Sicherheit von Verbrauchern und Anwendern hat höchste Priorität

10.09.2020

Verschiedene Medien berichten heute über eine Publikation der Schweizer Umweltorganisation Public Eye in Zusammenarbeit mit der von Greenpeace betriebenen Internetplattform Unearthed. Der Wirtschaftsverband CropLife International, dem die weltweit führenden Unternehmen der Pflanzenschutz-Industrie angehören, hat dazu folgendes Statement veröffentlicht:
 

„Die Gesundheit und Sicherheit von Verbrauchern und Anwendern von Pflanzenschutzmitteln hat für die Pflanzenschutz-Industrie höchste Priorität. Das gilt, egal wo diese Pflanzenschutzmittel hergestellt, angewendet und mit ihrer Hilfe produzierte Lebensmittel verzehrt werden. Die Mitglieder von CropLife International erwarten, dass ihre Produkte streng reguliert werden. Das werden sie, und die Mitgliedsunternehmen stehen hinter strengen Regulierungsstandards und -richtlinien. Die Mitglieder von CropLife International übernehmen die Verantwortung für die Durchführung von Risikobewertungen der verkauften Produkte in Übereinstimmung mit dem internationalen FAO/WHO-Verhaltenskodex für das Inverkehrbringen und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. 

Einige Pflanzenschutzmittel sind für den Einsatz in der EU nicht zugelassen, haben aber wichtige Einsatzgebiete in anderen Teilen der Welt. Es gibt nicht die eine Lösung für alle – Landwirtschaft, Schädlinge und Krankheiten sind in verschiedenen Regionen und Ländern unterschiedlich. Pflanzenschutzmittel sind nicht automatisch „gefährlicher“ oder „weniger notwendig“, nur weil sie in der EU nicht zugelassen sind. 

Nationale Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt entscheiden, welche Pflanzenschutzmittel in ihrer Region eingesetzt werden dürfen. Dort, wo die Regulierung weniger entwickelt ist, unterstützen die Mitgliedsunternehmen von CropLife International ihre Etablierung auf der Grundlage des internationalen FAO/WHO-Verhaltenskodex für das Inverkehrbringen und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.

Es gibt kein rechtliches „Schlupfloch“ für den Export von Pflanzenschutzmitteln aus Europa; es gibt eine strenge Regulierung in der EU im Einklang mit der UN Rotterdam-Konvention für Exporte, die ordnungsgemäß durchgesetzt wird und die CropLife International und seine Mitglieder unterstützen. Exporteure aus Europa müssen ihren nationalen Regulierungsbehörden Informationen über bestimmte Exporte von Chemikalien, einschließlich einiger Pflanzenschutzmittel, zur Verfügung stellen. Das internationale Recht stellt auch sicher, dass importierende Länder relevante Sicherheitsinformationen über eingeführte Stoffe erhalten und den Import von Stoffen ablehnen können.

Wir begrüßen eine konstruktive und fundierte Debatte über die Rolle des Pflanzenschutzes und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion. Die Mitgliedsunternehmen von CropLife International investieren in Forschung und Entwicklung, um immer bessere und sicherere Produkte zu entwickeln und sicherzustellen, dass Landwirte Zugang zu Pflanzenschutzmitteln haben, die den Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechen. Wir arbeiten ständig an der Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln zusammen mit Regierungen, Landwirten, NGOs und anderen Interessengruppen und werden diese Zusammenarbeit fortsetzen. Wir können und werden uns immer bemühen, mehr zu tun.“ 

>> Mehr Informationen (englisch)