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Agra-Europe · AgE-Ticker:
: COPA/COGECA fordern Klarheit über Methodik
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
01.12.2022 - 13:02
: COPA/COGECA fordern Klarheit über Methodik

BRÜSSEL. Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) unterstützen die Absicht der EU-Kommission, die Einführung einer Kohlenstoffabscheidung nach einem marktorientierten Ansatz zu strukturieren. Zum gestern von der Brüsseler Behörde vorgelegten Verordnungsentwurf zur Anwendung des Carbon Farming stellen die beiden Dachverbände allerdings fest, dass die meisten methodischen Fragen unbeantwortet blieben und erst später durch Delegierte Rechtsakte entwickelt werden sollen. Kritisch sehen COPA und COGECA auch, dass der Vorschlag die Veröffentlichung sensibler Betriebsdaten einfordert.

Die Dachverbände erinnern daran, dass Praktiken wie die Zugabe von Futtermittelzusätzen, die Entwicklung emissionsarmer Gebäude oder der Einsatz von Präzisionsdüngern einen entscheidenden Einfluss auf die Begrenzung der Emissionen hätten. Daher sei es schwer zu verstehen, warum diese Praktiken, die für die Landwirte zudem mit realen Kosten verbunden seien, nicht in den endgültigen Geltungsbereich der Zertifizierung einbezogen worden seien. Zudem befürchten COPA und COGECA, dass das vorgesehene Akkreditierungssystem mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden sein könnte.

Der Präsident der EU-Gruppe der Internationalen Vereinigung ökologischer Landbaubewegungen (IFOAM Organics Europe), Jan Plagge, machte indes deutlich, dass der Kommissionsvorschlag auch die Bemühungen von Vorreitern wie den Bauern im Ökolandbau anerkennen solle. Diese würden schon lange ihre Kohlenstoffvorräte in den Böden verbessern. Schließlich sei die Bodengesundheit ein Eckpfeiler des ökologischen Landbaus, so Plagge. Daher wendeten Biobauern Praktiken an, die die Bodenfruchtbarkeit verbesserten und die organischen Kohlenstoffvorräte im Boden erhöhten. Das von der Kommission vorgebrachte Schlagwort der „Zusätzlichkeit“ sollte nach Plagges Ansicht nicht solche Landwirte benachteiligen, die bereits im Rahmen einer zertifizierten Nachhaltigkeitsregelung wie dem EU-Bio-Siegel tätig seien.

Als einen wichtigen Schritt zur Erreichung der europäischen Klimaziele, bezeichnete der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt, die Pläne der EU-Behörde. Da nur die Land- und Forstwirtschaft auf natürliche Weise Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden und damit zur geplanten Klimaneutralität beitragen könne, sei es umso wichtiger ein einheitliches und transparentes Zertifizierungssystem für ganz Europa aufzubauen. Hier sehe man insbesondere in der Bestimmung der „Zusätzlichkeit“ noch Verbesserungspotential.

Mittels der sogenannten „Zusätzlichkeit“ hat die Kommission klargestellt, dass die Maßnahmen zur Kohlenstoffentfernung über die Standardpraktiken und die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen müssen. Der bevorzugte Weg, dies nachzuweisen, ist laut Kommission eine im nationalen Rahmen festzulegende standardisierte Ausgangsbasis, also eine sogenannte Basislinie, beispielsweise zum Kohlenstoffgehalt der Böden. Damit könnten die Standardpraktiken sowie die rechtlichen und Marktbedingungen, unter denen die Tätigkeit stattfinde, genau erfasst werden. AgE/kl

: BBV fordert Nachbesserungen an der Düngeverordnung
Agra-Europe · Neuigkeiten:
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01.12.2022 - 12:04
: BBV fordert Nachbesserungen an der Düngeverordnung

MÜNCHEN. Nachbesserungen sowie Übergangs- und Härtefallregelungen bei den Gebietskulissen der nitratbelasteten und eutrophierten Gebiete in der neuen Düngeverordnung hat der Bayerische Bauernverband (BBV) angemahnt. Seit heute ist die überarbeitete Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung (AVDüV) in Kraft. Nach den Worten von BBV-Umweltpräsident Stefan Köhler bestätigen die vollzogenen Änderungen der AVDüV, dass die Kritik der Landwirte zur bisherigen Gebietsabgrenzung gerechtfertigt war. Aus seiner Sicht gibt es in den nun geltenden bundesweiten Vorgaben sowie in der bayerischen Umsetzung weiterhin zahlreiche Defizite.

