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Agra-Europe · AgE-Ticker:
: Molkereiprodukte fast ein Viertel teurer als im Vorjahr
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
10.08.2022 - 11:00
: Molkereiprodukte fast ein Viertel teurer als im Vorjahr

WIESBADEN. Der Preisanstieg für Lebensmittel hat sich im Juli weiter fortgesetzt. Wie aus den heute veröffentlichten endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht, waren Speisefette und -öle mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 44,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat Spitzenreiter bei der Teuerung. Für Molkereiprodukte und Eier mussten die Verbraucher im Schnitt 24,2 % tiefer in die Tasche greifen, bei Fleisch und Fleischwaren waren es 18,3 %. Zudem stiegen die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse um 15,0 %. Weniger stark ausgeprägt waren im jeweiligen Mittel die Aufschläge bei Gemüse mit 7,3 % und bei Obst mit 3,0 %.

Insgesamt erhöhten sich den Wiesbadener Statikern zufolge die Preise für Nahrungsmittel im Juli um 14,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat, womit die vorläufige Angabe bestätigt wurde. Damit hat sich der Preisauftrieb den fünften Monat in Folge verstärkt; im Juni lag die Teuerungsrate noch bei 12,7 %, im Mai bei 11,1 %. Im Vergleich zum Juni 2022 stieg der Verbraucherpreisindex für Lebensmittel um 2,3 %, dabei legten die Molkereiprodukte um durchschnittlich 9,2 % zu. Die endgültig von Destatis festgestellte allgemeine Teuerungsrate in Deutschland lag im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 7,5 %. Neben Nahrungsmitteln sorgten insbesondere die Preiserhöhungen bei den Energieprodukten für die hohe Inflationsrate. AgE

: Seehäfen exportieren in den ersten neun Tagen 370 000 Tonnen Getreide
Agra-Europe · Neuigkeiten:
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10.08.2022 - 08:57
: Seehäfen exportieren in den ersten neun Tagen 370 000 Tonnen Getreide

KIEW. Am 1. August haben die ukrainischen Schwarzmeerhäfen Odessa, Tschornomorsk und Pivdennyj ihre Arbeit nach gut fünfmonatiger russischer Blockade wieder aufgenommen. Nach Angaben der ukrainischen Hafenverwaltung sind in den ersten neun Tagen zwölf Schiffe mit einer Fracht von insgesamt 370 000 t Agrargütern ausgelaufen. Weitere Schiffe stünden zur Beladung bereit, so dass das angepeilte Ziel, monatlich bis zu 3 Mio t umzuschlagen, in Reichweite gelange.

Das Kiewer Wirtschaftsinstitut (KSE) ist hier jedoch vorsichtiger. Ihm zufolge liegt das theoretische Umschlagpotential der drei Seehäfen zwar bei 3,7 Mio t pro Monat. Nicht zuletzt aufgrund der begrenzten Schiffskapazitäten und der Grenzen, die sich aus den logistischen Parametern des vereinbarten „Getreidekorridors“ im Schwarzen Meer ergäben, dürften bis Ende des Jahres monatliche Verladungen von rund 2 Mio t realistisch sein, so die Kiewer Ökonomen.

Auf dieser Grundlage schätzt das KSE-Agrocenter, dass die Ukraine im Wirtschaftsjahr 2022/23 inklusive der alternativen Exportrouten Schiene, Binnenschifffahrt und Straße etwa 12 Mio t Weizen, 3 Mio t Gerste, 28 Mio t Mais, 2,5 Mio t Raps sowie 4 Mio t Sonnenblumenöl exportieren kann. In der Rechnung sind auch die 20 Mio t Agrargüter aus der Ernte 2021 enthalten, die wegen der Hafenblockade im vergangenen Jahr nicht ins Ausland verkauft werden konnten. AgE

: Gesetzentwurf laut CDU und CSU völlig unzureichend
Agra-Europe · Neuigkeiten:
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09.08.2022 - 14:00
: Gesetzentwurf laut CDU und CSU völlig unzureichend

BERLIN. Aufgrund des starken Transparenzwunsches der Verbraucher geht die Bundesregierung davon aus, dass sich aus der geplanten verpflichtenden Tierhaltungskennzeichnung zusätzliche Absatzmöglichkeiten für Inlandsware ergeben. Eine Importsubstitution oder Ausweichbewegung auf nicht der Kennzeichnungspflicht unterliegende Auslandsware oder Vertriebskanäle, wie Gastronomie oder Kantinen, erwartet sie „nicht in einem größeren Ausmaß“. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hervor. Begründet wird die Entscheidung, warum die Tierhaltungskennzeichnung nur für Lebensmittel von hierzulande gehaltenen Tieren gelten soll, mit der Warenverkehrsfreiheit im europäischen Binnenmarkt. Die Bundesregierung bekräftigt zudem, dass sie Aspekte wie Transport und Schlachtung ordnungsrechtlich weiterentwickeln wolle und bei der Herkunftskennzeichnung EU-Regelungen nationalen vorzuziehen seien.

