Ostergras säen
Ostergras ist eine beliebte Deko für die Feiertage.
Ostergras säen
Natürliches Grün fürs Osternest und als Dekoration
Ostergras ist ein Muss für bunt gefüllte Osternester und die österliche Tischdekoration. Rechtzeitig ausgesät, ist selbst gezogenes Grün eine günstige und nachhaltige Alternative zu künstlich hergestellten Produkten.
Ostern steht nicht nur für die Auferstehung von Jesus Christus, sondern auch für das Erwachen der Natur im Frühling. Entsprechend wird die klassische Oster-Dekoration von zartem Grün und bunten Farben dominiert. Dazu gehört auch das Ostergras, das als Zeichen der Hoffnung und für beginnendes neues Leben steht. Nicht zuletzt ist es im Osterkörbchen oder in österlichen Arrangements einfach hübsch anzusehen. Besonders schön ist es, wenn statt „Gras“ aus Holzwolle, Papier oder Sisal echte Halme in Körbchen oder Schalen drapiert werden.
Das richtige Saatgut für Ostergras
Wer Gras für seine österliche Deko selbst ziehen möchte, kann dies noch bis etwa zehn Tage vor den Feiertagen tun. Denn als Saatgut kommen traditionell nicht etwa klassische Rasenmischungen zum Einsatz, sondern in allererster Linie Weizensamen oder die Samen von Gerste oder Dinkel. Ihre grünen Keimlinge erreichen schon nach acht bis zehn Tagen eine Höhe von 10 bis 15 Zentimetern – perfekt fürs Osterkörbchen. Zur Aussaat braucht es kein spezielles Produkt, sondern einfach unbehandelte Getreidekörner aus dem Handel. Samentütchen aus dem Gartencenter enthalten dagegen häufig Grasarten wie Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense), das allerdings zwei bis drei Wochen braucht, um schön dicht und buschig zu werden. Eine Alternative für Spätentschlossene ist ein Osternest aus Kresse. Diese hat schon nach vier bis sechs Tagen eine Höhe von etwa 5 Zentimetern erreicht und kann nicht nur dekoriert, sondern auch beim Osterfrühstück verspeist werden.
Tipps zur Aussaat von Ostergras
Egal, welches Saatgut verwendet wird, ist das Prinzip für die Aussaat immer dasselbe. Als Substrat kann entweder Blumenerde oder Watte verwendet werden. Einzig für die Kresse ist Watte zu bevorzugen. Das Substrat wird in eine flache Schale oder einen tiefen Teller gegeben und befeuchtet. Dann die Samen gleichmäßig und ruhig dicht darauf verteilen. Damit sie schneller keimen, können zum Beispiel die Getreidekörner über Nacht in Wasser eingeweicht werden. Am Folgetag abgießen und mit klarem Wasser abspülen. Wird Erde verwendet, muss abschließend eine dünne Schicht über den Samen verteilt und leicht angedrückt werden. Bei Watte erübrigt sich dieser Schritt.
Ostergras pflegen und verwenden
Das Pflanzgefäß wird am besten an einem hellen Ort platziert, zum Beispiel auf der Fensterbank. In den folgenden Tagen ist es wichtig, das Substrat immer feucht zu halten. Staunässe sollte vermieden werden, da es sonst zu Schimmelbildung kommen kann. Ist das Ostergras vor den Feiertagen schon sehr hoch, kann es einfach mit der Schere geschnitten werden. Alternativ vermindert ein kühlerer Standort das schnelle Wachstum.
Nun ist das frische Grün fertig zum Dekorieren – und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Ob als Versteck für den Schoko-Osterhasen, als Basis für kreative Blumen-Arrangements oder als Bett für bunt gefärbte Eier ist das grüne Nest immer eine Augenweide. Statt es nach Ostern wegzuwerfen, kann das Gras an Meerschweinchen und andere Nager verfüttert werden. Auch Katzen freuen sich über das frische Grünzeug. Mehrjährige Gräser wie das heimische Wiesen-Lieschgras fühlen sich nach der Osterzeit auch im Garten wohl und tragen dort zur Artenvielfalt bei.