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Agra-Europe · AgE-Ticker:
Wettbewerbsverzerrung verhindern
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
20.06.2024 - 17:58
Wettbewerbsverzerrung verhindern

Wettbewerbsverzerrung verhindern

BONN. Ein unterschiedliches Vorgehen der Länder bei der Umsetzung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes sorgt seit Monaten für Kritik. Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) hat vor diesem Hintergrund die Entscheidung des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit begrüßt, sich bei seinen Auslegungshinweisen an einem Kriterienkatalog zu orientieren, den die Vertreter der Wertschöpfungskette Schwein Ende 2023 erarbeitet und den Ländern als Empfehlung mit der Bitte um eine einheitliche Auslegung an die Hand gegeben hatten. Niedersachsen ist das erste Land, dass diese Anregungen nun aufgreift und leicht angepasste Auslegungshinweise verabschieden wird, erklärte der BRS am Donnerstag (20.6.) in Bonn.

BRS-Geschäftsführerin Dr. Nora Hammer wies darauf hin, dass beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz nach wie vor ein Konzept zur Ausweitung der Haltungskennzeichnung in der Außer-Haus-Verpflegung fehle. Zudem seien die ministeriellen Vorschläge zur Einbeziehung der frühen Lebensphase nicht durchdacht. Umso erfreulicher sei der Schritt Niedersachsens. „Wir hoffen, dass weitere Bundesländer diesen Kriterienkatalog übernehmen“, betonte Hammer. Eine innerdeutsche Wettbewerbsverzerrung müsse unbedingt verhindert werden.

Eine Farce

Der Verband bekräftige zugleich seine Kritik am Bund. Anstatt den Empfehlungen der Branche im Gesetzgebungsverfahren für das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz zu folgen, über einheitliche Vorschriften für Ruhe sorgen, verweise der Bund nach wie vor auf die Zuständigkeit der Länder. Für den Bundesverband ist das eine Farce. Zunächst habe das Bundeslandwirtschaftsministerium das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz als Einspruchs- und nicht als Zustimmungsgesetz konzipiert und die Länder somit von einer Mitsprache ausgeschlossen. Anschließend würden die Länder bei der Umsetzung allein gelassen. AgE

Geflügelbranche weist Kritik zurück
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20.06.2024 - 17:18
Geflügelbranche weist Kritik zurück

Geflügelbranche weist Kritik zurück

BERLIN. Die Geflügelwirtschaft hält wiederkehrende Aussagen hinsichtlich der Belastung von Geflügelfleisch mit antibiotikaresistenten Keimen für unseriös. „Eine vollständige Freiheit von Bakterien kann bei keinem natürlichen Lebensmittel erwartet werden“, erklärte der Geschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Wolfgang Schleicher, am Donnerstag (20.6.) gegenüber AGRA Europe. Dies gelte unabhängig davon, wo dieses Lebensmittel verkauft wurde und unabhängig von der jeweiligen Haltungsform oder Besatzdichte.

Schleicher regierte damit auf Ergebnisse einer Untersuchung von Lidl-Hühnerfleisch in mehreren europäischen Ländern, die unter anderem von der Albert Schweizer-Stiftung in Auftrag gegeben worden war. Danach fanden sich auf rund der Hälfte der Proben antibiotikaresistente Bakterien. Der Vorsitzende vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Olaf Bandt, bezeichnete die Ergebnisse als „erschreckend“. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung sei noch immer deutlich zu hoch.

Sensibles Produkt

Hähnchenfleisch als Naturprodukt, das nach den rechtlichen Vorgaben der EU keiner chemischen Endproduktbehandlung unterzogen werde, sei niemals keimfrei, heißt es hingegen beim ZDG. Geflügelfleisch im rohen Zustand sei ein sensibles Produkt, das eine angemessene Küchenhygiene erfordere. Auf Initiative der Wirtschaft und des Handels gebe es seit Langem entsprechende Verbraucherhinweise auf den Verpackungen. Vollständig durchgegartes Geflügelfleisch sei grundsätzlich ein sicheres Lebensmittel.

