % konterkarierten das 30 %-Ziel jetzt allerdings noch viel deutlicher, betonte Plagge. Die für die Flächenplanung zuständigen Bundesländer ignorierten scheinbar ihre eigenen Zielwerte. Nach Angaben von Bioland wurden zu Beginn des laufenden Jahres bundesweit rund 1,8 Mio ha ökologisch bewirtschaftet; ein Flächenanteil von 30 % würde einem Umfang von etwa 5 Mio ha entsprechen. AgE

: Schiplage löst Lahde als Präsident ab
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05.10.2022 - 10:48
: Schiplage löst Lahde als Präsident ab

BERLIN/BONN. Wechsel an der Spitze des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT): Cord Schiplage von der Genossenschaft GSagri ist auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Berlin zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der 44-Jährige war zuvor bereits DVT-Vizepräsident und Vorsitzender der Regionalgruppe Nord. Schiplage löst Jan Lahde von der Hansa Landhandel ab, der nach acht Jahren im Amt nicht zur Wiederwahl zur Verfügung gestanden hatte.

Der scheidende Präsident wurde für seine langjährigen ehrenamtlichen Dienste mit dem DVT-Award ausgezeichnet. Lahde war seit 1994 im Vorstand des Bundesverbandes der Mischfutterhersteller, mit der Gründung des DVT im Jahr 2001 Vorstandsmitglied und von 2003 bis zu seiner Wahl zum Präsidenten im Jahr 2014 als Vizepräsident aktiv.

Kontinuität besteht bei den Vizepräsidenten des Verbandes. Carolin Braun-Majer von DEWA Kraftfutterwerk und Dr. Bernhard Wesseling von der Deutschen Vilomix wurden bei den Wahlen in Berlin in ihren Ämtern bestätigt. Der Vorstand zählt darüber hinaus zehn weitere Mitglieder, darunter Dr. Anton Einberger von Trouw Nutrition, der als Vizepräsident des europäischen Mischfutterverbandes (FEFAC) fungiert.

Beim DVT handelt es sich um einen Wirtschaftsverband. Er vertritt die Interessen der Unternehmen, die Futtermittel, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln. AgE/ri

: Schleicher zum ZDG-Geschäftsführer berufen
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05.10.2022 - 10:31
: Schleicher zum ZDG-Geschäftsführer berufen

BERLIN. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) hat sich personell neu aufgestellt. Wie der Verband jetzt berichtete, übernahm Wolfgang Schleicher zum 1. Oktober als Geschäftsführer die Verantwortung für die gemeinsame Verbandsgeschäftsstelle in Berlin. Zuletzt hatte Schleicher als Referatsleiter für Öffentlichkeitsarbeit im bayerischen Landwirtschaftsministerium verantwortlich gezeichnet. Nach seinem Studium der Agrarwissenschaften an der Technischen Universität München-Weihenstephan hatte ihn 2008 der Weg in den bayerischen Verwaltungsdienst geführt. Weitere Stationen waren Brüssel, Berlin und München. Hier hat sich Schleicher laut ZDG ein großes nationales und internationales Netzwerk aufgebaut.

Schleicher verantwortet dem Zentralverband zufolge satzungsgemäß in Personalunion die Geschäfte der fünf angeschlossenen Bundesverbände der Hähnchen-, Puten- und Gänseerzeuger wie auch der Eierwirtschaft sowie der Schlachterei- und Verarbeitungsbetriebe. Gleichzeitig hat er die Geschäftsführung der angeschlossenen Gesellschaften übernommen.

Der 45-jährige gebürtige Bayer fühlt sich nach eigenen Angaben aufgrund seiner Verwaltungserfahrung und weitreichenden Erfahrungen auf den verschiedensten politischen Ebenen für die anstehenden Aufgaben bestens gerüstet: „Die deutsche Geflügelwirtschaft hat über ihre gesamte Wertschöpfungskette hinweg massive Herausforderungen zu bewältigen. Ich werde alles daran setzen, gemeinsam mit unseren Mitgliedern und unseren nationalen wie europäischen Partnern nachhaltige und praxistaugliche Zukunftslösungen für die Branche zu erarbeiten“, sagte Schleicher.

Die Berufung von Schleicher sei eine ebenso richtige wie nachhaltige Weichenstellung für den Verband, erklärte ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke. Der Vorstand habe sich in einem intensiven Auswahlverfahren einstimmig für Schleicher ausgesprochen. „Mit ihm gewinnen wir eine erfahrene und zupackende Führungskraft. Wir sind überzeugt, dass er unserem Verband die richtigen Impulse zur Weiterentwicklung geben wird“, so Ripke.

Der Vorgänger im jetzt von Schleicher angetretenen Amt, Dr. Thomas Janning, hatte nach 25 Jahren Tätigkeit für die deutsche Geflügelwirtschaft im vergangenen Sommer angekündigt, künftig neue berufliche Wege zu gehen. Der langjährige ZDG-Geschäftsführer beendete seine Tätigkeit im Verband auf eigenen Wunsch. Im Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft sind rund 8 000 Mitglieder in Bundes- und Landesverbänden organisiert. AgE/ri

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