IVA: "Innovation-Deal" für die Landwirtschaft

Frankfurt/Main 19.01.2021

Auftakt zur IGW Digital in Berlin / Pflanzenschutz-Industrie investiert in diesem Jahrzehnt 14 Milliarden Euro in neue Lösungen

Um ihren Beitrag zur Lösung der großen Zukunftsfragen wie dem Schutz des Klimas und dem Erhalt der Biodiversität zu leisten, ist die Landwirtschaft dringend auf Innovationen angewiesen. Sie kann ihre Nachhaltigkeit nur steigern, wenn es ihr gelingt, mit weniger Input mehr Ertrag zu erwirtschaften, ohne gleichzeitig die Anbaufläche zu erweitern. Darauf wies der Industrieverband Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland vertritt, zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche Digital 2021 hin. 

„Zu den zahlreichen Lehren aus der Corona-Pandemie zählt, dass wir auch weiter eine leistungsfähige Landwirtschaft im eigenen Land brauchen. Die EU stellt durch den Green Deal und die ,Farm to Fork‘-Strategie heute Weichen für die europäische Landwirtschaft von morgen“, erklärte IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer. „Damit das gelingt, brauchen wir auch einen ,Innovation-Deal‘: ein Bekenntnis zu neuen Technologien, stabilen Rahmenbedingungen und verlässlicher Regulierung. Die führenden Pflanzenschutz-Hersteller werden ihren Teil des Deals erfüllen und in Europa in den kommenden zehn Jahren 14 Milliarden Euro investieren – für Präzisionslandwirtschaft, Digitalisierung und biologischen Pflanzenschutz.“ In Deutschland setze die Innovations-Offensive des Bundeslandwirtschaftsministeriums zum Ausbau der Digitalisierung der Landwirtschaft bereits die richtigen Impulse, so Gemmer. 

Durch den Corona-bedingten Ausfall der Internationalen Grünen Woche als Verbrauchermesse fehle in diesem Jahr ein wichtiges Forum für den Austausch zwischen den Akteuren der Branche, der Politik und der Öffentlichkeit. Seit über zehn Jahren ist der IVA regelmäßig als Aussteller auf dem ErlebnisBauernhof aktiv. „Wir hoffen sehr, dass wir uns im kommenden Jahr wieder im halbwegs normalen Rahmen werden präsentieren können“, so Gemmer.