Moderne Landwirtschaft: Verantwortung für Umwelt und Klima

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? Welche Treibhausgas-Emissionen gehen auf das Konto der Landwirtschaft? Wie vertragen sich moderne Landwirtschaft und der Schutz der biologischen Vielfalt? Die Mitgliedsfirmen des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) unterstützen eine moderne, produktive und nachhaltige Landwirtschaft. Umweltschutz hat in der Landwirtschaft viele Aspekte: Klima-, Boden- und Gewässerschutz und die Sicherung der Biologischen Vielfalt.

Produktive Landwirtschaft für eine nachhaltige Flächennutzung

Moderne Produktionsmethoden helfen der Landwirtschaft, mit der begrenzten Anbaufläche, die für die Agrarproduktion nutzbar ist, langfristig hohe Erträge zu erzielen. Landwirte werden in Zukunft noch mehr Lebensmittel produzieren müssen, um die Welt zu ernähren. Nach Schätzungen der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) muss die Nahrungsmittelproduktion bis zur Mitte dieses Jahrhunderts um 70 Prozent gesteigert werden, um eine Weltbevölkerung zu ernähren, die auf neun Milliarden anwachsen wird.

Da jede Form der Landwirtschaft mit Eingriffen in den Naturhaushalt einhergeht, ist es nach Auffassung des IVA unerlässlich, auf den bereits genutzten Agrarflächen die Ernten nachhaltig zu steigern. Dies geschieht unter anderem durch den Anbau ertragreicher Sorten, durch bedarfsgerechte Düngung und mit Hilfe moderner Pflanzenschutzmittel . So bleiben die Ackerböden fruchtbar und Naturräume wie Wälder, Moore oder Grasland bewahren ihre Funktion als klimaschonende Kohlendioxidspeicher und Biotope für viele Tier- und Pflanzenarten. So leistet moderne Landwirtschaft ihren Beitrag zum Klimaschutz und zur Bewahrung der biologischen Vielfalt.

Landwirtschaft verstärkt Boden- und Gewässerschutz

Mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Eine intakte Umwelt und insbesondere ein fruchtbarer Boden sind die Existenzgrundlage eines jeden Landwirts. Deshalb sind der Schutz des Bodens und die Erhaltung seiner Fruchtbarkeit für die moderne Landwirtschaft von außerordentlicher Bedeutung.

Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaftsverbänden, Industrieverbänden und den Behörden des Umwelt- und Wasserschutzes trägt Früchte. So zeigen die Ergebnisse eines gemeinsamen Projektes von Pflanzenschutzindustrie und Wasserwirtschaft, dass in den letzten Jahren deutlich weniger Pflanzenschutzmittel in Flüssen und Seen nachgewiesen werden können. Um den Gewässerschutz kontinuierlich zu verstärken und Anwendungsfehler in der Landwirtschaft zu vermeiden, beteiligt sich der IVA an Schulungsmaßnahmen für Pflanzenschutz-Berater.

Verantwortliches Handeln der Pflanzenschutzindustrie

Die Mitgliedsfirmen des IVA bekennen sich zur weltweiten Initiative „Responsible Care" („Verantwortliches Handeln“). Die Industrie verpflichtet sich damit, ihre Leistungen für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern, unabhängig von gesetzlichen Vorgaben. Verantwortliches Handeln betrifft alle Bereiche der Pflanzenschutzindustrie: Bei Forschung und Entwicklung, bei Transport, Lagerung und Verpackungsentsorgung, beim Gesundheitsschutz für Anwender, bei der umweltgerechten Anwendung, beim Verbraucherschutz sowie beim Export in die Entwicklungs- und Schwellenländer.