Bodenuntersuchung im Garten

23.02.2005 Schule & Wissen

Richtig ernährt ist die halbe „Miete“ für die Pflanze

Pflanzen ernähren sich neben Luft und Wasser von mineralischen Nährstoffen. Sie kommen natürlicherweise im Boden vor. Manchmal zu wenig, manchmal mehr und werden dem Boden laufend durch die Pflanzen entzogen. Deshalb kann es ab und zu notwendig sein, durch Dünger für Ersatz zu sorgen.

Aber nicht jedem ist klar ob, wie und vor allem womit man düngen sollte. Wer es genau wissen möchte, sollte seinem Garten eine Bodenprobe entnehmen und diese an ein Untersuchungszentrum schicken.

Die Bodenuntersuchung

Es kommt vor, dass im Sommer in den Gärten die Blumen nicht besonders üppig blühen und Gemüsepflanzen beispielsweise gelbe Blätter bekommen. Das kann daran liegen, dass die Pflanzen entweder zu wenig Nährstoffe im Boden finden oder vielleicht auch manchmal eher überernährt sind. Doch woher soll man wissen, woran es liegt? Ob man nun mehr oder eher gar nicht düngen soll?

Auf diese Frage kann die Bodenuntersuchung eine Antwort geben. Gerade zum Beginn des Wachstums sollte man es nicht versäumen, solch eine Untersuchung in seinem Garten durchzuführen. Eine Bodenprobe dient grundsätzlich dazu, festzustellen, ob eine Unter- oder Überversorgung mit Stickstoff, Kali Phosphor, Kalk und anderen Nährstoffen vorliegt.

Wie ziehe ich eine Bodenprobe?

Egal ob Gemüse- oder Blumenbeet, Rasen oder Obstgarten - um eine Bodenprobe zu entnehmen, benötigt man lediglich einen Spaten, einen Löffel und eine Tüte. Zunächst wird mit dem Spaten oder Löffel ein Loch bis zur gewünschten Tiefe ausgehoben, etwa soweit wie die jeweiligen Wurzeln vordringen. Dann nimmt man gleichmäßig von den Seiten des Loches etwas Erde ab. Dazu sind 10 bis 15 Einzelproben an verschiedenen Stellen notwendig. Am Ende werden sie dann miteinander vermischt und ca. 500g davon in einen sauberen Plastikbeutel abgefüllt. Wenn das geschehen ist, schickt man die Probe an ein Untersuchungszentrum, zum Beispiel an die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Münster www.landwirtschaftskammer.de.

Der Preis für eine Standarduntersuchung liegt im Untersuchungszentrum NRW zurzeit bei ca. 17 Euro. Wer seinen Boden lieber selbst testen möchte, der kann im Fachhandel ein Test-Set erwerben. Es beinhaltet auch eine leicht verständliche Gebrauchsanweisung, die erklärt, falls erforderlich, wie und was man am besten düngen sollte.

Organische und mineralische Düngung ergänzen sich

Richtiges Düngen ist vor allem bei Gemüse wichtig. Wer eine gute Ernte haben möchte, muss dafür sorgen, dass sich die Pflanzen ausreichend ernähren können. Dann enthält auch das Gemüse die Stoffe, die für die Menschen wichtig sind. Das heißt aber nicht, dass alles im Garten gedüngt werden muss.

Im Frühjahr, bevor die Beete bestellt werden, ist der beste Zeitpunkt für eine Düngung. Überhaupt sollte nur während der Wachstumsperiode der Pflanze gedüngt werden, die etwa bis Anfang August dauert. Auf keinen Fall Dünger auf den Wurzelballen der Pflanze geben, sonst verbrennt der Ballen und die Pflanze geht ein. Wer außerdem seinen Gartenboden mit einem Humusdünger Marke Eigenbau verbessern möchte, nimmt sich am besten einen Eimer Kompost und verteilt ihn auf den Beeten.

Christopher, 14 Jahre