Boden des Jahres 2020: Der Wattboden

Wasser und Land im Wechsel

Mal Wasser, mal Land – so bewirbt das Kuratorium „Boden des Jahres“ den Wattboden anlässlich des Internationalen Weltbodentags am 5. Dezember. Er ist Vertreter dieser Auszeichnung für das Jahr 2020 und wird bei einer Festveranstaltung am 4. Dezember 2019 in Berlin vorgestellt.

Das Welterbe Wattenmeer erstreckt sich über 1100 Quadratkilometer zwischen Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Zu der geschützten Fläche gehören Sand- und Schlickwatt, Muschelbänke, Seegraswiesen, Salzwiesen, Sandstrände und Dünen. Das Wattenmeer hat eine hohe Biodiversität : 2300 Pflanzen- und Tierarten leben auf den Salzwiesen, in den Meerwasser- und Brackwasserzonen weitere 2700 Arten. Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale gehören zu den bekannten Säugetieren im Wattenmeer. Der Schlick beherbergt Krebse, Muscheln, Faden- und Strudelwürmer - die wiederum Nahrung für die vielen dort lebenden Vögel und vorbeiziehenden Zugvögel sind. Als Laichplatz ist das Watt die Kinderstube von Scholle und Seezunge.

Wattböden als Schätze der Natur

„Die Wattböden sind wahre Schätze der Natur und bieten seltenen Arten einzigartige Räume zum Leben. Viele Wattböden liegen in nicht zugänglichen Naturschutzgebieten, andere befinden sich mitten in unserer Stadt und tauchen bei Niedrigwasser in der Elbe und in den Hafenbecken auf. Bei Spaziergängen beispielsweise in der Speicherstadt sind sie gut sichtbar. Obwohl sie als junge Böden zu bezeichnen sind, ist ihre ökologische Bedeutung und Ökosystemleistung enorm. Hamburg möchte dies im Jahr 2020 besonders hervorheben“, erklärt Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie der Stadt Hamburg, die Wahl des Wattbodens zum Boden des Jahres 2020.

Boden des Jahres 2019: Der Kippenboden
Boden des Jahres 2018: Der Alpenboden
Boden des Jahres 2017: Der Gartenboden
Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden
Boden des Jahres 2015: Der Stauwasserboden
Boden des Jahres 2014: Der Weinbergsböden
Boden des Jahres 2013: Der Plaggenesch
Boden des Jahres 2012: Das Niedermoor
Weltbodentag 2011: Ernüchternde Bilanz