„Statt einen ganzheitlichen Ansatz zu präsentieren, fehlt weiterhin eine durchdachte Finanzierung und die Einbeziehung aller Wertschöpfungsstufen“, kritisierte der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagfraktion, Albert Stegemann, den Entwurf zur Tierhaltungskennzeichnung. Auch sei der Knoten im Baurecht weiter nicht durchschlagen; stattdessen werde bei Transport und Schlachtung auf die Verschärfung von Ordnungsrecht gesetzt. Bemerkenswert sei, dass das Berliner Agrarressort nicht davon ausgehe, dass Gastronomie und Kantinen auf preisgünstigere Importware ausweichen würden. „Das ist weit weg von der Lebensrealität“, so Stegemann. Ausgerechnet bei der Herkunftskennzeichnung wolle Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir weiterhin auf Brüssel warten. „So führt man die deutsche Tierhaltung in eine Sackgasse“, warnte der Unionsagrarsprecher.

Die zuständige Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagfraktion, Christina Stumpp, betonte, dass für die Landwirte eine klare finanzielle Perspektive Grundvoraussetzung für den Umbau hin zu Tierwohlställen sei. „Die Frage der Finanzierung ist innerhalb der Ampel-Koalition aber nach wie vor ungeklärt“, kritisierte Stumpp. Die im Koalitionsvertrag zugesagte Berücksichtigung von Transport und Schlachtung bei einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung sei im vorliegenden Konzept nicht enthalten. Die so wichtige Einbeziehung der Außer-Haus-Verpflegung lasse weiter auf sich warten. „Damit entpuppen sich Özdemirs Ankündigungen immer mehr als Rohrkrepierer auf Kosten unserer Landwirte“, so Stumpp. AgE

: 290 Hektar neue Rebflächen genehmigt
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09.08.2022 - 12:41
: 290 Hektar neue Rebflächen genehmigt

BONN. Der Weinbau in Deutschland wächst. Insgesamt rund 290 ha an neuen Rebflächen hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) für 2022 deutschlandweit genehmigt. Die meisten Genehmigungen gab es erwartungsgemäß mit rund 208 ha für Flächen in Rheinland-Pfalz, dem mit Abstand führenden Bundesland beim Weinbau. Über das Online-Antragsverfahren waren der BLE zufolge insgesamt 1 113 ha für Neuanpflanzungen beantragt worden; das waren rund 38 % mehr gewesen als 2021.

Etwa 181 ha an zusätzlicher Rebfläche genehmigte die Bundesanstalt in Rheinhessen. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wuchsen im Jahr 2021 in dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands auf 27 159 ha Keltertrauben, gefolgt von der Pfalz mit 23 759 ha. Für dieses Gebiet bewilligte die BLE etwa 21 ha an neuer Rebfläche.

Im Antragszeitraum vom 1. Januar bis 28. Februar 2022 erhielt die Bonner Behörde nach eigenen Angaben insgesamt 3 018 gültige Anträge für Neuanpflanzungen. Davon hätten 2 899 genehmigt werden können. 104 Genehmigungen über insgesamt rund 20 ha Rebfläche seien innerhalb der Monatsfrist zurückgegeben worden, da das jeweils genehmigte Areal unter 50 % des beantragten gelegen habe.

Auf Anbauregionen mit geschütztem Ursprung (g.U.) entfallen 2022 gemäß den Angaben der BLE zufolge gut 242 ha der genehmigten neuen Rebflächen, also 83 % der insgesamt erlaubten Neuanpflanzungen. Weitere rund 48 h betreffen Landweingebiete und Gebiete ohne g.U. beziehungsweise ohne geschützte geografische Angabe (g.g.A.).

