Hudetz: „Starkes Signal für die Landwirtschaft“

Frankfurt/Main 30.06.2021

IVA-Präsident mit zufriedenem Fazit zur Zukunftskommission Landwirtschaft

„Die Zukunftskommission sendet ein starkes Signal an Politik und Gesellschaft für eine zukunftsfähige, produktive und nachhaltige Landwirtschaft in Deutschland. Unser Abschlussbericht zeigt gute Lösungen auf auch für die Zielkonflikte, die aus der Vielzahl der heute an Landwirtinnen und Landwirte gestellten Ansprüche resultieren. Und er unterstreicht, dass sie für ihre Leistungen angemessen entlohnt werden müssen“, kommentiert Dr. Manfred Hudetz, Präsident des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und Kommissionsmitglied, den gestrigen Abschluss der Arbeiten. 

„Wir glauben an das Leitbild einer Landwirtschaft, die einerseits produktiv und wirtschaftlich stark ist, aber zugleich die Biodiversität fördert und das Klima schont. Dazu will unsere Industrie ihren Beitrag leisten mit immer neuen Lösungen und Technologien. Gerade in der Digitalisierung der Landwirtschaft, das habe ich in vielen Sitzungen der Zukunftskommission betont, liegt erhebliches Potenzial für mehr Nachhaltigkeit: Wir können etwa Dünger und Pflanzenschutzmittel präziser ausbringen und so ihren Einsatz reduzieren“, so Hudetz weiter. 

Damit innovative Produkte wie Biostimulanzien, biologische Pflanzenschutzmittel oder klimaschonende Nitrifikationshemmer in Mineraldüngern schneller auf den Markt kommen können, braucht es nach Hudetz‘ Ansicht ein flexibleres Regulierungssystem: „Wenn wir Alternativen zu chemischen Pflanzenschutzmitteln stärken wollen, muss das Zulassungsverfahren für biologische Pflanzenschutzmittel verschlankt werden.“

Hudetz bewertet die Arbeit der Zukunftskommission zudem als gelungenes Beispiel für die Verständigung zwischen unterschiedlichen Interessengruppen: „Landwirtschaft, Industrie und Umweltverbände haben in der Zukunftskommission viel miteinander und voneinander gelernt. Auch wenn wir manchmal um jedes einzelne Wort rangen, haben wir am Ende verstanden, dass wir in vielem weniger weit auseinander lagen, als es im Alltag manchmal scheinen mag. Auch ganz persönlich war dies für mich eine einmalige Erfahrung.“
 

>> Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände aus Agrar- und Ernährungswirtschaft vom 30. Juni 2021 (PDF, 690 KB)