Am 30. September ist Tag der Regionen

Aktionen rund um regionale Wirtschaftskreisläufe

Am 30. September 2018 wird zum 20. Mal der „Tag der Regionen“ begangen. Mit diesem Aktionstag möchte der Bundesverband der Regionalbewegung den Menschen vermitteln, dass es Spaß machen kann, regional, sozial und umweltbewusst zu wirtschaften beziehungsweise zu handeln, und wie nachhaltig es ist, mit bewussten (Kauf-) Entscheidungen Regionalkultur zu unterstützen. Rund um den Erntedank-Sonntag gibt es mehrere hundert Aktionen, die die Stärken der deutschen Regionen sichtbar machen.

Aktionen für nachhaltige Regionalkultur

Im Aktionszeitraum vom 21. September bis zum 7. Oktober zeigen zahlreiche Projekte, Veranstaltungen, Feste, Ausflüge, Märkte und andere Events in ganz Deutschland, wer einen Beitrag leistet, regionale Wirtschaftskreisläufe zu erhalten. Ziel ist, die ökonomischen, ökologischen und sozialen Vorteile regionaler Kreisläufe bewusst zu machen und Beispiele für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen zu liefern. So soll für jeden Einzelnen erkennbar sein, dass er durch sein persönliches Verhalten auf die Infrastruktur seines Lebensumfelds, auf das Bild der Kulturlandschaft und damit direkt auf seine eigene Lebensqualität Einfluss nehmen kann.

Die Motivation der am „Tag der Regionen“ teilnehmenden Akteure kann dabei ganz unterschiedlich sein: Von der Erhaltung der Landschaft mit ihren kulturellen und naturräumlichen Besonderheiten und der Stärkung mittelständischer Handwerksbetriebe über die Verminderung von Transportaufwand und Umweltbelastungen sowie die Schonung natürlicher Ressourcen und die Senkung des Energieverbrauchs bis zu einer höheren Identifikation mit der eigenen Region zur Stärkung des sozialen Gefüges.

Entstehungsgeschichte des Tags der Regionen

1999 starteten zwei Vereine in Bayern und in Nordrhein-Westfalen die Initiative zum „Tag der Regionen“ mit zwei landesweiten Koordinationsstellen. 180 Aktionen wurden auf die Beine gestellt – ein Ergebnis, das Mut machte, das Vorhaben fortzusetzen. Bereits im Jahr 2002 gab es einen bundesweiten Aktionstag mit mehr als 1000 Veranstaltungen, und das „Aktionsbündnis Tag der Regionen“ wurde gegründet. Dem Aktionsbündnis gehören heute fast 40 Organisationen und Verbände aus dem Umfeld von Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutzorganisationen sowie den Kirchen an. Aus dem Bündnis heraus gründete sich 2005 der Bundesverband der Regionalbewegung, der sich als Dachverband für die vielfältigen Akteure regionalen Wirtschaftens versteht, die zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Regionalentwicklung und der Stärkung ländlicher Räume beitragen.

Tag der Regionen 2018

In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto „Weil Heimat lebendig ist“. Mit diesem Slogan greift der „Tag der Regionen 2018“ die aktuelle gesellschaftspolitische Diskussion um den Begriff „Heimat“ auf und möchte ihn auf eine positive Art und Weise stärken. Dabei beschäftigt er sich vor allem mit den Fragen, was die eigene Region ausmacht und wie heimische Wirtschaftskreisläufe und bürgerschaftliches Engagement gestärkt werden können. Ein zentraler Aspekt ist auch, welche Rolle Regionalität in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel spielt.