Einsatz bei Puten und Masthähnchen rückläufig

Die Geflügelwirtschaft wisse um die Bedeutung von Antibiotikaresistenzen und stehe zu der Verantwortung, ihren Beitrag zu einer Minimierung von Resistenzen zu leisten, so der ZDG. Die Branche habe es sich zur Aufgabe gemacht, den Einsatz von Antibiotika so weit wie möglich zu reduzieren. Bereits vor mehr als zehn Jahren habe man zur Schaffung einer verlässlichen Datengrundlage die Einrichtung eines Antibiotika-Monitoring-Systems auf Ebene des QS-Systems initiiert.

Der erste Jahresbericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu Therapiehäufigkeit und Antibiotika-Verbrauchsmengen vom August 2023 zeige, dass der Antibiotika-Einsatz sowohl bei Puten als auch Masthähnchen im Berichtsjahr 2022 gesunken sei. Auch die populationsweite Therapiehäufigkeit sei rückläufig. Allerdings gebiete es der Tierschutz, erkrankte Tiere adäquat zu behandeln, bei bakteriellen Infektionen gegebenenfalls auch mit geeigneten Antibiotika nach Antibiogramm. AgE

Niederländische BBB wird Teil der EVP
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20.06.2024 - 17:04
Niederländische BBB wird Teil der EVP

Niederländische BBB wird Teil der EVP

BRÜSSEL. Die Gerüchte der letzten Monate haben sich bestätigt: Die in Teilen als EU-skeptisch geltende Bauer-Bürger-Bewegung (BBB) aus den Niederlanden wird sich der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) anschließen. Der weiter rechts stehenden Fraktion der Europäischen Konservativen (EKR) ist es nicht gelungen die beiden neugewählten BBB-Europaabgeordneten, Sander Schmit und Jessika van Leeuwen, auf ihre Seite zu ziehen.

Verbindungen der beiden Abgeordneten zur EVP hat es dem Vernehmen nach bereits zuvor gegeben. Unter anderem war Schmit von 2014 bis 2022 Mitarbeiter der niederländischen Agrarpolitikerin und Christdemokratin von der CDA, Annie Schreijer-Pierik. Auch sie wurde erneut in die europäische Volksvertretung gewählt. Sie ist bereits Mitglied der EVP. Dass alle drei als Vollmitglied im Landwirtschaftsausschuss sitzen werden, kann aufgrund der begrenzten Mitgliederzahl aber nahezu ausgeschlossen werden.

Kaum Neuigkeiten zu den Fachausschüssen

Nach wie vor unklar sind auch Details zur genauen Ausgestaltung der einzelnen Fachausschuss-Portfolios. Mehr und mehr erhärten sich Gerüchte, Landwirtschafts- und Fischereiausschuss könnten zusammengelegt werden - eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Davon abhängig ist auch die Zahl der Mitglieder. Gleiches gilt für die Vorschlagsrechte der einzelnen Fraktionen für die Ausschussvorsitzenden. Frühestens Mitte Juli werden beim Personal konkrete Entscheidungen erwartet. Der Anteil der Ausschussmitglieder aus den einzelnen Fraktionen richtet sich bekanntermaßen nach der Mitgliederzahl ihrer Fraktionen.

EKR nun vor den Liberalen

Bei der Zusammensetzung der einzelnen Fraktionen zeichnen sich größere Rochaden, wie beispielsweise eine Zusammenlegung oder Teilung, bislang nicht ab. Nach aktuellem Stand stellt die EVP mit 189 Abgeordneten die größte Fraktion. Gemessen am Stand zum Ende der letzten Legislaturperiode kann sie 13 Mandate hinzugewinnen. Fraktionsvorsitzender bleibt der CSU-Politiker Manfred Weber. Der Bayer wurde bereits in seinem Amt bestätigt. Zweitstärkste Fraktion ist die Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) mit vorläufig 136 Sitzen. Das sind drei Abgeordnete weniger als Ende der vorigen Legislatur.

Die neuerdings drittstärkste Fraktion wird die EU-skeptische EKR stellen. Hatte sie am Ende der letzten Wahlperiode nur 69 Mitglieder in ihren Reihen, sind es nun 83. Ihr gehören unter anderem die polnische PiS sowie die Frattelli d’Italia an. Damit liegen sie knapp vor der liberalen Renew Europe (RE). Hatte die RE am Ende des alten Parlaments noch 102 Abgeordnete in ihren Reihen, zählt die Fraktion nun nur noch 81 Mitglieder.

