Pflanzenschutzmarkt 2017 weiter rückläufig

Der deutsche und weltweite Pflanzenschutzmarkt wird langfristig ein Wachstumsmarkt bleiben. Der Pflanzenschutzmarkt ist von vielen Faktoren der Agrarwirtschaft abhängig, nicht zuletzt von der steigenden Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten. Bestimmend sind vor allem das Wetter und das Auftreten von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten.

Der deutsche Pflanzenschutzmarkt

Pflanzenschutzmarkt Deutschland2017 verzeichneten die deutschen Pflanzenschutzmittel-Hersteller im dritten Jahr in Folge einen Rückgang beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln. Gegenüber 2016 (1,415 Mrd. Euro) sank der Nettoinlandsumsatz im Direktgeschäft zwischen Industrie und Pflanzenschutz -Großhandel um 2,1 Prozent auf 1,385 Milliarden Euro.

 

Der weltweite Pflanzenschutzmarkt

Aufteilung des Weltpflanzenschutzmarkts nach Regionen 2017 (Euro-Basis). Grafik: IVADas Weltmarktvolumen für Pflanzenschutzmittel stieg im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent auf 53,69 Milliarden Dollar. Auf Euro-Basis entspricht dies einem Plus von 5,6 Prozent auf 47,62 Milliarden Euro. Der Markt 2017 verteilte sich zu 30,4 Prozent auf Asien inkl. Japan und Ozeanien, zu 23,7 Prozent auf Lateinamerika, zu 21,6 Prozent auf die Europäische Union (EU 28) sowie zu 20,1 Prozent auf die NAFTA-Region (USA, Kanada und Mexiko). Auf die übrigen Regionen entfielen 4,2 Prozent. 

 

Pflanzenschutzmittel für Haus und Garten

Neben der Produktion von Pflanzenschutzmitteln für die moderne Landwirtschaft engagieren sich die Mitglieder des IVA aus dem Bereich Pflanzenschutz auch in der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln für private Anwender.

Die IVA-Mitgliedsunternehmen erzielten mit Pflanzenschutzmitteln für Haus und Garten 2017 einen Umsatz von 60,6 Millionen Euro, was nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr eine leichte Erholung von 3 Prozent bedeutet. Berechnungsbasis sind die Bruttopreise der Hersteller an den Handel.