Zwingend notwendig sind für den BBV nun ein praxistauglicher Vollzug, Härtefallregelungen und einzelbetriebliche Ausnahmen. Zudem brauche es schnellstmögliche Transparenz und Informationen für die betroffenen Landwirte. Der Landesbauernverband wies darauf hin, dass Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder hier bereits Lösungen im Sinne der Betriebe angekündigt habe.

Gemeinsam mit der Landesregierung setzt der Berufsstand laut BBV darauf, zügig Härtefall- sowie Übergangsregelungen für einen praxistauglichen Vollzug auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus seien umgehend ausreichend Messstellen für die nächste Überprüfung der Gebietskulisse im Jahr 2025 zu schaffen. Hier brauche es ebenfalls frühzeitige Transparenz gegenüber den Landwirten.

Der BBV erinnerte daran, dass sich die EU-Kommission und die Bundesregierung darauf verständigt hätten, die Ausweisung der Roten Gebiete ausschließlich an Grundwassermesswerten festzumachen und nicht mehr am Einfluss der aktuellen Landbewirtschaftung auf die Grundwasserqualität. Dafür reichten die derzeit vorhandenen Messstellen im Freistaat jedoch nicht aus. Söder habe hier wiederholt einen schnellen Ausbau des Messnetzes in Bayern zugesagt. AgE/fl

: EU-Umweltausschuss jetzt offiziell federführend
Agra-Europe · Neuigkeiten:
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01.12.2022 - 11:58
: EU-Umweltausschuss jetzt offiziell federführend

BRÜSSEL/STRASSBURG. Der Umweltausschuss im Europaparlament wird nun auch offiziell in wesentlichen Punkten die federführende Zuständigkeit zur geplanten Pflanzenschutzanwendungsverordnung behalten. Ein entsprechender Vorschlag aus der Konferenz der Ausschussvorsitzenden traf bei der Mehrheit der Fraktionsvorsitzenden in der vorigen Woche im Europaparlament auf Zustimmung. Der Forderung des Vorsitzenden vom Landwirtschaftsausschuss, Norbert Lins, nach einer gleichberechtigt geteilten Kompetenz der beiden Gremien zu dem im Juli vorgelegten Kommissionsvorschlag wurde damit nicht entsprochen. Lins bezeichnete das Vorgehen des Umweltausschusses jüngst als „Foulspiel“.

Wie aus dem Beschluss hervorgeht, obliegen zwei der für die Landwirtschaft wesentlichen Punkte - die Empfehlungen an das Plenum zum vorgeschlagenen Reduktionsziel und zu dem Anwendungsverbot in sensiblen Gebieten - den Umweltpolitikern. Allerdings war die Kommission bekanntlich vor kurzem in einem Arbeitspapier an den Rat teilweise von einem Komplettverbot abgerückt.

Im Einzelnen sollen die EU-Agrarpolitiker für Bereiche zuständig sein, bei denen der Verordnungsvorschlag die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) betrifft. Dies gilt unter anderem für die Ausgestaltung der GAP-Strategiepläne. Nach dem Willen der Kommission ist vorgesehen, über dieses Instrument den Landwirten Anreize zur Senkung des chemischen Pflanzenschutzes anzubieten. In dieser Frage soll der Landwirtschaftsausschuss die alleinige Zuständigkeit erhalten.

Eine Teilkompetenz wird den Agrarpolitikern beispielsweise für den Bereich „Anwendungsgeräte bei beruflicher Verwendung" zugesprochen. Auch die Themen „Aufzeichnungen über vorbeugende Maßnahmen“ und „Eingriffe zum Pflanzenschutz durch entsprechende Maßnahmen“ sollen laut dem erzielten Kompromiss anteilig bearbeitet werden. Gleiches gilt für die „Inspektion von Ausbringungsgeräten“.