Mehr Rechtspopulisten als Grüne

Danach folgt die rechtspopulistische Fraktion Identität und Demokratie (ID). Diese hat nun 58 Mandatsträger in ihren Reihen. Vor der Wahl waren es noch 49. Dahinter liegen nun die Grünen/EFA. Zählte die Fraktion vor den Wahlen 71 Parlamentarier, so sind es nun genau 20 Abgeordnete weniger. Die kleinste Fraktion stellt die Linke mit 39 Mitgliedern; zwei mehr als vor den Wahlen. 

Ein nicht unerheblicher Anteil der Abgeordneten hat sich bislang gar keiner Fraktion angeschlossen. Zu dieser Gruppe zählen aktuell 83 EU-Parlamentarier; darunter unter anderem die 15 AfD-Politiker aus Deutschland. Die Neugründung von Fraktionen ist grundsätzlich möglich, aber an bestimmte formale Voraussetzungen geknüpft. Laut der Geschäftsordnung der Volksvertretung muss eine Fraktion beispielsweise aus mindestens 23 Abgeordneten bestehen, die wiederum aus nicht weniger als sieben Mitgliedstaaten stammen müssen. AgE

Landwirte ins Zentrum der GAP
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20.06.2024 - 16:49
Landwirte ins Zentrum der GAP

Landwirte ins Zentrum der GAP

BUDAPEST/BRÜSSEL. Ungarn will seine halbjährige Ratspräsidentschaft nutzen, die europäische Agrarpolitik stärker an den Bedürfnissen der Landwirte auszurichten. Konkret will die Budapester Regierung die EU-Kommission dabei unterstützen, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für die Zeit nach 2027 weiterzuentwickeln. In der GAP sieht Ungarn einen Hebel, „traditionelle ländliche europäische Lebensweisen zu bewahren“. Zudem hat man sich auf die Fahnen geschrieben, das Krisenmanagement in der GAP voranzubringen. 

Reziprozität umsetzen

Darüber hinaus will Ungarn die Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken in der Lebensmittellieferkette (UTP) im Rahmen der Gemeinsamen Marktorganisationen (GMO) vorantreiben. Hierzu hatte die Kommission für den Herbst einen neuen Gesetzesvorschlag zur bereits bestehenden UTP-Richtlinie angekündigt. Daneben hat sich Ungarn zum Ziel gesetzt, die Verhandlungen von Gesetzesvorschlägen zu Saatgutverordnung, Tiertransporten und neuen genomischen Techniken (NGT) in Angriff zu nehmen. Besonderer Fokus soll auf die Reduktion von Lebensmittelverschwendung im Zuge der Vorschläge zur EU-Abfallrahmenrichtlinie gelegt werden. Außerdem plädiert Budapest für eine striktere Handelspolitik bei Agrargütern und die konsequente Umsetzung von Reziprozität. 

Aquakulturen ausbauen

Im Rahmen der sogenannten BIOEAST Initiative plant Ungarn eine paneuropäische Forschungs- und Innovationspartnerschaft mit Schwerpunkt auf Osteuropa. Wobei der Rat der EU insbesondere bei den vier Themenfeldern Boden, Trinkwasser, Ernährungssysteme und Biomanufacturing miteinbezogen werden soll. Darüber hinaus will Ungarn den Ausbau von Aquakulturen vorantreiben und begründet dies mit dem im Vergleich kleinen ökologischen Fußabdruck dieser Eiweißquelle. AgE

Umweltressort warnt vor Streichung
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20.06.2024 - 16:09
Umweltressort warnt vor Streichung

Umweltressort warnt vor Streichung

BERLIN. Das Bundesumweltministerium warnt vor einem Verzicht auf die Nährstoffbilanz. „Ohne Datengrundlagen werden keine Verhandlungen mit der EU-Kommission möglich sein“, erklärte eine Sprecherin des Ressorts am Donnerstag (20.6.) gegenüber AGRA Europe. Man stehe zu dem Ziel, Betriebe, die gewässerschonend und nährstoffeffizient wirtschafteten, von strengeren Maßnahmen in den Roten Gebieten auszunehmen.

