Schädlinge auf dem Smartphone identifizieren

14.07.2020 Forschung & Technik

EFSA digitalisiert Karten zur Schädlingsüberwachung

Interaktiv auf dem Smartphone oder Tablet Quarantäneschädlinge bestimmen? Die neuen digitalisierten „story maps“ der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA machen es möglich. Eine erste Serie von 28 Karten ist jetzt erhältlich.

Popillia japonica, Aromia bungii oder Dendrolimus sibiricus – so lauten die wohlklingenden Namen gefährlicher Quarantäneschädlinge. Dahinter verbergen sich der Japankäfer, der Asiatische Moschusbockkäfer und Sibirischer Zirbelspinner – sie sind allesamt „Quarantäneschädlinge“, also Schadorganismen, die in ihrem Herkunftsgebiet große Schäden in Land- und Forstwirtschaft verursachen und deren Verbreitung in andere Regionen möglichst verhindert oder gestoppt werden soll. Da es kaum direkte Bekämpfungsmaßnahmen gegen Quarantäneschädlinge gibt, versuchen die einzelnen Länder die Einschleppung als blinde Passagiere bei Importen oder durch den Menschen zu verhindern. Quarantäneschädlinge müssen beim Entdecken den zuständigen Behörden gemeldet werden.

Schädlings-Biologie, Überwachungsleitfaden und Software

Um den EU-Mitgliedsländern bei der Überwachung ihrer Quarantäneschädlinge zu helfen, hat die EFSA nun die ersten 28 Schädlingsportraits in Karten digitalisiert. Die Karten enthalten Informationen zur Biologie und Verteilung des Schädlings, zu seinem Wirtsspektrum, Risikofaktoren und verfügbaren Nachweismethoden für die Überwachung und entsprechen internationalen Standards. Sie sind Teil eines Überwachungs-Toolkits zu Pflanzenschädlingen, das schädlingsspezifische Dokumente (zum Beispiel Überwachungskarten) und Dokumente enthält, die für alle zu überwachenden Schädlinge relevant sind, einschließlich eines allgemeinen Überwachungsleitfadens und Informationen zu geeigneter Software. Die übrigen 18 Karten werden im Laufe des Jahres an das neue Format angepasst. Die Galerie soll in den kommenden Jahren um weitere Karten erweitert werden.

Quelle: Gabot.de