Bekanntlich will die Kommission mit der Pflanzenschutzanwendungsverordnung, die den 2009 beschlossenen „Aktionsrahmen der Gemeinschaft für die nachhaltige Verwendung von Pestiziden“ ersetzen soll, den chemischen Wirkstoffeinsatz in der EU bis 2030 halbieren. Unklar ist dabei weiterhin das Referenzjahr. Im Gespräch ist das Jahr 2019. AgE/kl

: Konrad lädt Schauspieler auf Landwirtschaftsbetrieb ein
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01.12.2022 - 11:44
: Konrad lädt Schauspieler auf Landwirtschaftsbetrieb ein

BERLIN. Die Diskussion rund um die Talksendung „3nach9“ hat nun auch die politische Ebene in Berlin erreicht. Die am vergangenen Freitag (25.11.) im NDR-Fernsehen ausgestrahlte Sendung hatte aufgrund der dortigen Aussagen der Schauspieler Hannes Jaenicke und Sky du Mont zur Milchviehhaltung zu einem großen Aufschrei im Berufsstand gesorgt. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Carina Konrad, hat nun du Mont auf einen Landwirtschaftsbetrieb eingeladen. In einem Brief an den Schauspieler, der AGRA-EUROPE vorliegt, schreibt Konrad, sie wolle ihm dort zeigen, wie hart und gewissenhaft die Landwirte arbeiteten. Zugleich wolle sie dem Schauspieler ihre Sicht zum Tierwohl und zur Tierhaltung schildern.

Du Mont hatte in der Talksendung von Kühen als „stehenden Milchtanksäulen“ gesprochen, die „ständig medikamentös behandelt und hochgezüchtet“ würden. Kälber würden in Container geworfen, bis es „mehrere Schichten“ gebe und die unteren erstickten.

Konrad betonte, dass ihr insbesondere Transparenz für Konsumenten eine „Herzensangelegenheit“ sei. Daher setze sich die Ampelkoalition für ein Tierwohllabel ein, um einheitliche Standards für die Landwirtschaftsbetriebe zu schaffen. Dadurch gelinge es, das wichtige Thema Tierwohl in den öffentlichen Diskurs zu bringen und Anreize für tierhaltende Betriebe zu schaffen, in Tierwohl zu investieren.

Indes teilte der Kreisbauernverband Northeim-Osterrode im Landvolk Niedersachsen auf Facebook mit, dass er Jaenicke und du Mont zu einer offenen, sachlichen und faktenbasierten Diskussion auf einen konventionellen Betrieb eingeladen habe, um sich vor Ort ein Bild machen zu können. Dem Kreisbauernverband zufolge hat du Mont dieses Treffen für Mitte Januar zugesagt. AgE/fl

: Lebensmittel verteuern sich um 12,4 Prozent
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01.12.2022 - 09:51
: Lebensmittel verteuern sich um 12,4 Prozent

LONDON. Auch im Vereinigten Königreich haben sich Nahrungsmittel im November deutlich verteuert. Laut dem jetzt vorgelegten Monatsindex des British Retail Consotrium (BRC) und des Marktforschungsinstituts NielsenIQ kletterte die Lebensmittelinflation im Berichtsmonat auf 12,4 %; das ist die höchste Inflationsrate in der Kategorie Lebensmittel seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Oktober hatte die Teuerungsrate bei 11,6 % gelegen. Als Ursache für die Teuerung nennen die Fachleute die gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel.

Aus Sicht von BRC-Geschäftsführerin Helen Dickinson sieht der Winter „zunehmend düster“ aus, da der Preisdruck unvermindert anhält. Die Lebensmittelpreise seien weiter in die Höhe geschnellt, vor allem bei Fleisch, Eiern und Molkereiprodukten. Ausschlaggebend dafür seien die rasant gestiegenen Energiekosten sowie die höheren Aufwendungen für Tierfutter und Transport. Auch Kaffee habe sich gegenüber dem Vormonat deutlich verteuert.

Dickinson erwartet in diesem Jahr eine eher gedämpfte Weihnachtsstimmung im Königreich, da sich die britischen Haushalte bei ihren saisontypischen Ausgaben auf das Wesentliche konzentrieren dürften. Mike Watkins, Leiter für den Bereich Einzelhandel und Business Insight bei NielsenIQ, geht davon aus, dass die Kunden zu Weihnachten ihr Budget stärker kontrollieren werden als jemals zuvor seit Beginn der Kostenexplosion bei der Lebenshaltung. Nach seiner Einschätzung werden die Preise weiter steigen und die Kosten für Weihnachten in diesem Jahr somit höher liegen als je zuvor. AgE/fl

: Brandenburgs Landwirte drängen auf Korrekturen
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30.11.2022 - 15:17
: Brandenburgs Landwirte drängen auf Korrekturen

POTSDAM. Die Landwirte in Brandenburg wehren sich gegen Falschzuweisungen der Nitratbelastungen im Grundwasser. „Betrieben, die präzise und schonend düngen, dürfen keine Auflagen gemacht werden, denn sie sind nicht der Verursacher der heutigen Nitratwerte im Grundwasser“, erklärte der Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg (LBV), Henrik Wendorff, heute im Rahmen einer Demonstration vor dem Potsdamer Landtag. Für diese Landwirte sei daher eine einzelbetriebliche Ausnahmemöglichkeit von der Verordnung erforderlich. Aus Sicht von Wendorff ist das „nur gerecht“. Brandenburg müsse hier auf Bundesebene tätig werden. Zugleich stellte Wendorff klar, dass das Brandenburger Trinkwasser von Nitratbelastungen nicht betroffen sei.