Dafür erforderliche Gespräche mit der EU-Kommission werden im Ministerium jedoch nur dann als erfolgversprechend angesehen, wenn neben dem von Brüssel geforderten Nährstoffmonitoring zur Düngeverordnung auch die Stoffstrombilanzverordnung oder künftig Nährstoffbilanzverordnung herangezogen werden könne. „Die Nährstoffbilanz kann ein weiterer Baustein für eine Maßnahmendifferenzierung sein“, heißt es im Umweltressort. Dort weist man die Kritik zurück, die Bilanz gehe mit erheblicher zusätzlicher Bürokratie für die Betriebe einher. Genutzt würden bereits vorhandenen Buchführungsdaten, daher sei kein zusätzlicher Aufwand erforderlich.

Keine Zustimmung in Sicht

Unterdessen stehen bei der Novelle des Düngegesetzes die Zeichen weiter auf Vermittlungsausschuss. Zwar hat der Umweltausschuss des Bundesrates am Donnerstag dem Gesetz zugestimmt, nachdem der Agrarausschuss zu Wochenbeginn die Vorlage abgelehnt hatte. In der Plenarsitzung der Länderkammer am 5. Juli ist eine Mehrheit für das vom Bundestag beschlossene Gesetz dennoch unwahrscheinlich.

Für das dafür notwendige Quorum werden im Bundesrat bekanntlich nur die Stimmen der Befürworter gezählt, nicht jedoch Enthaltungen. Da sich aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen von Union auf der einen sowie SPD und Grünen auf der anderen Seite ein erheblicher Teil der Länder enthalten dürfte, wird die Grenze von 35 Ja-Stimmen im Bundesrat kaum zu erreichen sein.

Anschließend wird aller Voraussicht nach entweder der Bundesrat selbst eine Anrufung des Vermittlungsausschusses beantragen oder die Initiative wird von der Bundesregierung oder dem Bundestag ausgehen. Ein Interesse, dass die Novelle scheitert, hat keine Seite.

Bringt nichts außer Bürokratie

Hauptstreitpunkt ist die Stoffstrombilanz, die gemäß der Neuregelung künftig Nährstoffbilanz heißen und im Vergleich zur geltenden Regelung modifiziert werden soll. Die Unionsseite hält die Stoffstrombilanz für überflüssig. Sie bringe nichts für den Grundwasserschutz und bürde den Betrieben zugleich erhebliche bürokratische Lasten auf. Die mit dem Gesetz vorgesehene Einführung eines Monitorings reiche aus, um die von der EU-Kommission geforderte Wirksamkeit der Düngeregeln zu überprüfen und damit die Voraussetzung für mehr Verursachergerechtigkeit im Düngerecht und differenziertere Maßnahmen zu schaffen, so die Auffassung der Agrarminister von CDU und CSU. AgE

Bewegung im Aufsichtsrat
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20.06.2024 - 14:47
Bewegung im Aufsichtsrat

Bewegung im Aufsichtsrat

MÜNSTER. Der Aufsichtsrat des Landwirtschaftsverlages Münster hat sich neu aufgestellt. Wie das Unternehmen am Donnerstag (20.6.) mitteilte, wurde der Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Karl Werring, als Vertreter des Gesellschafters Stiftung Westfälische Landschaft neu in das Gremium gewählt. Der Kammerpräsident tritt damit die Nachfolge von Friedrich Steinmann an, der nach sechs Jahren an der Spitze des Gremiums auf eine weitere Amtszeit verzichtet hatte. Insgesamt hat er dem Aufsichtsrat 19 Jahre angehört.

Den Vorsitz des Aufsichtsrates übernimmt nach Angaben des Verlages der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Hubertus Beringmeier. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Friedrich Becker vom Raiffeisenverband Westfalen-Lippe.

