Die Harlekinweide als Gartenzierde

15.07.2021 Haus & Garten

Glamouröse Blätterpracht aus Ostasien

Wem noch ein kompaktes Ziergehölz für den Garten fehlt, der sollte sich die Harlekinweide genauer anschauen. Die auch als Flamingobaum bezeichnete Zierweide macht sich besonders gut als Solitärpflanze in Vorgärten, Beeten und Kübeln.

Die Harlekinweide (Salix integra ‘Hakuro Nishiki’) wurde Ende der 1970er Jahre aus Japan nach Europa eingeführt und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Im Gartenhandel ist sie auch als Japanische oder Buntblättrige Weide sowie als Flamingobaum erhältlich. Der letztgenannte Name weist schon auf die Farbe hin, die die Zierweide so attraktiv macht: Die länglichen Blätter sind im Austrieb rosarot überlaufen. 

Wuchs und Eigenschaften der Harlekinweide

Die Harlekinweide kann als Strauch gezogen werden. Dann ist damit zu rechnen, dass sie bis zu 3 Meter hoch und etwa 1,5 Meter breit wird. Bei beschränktem Platzangebot – zum Beispiel im Vorgarten oder im Kübel – ist das Hochstämmchen besser geeignet. Dazu wird Salix integra ‘Hakuro Nishiki’ auf eine andere Weidenart aufgepfropft. Als Hochstämmchen wächst die Zierweide nur mäßig in die Höhe, während der Stamm und vor allem die Krone mit der Zeit immer breiter werden. Charakteristisch für die Harlekinweide ist der kugelige Wuchs. Dieser muss jedoch durch regelmäßigen Rückschnitt in Form gehalten werden.

Kleiner Tipp: Die Harlekinweide eignet sich auch, um eine Lücke in einer bunten Hecke zu schließen.

Der optimale Standort für die japanische Zierweide

Mit ihrem hellen, schön gefärbten Laub ist die Harlekinweide gut für sonnige Standorte geeignet. Allerdings sollte es mittags nicht zu heiß werden, da die Blätter schnell verbrennen können. Im Halbschatten verliert das Laub ein wenig an Leuchtkraft. Wind und Wetter verträgt die Weide ohne Probleme. Der Boden sollte locker und durchlässig sowie leicht feucht sein. Falls der Standort der Harlekinweide – auch nach mehreren Jahren noch – gewechselt werden soll, ist dies einfach möglich. Denn das Gehölz gehört zu den Flachwurzlern und wächst schnell wieder an.

Harlekinweide pflanzen und pflegen

Eine Harlekinweide kann eigentlich das ganze Jahr über gepflanzt werden. Bewährt haben sich jedoch die klassischen Pflanzzeiten im Frühjahr und im Herbst. Das Bäumchen muss nach dem Einpflanzen gut angegossen werden. Ist die Harlekinweide dann gut angewachsen, hält sie auch längere Trockenphasen problemlos durch. Mit einer Schicht Rindenmulch rund um den Stamm kann die Verdunstung außerdem reduziert werden. Kübelpflanzen müssen dagegen häufiger gegossen werden, am besten mit Regenwasser oder gut abgestandenem Leitungswasser. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass keine Staunässe entsteht. Denn diese verträgt die Harlekinweide schlecht. Ein wenig Kompost im Pflanzloch oder die Mulchschicht reichen als Dünger aus. Im Kübel unterstützt ein Volldünger den Austrieb. Ab September sollte besser nicht mehr gedüngt werden. Die Harlekinweide ist gut winterfest. Nur bei Exemplaren im Kübel sollte der Wurzelbereich bei frostigen Temperaturen einen Schutz bekommen, zum Beispiel mit Matten aus Vlies, Schafwolle oder Kokos.

Der richtige Schnitt für den Flamingobaum

So pflegeleicht die Harlekinweide sonst ist, so anspruchsvoll ist sie in Sachen Schnitt. Denn um die kompakte, kugelige Form zu erhalten, sollte sie zwischen Februar und März stark zurückgeschnitten werden, ruhig bis auf ein Drittel. So bilden sich zahlreiche rosarote Blattaustriebe. Ältere Exemplare der Harlekinweide neigen dagegen ohne Rückschnitt zum Vergrünen. Weitere Schnitte können nach dem Austrieb im Frühjahr im Herbst erfolgen. Da der Flamingobaum äußerst schnittverträglich ist, kann er sogar im Sommer gestutzt werden, falls seine Krone zu ausladend wird.

Generell ist die Harlekinweide wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. In den meisten Fällen kann ein radikaler Rückschnitt helfen. Im Notfall kann das Gehölz bis auf zwei Handbreit über dem Boden zurückgeschnitten werden. Dies gilt aber nur für den Strauch, denn das Hochstämmchen darf nur oberhalb der Veredelungsstelle geschnitten werden, also an der Krone.

Bühne frei für die Harlekinweide

Die Harlekinweide kommt besonders gut als Solitärpflanze zur Geltung. Als Hochstämmchen im Vorgarten sorgt sie für einen besonderen Blickfang. Der Boden rund um das Stämmchen kann zum Beispiel mit Frühlingsblühern oder mit Stauden wie mit Lavendel oder Storchschnabel bepflanzt werden. Als Schmuck für die Terrasse oder einen größeren Balkon bietet sich die Kübelpflanzung an. Bei größerem Platzangebot im Garten ergibt sich in Verbindung mit anderen Gehölzen ein stimmiges Bild. Hier wirkt die Harlekinweide besonders hell und luftig.