# Statistik-Schwindel von Amts wegen

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/statistik-schwindel-von-amts-wegen
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- Created: 2018-06-05T09:04:55+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Das Umweltbundesamt (UBA) meint nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in der Veröffentlichung „Umwelt und Landwirtschaft“ wieder einmal einen steigenden Absatz von Pflanzenschutzmitteln festgestellt zu haben.

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© IVA

Der Pflanzenschutzmarkt in Deutschland ist drei Jahre in Folge geschrumpft und lag zuletzt unter dem Niveau des Jahres 2012.

Pressemitteilung

05.06.2018

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Statistik-Schwindel von Amts Wegen

## Umweltbundesamt bläht Absatzzahlen von Pflanzenschutzmitteln künstlich auf

Das Umweltbundesamt (UBA) meint nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in der Veröffentlichung „Umwelt und Landwirtschaft“ wieder einmal einen steigenden Absatz von Pflanzenschutzmitteln festgestellt zu haben. Dafür greift das Amt auf zwei fragwürdige statistische Kunstgriffe zurück: zum einen wird ein statistischer Ausreißer als Referenzjahr gewählt, zum anderen die „inerten Gase im Vorratsschutz“ nicht herausgerechnet.

Das UBA spricht nach Angaben der dpa von einem Anstieg des Pflanzenschutzmittel-Absatzes zwischen 1994 und 2015 - warum die aktuellsten Zahlen fehlen, bleibt unklar - von knapp 30 000 auf über 40 000 Tonnen. Was hinter dieser Technik des „selbst gemachten Trends“ steckt, erläuterte Statistik-Professor Walter Krämer schon vor 30 Jahren in dem Buch „So lügt man mit Statistik“: Ein Referenzjahr wird bewusst herausgegriffen, um den gewünschten Trend zu generieren. Denn 1994 war das Jahr mit dem historisch niedrigsten Absatz an Pflanzenschutzmitteln, zum einen, weil in diesem Jahr viele Flächenstilllegungen griffen, zum anderen weil Aufbrauchfristen für DDR-Altprodukte ausliefen. Peinlich für das UBA: Vor einem Jahr schon „prämierte“ das Essener RWI Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung diese Manipulation als „[Unstatistik des Monats](http://www.rwi-essen.de/unstatistik/67/)“.

Nicht weniger fragwürdig ist die Einrechnung der inerten (reaktionsträgen) Gase. Diese müssen zwar dem zuständigen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeldet werden. Es handelt sich aber nicht um Mittel, die der Landwirt einsetzt, sondern in aller Regel um Kohlendioxid, mit dem Vorräte vor Schädlingen geschützt werden. Der Einsatz von Kohlendioxid ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, da kaum noch andere Wirkstoffe zum Vorratsschutz zur Verfügung stehen. Die inerten Gase werden vom BVL daher gesondert ausgewiesen.

Fazit: Wer es also genau wissen will, sollte die [Absatzstatistik für Pflanzenschutzmittel direkt auf den Seiten des dafür zuständigen BVL](https://www.bvl.bund.de/DE/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/02_ZulassungPSM/03_PSMInlandsabsatzExport/psm_PSMInlandsabsatzExport_node.html) einsehen. Dort findet man nicht nur die aktuelleren Zahlen (2016 zum Beispiel ist der Absatz weiter gesunken), sondern alle Daten und entsprechende Erläuterungen.

## Weitere Informationen

Grafik zur Entwicklung der Wirkstoffmengen im Vorratsschutz des Julius Kühn-Instituts (JKI)

[ Mehr erfahren ](https://vorratsschutz.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Abb4_Schutz_Vorraete_chemBekaempfung_PSM_Wirkgruppen2000bisNov2017.pdf)

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04.05.2018

Pressemitteilung

Jahrespressekonferenz 2018 / Märkte für Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel unter Druck

Auf den Märkten für Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger ist keine grundlegende Trendwende in Sicht. Nachdem die Umsätze der im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Unternehmen der deutschen Pflanzenschutz-Industrie 2017 im Vergleich zum Vorjahr abermals gesunken sind auf 1,385 Milliarden Euro (2016: 1,415 Mrd. Euro), verlief auch der Start in das neue Geschäftsjahr 2018 verhalten.

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16.01.2018

Pressemitteilung

Markt für Pflanzenschutzmittel 2017 weiter rückläufig

Der Pflanzenschutzmittelmarkt in Deutschland ist im dritten Jahr in Folge zurückgegangen. Im Direktgeschäft mit dem Großhandel erzielten die im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Unternehmen der deutschen Pflanzenschutz-Industrie 2017 einen Umsatz von 1,385 Milliarden Euro (2016: 1,415 Mrd. Euro).

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27.09.2017

Pressemitteilung

Mehr Mais auf dem Acker, weniger Erlös im Ökolandbau

Eine deutsche Sondersteuer auf Pflanzenschutzmittel ist nicht geeignet, die in der Landwirtschaft verwendete Menge an Wirkstoffen deutlich zu reduzieren – sie würde aber viele Begleiteffekte nach sich ziehen, die von den Befürwortern einer solchen Steuer kaum gewünscht sein dürften.

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19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Martin May

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