Nach der Gremiensitzung würdigten die Geschäftsführer des Verlages, Malte Schwerdtfeger und Dr. Ludger Schulze Pals, Steinmanns langjähriges Engagement. „Der Landwirtschaftsverlag hat Friedrich Steinmann viel zu verdanken. In seiner langen Amtszeit haben wir uns von einem reinen Agrarverlag zu einem breit aufgestellten Medien- und Dienstleistungskonzern entwickelt, der entlang der gesamten Wertschöpfungskette Lebensmittel tätig ist“, erklärten Schwerdtfeger und Schulze Pals. AgE

Biomasseanlagen erneut überzeichnet
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20.06.2024 - 14:32
Biomasseanlagen erneut überzeichnet

Biomasseanlagen erneut überzeichnet

BONN. Zum Gebotstermin am 1. April 2024 wurde die Biomasseausschreibung erneut deutlich überzeichnet. Keine Gebote wurden wie auch in den beiden vorhergehenden Runden für Biomethananlagen abgegeben. Das teilte die Bundesnetzagentur (BNetzA) am Donnerstag (20.6.) mit. „Mit 788 eingegangenen Geboten und einer gebotenen Leistung von mehr als dem Dreifachen des Ausschreibungsvolumens verstetigt sich das Bild eines ausgeprägten Wettbewerbs bei den Ausschreibungen für Biomasseanlagen“, sagte BNetzA-Präsident Klaus Müller in Bonn. Aus der Bioenergiebranche kam dagegen Kritik an dem aus ihrer Sicht zu niedrigen Ausschreibevolumen.

Der Behörde zufolge wurden insgesamt 240 Megawatt ausgeschrieben, auf die 788 Gebote mit einer Gebotsmenge von 742 Megawatt abgegeben wurden. Einen Zuschlag erhielten 263 Geboten mit einer Zuschlagsmenge von 243 Megawatt. Der Großteil entfiel dabei auf Gebote für Bestandsanlagen: Diesen erteilte die BNetzA 257 Zuschläge mit insgesamt 235 Megawatt. Auf Neuanlagen fielen dagegen nur sechs Zuschläge mit 9 Megawatt. Erneut sanken die durchschnittlichen mengengewichteten Zuschlagswerte auf nun 17,80 ct/kWh. In der Ausschreibung vom Oktober hatte dieser Wert noch bei 18,28 ct/kWh und in der Runde davor bei 18,92 ct/kWh gelegen.

Wie die Bundesnetzagentur weiter mitteilte, gingen mehr als ein Drittel der Zuschläge, nämlich 127 Gebote mit etwa 90 Megawatt, nach Bayern. Standorte in Niedersachsen erhielten 37 Zuschläge mit einer Leistung von 50 Megawatt, gefolgt von Baden-Württemberg mit 37 Zuschlägen und 33 Megawatt. Auf Platz vier landete Nordrhein-Westfalen mit 29 Zuschlägen und 26 Megawatt. 

Bioenergiebranche sieht Wärmewende in Gefahr

Wenig überrascht von den Ergebnissen der Ausschreiberunde zeigte sich die Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie (HBB), Sandra Rostek. „Der schleichende Ausstieg aus der Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogas, der mit dem EEG 2023 eingeleitet wurde, trägt nun bedauerliche Früchte“, sagte Rostek. Der HBB-Leiterin zufolge erhalten wegen des niedrigen und abschmelzenden Ausschreibevolumen viele Bestandsanlagen keine Anschlussvergütungen und müssen stillgelegt werden. Zudem seien die finanziellen Anreize für eine flexiblere Fahrweise der Anlagen zu niedrig. „So gefährden wir sehenden Auges den Erfolg der Energiewende“, warnte Rostek.

Vor allem mit Blick auf die Wärmenetze sei dies problematisch. Regional produzierte Wärme aus Bioenergieanlagen sei für eine fossilfreie kommunale Wärmeversorgung dringend notwendig, so Rostek. Der Präsident des im HBB organisierten Fachverband Biogas (FvB), Horst Seide, ergänzte: „Wenn die Biogaswärme, die bei der Erzeugung von Strom in Blockheizkraftwerken ohnehin anfällt, nicht mehr zur Verfügung steht, wird es an vielen Stellen schwer werden mit der Umsetzung der Wärmewende.“ Es müsse daher das Ausschreibevolumen auf 1.800 Megawatt pro Jahr und der Flexibilisierungszuschlag auf 120 Euro/kwH angehoben werden, forderte der FvB. AgE

Sorge vor Virus-Einschleppung
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20.06.2024 - 14:32
Sorge vor Virus-Einschleppung

Sorge vor Virus-Einschleppung

HANNOVER. Nach dem Fund eines mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweins in Hessen haben im Nachbarland Niedersachsen das Landwirtschaftsministerium und die Landesjägerschaft (LJN) Jägerschaft und Schweinehalter zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Zugleich appellierten sie am Donnerstag (20.6.) an diese, die Biosicherheitsmaßnahmen streng einzuhalten.

