Ahorn- oder Rosskastanieneulen schädigen Laubgehölze

31.07.2013 Haus & Garten

Vorsicht vor bunt bepelzten Raupen mit gefährlichen Haaren

Die Raupen der Ahorn- oder Rosskastanieneulen fressen gern an Blättern verschiedener Laubgehölze, nicht etwa nur an Ahorn oder Rosskastanie. Die auffälligen Larven tragen ein dickes, farbenfrohes „Fell“ in unverwechselbarem „Design“. Die Raupenhaare können bei empfindlichen Menschen entzündliche Hautreaktionen hervorrufen. Der Raupenfraß kann Bäume schwer schädigen. Wie man sie am besten los wird, weiß der Pflanzenschutzdienst.

Die farbenfroh behaarten Raupen der Ahorn- oder Rosskastanieneule - Acronycta aceris fressen von Juli bis September bevorzugt an Ahorn, Rosskastanien und Linden. Vor allem Jungbäume werden gelegentlich kahlgefressen. Die Jungraupen sind schwarz mit gelbgrüner Zeichnung. Ältere Raupen färben sich rotgelb und haben weiße, schwarz geränderte Rautenflecken auf dem Rücken sowie beiderseits gelbrote, pinselförmige Haarbüschel. Sie können vier bis fünf Zentimeter lang werden. Bei Gefahr, etwa bei Berührung, rollen sie sich zusammen und nehmen eine Abwehrhaltung ein. 

Die Schmetterlinge sind 40 bis 45 Millimeter groß, weißgrau gefärbt und fliegen von Mitte Mai bis Mitte August. Ihre Eier, die flach, uhrglasförmig, orangegelb, später rotblau sind, legen die Weibchen einzeln auf die Unterseite der Blätter oder in Rindenritzen verschiedener Wirtspflanzen ab – pro Weibchen etwa 400 bis 600 Eier. Nach kurzer Zeit schlüpfen die unverwechselbaren und gefräßigen Larven. Diese befallen Eiche, Rotbuche, Pappel, Weide, Haselnuss, Goldregen, Birke, Rose und Ulme. Der Schädling bringt bei uns in der Regel nur eine Generation hervor, in Südeuropa dagegen zwei. Er überwintert als Puppe. 

Neben den genannten Wirtspflanzen befallen sie auch Eiche, Rotbuche, Pappel, Weide, Haselnuss, Goldregen, Birke, Rose und Ulme. Der Schädling bringt bei uns in der Regel nur eine Generation hervor, in Südeuropa dagegen zwei. Er überwintert als Puppe. 

Gesundheitsgefahr für Bäume und Menschen

Die Ahorneule kann Laubgehölze ernsthaft gefährden. Wenn die Raupen das Laub junger Bäume bis auf die Blattrippen kahl fressen, wird die Vitalität der Bäume erheblich beeinträchtigt. Wiederholt sich der Befall, kann es vorkommen, dass die frisch gepflanzten Bäume absterben. Darüber hinaus können die Raupenhaare der Ahorneule allergische Reaktionen bei Menschen hervorrufen, ähnlich wie die Raupen des Eichenprozessionsspinners und des Goldafters. 

Wer die Eulenraupen im Garten entdeckt, sollte sich beim amtlichen Pflanzenschutzdienst beraten lassen, ob Gegenmaßnahmen nötig sind, und falls ja, welche.

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