# Studie: Pflanzenschutz senkt Ausstoß von Treibhausgasen

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- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Klimaschutz, Landwirtschaft, Verband, Versorgungssicherheit
- Teaser text: Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der deutschen Landwirtschaft leistet einen erheblichen Beitrag zur Begrenzung der nationalen Treibhausgas-Emissionen. Dies ist das zentrale Ergebnis der heute vorgestellten Studie „Klimaeffekte des Pflanzenschutzes in Deutschland“.

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© IVA

Pressegespräch am 25. Januar 2012 im Rahmen der Grünen Woche in Berlin: Professor von Witzke stellt 2. Modul "Klimaeffekte des Pflanzenschutzes in Deutschland" einer Forschungsreihe zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen des Pflanzenschutzes in Deutschland vor. (v.l.n.r. M. May, Prof. von Witzke, Dr. Jachmann).

Pressemitteilung

25.01.2012

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Berlin

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Studie: Pflanzenschutz Senkt Ausstoß von Treibhausgasen

## Wissenschaftler weisen positive Klimaeffekte durch Agrochemie nach / Moderne Landwirtschaft verhindert klimaschädliche Landnutzungsänderungen

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der deutschen Landwirtschaft leistet einen erheblichen Beitrag zur Begrenzung der nationalen Treibhausgas-Emissionen. Dies ist das zentrale Ergebnis der heute vorgestellten Studie „Klimaeffekte des Pflanzenschutzes in Deutschland“ einer Forschergruppe um Professor Harald von Witzke, Leiter des Fachgebiets Internationaler Agrarhandel und Entwicklung der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Klimaeffizienz des Pflanzenschutzes zeigt sich in einer Beispielrechnung für Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide): Wenn deutsche Landwirte zur Herstellung der gleichen Menge Ernteguts anstelle von Fungiziden andere Produktionsfaktoren auf zusätzlichem Ackerland einsetzen, würde dadurch nahezu die zwölffache Menge an Treibhausgasen freigesetzt, die bei Herstellung, Transport und Ausbringung der Fungizide entstehen. Die spezifischen Treibhausgas-Emissionen für die Produktion einer Tonne Weizen würden nach den Berechnungen der Forscher beim Wegfall der Fungizide um 13 Prozent von 404 kg/t auf 454 kg/t steigen. Indirekte Wirkungen, wie Landnutzungsänderungen, sind da noch nicht eingerechnet; diese könnten je nach Szenario verheerende Einmaleffekte in der Treibhausgasbilanz hervorrufen.

„Sachgemäßer Pflanzenschutz ist eine wichtige Komponente ökologischer Nachhaltigkeit, weil er dem Landwirt hilft, die knappe Ressource Boden effizient zur Sicherung der Welternährung und zum Schutz von Habitaten, und damit auch dem Klima, zu nutzen. Zudem entsteht im Rahmen des Emissionshandels durch den Klimaschutzbeitrag ein potenzieller ökonomischer Mehrwert, sodass auch die Säule wirtschaftlicher Nachhaltigkeit neben der ökologischen Nachhaltigkeit gestärkt wird“, so Professor von Witzke.

Um die Klimaschutzleistungen des Pflanzenschutzes in Deutschland zu erfassen, müssen nach Auffassung der Forscher die indirekten Klimaeffekte durch Verlagerung der Emissionen in andere Weltregionen in die Berechnung mit einfließen. Mit einem Weltmarktmodell wurde ermittelt, wo und wie landwirtschaftliche Rohstoffe produziert würden, wenn sie mangels Pflanzenschutz nicht in Deutschland hergestellt werden könnten, denn eine dynamische Nachfrage wird neben landwirtschaftlicher Intensivierung vor allem zu einer geänderten Landnutzung in anderen Weltregionen führen.

Allein bei einem vollständigen Wegfall der Fungizide in Deutschland müssten nach den Berechnungen der Studie etwa 1,2 Millionen Hektar zusätzliches Ackerland in anderen Weltregionen kultiviert werden; bei einer vollständigen Umstellung auf Ökolandbau wären es sogar 6,5 Millionen Hektar oder mehr als die Hälfte der Ackerfläche Deutschlands. Durch eine solche Umwandlung natürlicher Ökosysteme in landwirtschaftliche Nutzfläche würden in der Modellrechnung „ohne Fungizide“ einmalig über 260 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente freigesetzt. Sollte die deutsche Landwirtschaft vollständig auf Ökolandbau umgestellt werden, hätte dies durch die Landnutzungsänderung an anderer Stelle einmalig zusätzliche Emissionen von 1,4 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalenten zur Folge. Dies wäre der 1,5-fache Wert der gesamten jährlichen Treibhausgas-Emissionen aus allen Sektoren in Deutschland (2010: 937 Millionen Tonnen).

Unterstützt wird das mehrstufige Forschungsvorhaben über den gesamtgesellschaftlichen Nutzen des Pflanzenschutzes durch den Industrieverband Agrar e. V. (IVA). „Pflanzenschutz ist, wie die Ergebnisse der Studie zeigen, auch Klimaschutz“, sagt IVA-Präsident Dr. Hans Theo Jachmann. „Die öffentliche Diskussion um Pflanzenschutz dreht sich fast ausschließlich um mögliche Risiken. Mit den Forschungsergebnissen der Wissenschaftler um Professor von Witzke liegt erstmals eine verlässliche Datenquelle zum Nutzen des Pflanzenschutzes in Deutschland vor.“

Die Studie steht kostenlos zum Download auf den Internet-Seiten des Lehrstuhls für Internationalen Agrarhandel und Entwicklung der Humboldt-Universität ([&gt;&gt; weiter](http://www.agrar.hu-berlin.de/struktur/institute/wisola/fg/ihe/Veroeff)) und des IVA ([&gt;&gt; PDF, 810 KB](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/studie_klimaeffekte_des_pflanzenschutzes_in_deutschland.pdf)) zur Verfügung.

[![](https://www.iva.de/sites/default/files/bilder/presse/iva_grafiken_treibhausgasw_weizen_20120123_highres_rgb.jpg)](https://www.iva.de/sites/default/files/bilder/presse/iva_grafiken_treibhausgasw_weizen_20120123_highres_rgb.jpg)

## Pressemitteilungen

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19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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