# Studie: Ohne Fungizide fehlt auf dem Hof ein Monatslohn

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/studie-ohne-fungizide-fehlt-auf-dem-hof-ein-monatslohn
- Language: de
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- Created: 2012-06-18T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
- Published: true
- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Verband, Versorgungssicherheit
- Teaser text: Professor von Witzke: „Sachgemäßem chemischen Pflanzenschutz kommt eine sehr große Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Agrarproduktion und für die Einkommen der hierzulande in der Landwirtschaft Beschäftigten zu.

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Pflanzenschutz hat positive Auswirkungen auf die Einkommen von Agrarbetrieben.

Pressemitteilung

19.06.2012

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Bernburg

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Studie: Ohne Fungizide Fehlt Auf Dem Hof ein Monatslohn

## Pflanzenschutz sichert Ertragskraft / Wissenschaftler der Humboldt-Universität weisen positive Auswirkungen auf die Einkommen von Agrarbetrieben nach

Der sachgerechte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität der Einkommen deutscher Agrarbetriebe und deren Beschäftigter. Wenn deutschen Landwirten zum Beispiel keine Fungizide zur Verfügung stünden, hätte dies einen Einkommensrückgang der Betriebe in Höhe eines durchschnittlichen Monatslohns ihrer Beschäftigten zur Folge.

Das haben Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen des Forschungsprojekts „Der gesamtgesellschaftliche Nutzen des Pflanzenschutzes in Deutschland“ berechnet. Dazu hat eine Forschergruppe um den Agrarökonom Professor Harald von Witzke, Leiter des Fachgebiets Internationaler Agrarhandel und Entwicklung an der Humboldt-Universität, die Einkommensverluste für eine Reihe von landwirtschaftlichen Betrieben, wie sie für Deutschland typisch sind, ermittelt. Ursache der Einkommensverluste sind die deutlich geringeren Flächenerträge, die Landwirte erzielen, wenn ihnen die erforderlichen Wirkstoffe nicht zur Verfügung stehen oder sie, wie im ökologischen Landbau, aufgrund der Anbauregeln auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel verzichten müssen.

Professor von Witzke resümiert daher: „Sachgemäßem chemischen Pflanzenschutz kommt eine sehr große Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Agrarproduktion und für die Einkommen der hierzulande in der Landwirtschaft Beschäftigten zu. Er ist darüber hinaus ein ganz wesentlicher Bestimmungsfaktor für unsere vielfältigen Agrarstrukturen, die unsere Kulturlandschaft prägen und einen gesellschaftlichen Mehrwert an sich ausmachen.“

Der Präsident des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Dr. Hans Theo Jachmann, unterstrich bei der Vorstellung der Studienergebnisse im Rahmen eines Pressegesprächs auf den DLG-Feldtagen 2012 (19. bis 21. Juni) in Bernburg-Strenzfeld die positiven sozioökonomischen Wirkungen eines produktiven Agrarsektors: „Die Erkenntnis, dass modern wirtschaftende Landwirte Pflanzenschutzmittel in Deutschland ökologisch verantwortungsvoll und ökonomisch sinnvoll einsetzen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Studie der Forschergruppe um Professor von Witzke zeigt zudem, dass es auch einen unmittelbaren sozialen Nutzen für die Mitarbeiter der Betriebe gibt. Kann die Ernte nicht durch Fungizide wirksam vor Pilzbefall geschützt werden, so fehlt am Ende des Jahres das zwölfte Monatsgehalt für die Beschäftigten.“

Der IVA hat das Forschungsvorhaben von Professor von Witzke von Beginn an unterstützt. Die Untersuchung zu den Einkommen landwirtschaftlicher Betriebe ist bereits der dritte Teil des Projekts. In den schon vorliegenden Forschungsberichten hatten die Wissenschaftler berechnet, dass sich der jährlich in Deutschland durch Pflanzenschutz geschaffene Wohlstandsgewinn auf bis zu 4 Milliarden Euro belaufen kann und dass durch sachgemäßen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in erheblichem Umfang Treibhausgase eingespart werden.

Die Studie steht kostenlos zum Download auf den Internet-Seiten des Lehrstuhls für Internationalen Agrarhandel und Entwicklung der Humboldt-Universität ([&gt;&gt; weiter](http://www.agrar.hu-berlin.de/fakultaet/departments/daoe/ihe/Veroeff)) und des IVA ([&gt;&gt; PDF, 320 KB](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/studie_iva_bericht_modul_iii_120610.pdf)) zur Verfügung.

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Martin May

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