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Umwelt & Verbraucher
04.12.2018

Boden des Jahres 2019: Der Kippenboden

Boden des Jahres ist der Kippenboden. Foto: Raphael Benning, LfULG

Weltbodentag ist gemeinsamer Aktionstag für den Boden

Auf einer Festveranstaltung anlässlich des Weltbodentags am 5. Dezember in Berlin wird der Kippenboden als Boden des Jahres 2019 präsentiert. Er folgt auf den Alpinen Felshumusboden im Jahr 2018, den Gartenboden (Hortisol) 2017 sowie den Grundwasserboden (Gley), den Boden des Jahres 2016.

Böden sind mehr als „der Dreck unter unseren Füßen“. Sie sind unverzichtbare Lebensgrundlage, und ihr Schutz ist enorm wichtig. Rund ein Viertel der weltweiten Landfläche ist bereits von Degradation (Verschlechterung des Bodens) betroffen. Jedes Jahr gehen geschätzte 24 Milliarden Tonnen fruchtbaren Bodens aufgrund von Erosion, Bebauung, Verdichtung und Ressourcenabbau verloren.

Um die unersetzbare und begrenzte Ressource Boden zu würdigen und für ihren Schutz zu werben, wird seit dem Jahr 2005 jährlich anlässlich des Internationalen Tag des Bodens der "Boden des Jahres" vorgestellt. Die Auswahl trifft das „Kuratorium des Bodens des Jahres“ gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und der „Aktionsplattform Bodenschutz“, bestehend aus der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft, dem Bundesverband Boden e. V. und dem Ingenieurtechnischen Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e. V.

Der Kippenboden entsteht vor allem nach dem Braunkohletagebau. Kippenböden sind daher vor allem im Rheinischen Braunkohlenrevier, in der Kölner Bucht sowie auf großer Fläche im Mitteldeutschen Braunkohlerevier bei Leipzig-Halle und im Lausitzer Braunkohlerevier zu finden. Der Weg vom Kippsubstrat zum Kippenboden in der Bergbaufolge ist lang. Die landwirtschaftliche Rekultivierung von Kippenböden ist eine große Herausforderung für die Landwirtschaft, denn Kippenböden weisen andere Merkmale als natürliche Böden auf, da sie aus künstlich umgelagerten Sedimenten entstanden sind. Es ist meist eine Aufkalkung und Durchlüftung notwendig und der Aufbau von organischer Substanz in Form von Humus steht im Vordergrund. Wenn die Landwirte dann wieder Regenwürmer im ehemaligen toten Kippenboden finden, wissen sie, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Boden des Jahres 2018: Der Alpenboden
Boden des Jahres 2017: Der Gartenboden
Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden
Boden des Jahres 2015: Der Stauwasserboden
Boden des Jahres 2014: Die Weinbergsböden
Boden des Jahres 2013: Der Plaggenesch
Boden des Jahres 2012: Das Niedermoor
Weltbodentag 2011: Ernüchternde Bilanz

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