Dem LBV zufolge werden bei der jetzt vorgenommenen Neuausweisung künftig auch die Berliner Rieselfelder sowie Flächen mit bekannten Altlasten aus Zeiten der DDR mit intensiver Tierhaltung einbezogen. Gerade die DDR-Tierhaltung habe einen hoch entwickelten landwirtschaftlichen Wissens- und Forschungsstand hinterlassen, aber auch hohe Nitratwerte im Grundwasser. Heute noch kämpften die Betriebsnachfolger mit diesen Relikten vergangener Zeiten, egal ob konventionell oder ökologisch wirtschaftend.

Wendorff kritisierte zudem, dass das Land mit der Ausweisung Roter Gebiete auf einer Internetplattform die Betriebe öffentlich an den Pranger stelle, ohne einen Fahrplan anzubieten, wie sie von der Ausweisungskarte wieder verschwinden könnten. Nach Auffassung des Landesbauernpräsidenten kann das öffentliche Interesse an dieser Plattform nur so weit gehen, wie den Betrieben auch ein Ausweg aus der Misere aufgezeigt wird. Sonst handle es sich nur um reinen Populismus. Einen ersten Beitrag würde Wendorff etwa in der seit mehr als zwei Jahren angekündigten und durch den Landtag beauftragten Erstellung einer Düngestrategie des Landes sehen.

Derweil wies das Potsdamer Agrarressort darauf hin, dass am morgigen 1. Dezember die novellierte Düngerechtsverordnung Brandenburg in Kraft trete. Die neu ausgewiesene Gebietskulisse umfasst 72 861 ha; das entspricht 5,6 % der insgesamt landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF). Bei der vorherigen Ausweisung 2020 hatte sich die Gebietskulisse auf 23 026 ha und damit 1,8 % der LF belaufen. Nach der neuen Kulisse sind 639 landwirtschaftliche Betriebe betroffen, davon 523 mit ausschließlich Ackerland. AgE/fl

: Landbesitzer fordern Kurswechsel
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30.11.2022 - 13:47
: Landbesitzer fordern Kurswechsel

STOCKHOLM/BRÜSSEL. Einen Kurswechsel beim Green Deal hat die Organisation Europäischer Landbesitzer (ELO) gefordert. Um den Herausforderungen des Klimawandels angemessen zu begegnen und ein besseres Gleichgewicht zwischen nachhaltiger Produktion und dem Schutz der biologischen Vielfalt herzustellen, sei ein Umdenken erforderlich, so der Tenor einer Erklärung zum Naturschutzpaket der EU-Kommission, die heute im Rahmen der Generalversammlung von ELO in Stockholm verabschiedet worden ist.

Nach Einschätzung der Organisation werden die Gesetzesvorschläge der Kommission den anstehenden Herausforderungen nicht gerecht. Bei der Anpassung an den Klimawandel müsse über den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen hinausgegangen und sich auf Anpassung und Widerstandsfähigkeit konzentriert werden. Die Landbesitzer sehen zudem durch Einschränkungen ihre Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze im ländlichen Raum bedroht.

Beim Vorschlag zur Wiederherstellung der Natur kritisiert die ELO offene Finanzierungsfragen. Gebraucht würden freiwillige, vertragsbasierte Systeme sowie eine angemessene Bewertung der Ökosystemleistungen, um langfristig einen fairen finanziellen Ausgleich für die Kosten zu gewährleisten. Betont werden in der Erklärung auch die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und der Subsidiarität. Grundsätzlich falsch ist nach Ansicht der Landbesitzer, die Produktion von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen in der EU einzuschränken. Stattdessen müssten Lebensmittelverschwendung und der Treibhausgasausstoß bei der Produktion verringert und Ernährungsfragen angegangen werden.