Wer wie viel zusätzliche Anbaufläche erhält, richtet sich der Bundesanstalt zufolge in erster Linie nach der Lage der beantragten Anbauflächen. Erste Priorität haben Flächen mit mehr als 30 % Hanglage; dann folgen Flächen mit 15 % bis 30 % Hangneigung. Jährlich dürfen in Deutschland nach dem Weingesetz maximal 0,3 % der bepflanzten Anbaufläche des Vorjahres als neue Rebflächen genehmigt werden. Stichtag ist jeweils der 31. Juli. Zur Ernte 2021 belief sich die in Deutschland mit Keltertrauben bestockte Rebfläche auf 103 421 ha. Neuanpflanzungen wären demnach in diesem Jahr auf rund 310 ha möglich gewesen. AgE

: Schmal: Futterversorgung wegen Trockenheit problematisch
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09.08.2022 - 11:34
: Schmal: Futterversorgung wegen Trockenheit problematisch

MÜNZENBERG. Die Tierhalter in Hessen machen sich zunehmend Sorgen über die Futterversorgung ihrer Tiere. Wie der Präsident des Hessischen Bauernverbandes (HBV), Karsten Schmal, heute beim Erntepressegespräch in Münzenberg berichtete, fiel der zweite Grünlandschnitt wegen der Trockenheit sehr dürftig und vereinzelt sogar komplett aus. Der erste Schnitt habe noch gute Erträge gebracht. „Auch der Mais leidet unter den hohen Temperaturen. Die aktuellen Hitzerekorde lassen eine weitere Verschärfung erwarten“, sagte Schmal.

Wie der HBV-Präsident mit Blick auf das Halmgetreide ausführte, ist der aktuelle Erntefortschritt „rekordverdächtig“. Die diesjährige Kampagne sei etwa drei Wochen früher gestartet als 2021 und werde ungefähr zwei bis drei Wochen früher enden als im Mehrjahresdurchschnitt. Die Winterweizenernte befinde sich „in den letzten Zügen“; schwerpunktmäßig im Norden Hessens müsse noch gedroschen werden. Die Erträge seien sehr heterogen - Ertrag und Qualität hätten in einigen Regionen stark unter der Trockenheit gelitten. „In anderen Regionen sind teilweise aber auch gute bis überdurchschnittliche Erträge erzielt worden“, stellte Schmal fest.

Indes deuten erste Ertragsmeldungen bei der Wintergerste nach Angaben des HBV-Präsidenten auf ein durchschnittliches bis überdurchschnittliches Ernteergebnis hin. Auch die Erträge beim Raps bewegten sich bisher auf einem zufriedenstellenden und regional sogar überdurchschnittlichen Niveau.

Schmal äußerte Zweifel, dass die hessischen Landwirte die Ernteerträge in den kommenden Jahren auf dem bisherigen Niveau halten könnten. „Explodierende Betriebsmittelpreise - insbesondere für Stickstoffdünger, Energie, Diesel, Futtermittel und Logistik - machen das Wirtschaften schwer, auch wenn in einigen Bereichen die Erzeugerpreise gestiegen sind“, erklärte der Landwirt. Er warnte, würden die jüngsten Vorschläge der Europäischen Kommission zur pauschalen Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln umgesetzt, hätte dies einen deutlichen Rückgang der Erträge in der Gemeinschaft zur Folge. Vor diesem Hintergrund forderte der HBV-Präsident, dass die Ernährungs- und Versorgungssicherung in Brüssel wieder eine größere Rolle spielen müsse. AgE

: AGDW fordert von Özdemir einen Krisengipfel
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09.08.2022 - 10:58
: AGDW fordert von Özdemir einen Krisengipfel

BERLIN. Angesichts der „verheerenden“ Waldbrände in Sachsen, Brandenburg und anderen Bundesländern hat die „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die Waldeigentümer“ von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die Einberufung eines Krisengipfels zum Thema Wald angemahnt. Dies müsse „unverzüglich“ erfolgen. „Wir müssen die vielen Akteure an einen Tisch bringen und verhindern, dass wir nächsten Jahr wieder nahezu unvorbereitet in eine Waldbrandsaison stolpern“, erklärte AGDW-Präsident Prof. Andreas Bitter heute im Anschluss an ein ZDF-Interview für die Sendung „frontal 21“, die am Abend ausgestrahlt wird.

Dem AGDW-Präsidenten zufolge fragen sich die Waldbesitzer, ob Özdemir den Ernst der Lage erkannt habe. „Andere Politiker haben sich in solchen Krisensituationen zur Feuerwehr vor Ort begeben und sich selbst ein Bild von der dramatischen Lage gemacht“, sagte Bitter und fragte, wo Minister Özdemir bleibe.

