<p>Bodenlockerung mit der Grabegabel schont die natürliche Bodenstruktur.</p>
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09.10.2026
Bodenpflege im Herbst

Jetzt den Gartenboden für die kommende Saison vorbereiten

Wenn sich die Gartenbeete im Herbst langsam leeren, ist die Zeit für die Bodenpflege gekommen. Während früher gründliches Umgraben zur klassischen Herbstarbeit gehörte, geht es heute vor allem darum, den Boden schonend zu behandeln und mit organischer Substanz und Nährstoffen zu versorgen. So lassen sich gute Voraussetzungen für die kommende Gartensaison schaffen.

Wer den Gartenboden für das nächste Jahr vorbereiten möchte, muss nicht mehr grundsätzlich zum Spaten greifen. Das früher übliche gründliche Umgraben bringt zwar Luft in den Boden, durchmischt aber gleichzeitig die natürlichen Bodenschichten. Dabei werden auch Lebensräume von Bodenorganismen verändert. Ist der Boden gut strukturiert und nicht verdichtet, reicht es deshalb in vielen Fällen aus, ihn an einem trockenen Tag vorsichtig mit einer Grabegabel oder einem Sauzahn zu lockern. Sinnvoll kann das Umgraben jedoch später im Jahr bei schweren, lehmigen Böden sein. Wird die Erde grobschollig gewendet, kann Frost die Schollen aufsprengen und dadurch die Bodenstruktur verbessern.

Kompost liefert organische Substanz

Unabhängig davon, ob ein Beet gelockert oder umgegraben wird, bietet der Herbst eine gute Gelegenheit, den Boden mit organischer Substanz zu versorgen. Reifer Kompost bringt Nährstoffe mit und fördert das Bodenleben. Gleichzeitig kann er dazu beitragen, die Bodenstruktur und damit auch die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe zu verbessern. Der Kompost wird am besten in dünner Schicht gleichmäßig auf dem Beet verteilt. Tiefes Einarbeiten ist nicht notwendig. Denn Regenwürmer und andere Bodenlebewesen tragen dazu bei, die organische Substanz abzubauen und Humus zu bilden. Wer keinen eigenen Kompost hat, kann auf fertigen Gartenkompost aus dem Handel zurückgreifen.

Mulchen mit Laub

Zusätzlichen Winterschutz bietet Herbstlaub, das jetzt in vielen Gärten sowieso im Überfluss vorhanden ist. Laub enthält Nährstoffe, die während des Zersetzungsprozesses langsam an den Boden abgegeben werden, und hilft dabei, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Daher ist es günstig, leere Gartenbeete mit einer Laubschicht von etwa 5 bis 10 Zentimetern zu bedecken. Damit der Wind die Blätter nicht wegweht, kann etwas Erde darüber verteilt werden. Alternativ das Laub leicht in die oberste Bodenschicht einarbeiten. So wird auch der Verrottungsprozess beschleunigt. Eine dünne Schicht angetrockneter Rasenschnitt eignet sich ebenfalls zum Mulchen der Beete.

Gründüngung schützt den Boden

Eine effektive Methode, um die Bodenqualität auf natürliche Weise zu verbessern, ist die Gründüngung. Der gezielte Anbau bestimmter Pflanzen kann die Bodenstruktur optimieren, den Humusgehalt erhöhen und das Nährstoffangebot für kommende Anbauphasen verbessern. Die Pflanzen durchziehen mit ihren Wurzeln den Boden und nehmen Nährstoffe auf. So wird der Boden aufgelockert und die Auswaschung der Nährstoffe vermindert. Außerdem wird Unkraut unterdrückt. Nach dem Abfrieren oder Abschneiden bleibt die Pflanzenmasse auf dem Beet und liefert zusätzliche organische Substanz. Für eine späte Gründüngung eignet sich beispielsweise Winterroggen. Im Oktober können je nach Witterung auch noch schnellwachsende Arten wie Phacelia oder Gelbsenf ausgesät werden. Bei der Auswahl der Pflanzen für die Gründüngung ist es wichtig, die Fruchtfolge zu berücksichtigen. So sind Senf und andere Kreuzblütler ungünstig, wenn später andere Vertreter dieser Pflanzenfamilie auf dem Beet wachsen sollen, zum Beispiel Kohl, Rucola oder Radieschen.

Gut vorbereitet ins neue Gartenjahr

Ob Kompost, Laub oder Gründüngung: Mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen lässt sich der Gartenboden im Herbst gut auf die kommende Saison vorbereiten. Entscheidend ist, die Bodenstruktur und das Bodenleben zu erhalten, Nährstoffe im Boden zu halten und ihn vor Witterungseinflüssen zu schützen. Wer seine Beete jetzt gut versorgt, schafft damit eine wichtige Grundlage für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte in der kommenden Gartensaison.

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