Gewarnt wird außerdem vor einer Verlagerung der Produktion in Drittstaaten mit geringeren Umweltstandards. Aus Sicht der ELO wird insbesondere der Vorschlag zur Wiederherstellung der Natur das Vertrauen in die Politik untergraben. Landeigentümer und Bewirtschafter hätten ihre Unterstützung für die Umsetzung des Natura-2000-Netzwerks unter der Voraussetzung bekundet, dass soziale und wirtschaftliche Aktivitäten mit ökologischen Zielen kombiniert werden könnten. Die soziale und die wirtschaftliche Komponente dieser Vereinbarung seien in den letzten 30 Jahren aber systematisch ausgehöhlt worden.

„Wir Landeigentümer und Bewirtschafter von Ackerland und Wäldern in ganz Europa sind an vorderster Front von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen und bekennen uns uneingeschränkt zu den Zielen der Klimaneutralität und des Schutzes der Ökosysteme“, so der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max von Elverfeldt. Nach seiner Einschätzung werden diese Ziele durch das EU-Naturschutzpaket indes nicht befördert. Die Entwürfe seien „unpraktikabel und schwer nachvollziehbar“. Kommission, Rat und Europaparlament müssten schnellstmöglich nachsteuern. AgE/pk

: Boekels zum neuen Präsidenten gewählt
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30.11.2022 - 11:23
: Boekels zum neuen Präsidenten gewählt

BONN. Neuer Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer ist Georg Boekels. Die Delegiertenversammlung des Verbandes wählte den 61-jährigen Obstbauern gestern in Köln-Auweiler an die Spitze der berufsständischen Interessenvertretung des rheinischen Obst- und Gemüsebaus. Boekels bewirtschaftet in Bergheim-Fliesteden mit seiner Familie einen Obstbaubetrieb mit Direktvermarktung.

Der Gärtnermeister betonte in seiner ersten Ansprache, dass er angetreten sei, um die Rahmenbedingungen für den Anbau von Obst und Gemüse zu verbessern und eine Besserung des Images des Berufsstandes in der Öffentlichkeit zu erreichen. „Ich weiß, dass dies keine leichte Aufgabe wird. Ich weiß aber auch, dass der rheinische Obst- und Gemüsebau es wert ist“, so der neue Präsident.

Boekels tritt die Nachfolge von Christoph Nagelschmitz aus Wesseling an, der von der Delegiertenversammlung für sein umfangreiches ehrenamtliches Wirken für den Provinzialverband zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Auch die beiden Vizepräsidenten des Provinzialverbandes wurden neu bestimmt. Zum Vorsitzenden der Landesfachgruppe Gemüsebau und Vizepräsidenten wurde Mark Bonus aus Niederkrüchten gewählt, zum Vorsitzenden der Landesfachgruppe Obstbau und Vizepräsidenten Ferdinand Völzgen aus Bonn. AgE/ri

: Positive Zwischenbilanz nach sechs Jahren F.R.A.N.Z.-Projekt
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30.11.2022 - 10:54
: Positive Zwischenbilanz nach sechs Jahren F.R.A.N.Z.-Projekt

BERLIN. Eine positive Zwischenbilanz des Dialog- und Demonstrationsprojekts „Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft“ (F.R.A.N.Z.) haben Vertreter aus Politik, Naturschutz, Landwirtschaft und Wissenschaft nach sechs Jahren Laufzeit gezogen. Es sei kein Widerspruch, die Landwirtschaft hin zu mehr Natur-, Umwelt-, und Klimaschutz umzubauen und sie dabei gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig zu halten, so die einhellige Meinung der Teilnehmer des zweiten F.R.A.N.Z.-Symposiums, das gestern in Berlin stattfand.

Staatssekretärin Silvia Bender vom Bundeslandwirtschaftsministerium sieht zwei Dinge bestätigt, die auch viele Bio- und nachhaltig wirtschaftende Höfe immer wieder betonten: „Erstens schützen wir die Artenvielfalt am besten, wenn man Maßnahmen praxisnah gemeinsam mit Wissenschaft und Naturschutz entwickelt und erprobt. Zweitens wird einmal mehr deutlich, dass sich Leistungen zugunsten des Naturschutzes und der Artenvielfalt für die Landwirtinnen und Landwirte lohnen müssen.“ Deshalb dränge Berlin darauf, die EU-Agrarpolitik ab 2027 konsequent nach dem Motto „öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen“ auszurichten, so die Staatssekretärin.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Sabine Riewenherm, sprach sich dafür aus, noch mehr Naturschutz auch in die genutzte Fläche zu bringen, um der Klima- und Biodiversitätskrise zu begegnen. „Wichtig ist dafür eine gute Kooperation und Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, betonte Riewenherm. F.R.A.N.Z. nehme hier eine Vorreiterrolle ein. Das Projekt habe den Dialog zwischen Landwirtschaft und Naturschutz auf verschiedensten Ebenen intensiviert und wirke als Brückenbauer.

