# Walderhaltung durch Pflanzenschutz: Hilferuf bei Politik angekommen

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- Created: 2014-09-18T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz
- Teaser text: Magdeburg - Rund 150 Waldbesitzer demonstrierten am 17. September in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) bei einer Protestveranstaltung lautstark gegen die behördliche Blockade des Pflanzenschutzes im Wald und richteten einen Forderungskatalog an die Politik.

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![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/vorschaubilder/pflanzenschutzaktion_foto20kollaxo_7699.jpg.webp?h=1c9b88c9&itok=ZDXGyJix)

© www.perspektive-mittelstand.de/ KOLLAXO/ Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt e. V

Rund 150 Waldbesitzer demonstrierten bei der Veranstaltung "Walderhaltung durch Pflanzenschutz" am 17.9.14 in Gardelegen.

Aktuelles

19.09.2014

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Walderhaltung Durch Pflanzenschutz: Hilferuf Bei Politik Angekommen

Magdeburg - Rund 150 Waldbesitzer demonstrierten am 17. September in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) bei einer Protestveranstaltung unter dem Motto „Walderhaltung durch Pflanzenschutz“ lautstark gegen die behördliche Blockade des Pflanzenschutzes im Wald, damit der Waldvernichtung durch Schadinsekten im Zuge des Klimawandels entgegengewirkt werden kann. Die Waldbesitzer richteten einen Forderungskatalog an die Politik, die ihrerseits Bereitschaft zur Soforthilfe zusagte.

Um drei Hauptforderungen geht es im Kern:

1. Übertragung der Zuständigkeit für Fragen von Forstschutz durch Pflanzenschutz und für den Einsatz von Luftfahrzeugen auf die Bundesländer.
2. Der Einsatz effektiver Mittel zum Pflanzenschutz im Wald muss auch künftig regulär mit Bodengeräten und Luftfahrzeugen möglich sein, um akut gefährdete Wälder vor dem Absterben zu retten.
3. Realitätsferne Auflagen jenseits von EU-Regelungen, wie die Beschränkung des Pflanzenschutzes auf höchstens 50 Prozent eines von Schadinsekten und/oder Pilzen befallenen Waldgebiets, darf es nicht länger geben.

Seine Solidarität mit den vom Wald lebenden Familien bekundete Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister, Hermann Onko Aeikens: „Wir können es nicht zulassen, dass unser Wald von diesen Schädlingen kahl gemacht wird.“ Er begrüßte den „konstruktiven Vorschlag“, Kompetenzen von der Bundesebene, wo Entscheidungsträger nicht immer die notwendige fachliche Gesamtschau besäßen, auf die Landesebene und Behörden vor Ort zu verlagern.

Dr. Ralf Petercord, Leiter Sektion Waldschutz im Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten, kritisierte fachfremde Sichtweisen des Umweltbundesamts (UBA). Er verurteilte außerdem die Art und Weise, wie Naturschutzverbände aus dem Thema Pflanzenschutz Kapital schlügen, etwa indem sie PR-Fotos mit Kindern während Pflanzenschutzanwendungen initiieren. Forstleuten warf er vor, bislang zu wenig über das Problem aufgeklärt zu haben.

Petra Crone, forstpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, sagte: „Wir brauchen eine Vielfalt an Pflanzenschutzmitteln, um auch im Wald Erträge zu sichern und die Vielfalt von Flora und Fauna zu garantieren.“

Alois Gerig, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft und Berichterstatter für Wald und Forstwirtschaft, sprach sich für praktikable Regelungen aus und für ein Ende des „Behörden-Hickhacks“.

Für die Linksfraktion stellte Katrin Kunert fest, dass man sich „in Bezug auf den Eichenprozessionsspinner in den vergangenen Jahren immer wieder für eine praxisnahe Zulassung und Applikation unterschiedlicher Wirkstoffe eingesetzt“ habe.

Die drei Bundestagsabgeordneten befürworteten schnellstmögliche Runde-Tisch-Gespräche. „Je eher desto besser“, unterstrich Ministerialdirigent Axel Heider vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL).

[&gt;&gt; Original-Pressemitteilung](http://www.perspektive-mittelstand.de/Walderhaltung-durch-Pflanzenschutz-Hilferuf-ist-bei-Politik-angekommen/pressemitteilung/73159.html)

Quelle: [http://www.perspektive-mittelstand.de](http://www.perspektive-mittelstand.de/)
Autor: Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt e. V.

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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[ may.iva@vci.de ](mailto:may.iva@vci.de)
