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Haus & Garten
10.06.2022

Am 12. Juni ist Tag des Gartens

Gärtner müssen sich den neuen Klimabedingungen anpassen. Foto: iStock

Grün, das verbindet!

Der Tag des Gartens ist eine Initiative des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde (BDG). Er wurde 1984 auf Anregung des damals amtierenden Präsidenten Hans Stephan ins Leben gerufen. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren wegen der Corona-Pandemie keine öffentlichen Feierlichkeiten stattfinden konnten, gibt es in diesem Jahr eine zentrale Auftaktveranstaltung auf der 9. Sächsischen Landesgartenschau in Torgau.

Am Vortag des „Tag des Gartens“, am 11. Juni 2022, lädt der Landesverband Sachsen der Kleingärtner e. V. (LSK) gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. auf das Gelände der Landesgartenschau ein. Das diesjährige Motto lautet „Kleingärten: Grün, das verbindet!“. Den Besuchern wird auf zwei Bühnen ein buntes Informations- und Kulturprogramm geboten. Außerdem führen Fachberater des LSK die Gäste über das Gelände und zeigen ihnen den Ausstellungsbereich des sächsischen Landesverbands. Dieser widmet sich den „Kleingärten im Klimawandel“ und beleuchtet das Gärtnern unter den sich verändernden klimatischen Bedingungen in Theorie und Praxis.

Kleingärten im Klimawandel

Durch den Klimawandel verändern sich langfristige Wetterzyklen und das trockene Kontinentalklima erreicht Mitteleuropa. Das hat auch Folgen für Kleingärten. Daher hat sich der LSK auf den Weg gemacht und gibt in einer Broschüre Anregungen, um dem Klimawandel zu begegnen sowie die wertvolle Ressource Wasser möglichst effizient einzusetzen. Die Tipps zu Bodenleben, Pflanzenauswahl und Abschattung gelten natürlich nicht nur für Kleingärtner, sondern für alle Garten-Fans. Unter folgendem Link steht die 48-seitige Publikation kostenfrei zum Download zur Verfügung: https://www.lsk-kleingarten.de/fachpublikationen/

Gärtnern unter neuen Klimabedingungen

Um den Boden in trockenen Phasen besser feucht zu halten, raten die LSK-Fachberater, den Kompost-Anteil im Boden durch Humus oder Substrate zu erhöhen. Dabei sollte aus Klimaschutzgründen auf Torf verzichtet werden. Durch diese Maßnahme speichert der Boden nicht nur besser Wasser, sondern es bleiben auch die Mikroorganismen aktiv und es wird CO2 gebunden. Wichtig ist außerdem das altbewährte Hacken der oberen Bodenschichten, um Sauerstoff hineinzubringen, Verdunstung zu reduzieren und die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens zu erhöhen. Zudem hilft eine tief wurzelnde Gründüngung, zum Beispiel mit Luzerne oder Winterwicke, die tieferen Bodenschichten zu lockern. Darüber hinaus sollten versiegelte Flächen möglichst vermieden oder wieder entsiegelt werden, damit Regenwasser gut versickern kann. Apropos Regenwasser: Das kalkarme Wasser aus den Wolken ist ideal zum Gießen von Zier- und Nutzpflanzen und außerdem gratis. Daher ist eine Regentonne ein Muss für jeden Hobbygärtner.

Trockenheitsverträgliche Bepflanzung

Durch eine geschickte Bepflanzung lassen sich der Wasserverbrauch in Grenzen halten und der Boden schützen, vor allem in den heißen Sommermonaten. Die Blätter der Pflanzen beschatten und kühlen den Boden und beugen Verschlammung und Nährstoffausspülung durch Starkregen vor. Die Wurzeln halten Erde, Wasser und Nährstoffe fest. Eine gute Wahl sind Stauden, die mit Trockenheit zurechtkommen. Das sind zum Beispiel der Staudenlein, das Sonnenröschen, der Polster-Dost oder der Woll-Ziest. Die leuchtend gelbe Mittagsblume öffnet ihre Blüten nur bei Sonnenschein und ihre grünen Blattpolster sind auch im Winter dekorativ. Wasserspeichernde Hingucker, die gerne von Insekten besucht werden, sind Fetthennen wie die Pflaumen-Fetthenne. Trockenheitsverträglich sind beispielsweise auch Küchenschelle, Federbüschelgras, Steppensalbei und Polsterphlox.

Arbeitssparende Bewässerung mit Ollas

Ollas sind Tongefäße, die in die Erde eingegraben und mit Wasser gefüllt werden. Durch das poröse Material wird das Wasser langsam und nach Bedarf an die Pflanzen abgegeben. Je nach Größe der Ollas und der Pflanzenart kann so eine automatische Wasserversorgung von bis zu einer Woche gewährleistet werden. Das spart dem Gärtner jede Menge Gießaufwand. Ein wenig Arbeit macht lediglich das jährliche Ein- und Ausgraben der Bewässerungsgefäße, da sie im Winter vor Frost geschützt werden müssen. Ollas gibt es fertig zu kaufen, sie können aber auch aus Blumentöpfen selbst hergestellt werden. Dann ist es wichtig, das Abzugsloch zu verschließen und den Topf mit einem Deckel zu versehen, um Verdunstung zu reduzieren.

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