„Ein ASP-Ausbruch in Niedersachsen hätte nicht nur große wirtschaftliche Konsequenzen für die betroffenen Betriebe, sondern wäre auch mit großem Tierleid verbunden. Deshalb müssen wir alles dafür tun, um die Einschleppung des Virus‘ zu verhindern“, erklärte Ressortchefin Miriam Staudte am Donnerstag (20.6.) in Hannover. Parallel arbeite ihr Haus fortlaufend an Lösungen, um die Folgen eins möglichen ASP-Ausbruchs in Niedersachsen so gut wie möglich abzufedern.

LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke machte deutlich, dass Niedersachsens Jäger seit Jahren für das Thema ASP sensibilisiert seien. Daher werde das Schwarzwild intensiv bejagt, und die Jäger ließen in Bezug auf Präventionsmaßnahmen höchste Wachsamkeit walten. Einen zentralen Punkt sieht Dammann-Tamke darin, den Transitverkehr zu informieren und aufzuklären. „Bereits ein unachtsam weggeworfenes Wurstbrötchen, in dem das Virus steckt, kann schon zur Verbreitung der Seuche beitragen“, warnte der LJN-Präsident. AgE

Farmer sorgen sich um ihre Kartoffeln
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20.06.2024 - 13:18
Farmer sorgen sich um ihre Kartoffeln

Farmer sorgen sich um ihre Kartoffeln

LONDON. Nicht nur in Kontinentaleuropa, auch im Vereinigten Königreich sorgen sich die Kartoffelanbauer aufgrund der anhaltend nassen Witterung um ihre Knollen. Der englische Bauernverband (NFU) forderte jetzt die künftige Regierung dazu auf, nach den Wahlen am 4. Juli Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der britischen Kartoffelproduktion zu ergreifen.

Zu solchen Maßnahmen zählt der NFU ein proaktives Management der Wasserläufe, um das Risiko von Überschwemmungen zu verringern. Weiter drängen die Farmer auf Zugang zu Wasser in trockenen Zeiten, um die Kartoffelpflanzen ausreichend bewässern zu können. Angesichts zunehmender Resistenzen gegen Schädlinge und Krankheiten appelliert der NFU an die künftige Londoner Regierung, einen Plan für den Einsatz und die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln vorzulegen.

Für notwendig halten die Farmer in England zudem Programme zur finanziellen Unterstützung des Kartoffelanbaus, um die Produktivität zu steigern und Anpassungen an den Klimawandel vornehmen zu können. Als Fördertatbestände nennt der NFU beispielhaft die Finanzierung neuer und bestehender Wasserreservoirs oder von Kühllagern. Gleichzeitig appellierte der englische Bauernverband an die Supermärkte, ihre Spezifikationen für Kartoffeln zu lockern, um sicherzustellen, dass keine Qualitätsware verschwendet wird. 

Pflanzgutversorgung angespannt

Laut NFU-Angaben sind in den vergangenen zwei Jahren die Kosten für wichtige Betriebsmittel wie Düngemittel und Energie für die Lagerung der Kartoffeln „unhaltbar hoch“ geblieben. Die Gesamtproduktionskosten sind demnach in diesem Produktionszweig in dieser Zeit um ganze 28% gestiegen.

Im Vereinigten Königreich sind heimische Kartoffeln das gesamte Jahr hinweg ein fester Bestandteil des Speiseplans und bilden die wichtigste Zutat für das Nationalgericht „Fish and Chips“. Die Briten essen im Schnitt 33 Kilogramm Kartoffeln pro Person und Jahr. Der NFU wies darauf hin, dass die letzten Jahre mit extremen, unbeständigen Wetterbedingungen und steigenden Kosten den Strukturwandel im Kartoffelbau beschleunigt habe. Eine Reihe von Landwirten habe die Anbaufläche verkleinert, um die Verluste zu minimieren. Dies habe zu einer Verknappung des Angebots geführt.

