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Umwelt & Verbraucher
09.06.2009

Das Jakobskreuzkraut - ein gefährliches Unkraut

Blüte des Jakobskreuzkrauts (Senecio jacobaea) Quelle: Dr. Marianne Klug

Die auch für den Menschen giftige Pflanze verbreitet sich rasch in Deutschland

Das Jakobskreuzkraut breitet sich explosionsartig aus, vor allem auf Grünlandflächen. Immer wieder kommen Pferde zu Tode, weil sie das Kraut frisch oder im Heu über längere Zeiträume fressen. Ursache sind Pyrrolizidin-Alkaloide in der Pflanze. Auch für Kühe sind sie gefährlich. Die Tiere können an Leberkrebs erkranken, und über ihre Milch können die giftigen Alkaloide sogar in die Nahrung gelangen. Auch Honig kann diese Stoffe enthalten, wenn die Bienen das Kreuzkraut besucht haben.

Grund zur Panik bestehe nicht, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Bei stärkerer Verbreitung auf Viehweiden sei jedoch eine Bekämpfung mit Herbiziden kaum zu umgehen.

Im Garten sollte man das Jakobskreuzkraut möglichst früh ausreißen oder ausstechen, auf jeden Fall, bevor es zu Jacobi (25. Juli) zur Vollblüte gelangt. Dabei sollte man unbedingt Schutzhandschuhe tragen, denn die blühenden Pflanzen enthalten - bezogen auf das Trockengewicht - 0,2 bis 0,3 Prozent der überwiegend toxischen Pyrrolizidin-Alkaloide. Dabei geht von der einzelnen Pflanze kein Risiko für Menschen aus, nicht einmal für Kinder, die einmal darauf herumkauen. Entscheidend sind Dauer und Menge der Einnahme. Tiere, die längere Zeit auf Weiden grasen, auf denen das Kraut stark verbreitet ist, oder durchsetztes Heu erhalten, können Vergiftungen erleiden.

Mehr zum Thema unter Jakobskreuzkraut – schön gelb, aber giftig fürs Vieh und
Jakobskreuzkraut: gefährlich fürs Vieh auf Wiesen und Weiden

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