Nach Ansicht des Umweltbeauftragten vom Deutschen Bauernverband (DBV), Eberhard Hartelt, braucht es vor allem praxisnahe Förderauflagen und einen guten Austausch zwischen Behörden und Betrieben, um nun die Übertragung der F.R.A.N.Z.-Maßnahmen voranzutreiben. Zusätzlich sei die entsprechende Bezahlung der erbrachten Leistungen entscheidend, um die Akzeptanz auf Seiten der Landwirtschaft zu fördern.

Nach den Worten von Dr. Johannes Merck, Vorstand der Umweltstiftung Michael Otto, zahlt sich das F.R.A.N.Z.-Prinzip aus. Die Ergebnisse bestätigten, dass eine gemeinsame Entwicklung von ökologisch wirksamen, praxistauglichen und ökonomisch tragfähigen Maßnahmen im Dialog auf Augenhöhe möglich sei.

Der DBV und die Umweltstiftung Michael Otto hatten Anfang 2017 das F.R.A.N.Z.-Projekt gestartet, um effiziente Naturschutzmaßnahmen auf intensiv bewirtschafteten Feldern, Wiesen und Weiden umzusetzen. Auch in den nächsten Jahren wollen die Projektbeteiligten weiterhin auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene aktiv im Austausch stehen, um Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu teilen. Ab 2023 geht das Projekt in die nächste Förderphase und verlängert sich um weitere drei Jahre bis Ende 2025. AgE/jo

: Agrarhandel warnt vor europäischem Gentechnik-Sonderweg
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29.11.2022 - 16:43
: Agrarhandel warnt vor europäischem Gentechnik-Sonderweg

BERLIN. Offenheit gegenüber den neuen genomischen Techniken (NGT) fordert die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. „Pflanzen, die mithilfe neuer genomischer Techniken gezüchtet wurden, müssen einem praktikablen Regelungsregime unterliegen“, erklärte der Verband „Der Agrarhandel“ (DAH) heute in Berlin. Dies sei zwingend notwendig, um die akuten Herausforderungen der Landwirtschaft zu bewältigen sowie weltweiten Handel und damit Ernährungssicherung zu gewährleisten.

Der Verband hält es für nicht nachvollziehbar, dass Pflanzen, die aus neuen genomischen Techniken hervorgegangen sind, nach geltendem EU-Gentechnikrecht reguliert werden, obwohl NGT-Pflanzen sich nicht von Pflanzen unterscheiden, die auf natürliche Wiese entstanden oder das Ergebnis klassischer Mutageneseverfahren sind. „Sollte sich die EU in Bezug auf neue innovative Pflanzenzüchtungstechniken weiterhin auf einen rechtlichen Alleingang begeben, werden sich die bereits bestehenden Standortnachteile für Wirtschaft und Wissenschaft weiter verschärfen“ warnt DAH-Geschäftsführer Martin Courbier.

Seiner Auffassung nach würde ein europäischer Sonderweg bei der Regulierung von NGT-Pflanzen als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) zu massiven Hindernissen und nicht kalkulierbaren Risiken im internationalen Welthandel führen. „Agrarhandelsunternehmen in Deutschland und der EU benötigen ein weltweit einheitliches level playing field um konkurrenzfähig zu bleiben“, betonte Courbier. Weder sinnvoll noch angemessen wäre es dem DAH-Geschäftsführer zufolge, „die Chancen zu ignorieren, die neue Züchtungstechnologien bieten, um die Ziele des europäischen Green Deals sowie eine nachhaltigere und produktivere Landwirtschaft zu ermöglichen“.

Courbier bekräftigte die Unterstützung des Agrarhandels für die Initiative der Brüsseler Kommission, die EU-Gesetzgebung von NGT-Pflanzen im kommenden Jahr anzupassen. Dabei sei die gebotene Offenheit gegenüber Innovationen in der Landwirtschaft nicht zwangsweise mit Deregulierung gleichzusetzen. Das zeigten Transparenzinitiativen von Züchtungsunternehmen sowie die breite Unterstützung des europäischen und deutschen Sortenschutzes. AgE

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