Erzeugerpreise für Getreide weiterhin auf hohem Niveau

05.10.2011

Starke Schwankungen auf den Weltmärkten bestimmen die Entwicklung der Preise in Deutschland

Wiesbaden - Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise für Getreide lagen im August um 17,2 Prozent höher als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Gegenüber dem ersten Erntemonat Juli 2011 gaben die Preise um 1,6 Prozent nach.

Maßgeblichen Einfluss auf die Getreidepreise in Deutschland hat die Preisentwicklung auf dem Weltmarkt. Dort hat es in den vergangenen Jahren starke Preisschwankungen gegeben. Die Getreidepreise auf dem deutschen Markt folgen weitgehend diesen Schwankungen. So gab es bei den deutschen Erzeugerpreisen von Juli 2006 bis März 2008 eine starke Steigerung um insgesamt 126,2 Prozent. Danach fielen die Getreidepreise bis zum September 2009 um 59,5 Prozent, um sich bis Februar 2011 wieder mehr als zu verdoppeln (+134,0 Prozent). Seitdem sind die Getreidepreise wieder rückläufig, sie lagen im August 2011 aber immer noch deutlich über dem Vorjahresniveau.

Auf die aktuelle Entwicklung der Getreidepreise dürften sich nach Einschätzung des Statistischen Bundesamts neben den Einflüssen der Situation auf dem Weltmarkt auch verringerte Erntemengen in Deutschland ausgewirkt haben. Bei Brotweizen, mit einem Anteil von circa 50 Prozent das weitaus wichtigste Getreideprodukt, ging eine um 3,4 Prozent zurückgegangene Erntemenge mit einer Preissteigerung im August 2011 von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat einher.

Bei den anderen Getreidesorten sanken die Erntemengen noch stärker. Dies trug im August 2011 zu entsprechend hohen Preissteigerungen im Vorjahresvergleich bei (zum Beispiel Braugerste +41,6 Prozent, Brotroggen +29,8 Prozent). Teilweise verursachten auch schlechte Qualitäten hochwertiger Getreidesorten Angebotsengpässe und damit steigende Preise (zum Beispiel bei Braugerste).

Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.