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Oft wird der Eierbaum bei Hobbygärtnern nur wegen seines Zierwerts angebaut. Die weißen Mini-Auberginen mit dem Aussehen von Gänseeiern können in der Küche wie ihre größeren Auberginen-Vettern verwendet werden. Foto: shutterstock
29.07.2021
Haus & Garten

Ein Baum, der Gänseeier trägt?

Der Eierbaum ist eine beliebte Zierpflanze

Wer beim Namen Eierbaum an ein besonderes Legenest für Hühner denkt oder an eine Vorratshaltung für Osterhasen, der liegt falsch. Der Eierbaum ist vielmehr eine Zieraubergine mit essbaren Früchten, die rein äußerlich Gänseeiern ähnlich sehen. Er ist unter Hobbygärtnern und Wintergartenbesitzern sehr beliebt. Von einem Baum zu sprechen, ist allerdings etwas übertrieben: Der Eierbaum ist mit seinen 30 bis 90 Zentimetern eher ein kleiner Strauch als ein Baum.

Eierpflanze, Eierfrucht, auf österreichisch Melanzani und botanisch Solanum melongena, unter diesem Namen kennen Hobbygärtner und auch Hobbyköche den Eierbaum. Der Eierbaum gehört zu den Nachtschattengewächsen, wie auch Tomaten, Kartoffeln oder Auberginen. Die Zieraubergine ist eine beliebte Zierpflanze für das Gewächshaus, eine sonnige Terrasse oder den warmen Wintergarten und erreicht eine Höhe von 30 bis 90 Zentimetern. Der Eierbaum stammt aus Asien und ist daher nicht winterhart. Am liebsten hat er eine Umgebungstemperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius.

Normalerweise ist der Eierbaum einjährig. In seiner tropischen Heimat wächst er jedoch mehrjährig. Wenn er überwintern soll, muss er daher in den Wintermonaten im Kübel in einem frostfreien Raum aufgestellt werden. Dort sollte die Temperatur nicht unter 10 Grad Celsius fallen, damit er den Winter übersteht. Er bleibt dann wintergrün, sollte aber trotz der grünen Blätter nur sparsam gegossen werden. Junge Eierbaum-Pflanzen sollten erst ins Freie, wenn die Temperatur auch nachts sicher über 15 Grad Celsius liegt.

Violette Blüten, weiße Eierfrüchte

Der Eierbaum vermehrt sich über Samen. An seinen Standort stellt er einige Ansprüche und mag einen durchlässigen, humosen, lockeren und nährstoffreichen Boden sowie eine halbschattigen bis sonnigen Standort an einer Hauswand, die nach Süden zeigt. Normale Gartenerde reicht dem Eierbaum als Substrat völlig aus. Eine Zugabe von Kompost dankt er mit schnellerem Wuchs. Wichtig ist vor allem im Kübel eine drainierende Kiesschicht, weil der Eierbaum keine Staunässe mag.

In der Pflege ist der Eierbaum relativ einfach zu handhaben. Gießen und ab und zu düngen reicht ihm schon. Probleme kann ihm manchmal die Wurzelfäule bereiten, die durch einen Pilz hervorgerufen wird. Seine Blütezeit ist im Juni/Juli, die sternförmigen Blüten sind violett, die Früchte nachher eierschalenweiß. Je nach Größe kann ein Eierbaum bis zu zwölf „Eierfrüchte“ tragen. Mit zunehmender Reife werden sie dunkler und wechseln in eine cremeweiße Farbe. Die Früchte sind essbar und dank ihres geringen Eigengeschmacks vielseitig verwendbar. Sie lassen sich schmoren, braten oder überbacken. Bekannt ist etwa eine panierte Variante als Gemüseschnitzel. Auch mit Marinade gibt die Eierfrucht eine gute Figur als Antipasti ab. Sogar als Pizzabelag und als vegetarischer Brotaufstrich eignen sie sich.

Große Vielfalt bei Auberginen

Der Eierbaum gehört in die große Familie der Auberginen. Es gibt verschiedene Varianten der Aubergine, manche haben eher eiförmige Früchte, manche eher länglich ovale. Die Fruchtfarbe variiert von weiß über gelb, lilaviolett bis hin zu dunkelrot und schwarz. In Deutschland sind eher dickere Auberginen mit einem Durchmesser von 6 bis 9 Zentimetern beliebt, während die Chinesen eher Auberginen bevorzugen, die mehr unseren Schlangengurken ähneln. Doch Achtung: Obwohl wir Auberginen und damit auch die Früchte des Eierbaums ernten und essen können, wenn sie reif sind, gehört der Eierbaum als Nachtschattengewächs zu den giftigen Pflanzen. Deswegen sollten Haustierbesitzer darauf achten, dass diese nicht die rohen unreifen Früchte aufnehmen.

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