Der Verbandspräsident forderte, dass Waldbesitzer, Naturschützer, Förster, Feuerwehr, Bund, Ländern und Kommunen künftig an einem Strang ziehen müssten. Gerade über die strikte Auslegung der Anforderungen des Naturschutzes würden häufig praktische Erfordernisse der Waldbrandvorbeugung vergessen. „In einem sich selbst überlassenen Wald sammelt sich Totholz. Sobald dieses Totholz trocken wird, brennt es wie Zunder“, so Bitter. Er kritisierte zudem, dass Umweltverbände oft notwendige Schutzmaßnahmen blockierten, etwa den Bau von Wegen, die auch als Feuerwehrzufahrt dienten.

Der AGDW-Präsident stellte klar, dass „den vielen schönen Worten der Politik zum Thema Wald“ nun endlich Taten folgen müssten. Anstatt den Wald zu fördern, gehe die Politik im Moment genau den gegenteiligen Weg. „Es wurde angekündigt, dass wichtige Förderungen teilweise oder sogar ganz gestrichen werden“, beklagte Bitter und nannte als Beispiel die Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK), die ab 2023 um 25 % gekürzt werden soll. Ab 2024 seien auch die bereitgestellten GAK-Sondermittel - die sich von 2020 bis 2023 auf 800 Mio Euro belaufen - „akut vom Rotstift bedroht“.

Nach Einschätzung der AGDW wird der Schaden durch Waldbrände in Deutschland in diesem Jahr einen neuen Rekord erreichen. Bis heute hätten bereits fast 3 800 ha Wald in Flammen gestanden. Den finanziellen Schaden schätzt die AGDW auf „mindestens“ 20 Mio Euro bis 30 Mio Euro; das wäre mehr als 28-mal so viel wie 2021. AgE

: Nordrhein-Westfalen verstärkt die Tierseuchenprävention
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08.08.2022 - 15:22
: Nordrhein-Westfalen verstärkt die Tierseuchenprävention

DÜSSELDORF. Mit gemeinsamer Kraft wollen sich Politik und Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) entgegenstellen. Wie das Agrarressort in Düsseldorf heute mitteilte, wurde sich in einer gemeinsamen Vereinbarung mit der Landwirtschaftskammer, dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV), dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV), der Landesvereinigung Ökologischer Landbau (LVÖ) sowie mit den Tierärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe darauf verständigt, zusätzliche Präventivmaßnahmen einzuführen.

„Nordrhein-Westfalen ist im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest gut aufgestellt - und das soll in Zukunft auch so bleiben. Deshalb setzen wir weiterhin auf eine enge Kooperation und Vernetzung aller Akteure“, erklärte Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen. Für noch mehr Schutz soll fortan eine strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen mit wirksamem Monitoring sorgen - sowohl in Großbetrieben als auch bei Hobbyzüchtern. Darüber hinaus sollen Blutuntersuchungen bei Tieren intensiviert werden, um Infektionen schnellstmöglich zu erkennen.

Über die Vereinbarung wird unter anderem geregelt, dass vorhandene Frühwarnsysteme auf ASP, darunter Blutuntersuchungen bei lebenden Schweinen mit unspezifischen Krankheitssymptomen, intensiviert werden. Zudem werden alle Schweinehalter in Nordrhein-Westfalen aufgerufen und verpflichtet, erneut zu prüfen, ob alle notwendigen Maßnahmen ergriffen wurden, um den Eintrag der ASP in ihre Bestände zu verhindern und erforderlichenfalls Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen. Dazu bietet die Tierseuchenkasse als Unterstützung einen kostenfreien E-Learning-Kurs zum Thema Biosicherheit für Schweinehaltungen an. Zusätzlich stehen die Veterinärämter zur Verfügung, um kostenfreie amtliche Biosicherheitschecks durchzuführen.

