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Umwelt & Verbraucher
15.10.2013

Am 16. Oktober ist Welternährungstag

Eine große Herausforderung für die Landwirtschaft, ausreichend Nahrungsmittel zu produzieren und den Hunger einzudämmen. Foto: fotolia

Höhere Erträge dank moderner Landwirtschaft

Weltweit sind rund eine Milliarde Menschen nicht ausreichend mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser versorgt. Täglich sterben Tausende an Unterernährung und ihren Folgen, mehr als die Hälfte davon sind Kinder unter fünf Jahren. Mit dem Ziel, die Ernährungssituation zu verbessern, wurde am 16. Oktober 1945 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) gegründet. Seit 1979 ist der 16. Oktober der Welternährungstag. Er soll auf das weltweite Hungerproblem aufmerksam  machen. Moderne Anbaumethoden helfen, den Hunger zu lindern.

Hunger in der Welt

Am 19. Juni 2009 berichtete die BBC, dass offiziell eine Milliarde Menschen hungern. Das ist etwa jeder Siebte auf der Welt. Jedes Jahr sterben mehrere Millionen Menschen an den Folgen von dauerhafter Unterernährung. Die meisten Hungernden leben in Asien und der Pazifikregion, gefolgt von Afrika südlich der Sahara. Auch in Lateinamerika, dem Nahen Osten und vielen osteuropäischen Ländern ist Hunger ein Problem. Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung auf rund neun Milliarden Menschen anwachsen, über zwei Milliarden mehr als heute. Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Nahrungsmittelproduktion bis dahin um 70 Prozent steigen muss. Denn insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern steigt der Bedarf nach höherwertigen Lebensmitteln wie Milch und Fleisch.

Große Herausforderung für die Landwirtschaft

Eine Umverteilung der Lebensmittelüberschüsse ist weder technisch möglich, noch finanzierbar – Nahrungsmittellieferungen sind keine langfristige Lösung. Die von Ernährungskrisen betroffenen Länder müssen ihre Lebensmittelproduktion steigern. Und das möglichst auf den bestehenden Nutzflächen, denn die weltweiten Anbauflächen sind begrenzt. Insbesondere in den weniger entwickelten Ländern gilt es, die landwirtschaftliche Infrastruktur zu verbessern: Betriebsmittel wie Mineraldünger, Pflanzenschutzmittel und geeignetes  Saatgut spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie dämpfen Ertragsschwankungen und sorgen für sichere Ernten. Experten gehen davon aus, dass weltweit über 40 Prozent der Ernten durch Schädlinge, Unkrautkonkurrenz und Pflanzenkrankheiten verloren gehen. Gäbe es keinen chemischen Pflanzenschutz, würden diese Verluste weltweit bei bis zu 70 Prozent der theoretisch erzielbaren Erntemengen liegen, und das Hungerproblem wäre noch größer.

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