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Forschung & Technik
12.10.2021

Pflanzenschutz mit Drohnen

Drohnenflug mit Kamera über ein Weizenfeld im Fieldlab for Digital Agriculture des ATB am Standort Marquardt. (Foto: Michael Schirrmann, ATB)

Problemunkräuter gezielt bekämpfen

Mit künstlicher Intelligenz (KI) sollen künftig mittels Drohnen auf dem Feld Unkräuter erkannt und punktgenau bekämpft werden. Ziel ist, weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen und die Biodiversität auf dem Acker zu erhöhen. 

Wildblumen bieten Nahrung für Insekten und Vögel. Aber ein Zuviel davon schadet dem Ertrag der landwirtschaftlichen Kulturen. Wenn man nur noch „Problemunkräuter“ bekämpft, die den Ertrag massiv gefährden, kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Es bleiben mehr Arten auf dem Acker und der Ertrag der Hauptkultur, zum Beispiel Weizen, bleibt erhalten. Möglich ist dies mit Precision Farming, Drohnen und künstlicher Intelligenz. Das Projekt „weed-AI-seek“ (Koordination: Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e. V., ATB) zielt auf ein intelligentes Monitoring- und Mapping-System, bei dem die Echtzeiterfassung der Unkrautverteilung in Getreidebeständen im Vordergrund steht. Das Projekt „BETTER-WEEDS“ (Koordination: Julius Kühn-Institut, JKI) setzt auf die Anwendung von KI für ein umweltgerechtes Unkrautmanagement auf Basis einer wissensbasierten Standortanalyse.

„Drohne an Pflanzenschutzspritze“

Zukünftig könnte eine Unkrautbekämpfung wie folgt ablaufen: Die Drohne erfasst punktgenau die Arten auf dem Feld. Durch künstliche Intelligenz hat sie gelernt, Kulturpflanze und Unkraut zu unterscheiden. Stößt sie auf ein sogenanntes Problemunkraut, also eine Pflanze, die sich stark ausbreitet und invasiv ist, indem sie andere Arten verdrängt, dann meldet sie den Standort und die Pflanzendichte. Dann können die Landwirte mit einer neuen Generation von Pflanzenschutz-Geräten mit mehreren Tanks mit unterschiedlichen Herbiziden die Unkräuter gezielt mit dem jeweils passenden Wirkstoff bekämpfen. Ziel und Erfolg dieser Vorgehensweise: Der Mitteleinsatz wird insgesamt reduziert und die Artenvielfalt auf dem Feld bleibt erhalten. 

Quelle: pflanzenforschung.de / ATB

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