08.01.2026

Salak Honey: Exotische Schlangenfrucht zum Anbeißen

Salakfrüchte sind ei- oder birnenförmig, ihre Haut erinnert an Schlangenschuppen. Foto: iStock

Die Salakpalme ist zuhause in der Natur Indonesiens

Rotbraun glänzend, der ganze Körper von Schuppen bedeckt – das könnte eine Schlange oder ein Fisch sein. Es könnte aber auch eine Salak Honey sein. Und wer jetzt so schlau ist wie vorher: Salak Honey ist eine exotische Frucht, die hierzulande noch recht unbekannt und nur im Spezialitätenhandel oder gut sortierten Obstregal erhältlich ist. Im Deutschen wird sie aufgrund der auffälligen Haut auch Schlangenfrucht genannt.

Die Indonesier nennen die Frucht Salak Honey „Frucht der Erinnerung“, da sie das Denkvermögen steigern soll. In Thailand wird sie als Liebesfrucht gesehen, um das Herz der oder des Angebeteten zu gewinnen. Ein weiterer Ausdruck aus Asien lautet übersetzt „Dorniges Drachenauge“, und bei uns wird sie auch als Schlangen- oder Kobrafrucht bezeichnet. Mit Schlangen hat Salak Honey insofern etwas zu tun, als dass ihre reptilienartigen Schuppen wie eine Schlangenhaut aussehen. Wer sie schon einmal gegessen hat, der sagt ihr eine wahre Geschmacksexplosion nach. So soll sie nach Äpfeln, Erdbeeren und Ananas schmecken, auch Birnen-, Litschi und sogar Honiggeschmack wird ihr nachgesagt.

Palmenfrucht aus Indonesien

Salak Honey ist die Frucht der tropischen Salakpalme Salacca zalacca. Diese wächst in der Natur in Indonesien vor allem auf den Inseln Java, Bali, Sumatra und Borneo auf nassen und sumpfigen Böden aus vulkanischem Ausgangsgestein. Heute wird sie auch in anderen Regionen Asiens, wie zum Beispiel Thailand, Malaysia, Myanmar, Philippinen, China und Surinam, kultiviert, um ihre Früchte zu ernten. Außerhalb Asiens sind Plantagen in Ecuador, Australien oder Spanien bekannt. Es gibt etwa 20 Salacca-Arten. Alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie kaum einen Stamm haben und ihre fiederförmigen dornigen Blätter ein dichtes, horstbildendes Dickicht bilden. Das unterirdische Rhizom ist weit verzweigt. Salakpalmen sind zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Pflanzen. Die Früchte wachsen direkt über dem Boden. Bei uns wird man die Salakpalme kaum finden, da sie sehr kälteempfindlich ist. Die Pflanze wird bis zu 6 Meter hoch und bringt über mehrere Jahrzehnte etwa 20 bis 35 braune, ei- oder birnenförmige Früchte – die Salak (Honey).

Exotischer Geschmack, der an Ananas, Banane und Erdbeere erinnert

Das weiße, saftige und knackige Fruchtfleisch ist in mehrere Segmente unterteilt, meist sind es zwei, drei oder vier. Geschält wird die Frucht so ähnlich wie eine Mandarine, immer gegen die Wuchsrichtung der Schuppen. Das Fruchtfleisch lässt sich in die einzelnen Segmente aufteilen. Die schwarzen Kerne in der Mitte sind roh nicht genießbar. Salak Honey enthält wertvolle Antioxidantien und sekundäre Inhaltsstoffe wie Phenole oder Gallussäure, den Mineralstoff Kalium, viel Vitamin C und ist reich an Ballaststoffen. Die Frucht schmeckt sowohl pur als Fruchtschnitz oder püriert als Smoothie als auch in einem exotischen Obstsalat mit Papaya, Mango und Ananas, in Desserts, Joghurt, Pudding oder Süßspeisen oder in einem Kuchen. In Indonesien wird die Frucht frisch verwendet oder gekocht in einer süß-sauren Soße, frittiert oder mit Trocknen oder Einwecken haltbar gemacht. Bekannt ist auch die Verwendung in Blattsalaten oder Salaten mit Hühnerfleisch.

Erhältlich auf dem Großmarkt, im Asia-Shop und im Internet

Wer bei uns Salak Honey kaufen möchte, schaut sich am besten in asiatischen Lebensmittelgeschäften oder auf dem Großmarkt um. Inzwischen gibt es auch Internetanbieter, die sich auf exotische Früchte spezialisiert haben. In Supermärkten gibt es Salak Honey teilweise als Konserve. Wer Salak Honey frisch kaufen möchte, der sollte darauf achten, dass die schuppige Schale glänzend und gleichmäßig rotbraun ist und süß duftet. Die Früchte sollten fest und unbeschädigt sein. Überreife Früchte sind dunkelbraun oder gar fleckig. Gelagert werden sollte die Schlangenfrucht bei Raumtemperatur an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort; im Kühlschrank verliert sie an Geschmack.

Die Salakpalme als Zimmerpflanze

Theoretisch kann die Salakpalme selbst vermehrt werden, indem man die Kerne einpflanzt. Sie keimen meist gut an und die Sprösslinge wachsen nach einem Monat aus der Erde. Dann folgt aber die schwierigere Phase, für die es dann „erfahrene Palmengärtnerhände“ braucht, denn die Palme benötigt tropische Bedingungen wie Wärme, am besten über 24 Grad Celsius, hohe Luftfeuchtigkeit, einen wind- und frostgeschützten Standort im schattigen Licht (in der Natur unter großen Bäumen) und einen leicht feuchten Boden. Letzterer sollte allerdings nur alle zwei bis drei Wochen gegossen werden, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führt.

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