Bienen lieben es bunt

26.05.2014 Haus & Garten

Bienenfreundliche Blühmischungen liefern den fleißigen Insekten vor allem im Spätsommer und im Herbst ausreichend Nahrung

Bienen brauchen Futter. Die sprichwörtlich fleißigen Insekten gehören in Deutschland zu den wichtigsten Nutztieren für die Landwirtschaft. Das liegt weniger am Honig, sondern vor allem an der Bestäubungsleistung. Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO hängen rund 35 Prozent der Weltnahrungsproduktion von der Bestäubung durch Insekten ab. Ohne Blütenbestäuber wären die Erträge vieler Kulturpflanzen zwischen fünf und fünfzig Prozent niedriger. Aber nicht nur auf dem Feld, sondern auch im heimischen Garten fühlen sich die Tiere wohl, sofern sie ausreichend Nahrung finden. Daran mangelt es oft. Gerade im Spätsommer und im Herbst, wenn die Bienen den Wintervorrat für ihr Volk anlegen, wird das Futter knapp. Bienenfreundliche Blühmischungen schaffen Abhilfe. Sie bieten den Menschen etwas für das Auge und decken den Tisch für die Bienen abwechslungsreich.

Farben locken Bienen an

Grundsätzlich lieben es die Bienen bunt. Knallige Farben ziehen sie magisch an. Helle Blüten werden in den Abendstunden sehr gut wahrgenommen. Aber auch duftende Pflanzen gehören zu den beliebten Zielen.

Die Insekten bevorzugen ungefüllte Blüten

Die Bienen benötigen kohlehydrathaltigen Nektar als Nahrung für sich und den eiweißreichen Pollen als Futter für ihre Brut. Das Angebot ist von Pflanze zu Pflanze verschieden. Wichtig ist es, dass die Bienen Pollen und Nektar in den Blüten überhaupt erreichen können. Das gelingt ihnen bei ungefüllten und höchstens halbgefüllten Blüten. Blumen mit gefüllten Blüten stehen hingegen nicht auf dem Speiseplan der Bienen. Dort gibt es für sie nichts zu holen, weil sie nicht bis zum Inneren der Blüte vordringen können.

Vielfältiges Angebot an bienenfreundlichen Blühmischungen

Mit bienenfreundlichen Blühmischungen lässt sich ein schöner, bunter und gleichzeitig nützlicher Garten schaffen. Die Mischungen unterschiedlichster Pflanzen mit verschiedenen Blühzeitpunkten präsentieren den Bienen ein üppiges Buffet. Während der Vegetationsperiode finden sie dort eine bunte Auswahl an Nektar- und Pollenspendern. Die Blüh- oder Saatgutmischungen sind im Handel in zahlreichen Variationen erhältlich. Die Mischungen sind beispielsweise nach Standortansprüchen oder farblichen Aspekten zusammengestellt.

Blüten ziehen viele Tierarten an

Bienen, allen voran die Honigbiene (Apis mellifera), zählen nicht alleine zu den Blütenbestäubern. Die Wissenschaftler rechnen rund 300 000 Tierarten dazu. Die wichtigsten Gruppen sind die Hautflügler, zu denen Bienen und Hummeln gehören, mit weltweit zwischen 25 000 und 30 000 Arten und die Zweiflügler mit rund 160 000 Arten. Aber auch Schmetterlinge, Fledermausarten und einige Säugetiere und Vögel lassen sich auf den Blüten nieder.

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