Strukturwandel in der Landwirtschaft: Weniger, dafür größere Betriebe

21.01.2021

14 Prozent der Betriebe bewirtschaften 62 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche

Wiesbaden - Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist seit 2010 um 12 Prozent auf 263 500 Betriebe gesunken. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche blieb mit 16,6 Millionen Hektar nahezu konstant. Die durchschnittliche Größe der Betriebe lag 2020 bei 63 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche je Betrieb, 13 Prozent mehr als vor zehn Jahren, als ein Betrieb durchschnittlich 56 Hektar bewirtschaftete. Diese ersten Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen einer Online-Pressekonferenz in Wiesbaden mit.

"Damit sind die Betriebe so groß wie nie", sagte Christoph Unger, Vizepräsident des Statistischen Bundesamts. "Entgegen dem Bundestrend geht die durchschnittliche Betriebsgröße in Ostdeutschland jedoch leicht zurück, unter anderem deshalb, weil neue beziehungsweise ausgegründete Betriebe eher geringere Betriebsgrößen aufweisen". Nach wie vor bewirtschafte der überwiegende Teil der landwirtschaftlichen Betriebe (86 Prozent) eine Fläche von maximal 100 Hektar. Gegenüber 2010 nahm deren Zahl um knapp 40 100 auf etwa 225 400 Betriebe ab. Die Zahl der Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von mehr als 100 Hektar stieg seit 2010 um etwa 4 500 auf rund 38 100 Betriebe an. Damit bewirtschafte 14 Prozent aller Betriebe 62 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland, so das Statische Bundesamt.

Im Zeitraum März 2019 bis Februar 2020 waren in Deutschland 936 900 Arbeitskräfte in der Landwirtschaft tätig, das seien 13 Prozent weniger als 2010.

>> zur vollständigen Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 21. Januar 2021