Bei der Vereinbarung über besondere Maßnahmen zur Prävention gegen die ASP handelt es sich laut Ministerium um eine Selbstverpflichtung der Branche. Nordrhein-Westfalen sei das erste Land, das eine solche Vereinbarung getroffen habe, basierend auf der Eigenverantwortung von Unternehmen gemäß Artikel 10 des Tiergesundheitsaktes der Europäischen Union. AgE

: Familienbetriebe fordern Verzicht
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08.08.2022 - 14:18
: Familienbetriebe fordern Verzicht

BERLIN. Die Familienbetriebe Land und Forst haben erneut an die Bundesregierung und die Europäische Kommission appelliert, auf die geplanten Stilllegungen im Wald zu verzichten. Verbandsvorsitztender Max von Elverfeldt verwies heute hierzu auf wissenschaftliche Untersuchungen, wonach eine Verringerung des Holzeinschlags in Europa zu global negativen Umweltauswirkungen führt. „Die aktuelle Studie des Thünen-Instituts muss daher ein Weckruf für die Bundesregierung und die EU-Kommission sein“, erklärte von Elverfeldt.

Nach seinen Worten ist es „hochgradig irritierend“, dass die nationale Forstpolitik und vor allem der Green Deal zunehmend auf Nutzungsverzichte oder eine extensive Bewirtschaftung im Wald setzen. Eine Politik, die die Versorgungssicherheit gefährde und klimapolitisch zum Bumerang werde, sei zynisch, so von Elverfeldt.

In der Studie des Thünen-Instituts sind die Wissenschaftler zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Verringerung des Holzeinschlags in den EU-Wäldern global zu einer Verlagerung der Holzproduktion führen würde, was negative Umweltauswirkungen haben könnte. Nach Einschätzung der Forscher würde die geringere Verfügbarkeit von Rundholz in der EU zu einer niedrigeren Produktion von Schnittholz, Holzwerkstoffen und Zellstoff führen. Allerdings würde der Verbrauch dieser Holzprodukte nicht spürbar sinken. Vielmehr käme es dann zu einem deutlichen Rückgang der Exporte und zu höheren Importen. Parallel dazu würde die Erzeugung in Nicht-EU-Staaten ausgedehnt, so das Thünen-Institut. AgE

: Ministerien müssen Forschungsergebnisse unzensiert herausgeben
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08.08.2022 - 11:27
: Ministerien müssen Forschungsergebnisse unzensiert herausgeben

KÖLN. Bundesministerien müssen die Studienergebnisse staatlicher Forschungseinrichtungen unzensiert veröffentlichen. Dies hat das Verwaltungsgericht Köln jetzt entschieden und damit der Verbraucherorganisation foodwatch Recht gegeben. foodwatch hatte im Sommer 2019 gegen das Bundeslandwirtschaftsministerium geklagt. Damals hatte das Ministerium unter der damaligen Ressortchefin Julia Klöckner eine Studie des staatlichen Max Rubner-Instituts (MRI) zur Lebensmittelkennzeichnung zurückgehalten und erst ein halbes Jahr später mit deutlich geändertem Inhalt veröffentlicht. Diese Geheimhaltung bewertete das Kölner Gericht als rechtswidrig.

Laut foodwatch schafft das Urteil einen Präzedenzfall, mit dem der politischen Einflussnahme auf öffentlich finanzierte Forschung und Wissenschaft eine klare Absage erteilt wird. Zugleich sei das Urteil „außerordentlich bedeutend für die Freiheit der Forschung in Deutschland und für den demokratischen Diskurs“. Die Verbraucherorganisation forderte die Bundesregierung auf, gesetzlich zu verankern, dass die Ergebnisse der wissenschaftlichen Ressortforschung in Zukunft ohne jedwede politische Einflussnahme veröffentlicht werden müssen. Für Rauna Bindewald von foodwatch stellt das Urteil klar, dass die Bürger ein Recht darauf haben, dass ihnen die mit Steuergeldern finanzierten wissenschaftlichen Studienergebnisse ohne politische Zensur der jeweiligen Regierung zugänglich gemacht werden.

Das Verwaltungsgericht Köln unterstreicht in seinem Urteil die dem „MRI zustehende Wissenschaftsfreiheit“. Das Informationsfreiheitsgesetz schütze „nur die notwendige Vertraulichkeit der Beratung von Behörden“; darunter fielen nicht die Beratungsgrundlagen wie der Bericht des MRI. Die Vorschrift schützte die Behörde „auch nicht vor politisch unliebsamen Ergebnissen von eingeholten Fachstudien“, so das Gericht.

