Institut Fresenius: Risiken durch Mykotoxine

Bei der Erzeugung und Herstellung von Lebensmitteln, bei der Rohstoffveredlung und im Haushalt darauf achten, dass sich Schimmelpilze nicht vermehren.

Heute sind 400 Pilze bekannt, die giftige Stoffe (Mykotoxine) produzieren. Der menschliche Körper habe gegen diese Schimmelpilze keine echte Immunabwehr. Einige von ihnen wirkten krebserregend, andere schädigten Leber oder Niere, wieder andere könnten die Erbsubstanz verändern, darauf hat das Institut Fresenius in Taunusstein in einer Pressinformation hingewiesen.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass bis zu 25 Prozent aller Nahrungsmittel mit Mykotoxinen verunreinigt sind. „Die Europäische Union sorgt deshalb durch strenge Richtlinien, Importkontrollen und Grenzwerte dafür, dass das Risiko der Mykotoxin-Rückstände in Lebensmitteln auf ein Minimum reduziert wird. Ebenso die Industrie durch zahlreiche Analysen, so der Lebensmittelexperte Klaus Mittendorf vom Institut Fresenius.

Wenn die Pilze nicht schon frühzeitig an den Pflanzen auf dem Acker z. B. im Getreideanbau, mit Fungiziden bekämpft würden, könnten die gefährlichen Stoffwechselprodukte in die Lebensmittel gelangen und schließlich bis zum Verbraucher, warnte das Institut. Neben Aflatoxinen seien auch die giftigen Wirkungen von Patulin und Ochratoxin A gut untersucht. Patulin werde von einer Pilzart produziert, die vor allem Obst befalle. Ochratoxin A könne in Getreide, Kaffee, Kakao oder Rotwein enthalten sein. Das Institut appellierte aber auch an die Verbraucher, Lebensmittel kühl, trocken und hygienisch zu lagern, um Schimmelpilze zu verhindern.