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Der Düngemittelmarkt – Teil einer globalen Wachstumsbranche

Bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts wollen weltweit fast zehn Milliarden Menschen ernährt werden. Während die Weltbevölkerung weiter zunimmt, kann das Ackerland kaum noch erweitert werden. Deshalb muss die Produktion auf den bereits genutzten Flächen deutlich gesteigert werden – und das innerhalb recht kurzer Zeit. Dazu leistet die Düngemittelindustrie einen wertvollen Beitrag. Obwohl auch diese Branche nicht von den Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise verschont blieb, blickt sie dank steigender Nachfrage positiv in die Zukunft. Auch wenn die Marktentwicklung kurzfristigen Schwankungen unterliegt, zählt die Düngemittelindustrie zu einer der wichtigsten globalen Wachstumsbranchen.

 

Die Düngemittelindustrie in Deutschland

Die mit der fortwährenden Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen haben in Deutschland bis heute weder die Produktion noch die Lieferketten im Mineraldüngersektor beeinträchtigt, und ein Versorgungsengpass für die Landwirtschaft stand zu keiner Zeit im Raum.

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Pflanzenschutzmarkt Deutschland 2014-2020

Der Absatz des Hauptnährstoffs Stickstoff erreichte in der vergangenen Düngesaison ein Volumen von insgesamt 1,372 Millionen Tonnen, das entspricht einer Zunahme von gut 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1,342 Mio. Tonnen). Der Höchststand 2014/15 betrug 1,823 Millionen Tonnen. Der Absatz phosphathaltiger Düngemittel stieg 2019/20 um 23 Prozent auf 247 766 Tonnen, der Verkauf von Kalidüngern lag bei 419 542 Tonnen, dies entspricht einem Plus von 2,44 Prozent; lediglich der Absatz an Kalk-Dünger sank um 6,72 Prozent auf 2,67 Millionen Tonnen.

Der weltweite Düngemittelmarkt

Der globale Handel mit landwirtschaftlichen Gütern wurde durch die Pandemiesituation weniger gestört (minus 5 Prozent) als der Handel mit anderen Waren (minus 21 Prozent). Dennoch hat dies im Frühjahr 2020 zu Absatzrückgängen an den internationalen Düngemittelmärkten gesorgt. Dagegen blieb die Düngemittelversorgung im Jahr 2020 global gesehen relativ stabil. Das zeitweise vorhandene große Angebot an Düngemitteln im weltweiten Maßstab, verbunden mit der geringen Nachfrage in wichtigen Abnehmerländern, führte zwangsläufig zu einem deutlichen Rückgang der Preise. Mittlerweile hat sich die globale Nachfrage erholt und auch die Preise ziehen auf den internationalen Märkten wieder an. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass in wichtigen Agrarländern wie China oder Indien das Thema Ernährungssicherung der eigenen Bevölkerung durch die Pandemie erheblich an Bedeutung gewonnen hat.

Für 2020/21 rechnen Experten trotz der COVID-19-Pandemie mit einem Anstieg des globalen Düngemittelverbrauchs um 2 Prozent auf 193,5 Millionen Tonnen.

Dokumente

Broschüre
pdf 3,83 MB
Jahresbericht 2020/2021

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Dr. Sven Hartmann

Leiter Pflanzenernährung & Biostimulanzien

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