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Haus & Garten
27.12.2018

Attraktiver Winterblüher: Der Winterschneeball

Frost und Schnee können den Blüten zu schaffen machen - die Blühfreude des Winterschneeballs wird dadurch jedoch nicht getrübt. Foto: Adobestock

Rosa Farbtupfer für den Garten

Der Winter hat zwar auch schöne Seiten, aber in den meisten Gärten herrscht von Dezember bis zum Frühlingsanfang dunkle Tristesse. Wie gut, dass es Winterblüher wie den Winterschneeball gibt, die für ein wenig Farbe sorgen. Mit seinen rosa Blüten erfreut der Winterschneeball die Augen der Betrachter. Sein Duft ist schon von weitem zu erschnuppern und sorgt für Vorfreude auf den Frühling.

Aussehen und Eigenschaften

Der Winterschneeball, auch Bodnant-Schneeball genannt (botanisch Viburnum bodnantense), stammt ursprünglich aus Asien und Nordamerika. Er gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae) und ist eine Kreuzung der Winterblüher Duftschneeball (Viburnum farreri) und Großblütiger Schneeball (Viburnum grandiflorum). Seinen Namen verdankt er dem Ort seiner Entstehung, nämlich dem berühmten Bodnant Garden in Wales. Es handelt sich um einen sommergrünen Strauch, der in den gemäßigten Breiten gerne als Zierpflanze für Parks und Gärten verwendet wird. Mit Wuchshöhen von 2,5 bis 3,5 Metern und den überhängenden Zweigen der älteren Pflanzen ist der Winterschneeball ein imposanter Blickfang, für den genügend Platz im Garten eingeplant werden sollte. Von November oder Dezember bis in den April hinein zeigt der Strauch seine endständigen rosafarbenen Blütenrispen, die über die kahlen Äste verteilt besonders gut zur Geltung kommen.

Die beliebteste Sorte, die in jeder gut sortierten Gärtnerei als Containerware zu bekommen ist, ist Viburnum bodnantense „Dawn“: Der Duftschneeball punktet neben den opulenten Blüten mit seinem betörenden Duft nach Vanille. Dieser ist auch sehr anziehend für Insekten. Aber auch im Sommer und Herbst erfreut der Winterschneeball mit seinem dichten, erst dunkelgrünen, später leuchtendroten oder violetten Laub die Augen der Betrachter.

Der richtige Standort für den Winterschneeball

Wer sich ein Gehölz anschafft, das sowohl mit dem Aussehen als auch mit dem Duft betört, sollte es an einen prominenten Platz pflanzen, an dem es viele Menschen bewundern können, zum Beispiel im Vorgarten oder nahe der Terrasse. Gut macht sich der Winterschneeball zum Beispiel auch vor dunklen, immergrünen Hecken oder vor einer Hauswand. Gleichzeitig sollte der Platz sonnig bis halbsonnig und einigermaßen windgeschützt sein und der Boden nährstoffreich und durchlässig. Nicht nur wegen der überhängenden Zweige ist ein ausreichender Abstand von etwa 2 Metern zu anderen Pflanzen einzuhalten, sondern auch wegen der flachen Wurzeln, die sich dicht unter der Erdoberfläche flächig ausbreiten.

Viburnum bodnantense pflanzen und pflegen

Wie bei den meisten Gehölzen ist ein Pflanzzeitpunkt im Frühjahr oder im Herbst ideal. Dabei sollte das Pflanzloch fast doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Beim Einsetzen der Pflanze sollte bedacht werden, dass der Wurzelballen noch mit Erde bedeckt werden muss. Die Erde kräftig festrücken, sodass keine Löcher zwischen den Wurzeln bleiben und den Winterschneeball gut angießen.

Gegossen werden muss der Winterschneeball in der Regel nicht, lediglich in sehr trockenen Perioden. Staunässe mag er gar nicht. Auch beim Dünger ist der Strauch nicht sehr anspruchsvoll. Bei Jungpflanzen kann im Frühjahr gerne etwas Kompost gegeben werden. Ältere Pflanzen ziehen sich selbst aus dem Boden, was sie brauchen. Da der Bodnant-Schneeball eher langsam wächst, ist es nicht notwendig, ihn regelmäßig zu schneiden. Um sein schönes Erscheinungsbild zu erhalten, kann er im späten Frühjahr, nach der Blüte, ein wenig in Form gebracht werden. Abgestorbene oder störende ältere Äste sollten möglichst weit unten entfernt werden. Neue Triebe sollten dagegen lieber verschont werden, um die kommende Blüte nicht zu gefährden.

Insgesamt ist der Winterschneeball also pflegeleicht und robust. Zu schaffen machen können ihm allerdings Blattläuse, die gerne die jungen Triebspitzen befallen. Werden sie nicht entfernt, verkrüppeln ganze Zweige. In feucht-warmen Wetterperioden können die Blätter des Winterschneeballs auch von der Weißen Fliege befallen werden. Sie sollten sofort vernichtet werden. Der dritte Schädling im Bunde ist der Grauschimmel, der aber sehr selten auftritt. Auch hier sollten rasch alle befallenen Pflanzenteile entfernt werden.

Ist der Winterschneeball giftig?

Häufig wird davor gewarnt, sich einen Winterschneeball anzuschaffen, wenn man Kinder oder Haustiere hat, weil alle Pflanzenteile schwach giftig sind. Ein Verzehr führt zu Übelkeit und Erbrechen und bei der Arbeit am Strauch sollte man sich mit Handschuhen vor Hautreizungen schützen. Die blauen Beeren, die eventuell zum Essen verführen könnten, bilden sich allerdings meist erst gar nicht, weil im Winter die Insekten für die Bestäubung fehlen. Wie bei allen Pflanzen mit giftigen Teilen ist zwar ein wenig Vorsicht angebracht, aber die Freude an der wunderbaren Pflanze sollte sich dadurch niemand verderben lassen.

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