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Schule & Wissen
05.04.2016

Feuerwanzen – auffällig, aber harmlos

Erwachsene Feuerwanzen. Foto: Klaus Margraf

Örtlich Massenvorkommen von schwarz-roten Insekten

Die Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus) werden umgangssprachlich auch Feuerkäfer genannt und ihr meist massenhaftes Auftreten sowie der Name rufen bei manchen Menschen Ängste und Befürchtungen über ihre Gefährlichkeit hervor. Sie verursachen aber weder bei Menschen noch Pflanzen Schäden. Die auffällig schwarz-rot gefärbten Tiere leben gesellig und treten örtlich in Gärten, Parks, auf Friedhöfen und an Alleebäumen zu Hunderten oder gar Tausenden auf.

Wenn die Sonne im Frühjahr Baumstämme, Mauern oder Hecken erwärmt, können die Feuerwanzen in Massen aus den Winterverstecken hervorkommen und werden dann sehr auffällig. Wir finden die über 1 Zentimeter großen Tiere besonders im Frühjahr vor allem am Stammfuß von Linden, Robinien, Ahorn, Ulmen oder anderen Bäumen. Sie saugen an Samen von Linden, Ahorn, Robinien, Malven, leben aber auch von toten Insekten. An warmen und geschützten Stellen im Garten oder auf Friedhöfen, wie auf der Südseite von Mauern und Hecken, halten sie sich ebenfalls auf. Es gibt keine Hinweise, dass diese Wanzen im Garten schädigend auftreten. Die Tiere haben einen schwarzen Kopf, ein rotes Halsschild und wie bei allen Wanzen ein dreieckiges Rückenschild. Die Flügeldecken sind rot und mit schwarzen Flecken versehen. Die Farbausprägung kann variieren und wird von äußeren Faktoren beeinflusst. So können mehr oder weniger rot oder schwarz gefärbte Wanzen auftreten.

Es wird jährlich nur eine Generation ausgebildet. Jedes Weibchen legt etwa 100 Eier im Frühjahr in die Erde ab. Bis zum August entwickeln sich aus den ungeflügelten Larven die erwachsenen Tiere. Diese überwintern in der oberen Bodenschicht. Bei kalten Frostperioden mit minus 15 Grad Celsius wird die Population der Feuerwanzen erheblich reduziert.

Bei mitunter vorkommenden Massenvermehrungen können die Tiere aber an den Hauswänden empor kriechen und so zeitweise zum Lästling werden. Diese Möglichkeit ist vor allem in der Nähe von Linden gegeben.

Eine Bekämpfung der an sich hübschen Tiere ist nicht erforderlich. Geben wir hier der biologischen Vielfalt eine Chance. Wenn sie an Hausmauern lästig werden, kann sie sicher ein scharfer Wasserstrahl von dort herunter holen.

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