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Haus & Garten
28.04.2015

Was ist zu tun, wenn Sommerblumen im Garten rosten?

Bartnelken im Sommerblumenbeet. Foto: Klaus Margraf

Gelbe Flecke und stäubende Pusteln verraten die Krankheiten. Profil Online gibt Hinweise zur Abhilfe

Gelbliche Flecke an Blättern, Blattunterseiten oder Stängeln von Gartenpflanzen begleitet von einem stäubenden Belag sind ein Hinweis auf Rosterkrankungen. Kühles und feuchtes Wetter begünstigt die verschiedenen Rostpilze in ihrer Entwicklung.

Löwenmaulrost

Sind Löwenmäulchen vom Löwenmaulrost befallen, entstehen auf der Blattoberseite über die ganze Spreite zunächst verstreut gelbliche Flecke. An der Unterseite erscheinen dunkelbraune, stäubende Pusteln. Es kommt auch zu Infektionen am Stängel und an den Kelchblättern. Bei feuchtem Wetter breitet sich die Krankheit schnell aus. Einzelne, zunächst vor allem untere Blätter welken und sterben ab, bis schließlich die ganze Pflanze eingeht. Es können ganze Anpflanzungen völlig absterben. Der Erreger ist in der Lage in milden Wintern an den überdauernden Pflanzen lebensfähig zu bleiben.

Abhilfe: Befallene Blattteile am besten sofort entfernen. Die Beete im Herbst unbedingt vollständig ausräumen. Empfehlenswert sind resistente Sorten. Für direkte Behandlungen sind gegen Rostpilze an Zierpflanzen im Freiland zugelassene Pflanzenschutzmittel erhältlich.

Bartnelkenrost

Auf Bartnelkenblättern bilden sich bei Befall mit Bartnelkenrost gelbliche Flecke, die auf der Blattunterseite dunkelbraune pustelförmige Sporenlager aufweisen. Diese sind meist in konzentrischen Ringen angeordnet. Ist der Befall mit diesem Rostpilz stark, können die betroffenen Blätter absterben.

Abhilfe: Wenn die ersten Symptome sichtbar sind, ist es ratsam die erkrankten Blätter abzupflücken und die Pflanze direkt mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln zu behandeln.

Malvenrost

Sind die Blätter von Stockrosen (Stockmalven) übersät von gelblichen, mitunter etwas eingesunkenen Flecken, ist meist Malvenrost die Ursache. Unterseits sind seine zunächst gelblichen, grauen und später bräunlichen, warzenförmigen Pusteln deutlich zu sehen. Sie entlassen unzählige Sporenmengen. Schlecht ernährte Malven sind gegenüber dem Rost besonders anfällig.

Abhilfe: Wenn die Pflanzen an einen lichten, luftigen Ort gesetzt und im Frühjahr optimal mit Dünger versorgt werden, können sich kräftige, auch gegen den Rost widerstandsfähige Exemplare entwickeln. Bei leichtem Befall kann ein Entfernen der erkrankten Blätter die Rostentwicklung verzögern. Zum Vegetationsende sollte man die Triebe, an denen der Rost auch Fuß fassen kann, abschneiden. Bei starkem Befall werden gleich im zeitigen Frühjahr Fungizidbehandlungen erforderlich. Es gibt auch eine Malvenmischung (Alcea ficifolia ‚Antwerp Mischung’), der eine hohe Resistenz gegenüber dem Rost zugeschrieben wird.

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