"Dialog am Hof": Zukunft der Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – Wettbewerbsfähigkeit sichern. Ernährungssicherheit gewährleisten
Steigende Produktionskosten, sinkende Erzeugerpreise, zunehmende Auflagen und unsichere europäische Förderperspektiven setzen die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend unter Druck. Gleichzeitig sind leistungsfähige Betriebe unverzichtbar für die regionale Lebensmittelversorgung, den Klimaschutz und lebendige ländliche Räume. Wie sich Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit künftig besser miteinander verbinden lassen, stand heute im Mittelpunkt des „Dialogs am Hof“ auf der Trantower Agrar GmbH in Sassen-Trantow. Zu der Veranstaltung hatten das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern und der IVA eingeladen.
Gemeinsam mit Landwirten, Verbänden, Wissenschaft und Politik diskutierten Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, Karsten Trunk, Präsident des Bauernverbands Mecklenburg-Vorpommern, IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer, Landwirt Carsten Stegelmann von der Trantower Agrar GmbH sowie Thomas Beil, Geschäftsführer der Greifswalder Agrarinitiative, über die Zukunft der heimischen Landwirtschaft.
Minister Backhaus betonte: „Unsere Betriebe können steigende Produktionskosten nicht dauerhaft auffangen, wenn gleichzeitig die Erlöse sinken und immer neue Auflagen hinzukommen – etwa durch die ersatzlose Streichung von Wirkstoffen im Pflanzenschutz. Politik muss Zielkonflikte ehrlich benennen und Rahmenbedingungen schaffen, die wirtschaftliches Arbeiten ermöglichen und Umweltziele gleichermaßen erreichen.“
Wie diese Rahmenbedingungen konkret ausgestaltet werden können, wurde in der Diskussion ebenfalls deutlich: „Für eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft mit ausreichend Werkzeugen zum Schutz der Kulturpflanzen braucht es klare politische Weichenstellungen: In der EU einen stärker risikobasierten Bewertungsansatz für die Genehmigung von innovativen Wirkstoffen, der auch den Nutzen von Pflanzenschutzmitteln berücksichtigt, und in Deutschland effizientere, verlässliche Zulassungsverfahren ohne Veto-Recht einzelner Behörden. Nur so sichern wir die Handlungsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe und die Ernährungssicherheit“, sagte IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer.
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