Mutterkraut ist auch für Männer geeignet

07.08.2018 Haus & Garten

Von der Geburtshilfe bis zur Migräneprophylaxe

Sonnenauge, Römische Kamille, Fieberkraut, Jungfernkraut – so wird das Mutterkraut (Tanacetum parthenium) auch genannt. Die Heilpflanze wurde schon im alten Griechenland bei Schwangerschaftsbeschwerden und zur Geburtshilfe angewandt. Heute wird es auch zur Vorbeugung von Migräneanfällen eingenommen.

Ein bisschen sieht das Mutterkraut der Kamille ähnlich, es wird auch Römische Kamille genannt. Doch es riecht viel strenger als die Echte Kamille und wird auch anders angewendet. Schon bei den alten Griechen und Römern wussten die Frauen, Mutterkraut als Heilkraut bei Menstruationsbeschwerden und bei langen Geburten zu verwenden: Es hemmt die Bildung des Hormons Prostaglandin und löst damit die Menstruation aus und fördert die Ablösung der Placenta nach der Geburt. Doch nicht nur für diesen Anwendungszweck ist es bekannt, neuerdings sehen die Pharmakologen auch Möglichkeiten in der Leukämiebekämpfung. Eine weitere anerkannte medizinische Anwendung ist die Migräneprophylaxe. Mutterkraut kann nämlich Migräneanfälle vermindern, wenn es vorbeugend über mehrere Wochen eingenommen wird. Die Wirk- und Inhaltsstoffe sind unter anderem Terpene, wie zum Beispiel Campher, das ätherische Öl Chrysanthenylacetat, Parthenolide und Flavonoide.

Das Mutterkraut wird aus Setzlingen oder Samen gezogen. In einigen Bauerngärten steht die dekorative Zierpflanze mit gefüllten Köpfchen, sie wächst aber auch verwildert auf Schuttplätzen, entlang von Hecken und Zäunen oder in Wäldern. Es ist eine ausdauernd krautige Pflanze, die bis zu 80 Zentimeter groß werden kann und von Juni bis August blüht.