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Haus & Garten
04.11.2015

Dahlien gut durch den Winter bringen

Dahlien als Farbtupfer in Gehölz- und Staudenpflanzungen. Foto: Klaus Margraf

Auf was Sie achten sollten

In Beeten oder Kübeln erfreuen uns Dahlien in verschiedenen Formen, Größen und Farben vom Sommer bis zum Herbst. Bei uns sind die Knollen nicht winterhart. Deshalb müssen wir sie im Herbst aus dem Boden nehmen und frostfrei überwintern. Da sie aber besonders ab Mitte September verstärkt in ihren Knollen Reservestoffe für das kommende Jahr anlegen, ist es ratsam, sie so lange wie möglich im Freiland zu belassen.

„Erntezeitpunkt“ der Knollen

Wenn die ersten leichten Fröste das Laub geschädigt haben, ist die Zeit gekommen, die Knollen bei trockenem Wetter aus dem Boden zu nehmen. Dazu werden die Stängel etwa 10 cm über dem Boden abgeschnitten. Nun wird der Wurzelballen (Knollen) mit einem Spaten, oder besser mit einer Grabegabel, in ausreichendem Abstand von der Pflanze gelockert und schließlich herausgenommen. Von den Knollen wird die lockere Erde abgeschüttelt. Weitere Erdreste belässt man am Wurzelballen. Zum Abtrocknen bleiben die Knollen mehrere Stunden auf dem Beet liegen. Vor dem Einräumen ins Winterquartier ist es ratsam, auf Fäulnis oder verletzte Teile zu kontrollieren, um nur gesunde Knollen zu lagern. Zweckmäßigerweise werden die Sorten mit Etiketten gekennzeichnet.

Überwintern der Knollen

Zum Lagern eignen sich Pappkartons oder mit Papier ausgelegte Holzkisten. Das Überwintern wird am besten dunkel und luftig bei etwa 5 Grad Celsius durchgeführt. Wo nur warme trockene Keller zur Verfügung stehen, sollten die Knollen in Sand, Torf oder torfähnliche Materialien, wie Kokohum eingebettet werden. Damit sie nicht einschrumpfen, wird gelegentlich leicht angefeuchtet. Allerdings ist übermäßige Feuchtigkeit abträglich, weil es sonst zu Fäulnis kommen kann.

Eine wichtige Aufgabe besteht nun darin, die Dahlienknollen im Winterlager regelmäßig zu kontrollieren. Wenn dabei an den Knollen oder alten Stängelresten ein weißlicher watteartiger Belag sichtbar wird, handelt es sich um das Pilzmyzel der Sklerotinia-Fäule (Sclerotinia sclerotiorum). Diese Exemplare sind sofort über die Restmülltonne zu entsorgen.

Kranke Dahlien nicht pflanzen

Werden im Frühjahr solche faulen Dahlien ausgepflanzt, zeigen sich einzelne plötzlich welkende Triebe. An der Ursprungsstelle der Welke am Austrieb treten erst graugrüne bis hellbraune Faulstellen auf, später bildet sich das dichte weiße watteartige Pilzmyzel. Im Inneren ist es oft mit kleinen schwarzen und festen bohnenförmigen Gebilden (pilzliche Dauerkörper oder Sklerotien) versehen. Die Sklerotien können viele Jahre im Boden überleben. Sie keimen in der Regel nur in den oberen Zentimetern des Bodens aus, werden aber mit jedem Bearbeitungsgang wieder an die Oberfläche gebracht. Aus ihnen wachsen dann lang gestielte Fruchtkörper aus. Hier bilden sich die Ascosporen durch die die betreffenden Wirtspflanzen infiziert werden.

Der pilzliche Erreger hat einen sehr großen Wirtspflanzenkreis, zu dem neben Dahlien zum Beispiel noch Astern, Ringelblume, Goldlack, Petunie, Sonnenblume, Sonnenhut und zahlreiche Gemüsearten gehören.

Befallene Pflanzen sind vorsichtig zu entfernen und so zu vernichten (nicht auf den Kompost bringen!), dass dabei die Sklerotien nicht zu Boden fallen. Wenn möglich sind längere Anbaupausen einzuhalten, die einem Befall der Wirtspflanzen vorbeugen. Auf kleineren verseuchten Flächen oder in Kübeln und Pflanzschalen lohnt es sich, den Boden auszutauschen. Auf keinen Fall dürfen aus befallenen Beständen die Dahlien wieder für das nächste Jahr überwintert werden.

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