<p>Im Dialog über eine sichere Düngemittelversorgung am 30. Juli 2026 in Möckern (Sachsen-Anhalt): hinten v. l. n. r. Elrid Pasbrig, MdL, Dr. Franziska Kersten, MdB, Sabrina Repp, MdEP.</p>
© IVA
30.07.2026
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Möckern
Im Dialog: Landwirtschaft, Politik und Industrie diskutieren über sichere Düngemittelversorgung

Wie kann die Versorgung der Landwirtschaft mit Düngemitteln auch künftig zuverlässig, bezahlbar und nachhaltig sichergestellt werden? Darüber diskutierten heute Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik und Industrie beim „Dialog am Hof“ auf dem Betrieb der Lübars Agrar GmbH in Möckern. Eingeladen hatten der Bauernverband „Jerichower Land“, die Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Kersten, MdB, die landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Elrid Pasbrig, MdL, sowie der Industrieverband Agrar e. V. (IVA).

Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen auf die Versorgungssicherheit, die Zukunft einer wettbewerbsfähigen europäischen Düngemittel-Produktion sowie die Frage, wie sich eine effiziente Pflanzenernährung und anspruchsvolle Umweltziele miteinander verbinden lassen.

„Eine sichere Lebensmittelversorgung beginnt mit einer sicheren Versorgung der Landwirtschaft mit Düngemitteln“, sagte Dr. Theresa Krato, Geschäftsführerin des IVA. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie anfällig globale Lieferketten sein können. Deshalb braucht Europa auch künftig eine leistungsfähige heimische Düngemittel-Produktion. Dafür sind wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, bezahlbare Energie und Investitionssicherheit unverzichtbar“, so Krato.

Dr. Franziska Kersten, Agrarsprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, beschäftigt sich schon seit der letzten Legislaturperiode mit dem Thema Düngerecht. „Uns ist sehr bewusst, dass die Landwirtinnen und Landwirte beim Düngerecht endlich Klarheit und praktikable Vorgaben brauchen. Wir haben schon jetzt unterschiedliche Vorgaben gelockert, die Stoffstrombilanzverordnung ist aufgehoben. Nun muss ein neues Instrument geschaffen werden, um zukünftig besonders wasserschonend wirtschaftende Betriebe von einigen Auflagen zu befreien. Ich sage aber auch: Das wird nicht ohne irgendeine Form der betrieblichen Bilanzierung gehen. Als Bundesregierung müssen wir da jetzt liefern“, so Kersten.

Die landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Elrid Pasbrig, sagte: „Die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt steht für hochwertige Lebensmittel und eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung unserer Flächen. Dafür brauchen unsere Betriebe moderne Betriebsmittel, Planungssicherheit bei der Düngung und wissenschaftlich fundierte Entscheidungen bei Pflanzenschutzmitteln. So bringen wir Ertrag, Umwelt- und Gewässerschutz zusammen.“

Digitale Verfahren stärken Nährstoffeffizienz und Ertragssicherheit

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Weiterentwicklung des Düngerechts. Moderne digitale Verfahren ermöglichen heute eine deutlich präzisere und bedarfsgerechtere Nährstoffversorgung als noch vor wenigen Jahren. Aus Sicht des IVA sollte dieses Potenzial stärker genutzt werden, um Nährstoffeffizienz, Ertragssicherheit sowie den Schutz von Gewässern und Klima gleichermaßen zu stärken.

Der „Dialog am Hof“ soll den Austausch zwischen landwirtschaftlicher Praxis und politischen Entscheidungsträgern stärken. Ziel ist, gemeinsam Lösungen zu diskutieren, welche Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigen.

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Maik Baumbach, Stv. Pressesprecher, Publikationen
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