Gefährlicher Laubholzbockkäfer – 30 Bäume mussten fallen

Asiatischer Holzschädling vermutlich mit Verpackungsmaterialien aus China eingeschleppt.

Rechtzeitig konnte dem Asiatischen Laubholzbockkäfer Anoplophora glabripennis, einem gefährlichen Holzschädling, im rheinischen Städtchen Bornheim das Handwerk gelegt werden. Zu verdanken war dies einem aufmerksamen Bürger. Der Hobby-Biologe hatte an einem absterbenden Ahorn die fingerdicken Ausfluglöcher des Käfers entdeckt und Alarm geschlagen. Am 19. Oktober wurden daraufhin insgesamt 30 befallene Bäume unter Aufsicht des Pflanzenschutzamtes gefällt und verbrannt. Die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Schädlings ist damit vorerst gebannt. Der Schädling war erstmals im Mai 2004 in Deutschland aufgetreten.

Vermutlich wurde der Käfer mit Verpackungsmaterialien von Gartenartikeln aus China eingeschleppt. Neuerdings werden zwar Holzkisten und dergleichen behandelt, um der Verschleppung vorzubeugen; vor einigen Jahren war aber dies noch nicht der Fall.

Der etwa 2,5 bis 4 Zentimeter große Käfer hat einen zweijährigen Entwicklungszyklus. Die Weibchen legen bis zu 30 Eier in die Baumrinde. Aus ihnen schlüpfen Larven, die zwischen Rinde und Holz Gänge fressen und so den Saftstrom der Bäume unterbrechen. Sie verpuppen sich schließlich im Holz und nach insgesamt zweijähriger Entwicklungszeit schlüpft der Käfer und frisst den typischen, fingerdicken Ausfluggang. Der Käfer ist deshalb so gefährlich, weil er auch völlig gesunde Bäume schließlich absterben lässt.

1996 wurde der in China, Korea und Taiwan heimische Käfer in die USA eingeschleppt. In Europa wurde er erstmals 2001 in Österreich gefunden. Verwandte Arten des Käfers traten in Italien (2000) und in Frankreich (2003) auf. 2004 wurde der Asiatische Laubholzbockkäfer im bayerischen Neukirchen in der Nähe von Passau entdeckt. Er wurde damals an 6 Bäumen der Arten Ahorn, Rosskastanie, Birke und Pappel vereinzelt gefunden.