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13.06.2018 - Bernburg

IVA: Biostimulanzien machen Nutzpflanzen widerstandsfähig

Biostimulanzien erhöhen die Widerstandsfähigkeit, die Qualität und Erträge von Kulturpflanzen und stärken die Bodenfruchtbarkeit. Foto: iStock

IVA sieht Wachstumschancen für neue Produktgruppe / Innovative Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft

Biostimulanzien können in den kommenden Jahren ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Landwirtschaft werden. Wie sich diese neue Produktgruppe entwickelt, hängt jedoch auch von den regulatorischen Weichstellungen der nächsten Jahre ab. Die im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Herstellerfirmen setzen sich daher für eine einheitliche und innovationsfördernde Regulierung auf europäischer Ebene ein, wie der Wirtschaftsverband heute in einem Pressegespräch im Rahmen der DLG-Feldtage 2018 in Bernburg-Strenzfeld mitteilte.

Biostimulanzien ist der Oberbegriff für eine neue Gruppe landwirtschaftlicher Betriebsmittel. Die Bandbreite der Produkte reicht von Pflanzenextrakten über Algenpräparate und Bodenmikroorganismen bis zu Huminstoffen, die alle die Nährstoffaufnahme der Pflanze verbessern oder sie widerstandsfähiger machen. Biostimulanzien werden für Landwirte und Gärtner ein weiteres Element im integrierten Pflanzenbau sein.

Biostimulanzien zählen weder zu Pflanzenschutzmitteln noch zu Mineraldüngern, den beiden traditionellen Fachbereichen des IVA, und fallen nicht unter die entsprechende Regulierung dieser Produktgruppen. Daher hatte der Wirtschaftsverband im Mai 2017 einen dritten Fachbereich gegründet, in dem bis heute 13 Hersteller von Biostimulanzien organisiert sind. Dazu zählen Firmen, die schon lange Mitglied im IVA sind, wie auch Unternehmen, die erst mit Gründung des neuen Fachbereichs beigetreten sind.

„Innovationen brauchen Vertrauen. Daher investieren die Unternehmen der Branche bis zu 10 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Produkte zu gewährleisten. Aber auch der Gesetzgeber ist gefordert, auf europäischer Ebene eine einheitliche und klare Regulierung zu schaffen. Nur wenn die Anwender in der Landwirtschaft, aber auch die Verbraucher vom Nutzen der Biostimulanzien überzeugt sind, können sie sich langfristig auf dem Markt etablieren“, sagte Dr. Thomas Mannheim als Vertreter des Fachbereichs Biostimulanzien des IVA und Leiter der agronomischen Forschung der EuroChem Agro GmbH.

Auf dem europäischen Markt konkurrieren derzeit rund 200 Hersteller von Biostimulanzien; zwei von drei sind kleine und mittelständische Unternehmen. Nach Expertenschätzungen beläuft sich das Marktvolumen in Europa auf gut eine halbe Milliarde Euro.

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