Glanzkölbchen – Zimmerpflanze aus den lichten Wäldern Brasiliens

05.03.2019 Haus & Garten

Auch nach der Blütezeit ein dekorativer Blickfang

Glanzkölbchen, der landläufige Name dieser Zierpflanze – botanisch Aphelandra squarrosa –, leitet sich von dem markanten vierkantigen Blütenstand ab, der meist bis weit in den Oktober hinein wie ein leuchtend gelber, wachsartig glänzender Kolben an den Triebspitzen erscheint. Nicht weniger dekorativ ist das kräftig grüne Laub mit den elfenbeinfarbenen Adern, die von der Mittelrippe aus schräg zu den Rändern verlaufen. So kann diese Pflanze selbst nach der Blütezeit noch ein dekorativer Blickfang im Zimmer sein.

Das Glanzkölbchen oder Aphelandra ist aus den tropischen lichten Wäldern Brasiliens zu uns gelangt. Das lässt schon einige Schlüsse auf seine Ansprüche in der Wohnung zu. So braucht es zum guten Gedeihen unbedingt eine hohe Luftfeuchte. Ist diese zu gering, rollen sich die Blätter ein und bekommen braune Flecke oder fallen ab. Außerdem kann dann die Pflanze leichter von Woll- und Schmierläusen oder von Spinnmilben befallen werden. Die gewünschte feuchte Atmosphäre kann man schaffen, indem in der Nähe der Pflanzen Wasser versprüht wird. Die Blütenstände dürfen aber nicht benetzt werden.

Während der Wachstumszeit gedeiht das Glanzkölbchen am besten bei Temperaturen über 18 Grad Celsius und wenn es reichlich mit Wasser versorgt wird. Bis zur Blüte, die im Juli beginnt, hat es im Allgemeinen auch einen hohen Nährstoffbedarf. Gedüngt wird deshalb vom Frühjahr bis zum Herbst wöchentlich, den Winter über in größeren Abständen und sparsam. Bei der Düngerwahl ist darauf zu achten, dass der Stickstoffanteil nicht zu hoch ist, weil die Pflanzen sonst weniger fleißig blühen. Der Standort sollte hell, im Sommer aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Wichtig ist, den Pflanzen genügenden Raum zu gewähren, damit die großen Blätter ausreichend Licht erhalten und entsprechend wirken können. Wissen sollte man, dass die Aphelandra keine Zugluft verträgt.

Nach der Blüte gönnt man dem Glanzkölbchen Ruhe zum Kraftschöpfen, indem es zwei Monate lang bei etwa 10 bis 12 Grad Celsius und viel Licht gehalten wird. Gießen sollte man währenddessen weniger, dafür aber täglich mit Wasser übersprühen. Im Januar/Februar kann man die Pflanze zurückschneiden und sie – sobald das junge Laub erscheint – in frische handelsübliche humose, mit etwas Sand versetzte Erde umtopfen.

Vermehrt wird durch 5 bis 8 Zentimeter lange Kopfstecklinge von abgeblühten Pflanzen im Frühjahr. Sie werden in ein Substratgemisch gesteckt, das aus gleichen Teilen humos und sandig ist. Nach dem Angießen wird eine Plastikhaube darüber gestülpt. Der Standort soll warm und hell, aber vor Sonneneinstrahlung geschützt sein. Bei ausreichender Bodenwärme bewurzeln sich die Stecklinge nach sechs bis acht Wochen.

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