"Farm to Fork"-Strategie der EU: Ein Beitrag der Mineraldünger-Industrie

10.06.2020

Stellungnahme des Industrieverbands Agrar und Fertilizers Europe

Die europäische und die deutsche Düngemittel-Industrie sind bestrebt, die Entwicklung und Umsetzung der bevorstehenden "Farm to Fork"-Strategie aktiv mitzugestalten. Diese Strategie wird sich unter anderem mit der Frage befassen, wie Nährstoffverluste in der Umwelt weiter reduziert werden können, ohne die Ernährungssicherheit zu gefährden. Fertilizers Europe und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ermutigen die Entscheidungsträger auf EU-Ebene und insbesondere die deutsche Bundesregierung nachdrücklich, hierbei einen breiteren Ansatz zu verfolgen. Dieser sollte die gute fachliche Praxis der Düngung, die Verbreitung unterstützender Technologien und Dienstleistungen wie innovativer Düngeprodukte und Kulturarten-spezifischer Düngemittel genauso umfassen wie deren Kombination mit „smart farming“ Applikationsverfahren und Echtzeitdaten.

Im Hinblick auf das angestrebte Reduktionsziel für Düngemittel ist es unabdingbar, alle verfügbaren Nährstoffquellen zu berücksichtigen, das heißt organische Düngemittel wie Gülle oder aufbereiteter organischer Dünger sowie Mineraldünger. Der Zweck der Nährstoffversorgung von Nutzpflanzen besteht darin, qualitativ hochwertige Erträge für eine nachhaltige Nahrungsmittel-Produktion zu erzielen und langfristig widerstandsfähige und fruchtbare Böden zu erhalten. Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) und alle anderen essenziellen Pflanzennährstoffe sind für die Erzeugung pflanzlicher und tierischer Produkte unverzichtbar. Ohne die Zufuhr dieser essenziellen Pflanzennährstoffe würden die landwirtschaftlich genutzten Böden entweder nach kurzer Zeit ausgelaugt werden oder das derzeitige Produktionsniveau würde drastisch absinken.

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