Unkraut vergeht nicht

Zunehmend verbreiten sich wärmeliebende Unkräuter auf deutschen Maisfeldern

Auf Deutschlands Maisfeldern trifft man 204 verschiedene Unkrautarten aus 32 Pflanzenfamilien an. Durchschnittlich drängeln sich 192 dieser Pflanzen auf einem Quadratmeter bevor sie bekämpft werden. Das geschieht, wenn die Maispflanzen 2 bis 6 Blätter gebildet haben.

Über dieses Ergebnis eines soeben an der Universität Hohenheim abgeschlossenen Unkrautmonitorings über fünf Jahre, berichtete das Deutsche Maiskomitee. Auffallend sei die zunehmende Verbreitung wärmeliebender Unkräuter. Dazu gehören vor allem auch Hirsearten. Als mögliche Ursachen wurden auf der Pflanzenschutztagung des Komitees die Klimaveränderungen oder die Fruchtfolge sowie Behandlungsstrategien diskutiert.

Ein Schwerpunkt der Diskussion war die permanente Veränderung des Artenspektrums der Unkräuter. Noch in 2003 hieß es in einer Veröffentlichung des Maiskomitees, dass auf deutschen Maisfeldern 166 Unkrautarten aus 127 Pflanzengattungen vorkommen. Das hatte das Institut für Phytomedizin an der Universität Hohenheim zunächst in den Jahren 2000 bis 2002 auf 1 366 Standorten ermittelt. Danach kamen Gänsefuß-Arten am meisten vor, gefolgt von der Vogelmiere und der Hühnerhirse.