Kalium reguliert Wasserhaushalt

Beugt Trockenstress vor - Entzüge durch Pflanzen müssen ausgeglichen werden

Wenn auf einem abgeernteten Feld ein Traktor mit Düngerstreuer unterwegs ist, hat das einen guten Grund. Die Düngung führt dem Boden die Nährstoffe, die ihm das Erntegut entzogen hat, wieder zu. Das gilt zum Beispiel auch für Kalium, einen sogenannten Hauptnährstoff. Kalium hat eine Schlüsselfunktion im Pflanzenstoffwechsel. Es reguliert unter anderem den Wasserhaushalt und den Kohlenhydrattransport in der Pflanze.

Getreidekörner und -stroh entziehen dem Boden bis über 150 Kilogramm Kaliumoxid (K2O) pro Hektar. Gut versorgte lehmige und tonige Böden setzen ihre Reserven erst allmählich frei und müssen nicht jedes Jahr gedüngt werden. Viele Landwirte düngen den Nährstoff daher alle drei bis vier Jahre. Ohne diesen Ausgleich würden die Gehalte in den Böden immer weiter sinken. In solchen Fällen steigt das Risiko von Ertragsverlusten, vor allem in trockenen Jahren.

Kalium reguliert den Wasserhaushalt der Pflanze

Der Nährstoff beeinflusst die Spaltöffnungen der Blätter und damit die Wasserverluste. Hohe Kaliumgehalte in den Wurzeln sorgen für ein Gefälle in der Salzkonzentration zum umgebenden Wurzelraum. Dadurch „saugt“ die Wurzel mehr Wasser auf. Kalium sorgt außerdem dafür, dass die Kohlenhydrate, die in den grünen Pflanzenteilen gebildet werden, in Richtung Wurzel abfließen können. Das regt das Wurzelwachstum an, Die Wurzeln verzweigen sich und werden leistungsfähiger. Das ist besonders in trockenen Jahren sehr wichtig.

Besonders praktisch für Bauern und Gärtner: Kalium kann zu allen Jahreszeiten auf Vorrat gedüngt werden. Es wird unter normalen Wetterverhältnissen nämlich nur in sehr geringen Mengen in den Unterboden ausgewaschen. Eine Ausnahme bilden Sandböden, denen die Kalium bindenden Tonminerale fehlen.

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