Wintergemüse richtig lagern
Wintergemüse richtig lagern
Wie Kohl, Möhren, Sellerie & Co. länger frisch bleiben
Immer mehr Menschen achten darauf, dass sie saisonales Gemüse essen, das im besten Fall auch noch in der heimischen Region angebaut wurde. Das bedeutet unter anderem, dass man im Winter auf Kopfsalat, Tomaten und Gurken verzichtet. Wer jetzt aber glaubt, Kohl und Möhren sind langweilig, den belehren umfangreiche Rezepte im Internet von klassisch herzhaft bis modern und leicht eines Besseren. Wichtig ist aber in jedem Fall die fachgerechte Lagerung, damit das Gemüse knackig bleibt und seine Vitamine bestmöglich erhalten bleiben.
Kohl, Kürbis, Kartoffeln und Karotten haben nicht nur das „K“ am Anfang gemeinsam, sondern auch, dass sie typische Wintergemüsearten sind. Rotkohl etwa ist ein „Lagergemüse für Anfänger“. Kühl, feucht, frostfrei bei etwa 4 Grad Celsius und dunkel - so könnte man seine Lageranforderungen beschreiben. So hält er „ewig“ und bleibt dabei noch knackig bei nahezu vollem Erhalt seiner wertvollen Inhaltsstoffe wie die rot färbenden Anthocyane, denen eine zellschützende Wirkung nachgesagt wird, Vitamin C und K und Folsäure. Rotkohl kann im Übrigen auch roh eingefroren werden, er muss nicht blanchiert werden. Ähnlich sieht es mit Weißkohl, Grünkohl oder Wirsing aus, auch sie sind mit einem dunklen Platz im kühlen Keller zufrieden. Jede Gemüsesorte ist dabei getrennt von den anderen zu lagern. Von Zeit zu Zeit sollte das Lagergemüse auf Beschädigungen überprüft und gegebenenfalls entnommen werden. Tipp: Wurzelgemüse und Äpfel getrennt voneinander lagern, Möhren können sonst unerwünschte Bitterstoffe bilden.
Salat, Radieschen und Brokkoli dürfen ins Kühlschrank-Gemüsefach
Blattgemüse, Salate, Radieschen und auch Brokkoli sind dagegen etwas empfindlicher in der Lagerung, besonders gegen Nässe. Sie sollten am besten im Kühlschrank in ein nasses Tuch eingeschlagen werden, so halten sie sich am besten frisch. Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Bete oder auch Pastinaken bevorzugen eine kühle und vor allem lichtgeschützte Lagerung. Sie sollten aber auf keinen Fall feucht gelagert werden, da sie sonst faulen. Bei der Einlagerung sollte immer das Grün entfernt werden, es lässt die Wurzel durch Wasserentzug schrumpelig werden.
Sandkiste, Erdmiete und Co.
Die meisten Keller in modernen Häusern sind inzwischen so gut gedämmt, dass sie zu warm und zu trocken für die längere Lagerung von Wintergemüse sind. Wer einen eigenen Garten hat und größere Mengen an Gemüse einlagern möchte, der kann sich auch mit alternativen Lagermöglichkeiten wie der Erdmiete oder der Sandkiste beschäftigen: Für eine Erdmiete wird ein Loch gegraben und eine luftdurchlässige Holzkiste, Waschmaschinentrommel oder mäusesichere Drahtgitterbox hineingelegt. Mit Sand oder Stroh kann das Gemüse dort schichtweise eingelagert werden. Die Sandkiste eignet sich auch für die Lagerung in einem Schuppen, einer unbenutzten Garage oder im Keller. Auch hier werden Gemüse und Sand abwechselnd geschichtet. Das Gemüse sollte sich nicht berühren und die oberste Schicht muss immer Sand sein. Bei richtiger Lagerung ist Wintergemüse also eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan.