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Umwelt & Verbraucher
03.08.2006

Zuckerrübenpflanzen werden zum Unkraut

Rübenschosser bilden bis zu 5 000 Samen, die bis zu 20 Jahre keimfähig sind. Quelle: Werner Raupert.

Immer öfter zu sehen: Wildrüben mit vielen nachteiligen Einflüssen auf Ertrag, Ernte, Reinigung und Verarbeitung von „normalen“ Zuckerrüben

Sie ragen hoch über den Zuckerrübenbestand hinaus: Wildrüben oder Schosser. Die zum Unkraut gewordenen Kulturpflanzen können den Ertrag der „normalen“ Zuckerrüben wesentlich reduzieren, denen Nährstoffe, Wasser und Licht entgehen. Die in den vergangenen Jahren vermehrt auftretenden Unkrautrüben können dazu führen, dass ein Feld für den Anbau von Zuckerrüben ausscheidet. Einige Gründe, die eine Bekämpfung notwendig machen.

Die bis zu 1,50 m hoch wachsenden Wildrüben bilden je Einzelpflanze 5 000 Samen, die bis zu 20 Jahre keimfähig bleiben - und das ganzjährig. Die Wildrüben tauchen aber auch in nachfolgenden Kulturen, wie Getreide, als Unkraut auf. Mit der Samenbildung beginnen die Pflanzen im Juli/ August. Das ist der späteste Zeitpunkt, die Pflanzen aus dem Zuckerrübenbestand zu entfernen. Durch Aushacken oder Ausziehen. Bei einem hohen Aufkommen der Schosser können sie mit Herbiziden, ausgebracht mit Dochtstreichgeräten zur Flächen- oder Einzelpflanzenbehandlung, bekämpft werden.

Wie kommen Wildrüben in Rübenfelder?

Zuckerrüben sind 2-jährige Pflanzen, die ihre Blütenstände und Samen eigentlich erst im 2. Jahr ihres „Lebens“ bilden. Eigentlich, weil anhaltend niedrige Temperaturen und hohe Lichtintensität im Mai/ Juni einen Schossreiz (Vernalisation) auf die Pflanzen ausüben können, der sie schon im 1. Jahr zur Blüten- bzw. Samenbildung veranlasst. Die Schossneigung von Zuckerrüben hängt von den Sorten ab. Der Landwirt achtet bei der Aussaat darauf, möglichst Samen von weniger schossanfälligen Sorten zu verwenden. Dabei reicht die Spanne von 0 – ca. 500 Schossern je Hektar – mit ca. 80 000 Zuckerrüben. Die meisten Sorten liegen bei 10 – 50 Schossern je Hektar.

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