Die ursprüngliche MRI-Studie hatte laut foodwatch der Lebensmittelampel Nutri-Score ein gutes Zeugnis ausgestellt und sie als „grundsätzlich vorteilhaft“ für eine Nährwertkennzeichnung bewertet. Im Fazit der für das Ministerium überarbeiteten Version habe es hingegen geheißen, dass „keines der Nährwertkennzeichnungsmodelle uneingeschränkt empfohlen werden“ könne. Kriterien, bei denen der Nutri-Score nach Ansicht des MRI besonders gut abschneide, seien in der Version des Ministeriums zudem gestrichen worden. AgE

: Nicht nur Begeisterung für die Vorschläge von Özdemir
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08.08.2022 - 08:31
: Nicht nur Begeisterung für die Vorschläge von Özdemir

BERLIN. Das Einlenken von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir bei Stilllegung und Fruchtwechsel ist erwartungsgemäß durchwachsen aufgenommen worden. Während Greenpeace Özdemir vorwarf, mit der Freigabe von Brachflächen zum Brotgetreideanbau dem Druck der „Agrarlobby“ nachgegeben zu haben, begrüßte der Deutsche Bauernverband (DBV) die Entscheidung des Ministers.

Diese war nach den Worten von DBV-Präsident Joachim Rukwied „überfällig und kommt in letzter Minute“. Er wies darauf hin, dass die Bauern bereits mit der Anbauplanung für das kommende Jahr begonnen hätten und Planungssicherheit brauchten. Eine Aussetzung für nur ein Jahr hält Rukwied deshalb für „ sicherlich nicht ausreichend“. Um weiterhin eine sichere Lebensmittelversorgung gewährleisten und in Krisenzeiten reagieren zu können, müssten die Bauern alle Flächen nutzen können, auf denen es landwirtschaftlich sinnvoll sei. „Die Bundesländer müssen dies jetzt zügig bestätigen“, forderte der DBV-Präsident.

Greenpeace-Landwirtschaftsreferent Matthias Lambrecht monierte hingegen, dass die ohnehin viel zu geringen Flächen zum Schutz der Artenvielfalt in der Landwirtschaft wirtschaftlichen Interessen geopfert werden sollen. Nach seiner Auffassung ist die Ernährungssicherung in Kriegszeiten nur ein Vorwand, um wertvolle Biotope unterzupflügen. Dort angebauter Weizen werde erst im nächsten Jahr und zudem in nicht ausreichender Menge zur Verfügung stehen, um der akuten globalen Hungerkrise wirkungsvoll zu begegnen. Sinnvoller wäre Lambrecht zufolge ein konsequenter Ausstieg aus der Produktion von Biosprit.

„Es ist gut dass Cem Özdemir letztlich erkannt hat, wie ernst die globale Hungerkrise ist und dass Landwirten jetzt ermöglicht werden soll, mehr Getreide anzubauen“, konstatierte hingegen die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Carina Konrad. Nach ihrer Einschätzung haben „die Überzeugungsarbeit und die zahlreichen Diskussionen in der Koalition sich in diesem Punkt gelohnt“. Nun müssten die Regelungen schnell und rechtssicher umgesetzt werden, denn die Aussaat stehe unmittelbar bevor, mahnte Konrad.

Özdemir hatte den Ländern am Wochenende vorgeschlagen, die erstmalige verpflichtende Flächenstilllegung im kommenden Jahr auszusetzen. Stattdessen soll weiterhin ein landwirtschaftlicher Anbau möglich sein, allerdings nur von Halmgetreide, Sonnenblumen und Hülsenfrüchten. Ausgeschlossen bleiben sollen Mais und Soja. Zudem soll die Regelung nur für solche Flächen gelten, die nicht bereits 2021 und 2022 als brachliegendes Ackerland ausgewiesen waren.

Der Minister geht unter diesen Voraussetzungen davon aus, dass damit etwa 100 000 ha bis 180 000 ha Acker weiterhin für die Getreideproduktion zur Verfügung stehen. Damit könnten etwa 600 000 t bis 1,0 Mio t Getreide zusätzlich produziert werden. Zugleich würden die bestehenden Artenvielfaltsflächen weiterhin geschützt und könnten ihre Leistung für den Natur- und Artenschutz sowie eine nachhaltige Landwirtschaft erbringen.

Auch die Regelung zum Fruchtwechsel soll laut dem Ressortchef einmalig ausgesetzt werden. Damit könnten die Landwirte in Deutschland auch im Jahr 2023 Weizen nach Weizen anbauen. In den Vorjahren war dies auf etwa 380 000 ha der Fall gewesen. Dies würde die zusätzliche Erzeugung von bis zu 3,4 Mio t Weizen ermöglichen. AgE

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