Die senkrechten Gärten von Bingen

22.10.2019 Forschung & Technik

Mobile Gärten fürs Stadtklima

An der Technischen Hochschule Bingen läuft ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von vertikalen mobilen Gärten für den Innen- und Außenbereich. Das Vorhaben, das der Klimaanpassung in Städten dienen soll, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 300.000 Euro gefördert.

Die senkrechten begrünten Module, die das Team um Professor Dr. Oleg Panferov entwickelt, können mobil im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden, Lärmschutz und Artenvielfalt verbessern sowie die Effekte des Klimawandels lokal reduzieren. Für das Projekt haben die Technische Hochschule Bingen und ihre Partnerfirmen nun drei Jahre Zeit.

Suche nach geeigneten Konstruktionen

Zurzeit wird getestet, welche Pflanzen und Konstruktionen geeignet sind. Die Systeme sollen sich selbst mit Energie und Wasser versorgen können. Außerdem ist der Schallschutz als Nebeneffekt besonders erwünscht. Deshalb werden vier Prototypen gebaut, zwei für den Innen- und zwei für den Außenbereich. Sie werden im Labor und unter realen Bedingungen getestet.

Lokale Wärmeinseln kühlen

Ein wichtiger Einsatzort für diese mobilen Gärten sollen nach dem Willen der Projektteilnehmer lokale Wärmeinseln in Innenstädten sein. Wo sich das Mikroklima stark aufheizt, können solche senkrechten Grünflächen, die nicht viel Platz benötigen, für Abkühlung sorgen. Am Ende der Projektlaufzeit sollen die Module in Serie produziert und vermarktet werden.

Quelle: Gabot.de / TH Bingen

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