Der NFU schätzt es zwar als unwahrscheinlich ein, dass es in diesem Jahr zu leeren Regalen in Supermärkten kommt. Gleichwohl sieht der Verband Handlungsbedarf dringenden Handlungsbedarf seitens der Politik.

Schwierig bleibt aus Sicht des englischen Bauernverbandes auch die Versorgung mit Pflanzkartoffeln. Er hält eine Wiederaufnahme des gegenseitigen Handels mit Pflanzkartoffeln zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich für notwendig. Dies würde dazu beitragen, die derzeitige Knappheit an Pflanzkartoffeln zu beheben. AgE

Vorerst keine Proteste
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20.06.2024 - 13:11
Vorerst keine Proteste

Vorerst keine Proteste

PARIS. Anders als zunächst angekündigt werden die französischen Landwirte vorerst auf größere Protestaktionen verzichten. Das hat der Präsident des französischen Bauernverbandes (FNSEA), Arnaud Rousseau, am Dienstag (18.6.) gegenüber französischen Medien deutlich gemacht. Er habe zu diesem Zeitpunkt nicht vor, die Traktoren auf die Straße zu bringen, erklärte Rousseau mit Blick auf die bevorstehenden Neuwahlen der Nationalversammlung. Zugleich kündigte der FNSEA-Präsident an, dass der Verband im Herbst Bilanz hinsichtlich der gegenüber den Landwirten eingegangenen Versprechungen ziehen werde.

Der FNSEA und die Organisation der Junglandwirte (JA) hatten ursprünglich angekündigt, ab dem 17. Juni wieder auf die Straßen zu gehen, sofern der Staat bis dahin nicht alle ausstehenden Beihilfen ausgezahlt hat. Das ist zwar nicht geschehen; jedoch hat Staatspräsident Emmanuel Macron den Bauern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er als Reaktion auf den Ausgang der Europawahl bekanntlich die Nationalversammlung aufgelöst und für Ende des Monats Neuwahlen angesetzt.

Steuerlast verringern

Unter dem Motto „Kurs auf den gesunden Menschenverstand“ veröffentlichte der FNSEA zu den Neuwahlen einen Katalog mit 27 Forderungen zur künftigen Ausrichtung der französischen Agrarpolitik. An erster Stelle rangiert dabei eine Anpassung der Besteuerung. Hier sieht der Verband wichtige Hebel, um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu verbessern und auch die Generationenerneuerung zu erleichtern. Vorgeschlagen werden unter anderem Steuersenkungen sowie weitere Unterstützung speziell für die Tierhalter.

Umfassende Erleichterungen will der FNSEA auch im Bereich des Wassermanagements. Nach seinen Vorstellungen sollten Planung und Errichtung von Wasserspeichern erheblich vereinfacht werden. Dazu will der Verband Regelungen im Bezug auf Trinkwasser- und Feuchtgebietschutz entschärfen. Auch die Zusammensetzung der zuständigen regionalen und lokalen Gremien sollen angepasst werden, genauso wie die nationalen Aktionsprogramme.

Spritzen mit Drohnen

Bei der Zulassung von Pflanzenschutzmittel sollte sich Frankreich nach dem Willen des FNSEA strikt an der Situation auf EU-Ebene orientieren. Ohne praxistaugliche Alternativen sollten keine Wirkstoffe mehr vom Markt genommen werden. Für das Spritzen soll der Einsatz von Drohnen erlaubt werden; außerdem soll der Einsatz der neuen Züchtungstechniken vorangebracht werden.

In Bezug auf Importe von Agrarwaren und Lebensmitteln aus Drittstaaten spricht sich der Verband dafür aus, die in der EU gültigen Standards so weit wie möglich zur Voraussetzung zu machen. Einbezogen werden sollen sowohl für ökologische und soziale Produktionsstandards wie auch Rückstandshöchsgehalte. AgE

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Michael Wagner, BASF SE
Präsident des Industrieverbands Agrar e. V.
Frank Gemmer
Hauptgeschäftsführer
Martin May
Geschäftsführer, Leiter Kommunikation