Kleiner Kalender: Der Pfirsichblütentag

Ein sympathischer japanischer Feiertag

Während der aus Japan stammende Kirschblütentag Hanami auch in Deutschland bekannt ist und viele Streuobstvereine diesen mit Veranstaltungen begleiten, ist der Pfirsichblütentag nur Wenigen ein Begriff. Dabei ist es ein fröhlicher Tag, der es verdient, größere Bekanntheit zu erlangen.

Ein Fest für Pfirsichblüten und für Mädchen: Jedes Jahr am 3. März feiern die Japaner die erste Pfirsichblüte. Gleichzeitig feiern Mädchen den Mädchentag Hina-Matsuri als eine Art Kollektivgeburtstag. Er geht auf das japanische Puppenfest zurück, das ebenfalls an diesem Tag gefeiert wird. Die Japaner stellen dabei Puppen in Kimonos auf rote Teppiche. Sie stellen Kaiser, Kaiserin, Dienerinnen und Musiker in offizieller Hofkleidung dar. Am Pfirsichblütentag werden also sowohl Puppen, die japanischen Töchter als auch die Pfirsichblüte gefeiert.                                                  

Pfirsiche (Prunus Persica) gehören zur Gattung Prunus und zur Familie der Rosengewächse. Die Früchte zählen als Steinobst, zu dem auch Kirsche, Nektarine oder Aprikose gehören. Wenn der Pfirsich blüht, ergibt sich ein rötliches bis gelbes Farbenmeer. In Mitteleuropa ist die Blütezeit nicht wie in Japan im März, sondern Mitte April. Die glockigen Pfirsichblüten sind sehr kurz gestielt, ihr Durchmesser umfasst etwa 3 Zentimeter. Pfirsichblüten sind zwittrig, das heißt, sie haben männliche und weibliche Erbanlagen. Die fünf Kelchblätter sind an ihrer Außenseite behaart. Die rosafarbenen Kronblätter sind oval und ganzrandig. In der traditionellen Volksheilkunde werden nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter, Blüten und Rinde des Pfirsichbaums verwendet.