Keine Angst vor Wolfsmilchgewächsen – aber Vorsicht ist geboten!

16.04.2009 Schule & Wissen

Der Milchsaft mancher Wolfsmilchgewächse ist giftig und kann Hautreizungen hervorrufen. Die Pflanzenfamilie ist extrem vielfältig: Unkräuter, Zierpflanzen, aber auch Heilpflanzen wie Ricinus, eine Croton-Art und nicht zuletzt Nutzpflanzen wie der Kautschukbaum gehören dazu.

Zu den Wolfsmilchgewächsen gehören zum Beispiel auch beliebte Zimmerpflanzen, wie Weihnachtsstern, Christusdorn und Croton. Mit ihnen sollte man deshalb vorsichtig umgehen und kleine Kinder von ihnen fern halten. Allerdings hat die lange Zeit der Züchtung wohl dazu geführt, dass diese Kulturpflanzen weniger gefährlich sind als allgemein angenommen. Vor dem Zurückschneiden - auch von Stauden und Sträuchern aus dieser Pflanzenfamilie - sollte man vorsichtshalber Handschuhe anziehen, um sich vor Hautreizungen zu schützen.

Es scheint kaum ein Fleckchen Erde zu geben, auf dem sich die Sonnen-Wolfsmilch nicht breit macht. Das einjährige Samenunkraut schüttet schon bei kleinsten Verletzungen sofort seinen ätzenden, klebrigen Milchsaft aus. Die Sonnen-Wolfsmilch (Euphorbia helioscopia) mit ihrer zapfenförmigen Wurzel wird zehn bis 30 Zentimeter hoch und blüht von April bis mindestens Oktober. Der gelbgrüne Blütenstand ist von einem fünfstrahligen Hüllkelch umgeben. Eine Pflanze kann immerhin bis zu 800 Samen bilden. Eine andere Art, die Zypressen-Wolfsmilch, kommt massenhaft auf Weiden vor. Dort wird sie zwar vom Vieh gemieden, Gefahr droht, wenn sie mit dem Heu verfüttert wird.

Gerne gesehen im Garten

ist dagegen die mehrjährige Gold-Wolfsmilch (Euphorbia polychroma). Die Staude wächst horstartig, halbkugelig buschig und wird bis zu 35 Zentimeter hoch. Sie kann ab Mai für leuchtend gelbe Farbtupfer sorgen, vor allem an sonnigen Böschungen und Terrassen, auf Rabatten und an offenen, warmen Gehölzrändern. Dabei sind es nicht Blüten, die für das kräftige Gelb verantwortlich sind, sondern es ist ein Kranz von Hochblättern. Dem Hobbygärtner kommt es übrigens entgegen, dass diese Wolfsmilch auch zeitweilig austrocknende Böden in sonniger Lage nicht übel nimmt.